Offshore Windfarmen führten auf der Isle of Man zu dramatischem Einbruch der Seevögelpopulation

Sind wir schon im Stadium der Selbstjustiz angekommen? Der Verdacht drängt sich auf, wenn man das Interview mit der Ende Gelände Aktivistin Kathrin Henneberger ansieht. Sie will für den Fall, dass das Kohlekraftwerk Datteln 4 ans Netz geht, NRW Ministerpräsident Armin Laschet „zur Rechenschaft ziehen“. Was auch immer das bedeutet.

Einen Vorgeschmack gab es bereits, als Mitarbeiter von RWE mit Steinschleudern und Molotowcocktails angegriffen wurden. Zwei Mitarbeiter sollen verletzt worden sein. War das also gemeint, als die Ende Gelände Aktivistin Jana Boltersdorf von der Radikalität der Aktionsform sprach?

Das bekannte Muster Ideologisierung, Mobilisierung, Radikalisierung scheinen Teile der Klimaaktivisten in gerade einmal etwas mehr als einem Jahr durchlaufen zu haben. Für politisch Verantwortliche sind das insgesamt keine guten Aussichten.

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Gute Bäume, schlechte Bäume

Einem Buchenwald im Unesco Geo Naturpark Bergstraße Odenwald droht der Verlust von 6 Hektar Fläche, weil ein Granitsteinbruch sein Gelände erweitern möchte. Eine Bürgerinitiative ruft zum Protest auf und möchte das Naherholungsgebiet Juhöhe erhalten. Wir haben ja hier schon mal vom unterschiedlichen Wert eines Tieres berichtet und auch über die Bigotterie beim Umgang mit Nachrichten über Tiere. Nutzen sie der eigenen Agenda, werden mal eben verbrannte Tiere in Australien auf Deutschlands Anteil am CO2 Ausstoß „hochgerechnet“. Tiere, die z. B. durch Windkraftanlage bedroht oder gar getötet werden, verspottet man hingegen.

Ähnlich ist es bei den Bäumen. Sollen diese einem Steinbruch weichen, dann laufen die Proteste. Gegner von Windkraftanlagen (WKA) wie im Reinhardswald, wo es um weit größere Flächen geht, werden als Verhinderer der Energiewende abgewatscht. Dabei ist jeder Verlust von Wald ein Eingriff in die Natur und wichtige Kohlenstoffspeicher verschwinden. Wir müssen immer eine Folgeabschätzung machen und zwar neutral und nicht nach jeweiliger Agenda.

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Laut einem Bericht der SHZ betrug die Summe, die für sogenannten Geisterstrom bezahlt werden musste, allein im ersten Quartal 2019 191 Millionen Euro. Im gesamten Jahr 2018 waren es 294 Millionen Euro. Das sind nur die Werte für Schleswig-Holstein! Bundesweit waren es allein in dem besagten Quartal 364 Millionen Euro. Die Nachricht dahinter ist allerdings, dass dies jeder Bezieher von Strom mitbezahlen muss. Mehr dazu gibt es hier, die Seite erfordert eine Registrierung!

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Ein  sehr aufschlussreiches Video präsentiert Prof. Dr. Peer Ederer zum Thema Kühe, Milch und Klima. Fast schon bitter, dass der Ersteller des Videos vorab einen Disclaimer setzen muss, um nicht sofort in den Klimaleugnersack gesteckt zu werden.

„Anmerkung zu dem Video

Der Autor Peer Ederer hat keine Zweifel daran, dass die Erde einen Klimawandel erlebt. Es kann auch keinen Zweifel daran geben, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt. Dieser Klimawandel kann in manchen Regionen schnelle und erhebliche ökonomische und ökologische Auswirkungen haben.“

In dem Video geht es um Thematiken wie Methan und verschiedene Kreisläufe. Auch andere Teile der Webseite machen neugierig. Daher Leseempfehlung.

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Jason Endfield im Juni 2019:

Isle Of Man Seabird Populations Plummet As Wind Farms Overwhelm The Irish Sea

Herring Gulls are down 82%, European Shag down 51%, Razorbills down 55%. The list goes on….
* The world’s biggest offshore wind farm is just a few miles away. 
* Isn’t there a conspicuous connection?

The Isle Of Man wildlife charity Manx Birdlife has reported a shocking 40% decline in the populations of many species of sea birds around the island’s coast. The worrying figures emerged following a comprehensive census that took place over two years. Whatever the reason for the sharp decline of the birds, it illustrates that something has gone very wrong. 

I’ve noted with interest that this unprecedented drop in populations, of several of the island’s maritime species, coincides with the proliferation of wind farms in the Irish Sea – something which has worried me during the past few years, as I have witnessed the frenzied development of the wind industry in the waters off the western coasts of England and Wales. 

Weiterlesen bei Jason Endfield

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Spencer Fernando im April 2019:

Fraud: Trudeau Uses Photo Of Forest Fire Caused By Wind Turbine

Justin Trudeau recently tweeted an article with the following photo, in an effort to fear-monger Canadians into supporting his hated carbon tax scam. […] As David Jacobs pointed out on Twitter, the fire in that photo was caused by a construction project for a wind turbine:

Ganzen Beitrag bei Spencer Fernando lesen.

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Wie kommen wir an Strom, wenn der Wind nicht bläst? Josh hat eine Idee, die er in einem Cartoon festgehalten hat (zu sehen auf WUWT).

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Der Kampf um die Windräder

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SZ im November 2019:

Proteste in Erding: Windräder – Nein Danke

Der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will verstärkt auf Windenergie setzen. Im Landkreis hält sich die Begeisterung in Grenzen. Dabei waren die Planungen für eine Anlage schon mal recht weit gediehen.

Weiterlesen in der SZ.

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Welt.de 2018:

Infraschall: Forscher klären endlich, ob Windkraft krank macht

Ist der Infraschall von Windrädern schuld an heftigen gesundheitlichen Problemen von Anwohnern? Gleich mehrere groß angelegte Studien sollen Antworten geben. Das könnte die Normen der Branche verändern.

Weiterlesen auf welt.de.

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Donnerwetter 2015:

In Deutschland wird der Wind immer schwächer – mit erheblichen Auswirkungen. Meteorologen haben die ständig zunehmende Zahl von Windrädern als Ursache im Verdacht.

Durch Deutschland weht ein immer schwächerer Wind. Wurden beispielsweise in Osnabrück in den 1960er-Jahren noch im Jahresmittel Windgeschwindigkeiten von 3,7 Meter pro Sekunde gemessen, sind es inzwischen nur noch 3,2 m/s. Ein Rückgang von über 13 Prozent. An fast allen Wetterstationen im Binnenland, die die Meteorologen des Bonner Wetterdienstes Donnerwetter.de analysiert haben, sieht der Trend ähnlich aus. „An den meisten Orten hat die mittlere Windgeschwindigkeit sehr deutlich abgenommen“, berichtet Dr. Karsten Brandt. Und er hat einen Verdacht: „Wir glauben, dass die in den letzten 15 Jahren immer massiver ausgebauten Windkraftanlagen die Windgeschwindigkeit beeinflusst haben.“

Weiterlesen auf Donnerwetter

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Der Standard im November 2019:

SF6: Alternativen zum stärksten Treibhausgas gesucht

Es ist 24.000-mal so klimaschädlich wie CO2: Schwefelhexafluorid ist das stärkste bekannte Treibhausgas. Doch die erneuerbaren Energien sind auf seine Eigenschaften angewiesen. […] Doch wie sauber ist Windkraft wirklich? Eine Studie der Universität Cardiff kratzt am Image der Branche – und an dem anderer Energiesektoren. Darin ist zu lesen, dass in Großbritannien zwischen 2010 und 2016 jährlich rund 1149 Kilo des Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) ausgestoßen wurden. Das klingt nicht nach viel. Doch man muss wissen: Das Gas ist 23.500-mal so klimaschädlich wie CO2. Ein einziges Kilo SF6 heizt die Erde so stark auf wie 24 Menschen, die von London nach New York und retour fliegen. Die EU bläst so viel SF6 in die Luft wie 1,3 Millionen zusätzliche Autos auf den Straßen. Und das Gas verbleibt bis zu 3200 Jahre lang in der Atmosphäre. CO2 hält sich dort 1000 Jahre. Die britischen Forscher machen vor allem den Ausbau erneuerbarer Energieformen für die Zunahme von SF6 verantwortlich.

Weiterlesen im Standard.