Nebelspalter: Die segensreiche Wirkung von CO2 auf Pflanzen

Alex Reichmuth am 26.4.2021 beim Nebelspalter:

Die segensreiche Wirkung von CO2 auf Pflanzen – Teil 1

Der steigende Gehalt an Kohlendioxid in der Luft lässt die Welt ergrünen und führt zu grösseren Erträgen in der Landwirtschaft.

In der öffentlichen Meinung ist es eine ausgemachte Sache: Die steigende Konzentration an CO2 in der Atmosphäre infolge der Verbrennung fossiler Brennstoffe stellt eine der grössten Bedrohungen der menschlichen Zivilisation dar. Denn Kohlendioxid gilt als Hauptverursacher der Erderwärmung. Das geruch- und farblose Gas wird darum als Schadstoff geschmäht und da und dort gar auf die gleiche Stufe wie Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid oder Feinstaub gestellt. Doch Kohlendioxid ist nicht nur völlig unschädlich für den Menschen, sondern gar ein wichtiger Baustein für das Wachstum von Pflanzen. Es ist ein Gas des Lebens. Denn aus CO2 gewinnen Pflanzen mittels Photosynthese Kohlenstoff, aus dem ihre Blätter, Blüten, Stengel und Stämme gemacht sind. Je höher der Gehalt an Kohlendioxid in der Luft ist, desto besser gedeihen Pflanzen. Das Gas hat einen Düngeeffekt. Darum ist der steigende CO2-Gehalt der Luft ein Segen für die Pflanzenwelt.

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Und hier Teil 2:

Gesünder leben dank mehr CO2 in der Luft – Teil 2

Die steigende Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre führt nicht nur zu grösseren Ernten in der Landwirtschaft, sondern wirkt sich auch positiv auf den Nährstoffgehalt von Pflanzen aus.

CO2 ist ein vielgeschmähtes «Klimagift», doch seine Wirkung auf die Entwicklung von Pflanzen ist enorm positiv. Wie Forscher aufgrund von Satellitendaten herausgefunden haben, ist die Erde zwischen 1982 und 2009 deutlich grüner geworden. Insgesamt ist eine Fläche doppelt so gross wie die USA neu von Vegetation bedeckt. Die Hauptursache für den Vormarsch von Bäumen, Büschen und Gräsern ist der steigende Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre. Der Düngeeffekt von CO2 zeigt sich insbesondere auch in der Landwirtschaft. Unzählige Feld- und Laborversuche mit Nutzpflanzen belegen, dass die Ernten wegen dem zusätzlichen Kohlendioxid immer grösser ausfallen. So schreibt das Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Change, eine Forschungsinstitution in den USA, dass eine Erhöhung der CO2-Konzentration um 300 Parts per Million (ppm, Teile pro Million) die Produktivität von Reis um 43 Prozent, von Früchten um 24 Prozent, von Gemüse um 44 Prozent und von Hülsenfrüchten um 37 Prozent erhöht. Zum Vergleich: Der Kohlendioxid-Gehalt der Luft ist seit vorindustriellen Zeiten bereits um etwa 130 ppm auf heute rund 410 ppm gestiegen.

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Leserpost zu Albert Köhlers Beitrag „Die Sache mit dem Kohlendioxid„, der am 10.4.2021 hier im Blog erschien :

In seinem Beitrag „Die Sache mit dem Kohlendioxid“ vom 10. April verwies Albert Köhler, bis zu seiner Pensionierung Chief of the Environment Division der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) der Vereinten Nationen, darauf hin, dass die InfraRot-Absorptionsfähigkeit des H2O, dessen Konzentration sehr starken zeitlichen und räumlichen Schwankungen unterliegt, 100 bis 1000 mal so stark ist wie die des CO2, also auch des anthropogenen Kohlendioxids! Deshalb, so Köhler, war man sich bald einig, dass das Kohlendioxid, quantitativ betrachtet, nur unmessbar gering, symbolisch sozusagen, zum sogenannten Treibhauseffekt beiträgt.

Deshalb stellt sich die Frage, ob es einen Nachweis dafür gibt, dass aus diesem Grund das in der Atmosphäre stark zunehmende anthropogene Kohlendioxid überhaupt keine Auswirkungen auf den Klimawandel haben könnte. In dem im Oktober 2020 erschienenen Buch UNERWÜNSCHTE WAHRHEITEN (Lüning/Vahrenholt) gehen die Verfasser nicht direkt auf dieses Thema ein. Vielmehr gehen sie davon aus, dass das Kohlendioxid erwärmend wirkt. Also einen gewissen Einfluss auf den Klimawandel habe, wenngleich einen weitaus geringeren als es in den IPCC-Berichten behauptet wird. So könnte man auf den Gedanken kommen, dass an dem Attributionsproblem etwas dran ist, betrachtet man die folgenden drei Grafiken, welche die vorgenannten Verfasser in „Unerwünschte Wahrheiten“ veröffentlichten:

Oder hier eine andere Version:

Diesen Grafiken entnimmt man für den Zeitraum 1750 bis 2000 die Zunahme der globalen Außentemperatur, der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und der Sonnenaktivität. Während der vergangenen Jahrmillionen hat es nachweislich sowohl Parallelentwicklungen zwischen der globalen Außentemperatur und der Kohlendioxidbelastung der Atmosphäre gegeben als auch gegenläufige Entwicklungen, wohl aber stets eine Korrelation zwischen der globalen Außentemperatur und den Sonnenaktivitäten. Deshalb kann man nicht von vornherein ausschließen, wie der IPCC es tut, dass Albert Köhlers Auffassung, wonach der Klimawandel mit dem Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre nichts zu tun hat, zutreffend sein könnte.

Wäre es tatsächlich so, könnte man sich damit trösten, dass die weltweiten Maßnahmen zur Verringerung des Verbrauchs fossiler Energieträger zur Schonung dieser Ressourcen und zur Verringerung der Schadstoffbelastung beitragen.  

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Ein deutlich zu kühler April mit außergewöhnlich vielen Frosttagen. Das bilanziert der Deutsche Wetterdienst für den April 2021.

„Der Temperaturdurchschnitt lag im April 2021 mit 6,1 Grad Celsius (°C) um -1,3 Grad unter dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung -2,9 Grad.“ […] „Im April fiel mit rund 35 Litern pro Quadratmeter (l/m²) knapp 40 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 mit 58 l/m². Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 lag das Minus bei fast 25 Prozent. Damit war seit 2009 jeder April in Deutschland zu trocken.“

Den gesamten Bericht kann man hier herunterladen.

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Wer es mit eigenen Augen bzw. Ohren sehen und hören will, was Frau Kotting-Uhl von den Grünen im Bundesstag zum Thema Grundlast gesagt hat, es gibt ein Video dazu auf Twitter. Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es ausschließlich angebotsorientierte Wirtschaftssysteme. Sie wurden aber, wie im Fall der DDR, 1990 beendet, allerdings nicht, weil sie so erfolgreich waren. Vorher fielen in der DDR Obst- und Gemüsegeschäfte durch riesige Schilder in den Schaufenstern auf. Der Grund war einfach, man sollte sie nicht mit Fliesengeschäften verwechseln.

Auch heute gibt es in Sachen Energie das angebotsorientierte Wirtschaften. Man trifft es vorwiegend in unterentwickelten Ländern an, dort wird Strom zugeteilt, Brennstoffe oftmals auch. Möglicherweise meint Frau Kotting-Uhl mit spannend ja die Frage, ob und wann man zukünftig Strom bekommt. Richtig spannend könnte das im Zuge von einer Pandemie für die Krankenversorgung werden.

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Jedem, der ein Welt + Abo hat, der kann jetzt den Artikel von Axel Bojanowski und Daniel Wetzel über die unterschätzte Macht der Grünen Lobby lesen. Er ist online verfügbar. Darin werden einige Hintergründe zu NGO beleuchtet, die sich eigentlich besser New Government Organisation nennen sollten. Finanziert durch die Regierung und in fast alle Vorhaben stark eingebunden. Gleichzeitig genügen solche Organisationen aber selten demokratischen Prinzipien. Wer will, der kann ja mal versuchen Mitglied bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zu werden.

Das Schema ist oft leicht erkennbar. Menschen mit viel Geld wollen in einem bestimmten Bereich investieren und legen über Zuwendungen an Stiftungen oder Organisationen die Grundsteine dafür, dass die Investitionen sich auch auszahlen. Als Beispiel nennt der Artikel Erk Rickmers. Er lässt sich sein investiertes Geld in Erneuerbare Energien etwas kosten und gründet das „New Institute“. Forschungsdirektorin wird Maja Göpel. Dann kann ja nichts mehr schief gehen.

Im Perfektion hat das übrigens seinerzeit Al Gore zelebriert. In dem Michael Moore Film „Planet of the Humans“, den wir seinerzeit besprochen haben, ist das einer der Schlusspointen. Gore hat es auf die Spitze getrieben, weil er neben einem guten Geschäft, das er sich quasi selbst beschafft hat, auch das leidige Thema Steuern entschärft hat. Darüber, dass Gore für sein Wirken 2007 den Nobelpreis bekommen hat, dürfte sich der Politiker wahrscheinlich heute noch jeden Morgen kräftig auf die Schenkel klopfen.

(Abbildung: Screenshot YouTube Planet oft he Humans)