Mojib Latif: Wachstum der Weltbevölkerung ist ein entscheidender Parameter für den Klimawandel

Wetter ist kein Klima, diese unendliche Geschichte geht immer weiter. Wir erinnern uns an die Bestürzungsschaukel rund um das Thema Sibirien vor wenigen Tagen. Teile Sibiriens, das insgesamt fast 40 mal größer ist als Deutschland, hatten Temperaturen zwischen 25-30 Grad. Es kam wie es immer kam, die nach oben offene Betroffenheitsskala erreichte neue Höchstwerte. Dabei war auch unsere Lieblingsbiologin Melanie Bergmann. Die hatte, obwohl ja offensichtlich Naturwissenschaftlerin, eine Nachricht stumpf retweetet, aber wohl nicht weiter darüber nachgedacht.

Nun sagt einem schon der gesunde Menschenverstand (man braucht nicht mal ein Studium), dass sich Temperaturen im Laufe eines Jahres ändern. Das hat sehr viel mit dem Stand der Sonne zu tun. So ist es auch in Sibirien, auch dort gibt es Jahreszeiten und auch dort steht die Sonne am 21.06. am höchsten. Die Tage sind die längsten des Jahres und die Sonne hat die Chance sehr lange zu scheinen und die Luft zu erwärmen.

Keine 10 Tage nach den Alarmmeldungen richten wir noch mal ein Blick nach Krasnojarsk. Dort war es ebenfalls sehr warm aber, oh Wunder, herrschen dort aktuell nur Temperaturen von etwas über 10 Grad. In Teilen Sibiriens gibt es sogar tagsüber Frost, genauer östlich des Flusses Lena. Ventusky zeigt es am 29.05.2020 sehr schön:

Besorgte Eltern für die Zukunft aus Chemnitz glänzten bei der Bestürzungswelle dann auch mit einer geistigen „Höchstleistung“, in dem sie Sibirien im Mai pauschal Temperaturen um den Gefrierpunkt attestierten. Richtig gelesen, ein Teil Russlands, fast 40 mal so groß wie Deutschland mit einer! Temperatur im Mai um den Gefrierpunkt. Das kennen wir aus Deutschland, da haben wir im Mai ja auch nur eine Temperatur im ganzen Land, was man auch immer wieder an völlig langweiligen Wetterberichten sehen kann. Oder etwa doch nicht? Dabei war es vor 10 Tagen vorwiegend im Süden Sibiriens warm, und Sibirien ist so groß, dass es sehr unterschiedliche Temperaturen gibt, in Deutschland natürlich auch.

Nehmen wir daher mal die etwas nördlicher gelegen Stadt Jakutsk. Sie gilt als eine der kältesten Städte der Welt. Dennoch kann man relativ einfach herausfinden, wie sich dort die Temperaturen im Laufe des Jahres verändern (von wetter.de):

Auch in Jakutsk ist es im Mai für gewöhnlich warm. Die kalte Stadt hat Jahreszeiten. Momentan sind es dort unter 10 Grad Celsius. Aber die Jakuten dürfen sich freuen, ab Pfingsten wird es wieder wärmer. Was aber eben ganz normal ist, da wir Sommer haben.

All das wissen die Klima-Alarmisten nicht, oder sie wollen es nicht wissen. Und da viele Medien und auch Soziale Medien lieber mit auf den Bestürzungszug springen, ist es sehr wichtig, diese nachprüfbaren Dinge immer wieder mal zu benennen, die man schon mit gesundem Menschenverstand nachvollziehen könnte. Das macht sonst nämlich kein anderer.

Der nächste Halt in der Sibirien-Story ist übrigens das Thema Waldbrand (1. Spoiler: Trockenheit!). DER SPIEGEL legt schon mal vor. Und wir ahnen es, wieder mit Superlativen. Aber dazu und zum Thema illegaler Holzeinschlag und wie man die Spuren dazu verwischt (2. Spoiler: Feuer!) später mal mehr.

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Grusel-Unterhaltung mit religiösem Endzeit-Touch für die Leser des Merkur am 30.11.2019:

Bittere Prophezeiung nach Hochwasser

Venedig: Die Stadt wird „definitiv untergehen“ – Experte mit Horror-Prognose

Venedig – Das jüngste Hochwasser in Venedig war das schlimmste seit 50 Jahren. Generell sind erhöhte Wasserpegel im späten Herbst in der Küstenstadt allerdings normal, erklärt Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Das sogenannte Acqua Alta sei eine Kombination aus wettertechnischen Faktoren, die für diese Jahreszeit in Venedig typisch sind – verstärkte Niederschläge und Gezeitenkräfte sowie lokale Winde, erklärt der Wissenschaftler in einem Interview mit der Zeit. 

Dass die „bittere Prophezeiung“ vom „Klima-Kleriker“ Levermann stammt, verwundert nicht. Er stammt vom Potsdamer PIK-Institut, einer hochproduktiven Klimaalarm-Fabrik. Aber wie sehen es andere? Jim Steele erinnert auf WUWT an die Fakten:

Venice and Unenlightened Climate Fear-mongering

Venice is composed of a hundred linked islands and sits in the center of the shallow Venice Lagoon. Island elevations are low and easily flooded during storms. The Great Flood of 1966 was the worst on record. Since then, Venice has been working to avert the next inevitable flood. But because its flood control projects were fraught with corruption and other difficulties, the government failed to prevent the 2019 flood. So, now experiencing its 2nd greatest flood, the mayor covered his political derriere and immediately blamed climate change. But that’s a tactic typical for politicians these days. In California, ex-governor Jerry Brown vetoed a bipartisan bill to secure the electrical grid. Shortly thereafter power-line sparks ignited some of California’s biggest wildfires, so of course Brown blamed climate change to disguise his policy failures.

As seen in Figure 1 above, sea level rise in the Venice Lagoon is modulated by how much water from the Adriatic Sea enters the lagoon via 3 inlets and how quickly it flushes out again. To prevent further flooding, Venice began designing the MOSE project, which would construct inflatable barriers that could be deployed when weather conditions predicted threatening inflows from the Adriatic Sea. High inflows from the Adriatic Sea are driven by the strength of the Sirocco and Bora winds that cause local sea level to surge.

Increasing Venice’s vulnerability, the land has been sinking. Dwarfing the 1.4 millimeters per year of estimated sea level rise, from 1930 to 1970 Venice sank at the rate of 2.3 millimeters per year, largely due to ground water extraction. After addressing that problem, the rate of sinking slowed, but Venice continues to sink at a rate of 1 millimeter per year. Furthermore, due to alterations of the lagoon’s basin, the amplitude of tides have been changing, which accounts for 20% of the rise in extreme sea level events. That tidal effect was largely due to alteration of flows through the inlets due to dredging for ship traffic, and alterations from the MOSE project.

Weiterlesen auf WUWT

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Klimaaktivisten ist offenbar jedes Mittel recht, um ihre Sichtweise zu verbreiten. Dabei werden regelmäßig Grenzen des guten Geschmacks überschritten und unliebsame Abweichler kaltblütig weggemobbt und diffamiert. Wissenschaftlicher Diskurs im 21. Jahrhundert… Wer schwache Nerven hat, sollte sich das folgende Video der Aktivistengruppe 10:10 NICHT antun. Das Video stammt aus 2010 und erntete Unmengen an Kritik. Mittlerweile hat sich 10:10 in „Possible.“ umbenannt.

Weitere Hintergrundinformationen zum Video hier. Wer finanziert solche Kampagnen? Die heutigen Sponsoren von Possible kann man hier einsehen (pdf). Im Jahr 2018 nahm 10:10 insgesamt knapp 800,000 Pfund ein. Wer waren die Großspender? Auszug aus Jahresbericht von 10:10:

Auf der aktuellen Webseite von Possible werden auch Links zu Stiftungen angeboten:

Our current trust funders are the Esmée Fairbairn Foundation, Generation Foundation, Joseph Rowntree Charitable Trust, Foundation for Integrated Transport, Marmot Charitable Trust, Kenneth Miller Trust, Cobb Charity, Chapman Charitable Trust, Hamamelis Trust, Nesta, Patagonia, and Ben & Jerry’s.

Die Esmée Fairbairn Foundation entstammt dem Großkapital der Londoner City. Ob einige mit den Stiftungen verbundenen Personen von Investitionen in Erneuerbare Energien profitieren und daher die Dekarbonisierung vehement nach vorne treiben? Wenn Sie das nächste Mal Ben & Jerry’s Eis essen, dann denken Sie daran, welche Organisation die Eishersteller hier unterstützen.

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Breitbart am 29.11.2019:

Alarmists Propose Rebranding ‘Climate Change’ for Greater Shock Value

Climate change alarmists are pushing for a change in vocabulary to scare people into taking global warming more seriously, starting with terms like “global meltdown” and “climate collapse.”

Writing for AdAge this week, Aaron Hall argues that in order to get people to “take action” against climate change, “rebranding” is crucial, since people have gotten too used to the idea that climate is changing and need to be shocked into the notion that the world as we know it is ending.

Weiterlesen bei Breitbart

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Achgut am 20.11.2019:

Bericht von der Weltbevölkerungskonferenz

[…] Das Wachstum der Bevölkerung sei ein entscheidender Parameter für den Klimawandel und den Planeten insgesamt, sagt Professor Mojib Latif vom Geomar Helmholtz Center for Ocean Research Kiel. Ohne die Zunahme der Weltbevölkerung könne man auch den Klimawandel nicht verstehen.

Vor allem im südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas wird sich die Bevölkerung bereits in den nächsten 32 Jahren erneut verdoppeln. In Entwicklungsländern kommt es jährlich zu 89 Millionen ungewollten Schwangerschaften – in Afrika sind Kinderehen und der soziale Druck, viele Kinder zu bekommen, hoch. Ein Bewusstsein für die langfristigen Gefahren eines anhaltend hohen Bevölkerungswachstums ist bei den meisten Afrikanern, besonders auf dem Land, nicht zu erkennen. Große Fortschritte mit Verhütungsmitteln wurden in Ruanda, Botswana, Mauritius und Äthiopien erzielt. Die Geburtenraten sind in diesen Ländern seit Jahren fallend. Auch Kenia, Ghana, Senegal, Tunesien und Marokko machen laut der eingangs erwähnten Studie Fortschritte. 

Ganzen Artikel auf Achgut lesen

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Frank Henning am 1.12.2019 auf TE:

Keine Wende im Gelände

Die Klimahysterie zeigt Wirkung. Wie weit ist der Weg vom Klimanotstand bis zu Notstandsgesetzen? In fast allen Medien werden illegale Besetzer, Landfriedensbrecher und Straftäter als „Kohlekritiker“ und „Klimademonstranten“ verharmlost. Sie sitzen selbst in den Redaktionsstuben – die Aktivisten.

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