Mit Gottvertrauen in die Energiezukunft

Gottvertrauen ist nichts Schlechtes, es bleibt aber in erster Linie Glauben. In Sachen Energiewende braucht man einen ähnlichen Glauben, wenn man sich zum Beispiel die aktuelle Situation in Sachen Wind ansieht. Glauben, dass es irgendwie funktioniert.Sehr oft hört man, dass irgendwo der Wind schon wehen wird und man dann den Strom importieren kann. Leider ist Europa aber gar nicht so groß als das tatsächlich sehr unterschiedliche Windbedingungen herrschen. Kommen dann Wetterlagen wir am 08.06.2021 dazu, wo es nur geringer Luftdruckgegensätze gibt, dann schläft der Wind in fast ganz Europa ein.

Klar wird es, wenn man sich einmal eine Karte bei Windfinder.com ansieht. An sich ist Windfinder eine Anlaufstelle für Surfer und Segler. Die müssten aber momentan in ganz Europa mit der Lupe nach Spots suchen, an denen genügend Wind herrscht, um dem eigenen Sport nachzugehen. Alles, was auf der Karte violett oder blau ist, bedeutet geringe Windgeschwindigkeiten. Fast ganz Europa hat eine einheitliche Färbung am 08.06.2021. Nur im Skagerrak zwischen Dänemark und Norwegen sowie vor Portugal und Norwegen gab es mehr Wind.

(Abbildung: Screenshot Windfinder.com)

Der schwache Wind hat natürlich auch Auswirkungen auf die Windstromerzeugung. Beispielhaft gezeigt an Deutschland, Dänemark und dem Vereinigten Königreich. Zum Zeitpunkt des Besuchs der Seite Electricity Map konnten weniger als 1%! der installierten Leistung genutzt werden. Spätestens an solchen Tagen wird klar, dass viel nicht immer viel hilft.

(Abbildung: Screenshot Electrictymap.org)

Etwas besser sah es im Vereinigten Königreich aus, dort waren es 7,82% der installieren Leistung, die Windstrom lieferten. Im Windland Dänemark (West-Dänemark) betrug der Anteil 10,24%. Möglicherweise half der Wind im Skagerrak. Ausgeglichen wurde das Defizit sehr unterschiedlich. Waren es im Vereinigten Königreich die Kernenergie und Erdgas, so half Norwegen Dänemark mit Strom aus.

In Deutschland gab es Solarstrom, nur hat der zwei Probleme. Wenn, wie bei der momentanen Wetterlage, große Teile des Landes von kompakten Wolken verdeckt werden oder es Nacht wird, dann fällt diese Stromquelle aus oder ist nur vermindert verfügbar. Die Prognose bei Netztransparenz.de (Seite der 4 Netzbetreiber 50 Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW) für den ganzen Tag 08.06.2021 sieht jedenfalls alles andere als vielversprechend aus. Hinweis: die Skaleneinheit links ist MW!

Schaut man sich den gesamtem Tagesgang bei Agora an, dann können schon gewissen Zweifel kommen, wie das alles zukünftig funktionieren soll. Um die 40 GW musste die konventionelle Stromerzeugung am 08.06.2021 liefern, um den Bedarf zu decken.

(Abbildung: Screenshot Agora Energiewende)

Bis 09:00 war Deutschland ein Stromimportland, ab 17:00 auch wieder. Das ist nachvollziehbar, weil der solare Strom entweder noch nicht und nicht mehr vorhanden war. Frankreich und die Schweiz werden angesichts des Preises ein gutes Geschäft gemacht haben mit Deutschland.

(Abbildung: Screenshot Agora Energiewende)

Hier schließt sich der Kreis: Man muss nur glauben, dass irgendwo in Europa schon genügend Wind weht, dann kann man auch eine Energiewende wie die von Deutschland vollziehen. Allerdings sollte man sich dann nicht wundern, wenn die harte Realität eintritt. Die harte Realität besagt, dass sich an der windschwachen Zeit in Europa in den nächsten Tagen nicht viel ändern wird.

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Im Sommer 2020 war Sibirien der große Aufreger, jedenfalls für alle, denen nicht klar war, dass es dort auch Jahreszeiten gibt. Das Kontinentalklima lässt auch Dank langer Sonneneinstrahlung durchaus hohe Temperaturen im Sommer zu. Die hohen Temperaturen waren dann ein Grund, noch mehr Windkraftwerke in Deutschland zu fordern, so wie es die Lobbyistin Simone Peter sofort machte. Der Juni 2021 sieht bisher nicht nach ungewöhnlichen Werten in Sibirien aus. Wir werden also kaum etwas lesen zu Sibirien in der nächsten Zeit, was aber nicht heißt, dass das nicht noch kommen kann.

(Abbildung: Screenshot Ventusky)

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Das neue El Dorado für Investoren sind Freiflächen für Solaranlagen. Der NDR berichtet, dass Gemeinden und Flächeneigentümer in Schleswig-Holstein geradezu geflutet werden von Anfragen. Das Kalkül dürfte klar sein, solche Vorhaben dürften weniger Widerstand hervorrufen und für Landwirte ist es eine sichere Einnahme. Bezahlen werden es am Ende die Stromverbraucher und die haben jetzt schon die höchsten Strompreise in Europa.

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Wenn es um das Thema Auto geht, dann gehen die Vorstellungen über die Zukunft bei Wirtschaftsminister Altmeier und der Aktivistin Luisa Neubauer gewaltig auseinander. Altmeier wünscht sich mehr E-Autos oder welche mit Wasserstoffantrieb, Neubauer am liebsten gar keine Autos. Weiterlesen in der WELT.

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Claas Relotius ist zurück. Der ehemalige Spiegel-Journalist gibt ein Interview, die NZZ kommentiert es. (Zum Artikel wird eine Registrierung benötigt).

„Haltungsjournalismus» bedient die Haltung seines Zielpublikums. Journalismus als Wichtelbuch: Heile Welt für kindgebliebene Erwachsene links der Mitte, Gutenachtgeschichten für Realitätsverweigerer. Die ganze Branche muss sich überdenken, sonst endet sie als Dauerwerbesendung für Märchen.“

Eigentlich hat sich beim SPIEGEL demnach gar nicht so viel geändert?!

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Wenn es etwas zu holen gibt, dann sind sie zur Stelle: Anwälte. Einige haben sich offenbar auf Klimaklagen spezialisiert und die letzten Urteile geben offenbar Anlass zur Hoffnung, dass sich hier ein ganz neue Einkommensquelle für Rechtsanwälte erschließt. Die WELT berichtet über das neue Geschäftsmodell.

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Dreimal Elektroautos:

IKEA will in Österreich seine Fahrzeugflotte auf E-Mobile umstellen.

Elektroautos sind in Dänemark überproportional an Unfällen beteiligt. Der Grund könnte die starke Beschleunigung sein.

Efahrer berichtet von Löschversuchen bei einem E-Auto in China. Das Fahrzeug explodierte als es die Feuerwehr mit Wasser versuchte.

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ESKP:

Der Einfluss des Klimawandels auf die Windkraft

Der Klimawandel stellt die Windstromproduktion in Europa vor große Herausforderungen. Eine Studie des KIT prognostiziert große regionale Unterschiede und zeitliche Schwankungen, die zu einer erhöhten Unbeständigkeit der Windstromerzeugung führen können.

Strom aus erneuerbaren Energiequellen liefert schon heute einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung in Europa und Windkraft hat sich als vielversprechende erneuerbare Energiequelle erwiesen. Im Zuge der Energiewende soll in Deutschland der Anteil regenerativer Energien in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Allerdings unterliegt die Windstromproduktion stark sowohl kurzzeitigen Wetterschwankungen wie auch dem Klimawandel. Unerlässlich ist es deshalb, auch den Einfluss des Klimawandels auf die europäische Windenergieproduktion zu untersuchen. Mit Hilfe von regionalen Klimaprojektionen, die auf zeitlich und räumlich besonders hochaufgelöste Klimamodelldaten zurückgreifen, kann genau das gelingen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität zu Köln untersucht, wie sich die Windgeschwindigkeiten und damit das Potential der Windstromerzeugung in Europa bis zum Ende dieses Jahrhunderts entwickeln könnten.

Zunehmende Variabilität der Windstromerzeugung besonders für Nord-, Mittel- und Osteuropa

Weiterlesen bei ESKP

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Fritz Vahrenholt am 10.4.2021 auf Tichyseinblick:

Wirrungen der Energiewende: die Zerstörung des Schwarzwaldes durch Grün-Schwarz

Wenn CDU und Grüne in Baden-Württemberg koalieren, steht ein großer Verlierer fest: der Wald in Deutschlands Südwesten.

Die Koalitionsgespräche in Baden-Württemberg zwischen Grünen und CDU haben den ersten Verlierer fest vereinbart : den baden-württembergischen Wald. Die erste und offenbar wichtigste Vereinbarung der Sondierungsgespräche ist die Festlegung der „Vermarktung von Staatswald- und Landesflächen für die Windkraftnutzung. So können bis zu 1.000 neue Windkraftanlagen entstehen“.

Die bedeutendste Fläche des Landes ist in der Tat der Staatswald mit 329.000 ha Fläche. Zieht man die Fläche des Nationalparks/Naturschutzgebietes davon ab (dort wird man es wohl nicht wagen, Schneisen zu schlagen), bleibt immer noch eine Fläche von 190.000 ha übrig. Davon müsste man eigentlich noch die Vogelschutzgebiete und FFH-Gebiete, soweit sie nicht in den Flächen des Nationalparks/Naturschutzgebietes enthalten sind, abziehen. Aber selbst wenn man das nicht tut, kommt ein Windrad (Minister Altmeier: Die Kathedralen der Energiewende) auf 190 ha. Das ist eine Fläche von 1,4 mal 1,4 km. Also stehen dann im Abstand von 1,4 km jeweils ein Windrad mit den entsprechenden Zufahrtsstrassen, die die Waldstücke zerschneiden. Damit die Verbreitung in Windkraftanlagen in naturempfindlichen Gebieten besser vorankommt, hatte ja bereits im November 2020 AGORA Energiewende, der Thinktank, der die Bundesregierung berät, die Lockerung des Tötungsverbots geschützter Arten im Naturschutzrecht verlangt.

Weiterlesen auf Tichyseinblick

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Schlumpf & Rentsch:

Neues CO2-Gesetz

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Die Pierre M Krause Show im Januar 2021:

Klima retten mit Windenergie? | nochmalanders mit Pierre M. Krause

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Eric Zou führt in Dänemark statistische Untersuchungen izu den gesundheitlichen Folgen von Windkraftanlagen durch. Er studiert anhand öffentlicher Quellen Veränderungen der Selbstmordrate nach der Inbetriebnahme von Windkraftanlagen. Das Ergebnis ist schockierend. pdf hier.

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BR am 1.5.2021:

Ein Solarkraftwerk auf dem Balkon – das ist zu beachten

Mit Sonnenenergie vom Balkon kann man den eigenen Kühlschrank, das Smartphone, den PC und andere Geräte betreiben. So tut man etwas für den Klimaschutz und senkt zusätzlich die eigene Stromrechnung.

Strom selbst produzieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten – das ist nicht nur möglich, wenn man in einem Haus lebt und eine große Fotovoltaikanlage auf dem Dach hat: Es gibt auch Solarkraftwerke für den Balkon.

Weiterlesen beim BR

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Spiegel am 10.7.2020:

Klimaschutz in der Landwirtschaft Steinstaub könnte tonnenweise CO2 binden

Forscher arbeiten an einer neuen Methode, Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen. Die Idee: Landwirte sollen großflächig Steinstaub auf ihren Feldern verstreuen.

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GWPF-Bericht zum Wasserstoff. pdf hier.

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Zero Hedge am 14.4.2021:

‚We Were Creating A Story — Our Focus Was To Get Trump Out‘: CNN Director Busted By Undercover Veritas Operative

A technical director for CNN made the grave error of sitting down with a (probably hot) undercover female journalist from Project Veritas, to whom he admitted that the network „got Trump out“ with their coverage, and that he „100% believe(s) that if it wasn’t for CNN, I don’t know that Trump would have got voted out.“

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