NZZ: „Ein Musterbeispiel für die Absurdität der deutschen Energiewende“

„Ein Musterbeispiel für die Absurdität der deutschen Energiewende“. So lautet die Überschrift eines Artikels in der NZZ. Es geht um den Bau von Windkraftanlagen im Reinhardswald, einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Mitteleuropa. Dort sollen demnächst 240 Meter hohe Windkraftanlagen aufgestellt werden.

“Die Windparkbefürworter argumentieren, dass hauptsächlich Brachflächen sowie durch Sturm oder Hitze vorgeschädigte Nadelholzareale bebaut würden. Tatsächlich aber fallen auch Buchenbestände. Die Erschliessung durch schwerlastfähige Transportwege sei nur vorübergehend, heisst es bei den Windkraft-Fans. Tatsächlich wird der Wald jahrelang von Baustellenverkehr beeinträchtigt, mit den Folgen langfristiger Bodenverdichtung und Bodenversiegelung. Die Initiative «Windpark-Reinhardswald-dagegen» erklärte: «Das sogenannte Schatzhaus der europäischen Wälder – ist auf Jahrzehnte ruiniert. Wir sind entsetzt.»

Mit hohem Tempo werden derzeit die Rodungsarbeiten vorangetrieben. Um «Deutschland aus dem Klammergriff der russischen Energieimporte zu befreien» – so der Wortlaut –, hat das bundesdeutsche Umweltministerium kürzlich den Bau von Windkraftanlagen in Landschaftsschutzgebieten gestattet. Zudem soll der Artenschutz abgeschwächt werden.”

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Im Vereinigten Königreich hatte die Labour Party die Idee, Energie-Unternehmen, die mit fossilen Energieträgern zu tun haben, stärker zu besteuern. Das wird jetzt möglicherweise ein Boomerang, denn prompt gibt es Gerüchte, dass diese Besteuerung auch Unternehmen betreffen soll, die sich mit Erneuerbaren Energien beschäftigen. Prompt gaben die Kurse von Fonds nach, die in diesem Bereich investiert sind. Den Artikel dazu gibt es bei Quotedata.com.

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Wir bleiben im Vereinigten Königreich. Die Energiepreise und die Lebenshaltungskosten steigen dort in einem Maß, dass die Polizei für den Sommer Unruhen befürchtet. Die Daily Mail berichtet.

“’We know historically that where the economy suffers, acquisitive crime goes up and there is more potential for unrest.‘

Police forces are said to be assessing their capacities to offer ‚mutual aid‘ – sharing officers between forces to tackle high-risk events and major incidents of civil unrest.

It comes as Martin Lewis told ITV that families in Britain are slipping into poverty and implored the government to combat rising prices to avoid this.

The money saving expert told Robert Peston’s ITV show: ‚The government needs to get a handle on it, and they need to get a handle on it quickly. They need 2o listen and they need to stop people making choices of whether they feed themselves or feed their children.

‚We are in that now. We used to have a relative poverty condition in this country and we are moving to absolute poverty, and we cannot allow that to happen.’”

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Der Weg in die Herzen von Vermietern führt über das Portemonnaie. So könnte man die Pläne der Bundesregierung bezeichnen, Vermieter zukünftig an den Heizkosten zu beteiligen, genauer an den CO2 Kosten. Die Tagesschau berichtet. Vielleicht kommen die Zeiten wie in der ehemaligen DDR zurück, wo über das Öffnen von Fenstern die Raumtemperatur geregelt wurde? Der Mangel an Material und Fachkräften scheint jedenfalls noch nicht im Kabinett angekommen zu sein.

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Wer wird sich zukünftig noch ein Auto leisten können? Das fragt inside-digital.de.

“”Wir müssen uns vor dem Moment fürchten, ab dem sich die Mittelschicht kein Auto mehr leisten kann“, sagte der Opel-Chef Carlos Tavares vor Kurzem. Denn genau diesen Kunden droht in den kommenden Jahren ein Preisschock. Obwohl auch Opel, Peugeot und Co. Elektroautos verkaufen wollen, warnt Tavares vor einem zu schnellem Umstieg auf das E-Auto. „Wenn ein 25.000-Euro-Auto morgen zu einem 45.000-Euro-Auto wird, dann tut das der Mittelschicht weh“, sagte Tavares.”

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Bosch setzt voll auf Wasserstoff. Die Welt stellt die Pläne von Bosch in einem Bezahlartikel vor.

“”Wasserstoff wird zu einem Schlüsselelement für die Versorgungssicherheit“, sagt Bosch-Geschäftsführer und Fertigungschef Rolf Najork. „Wir bringen deshalb jetzt wasserstoffbasierte Technologien aus den Laboren in die industrielle Realität – auf die Straßen und in die Fabriken.“

Auf der Hannover Messe, die am 30. Mai zum ersten mal wieder als Präsenzveranstaltung die Massen lockt, will Bosch zeigen, wie weit man damit schon gekommen ist und was man noch alles plant. Ziel ist nichts Geringeres als die „Sektorkopplung“, also die Verbindung von Verkehr, Industrie, Strom- und Wärmeerzeugung über den Energieträger Wasserstoff.”

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In den USA ist ein Mann zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte in Monterey County District Feuer gelegt. Das berichtet der Montery Herald.

“Last month, a judge found Gomez guilty of 16 felony counts, including two counts of arson, one count of throwing rocks at a vehicle, one count of cultivating marijuana and 12 counts of cruelty to animals.

For the arson alone, Gomez faced up to nine years in prison. He received the full term, as well as an additional five-year enhancement for destroying a total of 14 structures and consecutive sentencing for each additional guilty charge.

The Dolan Fire, which ultimately burned 124,924 acres, erupted on the evening of Aug. 18, 2020. That night, at about 8:15, California State Parks officers observed a fire cresting the ridgeline known as “top of the world” in the Los Padres National Forest. At approximately the same time, officers responded to reports of a man throwing rocks at vehicles on Highway 1 and the Lime Creek Bridge.”

Wald- und Buschfeuer passieren fast immer, weil jemand Feuer gelegt hat. Anders als oft dargestellt entzünden sich die Brände von nicht allein, auch nicht bei Hitze. Hitze ist ohnehin nicht das wichtigste Kriterium für Brände sondern Trockenheit.

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In der Not frisst der Teufel Fliegen. Oder soll man besser sagen lassen die Grünen lieber Kohle verfeuern? Ausgerechnet die Partei, die so lange für den Ausstieg aus der Kohle gekämpft hat, haucht der Kohle nun weiteres Leben ein. Das berichtet die Süddeutsche.

“Am Dienstag hat das Ministerium einen weiteren Gesetzentwurf in die Abstimmung innerhalb der Bundesregierung gegeben, diesmal rund um Kraftwerke. Jenes Ministerium, das „idealerweise“ schon 2030 aus der Kohlekraft aussteigen wollte, will damit eine Reserve aufbauen, die im Falle eines Falles die Gaskraftwerke ersetzen kann – und das vorwiegend aus Kohlekraft. So sollen Steinkohleanlagen, die eigentlich in diesem oder nächsten Jahr endgültig vom Netz gehen sollten, noch bis zum 31. März 2024 in Bereitschaft bleiben. Auch Braunkohlemeiler, die nach ihrer Abschaltung in eine vierjährige „Sicherheitsbereitschaft“ gegangen waren, sollen gleich anschließend einer Versorgungsreserve angehören. Per Ministerverordnung könnten sie „temporär an den Strommarkt zurückkehren“, wie es aus Kreisen des Ministeriums heißt.”

Wie praktisch, dass die Bundesnetzagentur mittlerweile auch in Grüner Hand ist, so kann das Wirtschaftsministerium mehr oder minder durchregieren. Von Kernenergie kann man in dem Artikel übrigens kein Wort lesen. Die Fliegen scheinen also sehr gut zu munden.