Erwärmung im Indischen Ozean intensiviert Golfstrom im Atlantik

Der Golfstrom bringt warmes Wasser aus Amerika nach Europa. Einige Klimaforscher unken, dass der Golfstrom durch den Klimawandel zum Erliegen kommen könnte, andere sehen hierfür bislang keinen Grund. Wir haben bereits mehrfach darüber an dieser Stelle berichtet. Was gibt es Neues in der Literatur zum Golfstrom, der in der Fachsprache auch Atlantic Meridional Overturning Circulation (AMOC) genannt wird. Am 16.9.2019 berichtete die Yale University, dass der Golfstrom wohl auch vom Indischen Ozean mitgesteuert wird. Wenn sich der Indik erwärmt, intensiviert sich über Niederschlagsverschiebungen auch der Golfstrom: Atlantic Ocean may get a jump start from the other side of the world … weiter lesen

Von guten und schlechten Bäumen: eine unsägliche Geschichte

Über die sehr unterschiedlichen Ansichten zu Bäumen haben wir in diesem Blog ja bereits hier berichtet. Möglicherweise hat dieses Phänomen auch etwas damit zu tun, dass die Worte Umweltschutz und Naturschutz aus unserem Sprachgebrauch langsam aber sicher verschwinden und durch den Klimaschutz verdrängt werden. Diesem hat sich alles unterzuordnen, auch der Umwelt- und Naturschutz. Das hat zum Teil katastrophale Folgen. Der Wert der Bäume liegt im Auge des Betrachters bzw. seiner Agenda Bäume sind extrem wertvolle Kohlenstoffspeicher. Sie sind wahre CO2 Senken. Man schätzt, dass ein großer Baum pro Jahr etwa 12,5 Kg CO2 jährlich aus der Atmosphäre holt und … weiter lesen

Das sollten Klimaaktivisten wissen: Klimawandelschäden in Abhängigkeit der CO2-Klimasensitivität

Im Oktober 2018 erschien im Fachblatt Earth System Dynamics eine Studie von Rowan Sutton, in der er dem IPCC Vorschläge unterbreitet, wie Klimarisiken transparent und effektiv kommuniziert werden können. Eine noch immer schlecht verstandene Größe ist die Erwärmungswirkung des CO2. Die sogenannte CO2-Klimasensitivität gibt an, um wieviel sich die globale Temperatur bei einer Verdopplung des CO2-Gehalts erhöht. Der IPCC kennt den genauen Wert nicht und gibt daher eine große Möglichkeitsspanne an, die von 1,5°C bis 4,5°C Erwärmung pro CO2-Verdopplung reicht. Neuere Arbeiten deuten mittlerweile an, dass der Wert wohl eher im unteren Bereich zu verorten ist. Die Klimarisiken hängen direkt … weiter lesen

Liegestühle auf der antarktischen Halbinsel?

Es ist Sommer momentan in der Antarktis. Die Sonne steht nun fast 24 Stunden am Himmel und strahlt damit genau so stark ein wie am Äquator. Der Spiegel titelt: „Antarktis, leicht bewölkt, 18 Grad.“ Weiter unten werden die Tagestemperaturen vermeldet, so warm wie seit 1961nicht, dem Beginn der Messungen da. Und der Schlenker: „Die Region gilt als eine der sich am schnellsten erwärmenden Gegenden der Erde.“ „Dann da auch!“ denkt der Leser und ein weiterer Mosaikstein ist gesetzt im Bild der globalen Klimakrise. Denn er staunt weiter unten: “Dass sich die Halbinsel schneller erwärme als andere Orte, liege an einer … weiter lesen

Neues zur CO2-Klimasensitivität: Liegt der Wert in Wirklichkeit nur bei 1,7°C pro CO2-Verdopplung?

Die CO2-Klimasensitivität (KS) gibt an, wie stark das CO2 das Klima erwärmt. Der IPCC ist sich seit mehreren Jahrzehnten nicht ganz sicher und sagt: Irgendein Wert zwischen 1,5-4,5 Grad Erwärmung pro CO2-Verdopplung. Das ist ziemlich ungenau und mit einem Unsicherheitsfaktor 3 behaftet. Hierauf bauen alle politischen Maßnahmen auf. Wir haben bereits vielfach in der Vergangenheit an dieser Stelle über die KS berichtet. Heute geben wir eine Übersicht über die neuesten Forschungsergebnisse zum Thema. Es gibt zwei Arten der KS, nämlich die langfristige (ECS, Equilibrium Climate Sensitivity) und die kurzfristigere (TCR, Transient Climate Response). Der üblicherweise angegebene Wert ist die ECS. … weiter lesen

Wiedererwärmung nach den Eiszeiten bringt CO2-Anstieg – mit 800 Jahren Verzögerung

Alle 100.000 Jahre ereignet sich eine Eiszeit. Die dauert dann ca. 85.000 Jahre und wird dann von einer Warmzeit (einem sogenannten Interglazial) abgelöst, die etwa 10.000-15.000 Jahre dauert. Momentan leben wir in einem solchen Interglazial. Aber die Uhr tickt und schon bald ist die Zeit um… In den Eiszeiten liegt der CO2-Gehalt der Atmosphäre bei etwa 180 ppm, in den Warmzeiten bei 300 ppm. Da warmes Wasser weniger CO2 lösen kann, gast das CO2 im Übergang von Eiszeit zu Warmzeit aus den Weltozeanen aus. Das geht aber nicht von heute auf morgen, sondern läuft über längere Zeit ab. Insofern folgt … weiter lesen

Klimagrundwissen für alle

Eifelon am 31.1.2020: Geologe Dr. Sebastian Lüning schafft offen zugängliches Klimagrundwissen für alle Das Wetter spielt verrückt – Nichts ist mehr so, wie es früher war – Heute ist es viel wärmer und trockener – Früher gab es mehr Schnee – Alles ist durcheinander – Nichts ist mehr natürlich – So viele Extreme wie heute gab es früher nicht – Schlimm der Klimawandel. Wer mit seinen Mitmenschen über das Wetter spricht, erhält meist diese Antworten, gepaart mit einem tiefen Seufzer: Wir müssen etwas gegen den Klimawandel tun. Verwunderlich ist das nicht, vergeht fast kein Tag, an dem uns Experten und … weiter lesen

Der „politogene“ Klimawandel

Von Ernst Käser Temperaturänderungen sowie andere Luftzusammensetzungen hat es schon oft auf der Erde gegeben. Alle wissen es! Ich denke dabei z.B. an die diversen Eiszeiten und folgenden Warmzeiten. Es gab kilometerdickes Gletschereis. Doch kommt  Zeit, kommt Rat. Das Eis taute mit der Zeit mit der ganz natürlichen Klimaerwärmung wieder auf, wie das nach wissenschaftlichen Untersuchungen schon oft geschehen ist. U.a. Seen sind in der Schweiz hauptsächlich nur entstanden, weil viele „ewige“ Gletscher mit ihren Eisströmen als „Bodenfräsen und Materiallieferanten“ im grossen Stil riesige Erdbewegungen auslösten. Ein paar Ereignisse, die nicht so gerade ins Bild passen! Alpenüberquerung durch Feldherr Hannibal … weiter lesen

CO2-Senken und CO2-Quellen: Moore speichern CO2, sogar während Dürreperioden

Der Kohlenstoffzyklus tauscht jährlich enorme Mengen aus. Zwischen Ozean und Atmosphäre wandern jährlich 80 Milliarden Tonnen Kohlenstoff hin und her, zwischen Land und Atmosphäre sogar 120 Milliarden Tonnen. Eine Milliarde Tonnen entspricht übrigens einer GigaTonne bzw. einem Pentagramm (Pg), nur falls sie mal woanders andere Einheiten finden. Heute schauen wir auf neue Forschungserkenntnisse zu den CO2-Quellen und CO2-Senken. Wo kommt zusätzliches CO2 her, wo wird es dem System entzogen? CO2-Quellen: Die University of Washington gab 2018 bekannt, dass die eisfreien Meeresbereiche um die Antarktis im Winter unerwartet viel CO2 an die Atmosphäre abgeben. Das ergaben jetzt Messungen mit Schwimmrobotern. Die … weiter lesen

Extremes CO2-Emissionsszenario viel zu scharf

Über den 2 Stunden Vortrag „Wie retten wir das Klima und wie nicht?“ des Ökonomie-Professors Hans-Werner Sinn wurde in diesem Blog bereits berichtet. Eine Art Kurzfassung gibt es jetzt noch einmal schriftlich im Focus. „Es gibt inzwischen zahlreiche Indizien für das Grüne Paradoxon. So ist zunächst auf die Jahrzehnte währende Stagnation der realen Preise für fossile Energieträger zu verweisen. Alle fossilen Brennstoffe sind heute im Vergleich zu den produzierten Gütern billiger als vor vierzig Jahren. Das könnte daran liegen, dass die Ressourcenbesitzer zunehmend Angst vor den grünen Bewegungen bekamen und ihre Extraktion fortwährend erhöht haben, obwohl ihre Vorräte abnahmen. Selbst … weiter lesen

Zu viel Kompetenz macht unsympathisch

Mal angenommen…wir fahren nur noch mit Elektroautos. Das ist das Thema einer Sendung der ARD, genauer gesagt des Zukunftspodcasts der Tagesschau. Wir müssten 20-30% mehr Strom erzeugen als heute, sagt Andreas Heberlein vom ARD Hauptstadtstudio. Hier geht es zum Podcast. +++ Zu viel Kompetenz macht unsympathisch. Das jedenfalls hat mal das Büroekel Bernd Stromberg in der gleichnamigen Serie zum Besten gegeben. Nach der Logik müsste sich Katharina Schulze von den Grünen sehr viele Sympathiepunkte in der Sendung von Markus Lanz geholt haben. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayrischen Landtag bekam kurz nach der Wahl in Bayern den Spitznamen Kerosin Katha. … weiter lesen

Plötzliche mediale Meereserwärmung 2020

Von: Gastautor Gerade wurde in den Mainstream-Medien ganz hysterisch eine außerordentliche Erwärmung der Ozeane durch den befürchteten Klimawandel gehypt, beispielsweise auf BR24 am 14.01.2020, 07:21 Uhr, unter der Überschrift, „Es wird schlimmer: Die Ozeane so warm wie noch nie“, Zitat: „Die Weltmeere waren im vergangenen Jahr so warm wie nie zuvor seit Beginn der globalen Erfassung. Die Erwärmung der Ozeane durch den Klimawandel beschleunigt sich zudem. Forscher schlagen mit ihrer aktuellen Analyse Alarm.“ Die zugrunde liegende wissenschaftliche Veröffentlichung ist dort verlinkt: Record-Setting Ocean Warmth Continued in 2019 in ADVANCES IN ATMOSPHERIC SCIENCES, VOL. 37, FEBRUARY 2020, 137–142. Sie wurde immerhin … weiter lesen

In Politik geht es um Mehrheit, in der Wissenschaft um Wahrheit

Die sieben Schwächen des deutschen Kohleausstiegs Daniel Wetzel nimmt für die WELT den Kohleausstieg auseinander – mit interessanten Analysen. „Zugleich steigt der Strombedarf vieler volkswirtschaftlicher Sektoren. Allein die Umstellung der Stahlproduktion von Kokskohle auf das klimaneutrale Reduktionsmittel Wasserstoff würde fast die gesamte heutige Ökostromproduktion auffressen.“ Die gewünschte Vorbildfunktion von Deutschland sieht Wetzel sehr kritisch: „Insbesondere die hohen Kosten von geschätzt 50 Milliarden Euro für den Kohleausstieg, die zusätzlich zu den Ökostrom-Beihilfen von jährlich rund 25 Milliarden Euro anfallen, dürften kaum Nachahmer ermuntern. Hinzu kommen die höchsten Strompreise Europas und erhebliche Unsicherheiten für industrielle Planungen.“ +++ Der Kontrast Artikel zum WELT … weiter lesen

Handschrift des 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus in Atmosphäre und Ozeanen

Von Dr. Ludger Laurenz INHALT:Kapitel 1: These vom Impuls der Sonne im Jahr des SonnenfleckenmaximumsKapitel 2: Vom Sonnenfleckenzyklus im australischen Buschfeuer zur globalen ErwärmungKapitel 3: Handschrift der Sonnenfleckenzyklus in der Atmosphäre (17 km, 10 km)Kapitel 4: Handschrift der Sonnenfleckenzyklus in den Daten einzelner Wetterstationen Der Autor ist Agrarwissenschaftler. Seit seiner Pensionierung vor drei Jahren beschäftigt er sich vermehrt mit den Themen Klima und Klimawandel. Auslöser für dieses Engagement war die Entdeckung des 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus in den Niederschlagsdaten seiner Heimatstadt Münster. Dadurch neugierig geworden, gelang ihm schließlich in Zusammenarbeit mit zwei weiteren Wissenschaftlern der Nachweis, dass die Niederschlagsverteilung in weiten Teilen … weiter lesen