TV-Doku am 20.5.2012: Guck mal, wer die Erde rettet (21:17 Uhr auf EINS EXTRA)

Am 20.5.2012 zeigt EINS EXTRA um 21:17 Uhr die Folge „Guck mal, wer die Erde rettet“ aus der Reihe „Entweder Broder – Die Deutschland-Safari!“.  Aus der Ankündigung: „In der dritten Folge der ‚Deutschlandsafari‘ treffen Henryk, Hamed und Wilma überall auf Menschen, die sich um die Rettung unseres Planeten kümmern. Denn für die große Mehrheit der Deutschen steht längst fest: Der Homo Sapiens ist schuld am Klimawandel und dieser wird schreckliche Folgen haben. Das Überleben der menschlichen Rasse steht auf dem Spiel. Es muss gehandelt werden – und zwar nachhaltig. Daher besuchen Henryk und Hamed eine ‚Nachhaltigkeitskonferenz‘ auf der hunderte Teilnehmer über …

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TV-Tip: Teils heiter, teils wolkig – Der Kampf um die beste Wettervorhersage (MDR, 17.5.2012, 17:35 Uhr)

Am 17.5.2012 zeigt der MDR um 17:35 Uhr die Doku „Teils heiter, teils wolkig – Der Kampf um die beste Wettervorhersage“. Aus der Ankündigung des Senders: Die halbstündige Reportage „Teils heiter, teils wolkig – Der Kampf um die beste Wettervorhersage“ gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Wettervorhersagedienste. Sie zeigt, welche Möglichkeiten die Meteorologen heute haben, ihre Vorhersagen zu erstellen, aber auch wo die Grenzen liegen. Die wollen einige Wetterfrösche jedoch nicht akzeptieren und schießen mit tagesgenauen Drei-Monats-Vorhersagen über das machbare Ziel hinaus. Nicht nur Jörg Kachelmann, Chef des Wetterdienstes Meteomedia, kritisiert das in der Reportage. Darüberhinaus schauen die Journalisten …

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Über Feuchtigkeit und Trockenheit in Südchina entschied während der letzten 7000 Jahre unsere liebe Sonne: Millenniumszyklen im ostasiatischen Monsun

Der ostasiatische Monsun entsteht durch die unterschiedliche Erwärmung des asiatischen Kontinents im Vergleich zu den umliegenden Ozeanen, also Indik und Pazifik. Hierdurch ändern sich Winde und Niederschläge. Nahezu zwei Drittel der Weltbevölkerung lebt heute in Gebieten, die vom ostasiatischen Monsun beeinflusst werden. Trendvorhersagen zur Entwicklung des Monsuns sind daher von großer Wichtigkeit. Voraussetzung für eine gute Prognose ist die Kenntnis der klimatischen Steuerungsfaktoren des Monsuns, welche am besten durch eine Analyse des historischen Monsun-Geschehens in der Region erschlossen werden können. 

Ein internationales Forscherteam um Fengling Yu von der University of Durham sowie der Nanyang Technological University in Singapur veröffentlichte im Juni 2012-Heft des Fachmagazins The Holocene eine Rekonstruktion des ostasiatischen Monsuns für die Zeit von 7000 bis 2000 Jahre vor heute. Hierzu erbohrten die Forscher einen Sedimentkern aus dem Mündungsgebiet des Pearl River in Südchina. Die Schichtenfolge untersuchten sie im Abstand von jeweils zwei Zentimetern mithilfe geochemischer Methoden, wobei das Hauptaugenmerk vor allem auf Kohlenstoffisotopen (delta13C), dem Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis sowie dem organische Gehalt lag. Anhand dieser Parameter schlossen die Forscher auf Änderungen im Salzgehalt in der Flussmündung im Verlauf der letzten Jahrtausende waren, die eine Folge von Änderungen in der Niederschlagsintensität des Monsuns waren. Die Alterseinstufung der Schichten basiert auf sieben Proben, die mithilfe der Radiokarbonmethode datiert wurden. 

Die Forscher konnten in der Monsunentwicklung Südchinas zwei wichtige Dinge feststellen. Zum einen fanden sie einen übergeordneten, langanhaltenden Rückgang der Regenmengen in der Zeit von 6650 bis 2150 Jahre vor heute. Dieser Langzeittrend war zu erwarten, da sich die Bahnparameter der Erde in dieser Zeit verändert haben, was in die Rubrik der sogenannten Milankovic-Zyklen fällt (siehe S. 80-82 in „Die kalte Sonne“). 

Noch wichtiger war jedoch eine zweite Entdeckung. Dem langen Trend überlagert waren charakteristische Trocken-Feucht-Zyklen mit Schwankungen im Maßstab von Jahrhunderten und ein bis zwei Jahrtausenden. Ein Vergleich mit der Sonnenaktivitätskurve ergab ein hohes Maß an Übereinstimmung. Insbesondere waren auch die von Gerard Bond aus dem Nordatlantik beschriebenen Kältephasen durch markante Trockenperioden im untersuchten Kern in Südchina repräsentiert. Fengling Yu und Kollegen folgerten, dass der größte Teil der beobachteten klimatischen Schwankungen in ihrer Studie durch Veränderungen der Sonnenaktivität erklärt werden können. Zusätzlich wurden noch einige weitere Trockenperioden am Pearl River nachgewiesen, die möglicherweise mit regionalen Faktoren wie etwa El Nino verbunden gewesen sind. 

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Solare Millenniumszyklen überall: Auch die Regenmengen in Südost-Australien schwankten während der letzten 10.000 Jahre im Takte der Sonne

Im Südosten Australiens gibt es ein 100 km langes und 5 km breites Tal, in dem eine Kette von Seen liegt, die sogenannten Wimmera Seen. In dieser Gegend herrscht ein Mittelmeer-ähnliches Klima mit heißen Sommern und kühlen Wintern. Pro Jahr fallen heute etwa 400 mm Niederschlag, denen allerdings 1600 mm Verdunstung gegenüber stehen. Die Wimmera Seen sind brackisch bis salzig und beziehen einen Teil ihres Wassers aus dem Grundwasser, das aus den nahen, regenreichern Arapiles Bergen gespeist wird.

Die Seen gibt es hier schon seit langer Zeit. Die Ablagerungen in ihnen bilden ein Klimaarchiv, das jetzt ein britisch-australisches Forscherteam um Justine Kemp von der Northumbria University genauer unter die Lupe genommen haben. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Januar 2012 im Fachmagazin Quaternary Research. Die Wissenschaftler bohrten in die See-Sedimente hinein und gewannen anderthalb Meter lange Kerne, die die Schichten der letzten 10.000 Jahre erschlossen.

Justine Kemp und ihre Kollegen beprobten die Sedimentkerne im 5-Zentimeter-Abstand und führten eine statistische Zählung der darin enthaltenen Kleinst-Fossilien durch. Besonders interessierten sie sich dabei für Muschelkrebse, aber auch Schnecken sowie andere ehemalige Bewohnern des Sees waren Teil ihrer Zählung. Aus den gefundenen Arten und ihren Häufigkeiten rekonstruierten die Forscher die Entwicklung des Salzgehaltes der Wimmera Seen für die vergangenen 10.000 Jahre. Kalibriert wurde dies an modernen Seen der Region. Das Alter der Schichten wurde mit der Radiokarbon-Methode ermittelt.

Die Wissenschaftler fanden charakteristische Klimaschwankungen, wobei der Salzgehalt der Seen mit Perioden von 1000 bis 2000 Jahren oszillierte. Phasen mit geringem Salzgehalt ereigneten sich vor 8800, 7200, 5900, 4800, 2400, 1300 und 400 Jahren (Abbildung 1A). Klimazyklen mit einem ähnlichen zeitlichen Verlauf wurden in zahlreichen anderen Teilen Australiens und Neuseelands beobachtet. Die salzarmen Phasen in den untersuchten Seen ereigneten sich zeitgleich zu Kälteperioden, die von der Mündung des Murray River anhand von Einzellern (Foraminiferen) rekonstruiert worden waren (Abbildung 1B). Dieselben Kälteperioden wurden 2001 auch von einer Forschergruppe um Gerard Bond aus dem Nordatlantik beschrieben. Bond und Kollegen konnten damals zeigen, dass diese Klimaschwankungen synchron zu Aktivitätsschwankungen der Sonnenaktivität verlaufen. Aufgrund der beeindruckenden Synchronität muss davon ausgegangen werden, dass letztlich auch das australische Klimageschehen durch solare Aktivitätsschwankungen gesteuert war. Diesen Schluss halten auch Justine Kemp und ihre Kollegen für möglich. 

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Neue Studie vom Tibet Plateau: Immer wenn die Sonne schwach wurde, blieb der Regen aus

Ende April 2012 erschien im Journal of Geophysical Research eine neue Studie zur Niederschlagsgeschichte des letzten Jahrtausends auf dem Tibet Plateaus. Das Tibet Plateau liegt auf 3000 bis 5000 m Höhe und ist das höchste und flächenmäßig größte Hochplateau der Erde. Es ist dabei äußerst sensitiv gegenüber Klimaänderungen. Junyan Sun und Yu Liu von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften untersuchten am nordöstlichen Plateau-Rand Baumringe zweier noch lebender tausendjähriger Bäume. Das Baumwachstum am Untersuchungsort ist vor allem von der Höhe der Niederschläge abhängig.

Die beiden Forscher konnten für die letzten 1000 Jahre eine Entwicklung mit deutlichen Schwankungen in den Niederschlägen rekonstruieren. Die jeweiligen Feucht- und Trockenphasen dauerten dabei jeweils etliche Jahrzehnte an. Ein Vergleich mit anderen Klimarekonstruktionen aus der Region zeigt große Ähnlichkeiten in der Feuchtigkeitsentwicklung, so dass es sich um ein regional repräsentatives Klimasignal handelt. So ereigneten sich ausgeprägte Dürreperioden in den Abschnitten 1092-1172, 1441-1517 und 1564–1730. Insbesondere die „Große Dürre“ von 1441-1517 ist in zahlreichen historischen Dokumenten und Katastrophen-Berichten enthalten. Die „Große Dürre“ fällt dabei in den Kernbereich einer Schwächephase der Sonne, in das sogenannte Spörer Minimum, welches von 1420 und 1570 andauerte.

Interessanterweise ereigneten sich auch fast alle anderen Dürrephasen zeitgleich zu solaren Minima-Phasen, darunter das Oort Minimum, Wolf Minimum, Maunder Minimum und Dalton Minimum (Abbildung 1). Immer wenn die Sonne für einige Jahrzehnte schwächelte, blieb auch der Regen auf dem Tibet Plateau aus. Eine Frequenzanalyse der Niederschlagskurve lieferte zudem Hinweise auf solare Zyklen. So wurden der Gleissberg-Zyklus (60-120 Jahre Periodendauer) und der Suess/de Vries-Zyklus (180-220 Jahre) im Datensatz gefunden. 

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Klimakatastrophe macht wohl einen Bogen um die Antarktis

Die Antarktis ist eines der letzten großen Geheimnisse dieser Erde. Der Zugang in diese eisige Welt ist mit logistischen Hürden gespickt und die klimatischen Bedingungen in der Region sind extrem. Und die Bedingungen werden immer extremer, was jedoch die wenigsten wissen. In dieser kleinen Übersicht wollen wir uns um die wichtigsten Veränderungen am südlichen Ende unserer Erde kümmern. Wie haben sich Temperaturen, Meereis, Eisschild und Schelfeis in den letzten Jahrzehnten verändert? 

Es ist kälter geworden! 

Nahezu die gesamte Antarktis ist innerhalb der vergangenen 30 Jahre kälter geworden. Die einzige wesentliche Ausnahme ist die Antarktische Halbinsel (siehe auch Artikel von Klaus-Eckard Puls auf EIKE). Die Abkühlung kann man zum Beispiel anhand der längsten, ununterbrochenen antarktischen Temperatur-Reihe nachvollziehen, die auf der Amundsen-Scott-Station am Südpol seit 1957 erhoben wurde (Abbildung 1). Auch die deutsche Neumayer-Station hat nun 30 Jahre lang Daten gesammelt. Resultat: Es wurde kälter. Und was sagte das Alfred-Wegener-Institut dazu? 

„Ein Ergebnis der Langzeitforschung: An der Neumayer-Station ist es in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht wärmer geworden.“

So kann man es natürlich auch ausdrücken. 

Hören und sehen Sie aber dazu auch Heinrich Miller vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven in einem Interview aus dem Dezember 2011: 

Warum macht die antarktische Halbinsel eigentlich eine Ausnahme? Sie ist im Prinzip eine Verlängerung Südamerikas, dessen Klima bis auf die antarktische Halbinsel ausstrahlt. Insgesamt hat dies jedoch kaum eine Bedeutung für den antarktischen Durchschnitt, denn die Antarktische Halbinsel nimmt kaum 1% der antarktischen Gesamtfläche ein. Trotzdem wird gerne von der Halbinsel berichtet. Sie ist einfacher zu erreichen und ist immer für schaurige Nachrichten gut. AWI-Forscher berichteten jetzt, dass die Tiere hier aufgrund der Erwärmung unter „Umweltstress“ leiden würden. 

 

Abbildung 1: Abkühlungs-Trend der Amundsen-Scott-Station am Südpol 1957-2008 (Quelle: Ken Gregory).

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Die ganz schön starke Sonne: Vorstellung unseres Buches in der Literaturbeilage der WELT

Am 12. Mai 2012 kamen die Literaturfreunde wieder ganz auf ihre Kosten, denn DIE WELT legte ihrer Zeitung die Sonderbeilage „Die Literarische Welt“ bei. Neben dem neuen Roman von Sten Nadolny und einem Traumbuch zu Arthur Schnitzler erspähen wir auf Seite 7 plötzlich auch eine Besprechung unseres Buches „Die kalte Sonne“. Die Rezensentin Sonja Margolina ist zu beglückwünschen. Sie hat sich offensichtlich auf die Herausforderung eingelassen, das Buch selbst  zu lesen und sich dabei nicht von den üblichen Kritikern das Urteil vorgeben zu lassen. In ihrer Besprechung setzt sie sich über bestehende gesellschaftliche Denkverbote hinweg und schildert ausführlich die wichtigsten Punkte unserer Argumentation sowie die damit verbundenen energiepolitischen Konsequenzen. Sie …

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Hamburger Max-Planck-Institut mit fragwürdiger Beweisführung zum arktischen Meereis

Hinter uns liegt das wärmste Jahrzehnt seit mehreren Jahrhunderten. Seit dem Ende der Kleinen Eiszeit 1850 ist die globale Durchschnittstemperatur um fast ein Grad angestiegen. Wir befinden uns in der sogenannten Modernen Wärmeperiode, einer zyklisch wiederkehrenden Wärmephase die sich zuletzt als Mittelalterliche Wärmeperiode vor 1000 Jahren mit ähnlich hohen Temperaturen auf der Erde bemerkbar gemacht hat.

Welche Bedeutung könnte die beobachtete Erwärmung nun für das Meereis im Arktischen Ozean gehabt haben? Richtig, es schmolz natürlich kräftig, so dass sich die Ausdehnung des Meereises im Verlauf der Jahrzehnte und Jahrhunderte verringerte. Interessant dabei ist, dass der Rückgang bereits lange vor dem industriellen Eintrag von anthropogenem CO2 einsetzte, nämlich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts (Abbildung 1). Wichtig ist daher die Beobachtung, dass das arktische Meereisschrumpfen seit seinen Anfängen von einem langfristigen Anstieg der Sonnenaktivität begleitet worden ist (Abbildung 2).

Entgegen der landläufigen Meinung ist ein eisarmes Nordpolarmeer keinesfalls ein noch nie dagewesenes Phänomen der Menschheitsgeschichte. Bereits zur Zeit der Mittelalterlichen Wärmeperiode war das Eis des arktischen Ozeans stark dezimiert. Die reiselustigen Wikinger nutzten die gute Schiffbarkeit des Nordmeeres aus und besiedelten zu dieser Zeit Island und Grönland. Erst im Übergang zur Kleinen Eiszeit fror das arktische Meer wieder großflächiger zu, so dass die Versorgungsfahrten vom europäischen Kontinent immer beschwerlicher wurden und die arktischen Siedlungen schließlich aufgegeben mussten. Und auch hier wieder der Bezug zur Sonne: Die Abkühlung und das Zufrieren ging mit einer deutlichen Abnahme der Sonnenaktivität einher.

Abbildung 1: Rückgang der arktischen Meereisbedeckung seit 1700 (Abbildung nach Polyak et al. 2010). 

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Quarks & Co: Wolkenbrüche, Hitzewellen und Tornados – Wenn das Wetter verrückt spielt

Am 15.5.2012 wird im WDR Fernsehen (21.00-21:45) auf Quarks & Co die Folge „Wolkenbrüche, Hitzewellen und Tornados – Wenn das Wetter verrückt spielt“ ausgestrahlt.   Aus der Ankündigung : Das Wetter wird immer extremer: Land unter durch Starkregen, Tornados im Ruhrgebiet, Wüstentemperaturen im Rheinland, Hochwasserkatastrophen an Elbe und Donau. Aber nehmen solche Ereignisse in Deutschland wirklich zu? Oder sind wir einfach störanfälliger geworden? Ist das Extremwetter von uns gemacht? Oder sind die Vorfälle normale Kapriolen der Natur? Quarks & Co geht diesen Fragen nach und verdeutlicht den Unterschied zwischen Wetter- und Klimavorhersage. Außerdem zeigt Quarks & Co, dass Kälteeinbrüche kein Beleg …

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Die kalte Sonne auf Forbes und bei den 16. Benediktbeurer Gesprächen der Allianz Umweltstiftung

Immer mehr ehemalige Unterstützer der alarmistischen IPCC-Linie verlassen gerade das sinkende Boot. Larry Bell hat jetzt auf Forbes einmal eine Bestandsaufnahme des Umbruchs gemacht. Neben James Lovelock (siehe unser Artikel „James Lovelock schafft die persönliche Wende: Vom Klima-Alarmisten zum Klima-Realisten in 24 Monaten„) findet auch Fritz Vahrenholt und „Die kalte Sonne“ ausführlich Erwähnung.  

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„Ein Jahr nach der Energiewende – zur Zukunft der Energieversorgung in Deutschland“ – Unter diesem Motto diskutierten am 4.5.2012 der ehemalige Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer, der CEO der Innogy GmbH, Prof. Fritz Vahrenholt, der 1. Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Prof. Hubert Weiger, und der ehemalige Vorstandsvorsitzende der EnBW, Prof. Utz Claassen, bei den 16. Benediktbeurer Gesprächen der Allianz Umweltstiftung über die Herausforderungen bei der Umsetzung der Energiewende  (siehe ptext.de).

Fritz Vahrenholt hielt einen Vortrag, der hier als pdf heruntergeladen werden kann. Abstract des Vortrags:

Die europäische und insbesondere die deutsche Energiepolitik werden vornehmlich durch den Klimaschutz bestimmt. Wettbewerbsfähigkeit und Importabhängigkeit treten dahinter zurück. Um das Hauptziel einer Verminderung der CO2-Emissionen bis 2050 zu erreichen soll das Energiesystem in den kommenden Jahrzehnten massiv umgebaut werden. Diese Energiewende erfordert einen massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien und deren Integration in den Strommarkt. Dafür ist der zügige Ausbau der Energieinfrastruktur, insbesondere von Hochspannungsnetzen und Speichertechnologien unumgänglich.

Doch ist es erforderlich, den Ausbau der erneuerbaren Energien schon in 10 bis 20 Jahren zu vollenden? Die Analyse der Klimaveränderungen zeigt, dass Kohlendioxid einen geringeren Anteil an der Klimaveränderung trägt, als es bislang vom Weltklimarat behauptet wird. Die Sonne hat in den vergangenen Jahrtausenden das Klima beeinflusst. Die Sonne tritt nun in eine schwächere Phase ihrer Aktivität. Eine Erwärmung um 2 Grad ist in diesem Jahrhundert nicht zu befürchten. Die „kalte Sonne“ gibt uns Zeit den Umbau der Energieversorgung mit Vernunft und Augenmaß zu gestalten.

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Australische Überschwemmungen 2011 und 2012 haben natürliche Gründe: La Nina verstärkt durch die negative Phase der Pazifisch Dekadischen Oszillation (PDO)

Ende 2010 und Anfang 2011 wurden weite Teile im australischen Queensland von einer Jahrhundertflut überschwemmt. Die unter Wasser stehende Fläche war so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen. Etliche Klimaforscher nutzten die Möglichkeit damals, um den Klimawandel als Schuldigen zu präsentieren. Die WAZ-Gruppe schrieb damals: 

„Die Jahrhundertflut im Nordosten Australiens hat am Mittwoch die Millionenstadt Brisbane erreicht. Der stark angeschwollene Brisbane-Fluss riss Boote und Uferrestaurants fort. Forscher sehen das Hochwasser als Folgen des Klimawandels. Die Jahrhundertflut in Australien ist nach Ansicht von Wissenschaftlern wahrscheinlich eine Folge des weltweiten Klimawandels. Zumindest teilweise gingen die heftigen Monsunregenfälle auf das Konto der Erderwärmung, sagte der Klimaforscher Matthew England von der Universität von New South Wales am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. ‚Die Gewässer vor Australien sind so warm wie noch nie, und diese Gewässer liefern die Feuchtigkeit für den Monsun in Queensland und das nördliche Australien.‘ “ 

Auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung legte einen Zusammenhang mit dem Klimawandel nahe, wie der Focus berichtete: 

„ ‚Ein einzelnes Ereignis, wie die momentanen Überschwemmungen in Nordostaustralien kann man nicht eindeutig dem Klimawandel zuordnen‘, sagt Jürgen Kropp vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Doch die globale Erwärmung lässt die Temperatur der Meeresoberfläche steigen, wodurch dort auch mehr Wasser verdunstet. ‚Demnach steigt auch die Wahrscheinlichkeit für extreme Niederschläge‘, erklärt der Leiter der Nord-Süd Forschungsgruppe am PIK. Insofern könnte die extreme Flut durchaus im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen.“ 

Natürlich ließ auch Klimaretter.de die Gelegenheit nicht verstreichen und stellte ohne große Umschweife einen Bezug zwischen Kohlebergbau und den Überschwemmungen her. Und was wäre ein Klimaktivisten-Video ohne Sintflut? Ebenfalls in einem Klimakatastrophen-Clip der Aktivistengruppe 350.org. tauchten die Queensland-Überschwemmungen auf. 

Nicht ganz unwichtig in diesem Zusammenhang ist, dass die Überflutungen des Südsommers 2010/2011 eine länger anhaltende Dürrephase ablösten, die 2007 ihren Höhepunkt erreicht hatte. Der Schuldige für diese vorangegangene Dürre? Natürlich ebenfalls die Klimakatastrophe, sagte zum Beispiel Spiegel Online.

 

Noch immer hilfreich: Die wissenschaftliche Untersuchung 

Zwei Forscher der australischen Forschungsagentur CSIRO haben sich jetzt die Mühe gemacht, die Flutkatastrophe mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen. Wenju Cai und Peter van Rensch veröffentlichten ihre Ergebnisse im April 2012 in den angesehenen Geophysical Research Letters. Die Hauptfrage, denen die beiden Wissenschaftler nachgingen war, welche klimatischen Rahmenbedingungen zur Zeit der Fluten herrschten, in welcher Weise sich diese in den letzten 100 Jahren entwickelt haben und ob hieraus bestimmte zeitliche Muster zu erkennen sind, in denen sich starke Regenfälle und Überflutungen häuften. Die Forscher analysierten für ihre Studie unter anderem die historischen Niederschlagsdaten des Australischen Büros für Meterologie seit 1900. 

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Oasen der chinesischen Taklamakan-Wüste erblühten im Takt der solaren Millenniumszyklen

Die Taklamakan-Wüste ist nach der Rub el-Khali Wüste in Saudi Arabien die zweitgrößte Sandwüste der Erde. Ein chinesisch-australisches Forscherteam um Keliang Zhao von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking untersuchte nun ein Bodenprofil einer Oase am Rand der Taklamakan-Wüste, anhand dessen sie auf Basis von Pollen die Klimageschichte der vergangenen 4000 Jahre rekonstruierten. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse Im März 2012 in der Fachzeitschrift Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology.

Die Taklamakan-Wüste ist von hohen Gebirgszügen umgeben, darunter der Tienshan, der Pamir und das Kunlun Gebirge. Die Taklamakan-Oasen reagieren äußerst sensibel auf Klimaschwankungen, da sie ihr Wasser aus den umliegenden Bergregionen beziehen, sowohl durch Grundwasser- als auch Oberflächenwasser-Zufluss. Schwankungen in der Wasser-Zufuhr machen sich umgehend in der immer durstigen Oasenvegetation bemerkbar, deren Pollen die Forscher untersuchten.

Für ihre Untersuchung legten Zhao und Kollegen ein 8,50 m tiefes Profil der Sedimentablagerungen in einer Oase frei. Die Sedimente bestanden aus Schmelzwassersanden sowie Windablagerungen. Insgesamt analysierten die Forscher die Pollenzusammensetzung von 105 Proben, die sie im Abstand von 5-10 cm entlang des Bodenprofils nahmen. Anhand der Pollen rekonstruierten sie die Entwicklung der Feuchtigkeit und Vegetationsdichte der letzten 4000 Jahre in der Oase.

Die Forscher fanden drei Zeitabschnitte, in denen die Oase bei feuchteren klimatischen Bedingungen wuchs und gedieh: Diese Zeiten ereigneten sich 4000-2620 Jahre vor heute, 1750–1260 Jahre vor heute und 550-390 Jahre vor heute (Abbildung 1). Diese fallen interessanterweise genau mit Kaltphasen im Nordatlantik zusammen, wie sie von Bond et al. (2001) beschrieben wurden, den sogenannten Bond-Zyklen. Gerard Bond konnte damals zeigen, dass sich die nordatlantischen Kaltphasen zu Zeiten geringerer Sonnenaktivität ereigneten, also durch solar Aktivitätsschwankungen verursacht worden sind. Im chinesischen Untersuchungsgebiet äußerten sich die solaren Schwächephasen jeweils als Feuchtperiode. Die letzte Feuchtphase entspricht dabei der Kleinen Eiszeit. Während eines Großteils der Mittelalterlichen Wärmeperiode hingegen herrschten warme, trockene Bedingungen. 

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Geoforschungszentrum Potsdam: Solarflaute vor 2800 Jahren löste Kälteperiode in Mitteleuropa aus

Seen bilden ein ausgezeichnetes Klimaarchiv. Lage für Lage stapeln sich die Sedimentschichten im Laufe der Zeit wie in einem Geschichtsbuch. Aus den Ablagerungen kann durch die Analyse charakteristischer Materialwechsel im Jahresrhythmus, Fossilinhalt und Schwankungen der chemischen Zusammensetzung das Klima der Vorzeit rekonstruiert werden. Geowissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam haben sich nun gemeinsam mit schwedischen und niederländischen Kollegen die Klimageschichte eines Eifel Maar vorgeknöpft, des Meerfelder Maar (Abbildung 1). Dabei konzentrierten sie sich auf die Zeit 3300 bis 2000 Jahre vor heute, die sogenannte Eisenzeit. Die Studie erschien Anfang Mai 2012 in Nature Geoscience.

Abbildung 1: Meerfelder Maar dessen Ablagerungen in der Studie analysiert wurde. Bildquelle: GFZ.

 

Bei ihrer Analyse stießen die Forscher auf eine abrupte Klimaverschlechterung die vor knapp 2800 Jahren begann und fast 200 Jahre andauerte. Die Temperaturen kühlten sich spürbar ab, es wurde feuchter und die Winde verstärkten sich. Eine ungemütliche Zeit. Danach entspannte sich die klimatische Situation wieder.

Was könnte die Ursache für diesen Kälteeinbruch gewesen sein? Um dies zu klären, analysierte das internationale Forscherteam im gleichen Sedimentkern neben den klimatischen Hinweisen auch Indikatoren für die Sonnenaktivität. Letztere rekonstruierten die Wissenschaftler über Beryllium-Isotope (10Be), die einen Näherungswert für die Stärke der kosmischen Strahlung liefert, welche wiederum vom Magnetfeld der Sonne beeinflusst wird. Die Sonne stellt dabei eine Art Schutzschild für die Erde dar. Je schwächer die Sonne, desto mehr Beryllium gelangt in das Sediment. Der Vergleich der auf diese Weise rekonstruierten Sonnenaktivität mit der Klimaentwicklung brachte ein deutliches Ergebnis: Die Forschergruppe um Celia Martin-Puertas konnte zeigen, dass die Abkühlungsphase zeitgleich zur solaren Schwächephase verlief. Als die Sonne schließlich wieder aufdrehte, begannen auch die Temperaturen wieder anzusteigen. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass die Klimaschwankungen durch Änderungen der Sonnenaktivität verursacht wurden. Zum gleichen Resultat kamen in der Vergangenheit zahlreiche andere Studien, die wir in Kapitel 3 unseres Buches „Die kalte Sonne“ sowie in unseren Blogartikeln ausführlich zitiert und beschrieben haben. Die Fallstudien stammen aus den verschiedensten Regionen der Erde, so dass von einem nahezu global gültigen Effekt auszugehen ist.

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Was ist das Geheimnis der Klimawirkung der Sonne? Möglicher neuer Solarverstärker auf Basis von Ozon

Eines der vielen großen Geheimnisse des irdischen Klimasystems ist die genaue physikalische Wirkungsweise von Sonnenaktivitätsschwankungen auf das Klima. Aktuelle Klimamodelle berücksichtigen lediglich den direkten Einfluss der solaren Gesamtstrahlung, was jedoch nur minimale Temperaturschwankungen erzeugen würde. Ein Blick in die Klimageschichte der letzten 10.000 Jahre zeigt jedoch, dass dieser Ansatz nicht stimmen kann. Die sonnensnychronen Klimaänderungen waren in der Realität um ein Vielfaches stärker als Computersimulationen zeigen, die mit IPCC-Annahmen zur Wirkung der Sonne gefüttert werden.

Das Problem ist seit längerem bekannt, auch wenn der Weltklimarat es beharrlich ignoriert, da er einfach keine Antwort darauf findet. Offensichtlich muss es Solarverstärker geben, die die Sonnenaktivitätsschwankungen auf das real dokumentierte Niveau hinaufkatapultieren. Bislang gab es zwei Verstärker-Kandidaten: Einen Mechanismus über UV in der Stratosphäre sowie einen über die kosmische Strahlung welche wiederum die Wolkenbedeckung beeinflusst (Svensmark-Effekt).

Vor kurzem kam jetzt noch ein dritter Solarverstärker-Kandidat dazu. Natalya Kilifarska vom Nationalen Institut für Geophysik in Sofia veröffentlichte im begutachteten Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics ein interessantes neues Modell, das frischen Wind in die wissenschaftliche Diskussion bringt und die bekannten Mechanismen in Kombination wirken sieht.

Wie auch bereits der Däne Henrik Svensmark sieht Kilifarska die kosmische Strahlung als einen wichtigen Bestandteil des Mechanismus. Es ist allgemein anerkannt, dass die Intensität der kosmischen Strahlung auf der Erde durch das Sonnenmagnetfeld gesteuert wird. Das Sonnenmagnetfeld schirmt das innere Sonnensystem und damit auch die Erde vor der kosmischen Strahlung ab. Je stärker die Sonne, desto weniger kosmische Strahlung erreicht den Erdboden. Anders als Svensmark setzt Kilifarska nun aber nicht auf eine Beeinflussung der Wolken durch die kosmische Strahlung. Die Wissenschaftlerin nimmt vielmehr an, dass die kosmische Strahlung eine Änderung des Ozongehalts im Grenzbereich von Troposphäre/Stratosphäre, also etwa 15 km Höhe, bewirkt. Die Schwankungen der Ozonkonzentration wiederum würden dann den Wasserdampfgehalt in der Höhe beeinflussen und hierdurch eine Änderung des natürlichen Treibhauseffekts verursachen.

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Sonne übt starken Einfluss auf die Nordatlantische Oszillation (NAO) aus: Neue Studie im Journal of Geophysical Research

Die Nordatlantische Oszillation (NAO) ist ein bedeutender Ozeanzyklus der den Luftdruck-Unterschied zwischen dem Islandtief und dem Azorenhoch darstellt und das Klimageschehen im Nordatlantik und Mitteleuropa signifikant prägt. Neben kurzfristigen Schwankungen im Bereich von 2 bis 5 Jahren besitzt die NAO noch überlagerte Oszillationen im Rhythmus von 12 bis 15 Jahren (Dekaden-Oszillation) und etwa 70 Jahren. Die NAO stieg zwischen 1970 und 1990 stark an und hat wohl – neben anderen Faktoren – einen gewissen Beitrag zur Klimaerwärmung des späten 20. Jahrhunderts geliefert. 

Seit 1990 befindet sich die NAO im Abschwung und könnte mit ein Grund für die stagnierenden globalen Temperaturen seit 2000 sein. Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif und sein Team prognostizierten 2008 aufgrund des Abfallens eines NAO-verwandten Zyklus, dass die globalen Temperaturen bis 2015 nicht weiter ansteigen würden. Etliche Studien konnten zeigen, dass die NAO von der Sonnenaktivität in komplexer Weise beeinflusst wird (Zitate siehe S. 311-312 in „Die kalte Sonne“). Kürzlich berichteten wir über eine neue Arbeit aus Finnland, in der für die vergangenen 260 Jahre eine Korrelation der NAO mit der Sonnenaktivität dokumentiert werden konnte („Neue finnische Studie belegt Kopplung zwischen Sonne und NAO sowie NAO und Temperatur“). 

Im April 2012 erschien nun im Journal of Geophysical Research eine Studie einer US-amerikanischen Forschergruppe um Harry van Loon von NorthWest Research Associates in Boulder, Colorado. Die Wissenschaftler analysierten die Entwicklung der NAO sowie der Sonnenaktivität für die vergangenen 130 Jahre. 

Die Sonnenaktivität dieses Zeitraums ist durch den Gleissberg-Zyklus charakterisiert, der im Mittel eine Dauer von 87 Jahre besitzt, mit einer typischen Schwankungsbreite von 60-120 Jahren. Die letzten Gleissberg Maxima liegen um 1850-1870 und 1940-2000, das letzte Minimum liegt um 1880-1930 (Abbildung 1). Van Loon und seine Kollegen fanden nun etwas recht Überraschendes: Zu Zeiten der Gleissberg-Maxima verliefen die Kurven von Sonnenaktivität und NAO weitgehend parallel. Während der Gleissberg-Minima hingegen kehrte sich das Verhältnis um und die Sonnenaktivität und NAO verliefen entgegengesetzt. 

Die beschriebenen Zusammenhänge konnten mithilfe statistischer Methoden als signifikant bestätigt werden. Offensichtlich spielte die Sonnenaktivität im nordatlantischen Raum in den letzten zwei Jahrhunderten eine wichtige Rolle für das Klimageschehen. 

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