Neue Schulden für die Energiewende?

Hans von Storch: “Wir brauchen Klimaschutz – aber auch besseren Schutz vor Katastrophen” Der ehemalige Direktor des „Instituts für Küstenforschung“ am Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung in Geesthacht, ordnet in der WELT das kürzliche Hochwasser im Westen Deutschlands ein:

„Dass wir heute solche Wetterlagen haben, gegen die man sich wegen des Klimawandels in Deutschland nicht mehr schützen kann, das liegt doch nicht an der Umweltministerin von Rheinland-Pfalz?“, fragte ein Teilnehmer einer Facebook-Runde, als auf das Versagen von Anpassung und Katastrophenschutz in dem Bundesland verwiesen wurde. Und weiter: „Bei allen Unzulänglichkeiten oder Kompromissbereitschaften der Grünen sind sie immer noch nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.“ Ich behaupte: Doch, sie sind Teil des Problems.

Zur Erinnerung: Die Niederschläge in Westdeutschland überstiegen an vielen Orten zwar die bisherigen Maximalwerte, aber die deutschlandweiten Rekorde wurden nicht gebrochen (etwa 2014 in Münster oder bei Füssen 1920). Die Niederschläge trafen auf teilweise schon von Feuchtigkeit gesättigten Boden aufgrund früherer Niederschläge.”


“Ja, man kann, und nach meiner Meinung sollte man etwas gegen den Klimawandel tun – aber man sollte auch begreifen, dass das eine Aufgabe in der Gigatonnenklasse ist, dass dazu weltweit bis 2050 alle Netto-Emissionen auf Null gehen und dann durch deutliche negative Emissionen ersetzt werden müssen. Weltweit sind das mehr als 35 Gigatonnen CO2 pro Jahr; Deutschland trägt dazu weniger als eine Gigatonne bei.”

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Man kann sich über einige Aussagen vom Grünen-Co-Vorsitzenden Robert Habeck schon wundern. Sei es über die Bafin, von der er glaubte, sie prüfe Spesenabrechnungen, oder der Verwechselung von Benzinpreis, Kilometerpauschale und Einkommensteuer. Auch eine weitere Aussage lässt den Leser erneut verwundert zurück. Der Staat soll sich verschulden, um den Bürgern das Geld aus der CO2 Bepreisung zurückzugeben? Zur Erinnerung: die Sektsteuer, die einst dazu diente, die Kaiserliche Flotte zu finanzieren, existiert immer noch. Da wurde den Menschen nichts zurückgegeben. Warum sollte das Prinzip, was der Staat einmal hat, das behält er, hier anders sein? Welchen Sinn hätte eine CO2 Bepreisung, wenn man ohnehin vorhat, diese dem Bürger zurückzugeben?

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Wenig Wind und wenig Sonne im ersten Halbjahr 2021 haben die Emissionen bei der Erzeugung von Strom in Deutschland anwachsen lassen. Michel Shellenberger legt dar, dass es etwa 21 Millionen Tonnen CO2 mehr waren, weil Wind und Sonne sich weigern zu machen, was man sich von ihnen wünscht.

“But the increase was also due to the lack of wind. Wind produced just 46.8 terawatt hours in the first six months of 2021 which is over one-quarter less than the  59.4 TWh they produced in the first half of 2020. Offshore wind generation, too, dropped by 16%, to 11.7 TWh during the period.”

Zum Artikel bitte hier klicken.

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Der Chef des französischen Energiekonzerns EDF, Cedric Lewandowski, äußert sich in der WELT zum Thema Zukunft der Kernenergie. Dazu passt, dass EU-Kommissar Breton, ebenfalls Franzose, Kernenergie zur Produktion von Strom bzw. Wasserstoff nutzen möchte. Das Handelsblatt berichtete.

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Kalifornien wird von einer großen Dürre heimgesucht, die vor allem der Landwirtschaft schwer zu schaffen macht. Die Tagesschau berichtete.

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Ende Juli 2021 und die Schmelze des Grönlandeises hat voll eingesetzt. Bis dahin schmolz im Vergleich zum Durchschnitt weniger Eis, teilweise bildetet sich sogar mehr Eis als schmolz, was für die Jahreszeit sehr ungewöhnlich ist. Zu den Infos bei Polarportal.dk geht es hier lang.

(Abbildung: Screenshot Polarportal.dk)

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In der Bundesliga-Saison 1977/1978 überrollte Borussia Mönchengladbach den Namensvetter aus Dortmund mit 12:0. Jupp Heynckes schoss damals 5 Tore. Es war eine ziemliche Klatsche für Dortmund in der Saison. Mit dem gleichen Ergebnis geht der Faktencheck des Faktenchecks des Volksverpetzers aus – zu Ungunsten der “Aufklärer”. Wie wir bereits vor einigen Tagen auf diesem Blog vermutetet, hat der WELT Wissenschaftsjournalist Axel Bojanowski auf die Diffamierungskampagne des Aufklärungsblogs reagiert, und es ist genau das eingetreten, was befürchtet werden musste.

Der Volksverpetzer hat fette Fehler in seiner Darstellung. Bojanowski listet sie alle fein säuberlich auf und sieht sich bestätigt, dass der Volksverpetzer möglicherweise die Abstracts gelesen hat zu den Studien, die er aufführt, aber selbst die wurden offenbar nicht wirklich verstanden. Vom Inhalt der Studien mal ganz zu schweigen. Offenbar ist der Volksverpetzer ohnehin getrieben gewesen vom Hass auf den Axel-Springer-Verlag, und mit Schaum vor dem Mund ist das Arbeiten nicht immer automatisch besser. Hier der Link zu dem ursprünglichen Artikel, der mittlerweile frei lesbar ist. Unter dem Artikel kann man die 12 Buden sehen, die Bojanowski den Verpetzern einschenkt.

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CGTN Africa am 26.7.2021:

Morocco sees surge in grain harvest

Morocco’s grain harvest hit a record high of 10.32 million tonnes in 2021, an increase of 221 percent compared to the previous crop year, the Ministry of Agriculture said in a statement on Monday.

Weiterlesen bei CGTN Africa

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Leserbrief von W. Mathys an die FAZ:

Vielen Dank für Ihren Beitrag „Auf der Kippe“. So sehr ich Herrn Schätzing als Autor schätze, so sehr habe ich Zweifel, ob seine Sichtweise dem komplexen Geschehen der Entwicklung des Klimas gerecht wird.

Wie immer bei Naturkatastrophen sind diese Produkt von vielen Faktoren. Die fast reflexartige Zuweisung zum Klimawandel – häufig monokausal – verschleiert die eigentlichen Ursachen und erschwert dadurch eine wirksame Bekämpfung und Prävention – siehe Beispiel Brände in Australien.

In Deutschland scheint man sich ausschließlich auf die Reduktion von CO2 zu verlassen, allerdings mit untauglichen Mitteln wie dem Ausbau der Windkraft, anstatt die Kernkraftwerke weiter laufen zu lassen. Der Bevölkerung wird erfolgreich suggeriert, dass – wenn Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität beherzt fortschreitet – alle Probleme sich in Luft auflösen. Der unbedarfte Bürger glaubt an eine sofortige Wirkung und schnelle Rückkehr in das Wetter der Vergangenheit.

Übersehen wird dabei völlig, dass selbst wenn die gesamte Welt heute Null CO2 emittieren würde, sich an der heutigen Situation kurzfristig nichts, aber auch garnichts, ändern würde, da CO2 über Jahrzehnte in der Atmosphäre verbleibt und deswegen Verbesserungen der heutigen Situation erst mit hoher Trägheit und entsprechender Zeitverzögerung auftreten werden. Selbst wenn Deutschland schon vor 10 Jahren seine Treibhausgasemissionen auf Null gebracht hätte, würde das an der heutigen Situation nichts geändert haben!

Dass Deutschland – oder auch die EU – alleine das Weltklima nicht retten können, stellt einen realen Erfolg des Klimaaktivismus insgesamt mehr als in Frage.

Diese irrige und von einigen Politikern rücksichtslos vertretende Propaganda (siehe z.B. Angriffe von Oliver Krischer auf MP Laschet) führt zu einer völlig falschen Prioritätensetzung und Erwartungshaltung: Maßnahmen zum (angeblichen) Klimaschutz stehen an erster Stelle und sollen noch intensiviert werden. In Hinblick auf Starkregenereignisse eine verheerende Entscheidung, auch weil die Beteiligung des Klimawandels an diesem Geschehen völlig unklar ist (siehe auch Stellungnahme des DWD). Auch die gern zitierte Jetstream-Theorie oder auch die Theorie von Kipppunkten wird nur von einigen Wissenschaftlern und den ÖR vertreten, wird aber gerade in letzter Zeit intensiv kritisiert. Wenn man natürlich immer die Gleichen befragt, wird man immer die nämlichen Antworten bekommen.

Zu hinterfragen ist auch, ob die immer wieder in den Raum gestellte Behauptung „Starkregenereignisse nehmen zu“ fachlich fundiert ist. Ich verweise hier exemplarisch auf den Report SR 1.5 des IPCC, in dem die Wahrscheinlichkeiten für Extremregen und Hochwässer global aufgezeigt werden. Ich empfehle die Graphik auf Seite 189, Chapter 3, Figure 3.4, sowie Seite 202. Daraus läßt sich eine Zunahme solcher Ereignisse für Deutschland nicht ableiten – die Modellierung der Hochwässer im Rhein zeigt bei einem Temperaturanstieg von 2°C gegenüber 1,5° sogar eine Abnahme. Wäre es für Deutschland denkbar, dass der Klimawandel die Häufigkeit von Fluten vermindert?

Die Ursachen für die Sintfluten in der Eifel und dem Sauerland dürften viele Ursachen haben, u.a.:

1. Eine ungewöhnliche und extrem seltene Wetterlage (die mit Ansage kam), ein Jahrhundertereignis

2. Massive Fehlentwicklungen im Bereich der Versiegelung und Verdichtung von Flächen mit der Folge verminderter Versickerungsmöglichkeiten – auch durch verstärkten Ausbau der Windkraft in Wäldern

3. Begradigungen, Einbetonierung, Verminderung von Überflutungsflächen bei Bächen und Flüssen

4. Mängel in der Dimensionierung von Abwasser/Regenwassersystemen

5. Bauen in Hochrisikogebieten, die schon immer Opfer von Überflutungen waren. Bei der Bewertung der jetzigen Flut hilft ein Blick in die Historie z.B. der Ahr.

6. Eine zunehmende Entfremdung von Politikern und auch Bürgern von der Natur und ihrer gewaltigen Stärke. Alles erscheint beherrschbar. Für alles gibt es einen Schuldigen.

Aus diesen Gründen hätte mehr in die Anpassung/Vorsorge investiert werden müssen, und dies unabhängig von jeder Diskussion über Klimaschutz. Wenn man den Klimawandel für mitverantwortlich hält, dann sind nicht verstärkte Maßnahmen in diesem Bereich, sondern erheblich verstärkte Investitionen in der Bekämpfung der Klimawandelfolgen notwendig. Nur diese können die Bevölkerung schützen. Wenn wir den Weg der scheuklappenartigen und religiös anmutenden Fokussierung auf den Klimaschutz als Rettung aller Weltprobleme weiter als oberstes Gebot wie bisher verfolgen, werden wir genau das Gegenteil von dem erreichen, was die Welt eigentlich benötigt.

Die Devise heißt Prävention und das Zusammendenken der wesentlichen Herausforderungen vor der unsere Welt steht. Klimaschutz, Biodiversität und soziale Gerechtigkeit müssen zusammengedacht werden, fordern der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) und der Weltklimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change).

Wo in Deutschland findet dieses Zusammendenken statt?

W. Mathys

Abdruck mit Genehmigung des Leserbriefautors.

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Steinbeis-Europa-Zentrum:

CO2-neutrale synthetische Kraftstoffe und Produkte für jede*n

INERATEC erhält EU-Fördergelder in Höhe von 2,5 Millionen Euro für seine alternative Technologie zu fossilen Kraftstoffen und Chemikalien. Die Steinbeis 2i hat INERATEC mit einem persönlichen Coaching begleitet und nach Finanzierungsmöglichkeiten für eine Skalierung gesucht. Schließlich wurde ein EU-Antrag im Europäischen Innovationsrat gestellt und von der EU bewilligt.

Unsere Abhängigkeit von fossilem Erdöl verursacht massive CO2-Emissionen. Wenn wir dem Pariser Klimaabkommen folgen wollen, müssen hier gewaltige Anstrengungen unternommen und neue Wege gegangen werden, um uns in Richtung einer CO2-neutralen Welt zu bewegen. Erneuerbare Energien und E-Mobilität sind Teil der Lösungen, die eine nachhaltige Zukunft vorantreiben. Auch klimaneutrale Kraftstoffe tragen dazu bei.

Das Start-up INERATEC arbeitet hier an neuen Lösungen und baut Power-to-X Anlagen, mit denen aus erneuerbarem Wasserstoff synthetische Kraftstoffe, auch E-Fuels genannt, und synthetische Chemikalien produziert werden. Diese Kraftstoffe sind klimaneutral und kompatibel mit der bestehenden Infrastruktur und den bestehenden Fahrzeugen. Mit den synthetischen Kraftstoffen will INERATEC diese Sektoren defossilisieren.

„Wir recyceln CO2, um Alternativen zu fossilen Kraftstoffen und Chemikalien herzustellen. In zehn Jahren möchten wir, dass mehr als 2 % des europäischen Kraftstoffmarktes mit E-Kraftstoffen und E-Produkten abgedeckt werden. INERATEC wird einer der Marktführer für E-Fuels und E-Products sein“, erklärt Co-Gründer und Geschäftsführer Philipp Engelkamp.

Steinbeis 2i findet Finanzierung für Wachstum und Skalierung

„Wir haben INERATEC die Möglichkeit geboten, sich im Rahmen des europäischen Accelerator Programms „DeepTech4Good“ vor Investoren und Vertretern der Industrie zu präsentieren. Im Anschluss haben wir das Unternehmen mit einem persönlichen Coaching begleitet und gezielt nach Finanzierungsmöglichkeiten für eine Skalierung gesucht “, so Samantha Michaux, Senior Project Manager bei der Steinbeis 2i GmbH, die das Unternehmen seit 2018 betreut.

Der Prozess mündete in einer erfolgreichen Antragstellung mit Unterstützung der Steinbeis 2i GmbH im Accelerator-Programm des Europäischen Innovationsrats. Im Mai 2021 erhielt das Start-up eine Förderung von knapp 2,5 Millionen Euro, um eine skalierbare Serienproduktion zu starten. Dank dieser Förderung durch das Accelerator Programm wird INERATEC einen weiteren wichtigen Beitrag für eine CO2-neutrale Zukunft leisten. Die EU fördert die Skalierung, Vervielfältigung und Implementierung der Pilotanlagen in industrieller Größe zur Herstellung von E-Fuels.
Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg bietet die Steinbeis 2i GmbH Beratung und Coaching zum EU-Förderprogramm „EIC Accelerator“ an. Das Programm fördert disruptive Innovationsvorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen bis zu einem Fördervolumen von 2,5 Millionen Euro pro Projekt plus 15 Millionen Euro möglicher Investitionsbeteiligung.

„Unser IMPOWER2X-Projekt kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Mit der weiteren Skalierung, Vervielfältigung und Implementierung werden wir die PtX-Technologie schneller und zu geringeren Kosten bereitstellen können. Wir werden dazu beitragen, den Individualverkehr und die chemische Industrie mit E-Fuels und E-Produkten nachhaltiger zu machen“, so Geschäftsführer Philipp Engelkamp.

Erneuerbare Energie speichern und transportieren

Als disruptive Technologie zeichnen sich die innovativen Reaktoren durch mikrostrukturierte Innenoberflächen aus. Sie bieten eine hohe Lastflexibilität sowie schnelle An- und Abfahrzeiten. Daher eignen sich die Reaktoren perfekt für fluktuierende erneuerbare Energien, z.B. Wind oder Solar. Zusätzlich wird mit diesem Reaktorkonzept ein kosteneffizienter, modularer Vervielfältigungsansatz in Ergänzung zu einem reinen Technologie-Scale-up möglich, d.h. standardisierte Module werden vervielfacht, um höhere Kapazitäten zu erreichen.

Darüber hinaus bieten die Anlagen eine Lösung für das Problem der Langzeitspeicherung erneuerbarer Energien. Durch die Umwandlung in synthetische Kraftstoffe und Gase lässt sich erneuerbarer Strom nicht nur langfristig speichern, sondern ist auch leicht zu transportieren. Mit einem modularen Ansatz werden CO2 und erneuerbaren Wasserstoff in transportfähige, synthetische Kohlenwasserstoffe umgewandelt. Diese E-Fuels und E-Produkte werden dann transportiert, um weltweit in der Luftfahrt, der Schifffahrt, der Chemie und der Automobilindustrie eingesetzt zu werden.

INERATEC verfolgt zwei Geschäftsmodelle. Zum einen werden chemische Anlageneinheiten verkauft. Zum anderen wird derzeit das Geschäftsmodell des Verkaufs von E-Fuels und E-Produkten eingeführt. Dabei werden langfristige Verträge mit Input-Lieferanten (z.B. CO2, erneuerbarer Strom) und Produktabnehmern, zum Beispiel aus dem Mobilitätssektor geschlossen.

Der Fokus liegt vor allem auf der Luftfahrt, denn hier gibt es bisher keine Alternativen zu E-Kerosin. INERATEC plant in Frankfurt am Main am Standort des Industrieparks Höchst den Bau einer Power-to-Liquid Anlage und steht dazu unter anderem im Austausch mit dem hessischen Kompetenzzentrum für Klima- und Lärmschutz im Luftverkehr (CENA). Synthetische Wachse bieten Potenzial für die Defossilisierung der chemischen Industrie. Mit der Förderung will INERATEC die Skalierung, Vervielfältigung und Implementierung der Anlagen weiter vorantreiben und bis 2022 drei weitere industrielle Power-to-Liquid Anlagen an deutschen Standorten installieren.

„Unser Ziel ist es, synthetische, CO2-neutrale Kraftstoffe an den Tankstellen für jede und jeden verfügbar zu machen. Einen ersten Schritt Richtung breite Verfügbarkeit geht INERATEC mit einer Power-to-Liquid Pionieranlage, die ab 2022 im Industriepark Höchst, Frankfurt am Main, jährlich bis zu 4,6 Mio. Litern synthetische Kraftstoffe aus bis zu 1000t biogenem CO2 produzieren wird. Weitere Anlagen werden folgen“, so Geschäftsführer Philipp Engelkamp mit Blick in die nächsten Jahre.

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Andrea Andromidas am 21.7.2021 auf bueso:

Die radikale Ökoideologie galt in Deutschland für lange Zeit als das Ergebnis einer Graswurzelbewegung, die sie nie war. Erst als mit dem Davos-Forum die eigentlichen Macher der milliardenschweren Finanzstiftungen und Fonds in das Scheinwerferlicht traten, hat sich das Verständnis darüber geändert. Von Blackrock über Bloomberg, von Lagarde bis von der Leyen, von Mark Carney bis Prinz Charles und den engagierten Kindern– sie alle wollen mit Billionen-Investitionen die Gesellschaft transformieren. Zur Rettung des Planeten heißt es. Zweifel sind angebracht.

Mit dieser veränderten Sichtweise hat es offensichtlich zu tun, dass die European Climate Foundation ins Gerede gekommen ist. Anders ist nicht zu erklären, warum eine finanzielle Unterstützung dieser Stiftung in der Größenordnung eines Taschengeldes von 10.000 Euro für die neueste Studie des CAR-Instituts von Ferdinand Dudenhöffer über die Verschärfung der EU-Co2-Anforderungen für die Autoindustrie zu derart ungewöhnlichen Irritationen in der Auto-Branche geführt hat.

Unter der Überschrift „ Wie eine kaum bekannte Stiftung das Hauptargument der Autoindustrie entkräften will“ stellt Wirtschaftskorrespondent Philipp Vetter in der Welt vom 16.4.2021 die Frage, ob diese Finanzierung mit dem Sinneswandel des Professors in Verbindung steht. Dieser hätte nämlich selbst noch im November 2019 errechnet, „dass unter dem Strich trotz der Entstehung neuer Jobs rund 125.00 Arbeitsplätze wegfallen werden“. In der neuen Studie hört sich das aber nun ganz anders an: Schärfere Maßnahmen der EU in Sachen CO2 würden für die Beschäftigungslage in der deutschen und selbst europäischen Autoindustrie von Vorteil sein.

Dabei ist die European Climate Foundation keine Unbekannte, auch wenn der Name und die entsprechende Webseite nur in englischer Sprache im Internet zu finden sind.

Weiterlesen auf bueso.