Nach Bränden – TÜV zweifelt an Sicherheit von Windrädern

Laut Aussagen des TÜV-Geschäftsführers Bühler gibt es keine verlässlichen Daten über die Schäden an Windkraftanlagen. Der Nordkurier berichtet über verschiedene Vorkommnisse wie z. B. Brände oder Blitzeinschlag. Offenbar will sich der Bundesverband Windkraft nicht sehr gern auf die Finger schauen lassen und möglicherweise eine regelmäßige technische Überwachung der Anlagen verhindern. Klar, denn das kostet Geld und wer will von den sauer verdienten Subventionen schon gern etwas abgeben?

“Der Bundesverband Windenergie bestätigt, dass es dazu keine offizielle Statistik gibt. Nach einer internen Auflistung habe es seit 2005 bisher 120 Schadensereignisse gegeben, erklärte ein Sprecher. Das sei bei einer Zahl von 30 000 Windrädern eine „verschwindend geringe Zahl”. Abstände und Intervalle bei den Prüfungen der Windräder seien ausreichend. Durch Digitalisierung, Einsatz von künstlicher Intelligenz und Fernüberwachung bestehe inzwischen eine permanente Überwachung der Anlagen. Bürgerinitiativen dokumentieren ihrerseits jedoch deutlich mehr Zwischenfälle – die Zahl von 120 Vorfällen wird schon in den Jahren ab 2014 erreicht.

„Mir wird schon etwas mulmig”, sagte Norbert Schumacher, Chef der windkraftkritischen Partei Freier Horizont, angesichts der jüngsten Brände von Windrädern. „Die Fälle häufen sich offenbar”, meinte er. Schumacher fordert unabhängige Kontrollen der Windräder. Zudem sei erschütternd, dass Feuerwehren wegen der Höhe der Brandherde nicht eingreifen könnten und Schadstoffe in der Umgebung verteilt würden. „Angesichts der vielen Windräder muss man über Löschhubscharuber nachdenken, die von Betreibern bezahlt werden”, schlug er vor.”

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Die Europäische Wetterbehörde ECMWF gibt Daten zum Monat Dezember 2021 heraus.

“December 2021 saw a notable temperature contrast across Europe, with warm conditions in the west and south and cold conditions centred in the northeast. Europe had its coldest December since 2012, although several countries experienced record-breaking warmth at the end of the month. North America saw a large temperature difference between a warmer-than-average USA and a colder-then-average central and western Canada.”

Die Seite wartet mit vielen Diagrammen auf und offenbar nimmt die Wetterbehörde den gültigen Referenzzeitraum 1991-2020, lässt aber auch die Möglichkeit eines Vergleichs mit der Periode 1981-2010 zu. Das macht der Deutsche Wetterdienst DWD konsequent nicht. Dort wird immer noch die Zeit 1961-1990 benutzt für solche Vergleiche. Es gibt auch einen Teil mit Daten zum dem abgelaufenen Jahr 2021.

(Abbildung: Screenshot copernicus.eu)

Wer sich allerdings die gleiche Karte im ZDF-Heute-Journal vom 10.01.2022 ansieht, der kann schon mal ins Grübeln kommen.

(Abbildung: ZDF-Mediathek)

Leider verdeckt Meteorologe Özden Terli die meiste Zeit die Temperatur-Legende der gleichen Grafik aber von den eher blassen Farben der ECMWF-Originalgrafik – siehe oben – (entsprechen ca. 2-3 Grad Celsius Anomalie) ist nicht mehr viel übriggeblieben. Kräftige Orangetöne (entsprechen ca. 4-6 Grad Celsius Anomalie) wurden hier benutzt, die, man ahnt es fast, eine enorme Erwärmung in einigen Teile der Welt darstellen sollen wie z. B. der Nordosten von Kanada oder auch die Westarktis.

Auch blaue, also kältere Gegenden, wurden offenbar bearbeitet. Sehr gut zu sehen vor der Westküste von Südamerika. Das blass-blaue Europa spart sich Terli besser. Er wird wissen warum. Wieso das ZDF hier mit anderen Farben nachgearbeitet hat, ist unerklärlich. Noch etwas dramatischer geht es bei Scott Duncan zu. Er ist ebenfalls Meteorologe und kommt aus Schottland. Sein Kniff: Einfach eine alte Referenzperiode 1981-2010 nehmen und reichlich die Farbe Rot, denn sie steht ja für Feuer. Die Erde ist gewissermaßen verglüht im letzten Jahr. Lang lebe Photoshop!

(Abbildung Screenshot Twitter)

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Es ist gerade noch mal gutgegangen. Millionen Schüler in Deutschland dürfen aufatmen, die Copy&Paste Referate, die mittels Wikipedia täglich unzählige Male generiert werden, sind gesichert. 9,2 Millionen Euro sind in Deutschland eingesammelt worden, um den Fortbestand von Wikipedia zu gewährleisten. Das jährliche Ritual um die Spendenbettelei hat also einen Abschluss gefunden. Im November 2022 geht es weiter oder besser gesagt wieder los. Was von diesem Geld seit Jahren in die USA geschoben wird, das haben wir in diesem Blog schon mehrfach berichtet.

(Abbildung: Screenshot Wikipedia.de)

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Der Kabarettist Vince Ebert (studierter Physiker!) hat sich für das Fraunhofer Institut IPA Gedanken zum Thema Wissenschaft gemacht.

“Was muss ich tun, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen? Wie kann ich Allergien vermeiden? Was passiert, wenn ich beim Italiener Pasti und Antipasti zusammenbringe? Die allermeisten wissenschaftlichen Phänomene sind hochkomplex und uneindeutig. Und genau dieser Gedanke ist der Allgemeinheit schwer zu vermitteln. Denn am liebsten hätten wir eindeutige Aussagen. Erst recht in einer solchen Ausnahmesituation. Aber so funktioniert der wissenschaftliche Erkenntnisprozess nun mal nicht.

Wissenschaft bedeutet nicht, den genauen Weg zu kennen, sondern sich auf einen unbekannten Weg einzulassen. Man stellt eine Hypothese auf und überprüft sie. Dann kommen neue Daten und man überprüft neu. Gegebenenfalls muss man die Ausgangshypothese über den Haufen werfen und einen neuen Denkansatz ausprobieren. Und so irrt man sich Stück für Stück nach oben.”

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Der antarktische Thwaites-Gletscher bekommt gerade viel mediale Aufmerksamkeit.
Das ZDF schafft es immerhin etwas Entwarnung zu geben:

“Der gewaltige Thwaites-Gletscher in der Antarktis verliert drastisch an Eis – mit Folgen für den Anstieg des Meeresspiegels weltweit. Ein „abrupter Kollaps“ droht aber noch nicht.”

Aber es wird schon mal mit dem Klimawandel gewunken. Allerdings erwähnt der Autor des Artikels die Bedeutung von geothermaler Wärme.

“Dazu kommt ein weiterer Effekt: Unter dem Gletscher dringt besonders viel geothermale Wärme aus dem Erdinneren und beeinflusst das Gleitverhalten der Eismassen zusätzlich. Das haben Forschende des AWI letztes Jahr nachweisen können.

Der hohe Wärmestrom bestehe zwar schon seit Jahrmillionen, erklärt Gohl. Durch ihn könnte der Gletscher aber „wesentlich empfindlicher“ auf das vom Meer einströmende wärmere Wasser reagieren.”

Wer es noch etwas genauer wissen will, dem sei die Klimaschau Ausgabe 80 empfohlen.