Migration aus Afrika: Es gibt Gründe für die Flucht aus dem Sahel. Das Klima ist keiner

Gunnar Heinsohn am 22. August 2019 in der Welt:

Migration aus Afrika: Es gibt Gründe für die Flucht aus dem Sahel. Das Klima ist keiner

Überweidung und Denaturierung der Böden geschehen nicht primär durch das Klima, sondern durch enormes Bevölkerungswachstum. Demzufolge ist das Problem der Sahelzone ganz unstrittig nicht klimatischer Natur, schreibt unser Gastautor.

Wenn es wärmer wird und der Regen ausbleibt, gehen ohnehin empfindliche Flächen für Ackerbau und Weidewirtschaft verloren. Konflikte vermeiden die betroffenen Menschen noch eine Weile durch das Einschränken ihrer Bedürfnisse und die Nutzung bisher brach liegender Böden. Geht die Verödung durch Anhalten des abträglichen Klimas jedoch weiter, kommt es zu Reibungen, Vertreibungen und schließlich auch zu Kämpfen.

Ein solches Szenario wird vor allem auf die Sahelzone zwischen Mauretanien und dem Sudan angewendet. Von dort wird in der Tat abgewandert, und dort gibt es tödliche Auseinandersetzungen zwischen den Anwohnern.

Weiterlesen in der Welt

——————————————

Ansgar Neuhof am 20. August 2019 auf Tichys Einblick:

Unheilvolle Allianz: Gretas Milliardäre – Millionen für den Klimaaufstand

Neue Machtstrukturen, erweiterte Verdienstmöglichkeiten – das läßt die Allianz der Milliardäre for future der internationalen Finanzelite und linksradikalen Ideologen verständlich erscheinen.

Am Anfang war Greta, am Anfang einer internationalen Klimahysterie-Kampagne, die seit letztem Jahr ununterbrochen auf die Bürger einwirkt und immer größere Ausmaße annimmt. In kurzer Zeit haben sich zahlreiche Bewegungen / Organisationen gebildet wie zum Beispiel Fridays for future oder Extinction Rebellion, die apokalyptischen Wahnvorstellungen von einer kurz vor dem Kollaps stehenden Welt huldigen und im Namen des Kampfes gegen den Klimawandel gegen die bestehende Ordnung zu Felde ziehen. Als Graswurzelbewegungen werden sie oftmals verklärt, doch es gibt Hintermänner, Profiteure und Finanziers.

Ein neuer Finanzier ist vor circa vier Wochen in den USA entstanden. Es ist eine Organisation namens Climate Emergency Fund (Klima-Notstand-Fonds). Sie sieht die Menschheit in existenzieller Klima-Gefahr und fordert eine dringende Reaktion ein. Wörtlich heißt es: „We believe that only a peaceful planet-wide mobilization on the scale of World War II will give us a chance to avoid the worst-case scenarios and restore a safe climate.“ Angestrebt wird also eine weltweite Mobilisierung im Ausmaß des 2. Weltkriegs (!!!), um den Klimawandel zu bekämpfen. Ziel ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die angeblichen Bedrohungen durch den Klimawandel durch eine umfassende Störung des Alltags („large scale disruption of everyday live“). Sprich: das Land soll lahmgelegt werden. Inspiriert von Gruppierungen wie Extinction Rebellion will die neue Organisation sehr viel Geld – vornehmlich bei Milliardären – einsammeln, um Aktivisten und Organisationen bei ihrem Feldzug gegen den Klimawandel zu unterstützen.

Weiterlesen auf Tichys Einblick

——————————————

Welt.de im August 2019:

David Attenborough: „Die jungen Klimaschützer sehen die Dinge schwarz-weiß“

[…]

Attenborough: Heutzutage gibt es kurzfristige und langfristige Bedrohungen. Die größte langfristige Bedrohung ist das Wachstum der Weltbevölkerung, über das ich seit vielen Jahren spreche. Aber das Dringlichste im Moment ist der Temperaturanstieg. Ich würde nicht sagen, dass dies das Ende der Welt ist, aber es sind sehr großen Veränderungen, weil sie so schnell ablaufen. Im Allgemeinen klingt ein Anstieg der Durchschnittstemperaturen der Welt um zwei Grad nach nicht sehr viel. Wenn es sich über 500, über 200 Jahre oder über 100 Jahre abspielte, würde man sich anpassen, Städte würden etwas anders wachsen, man würde Landwirtschaft nach und nach anders betreiben, und so weiter. Aber wenn es so schnell wie in 20 Jahren geht, geht das nicht. So könnte es zu riesigen Völkerwanderungen aus den Teilen der Erde kommen, die unbewohnbar werden. Die heutigen Veränderungen sind viel größer als je zuvor.

[…]

WELT: Finden Sie die neuen radikalen Umweltbewegungen wie FridaysForFuture und Aktivisten wie Greta Thunberg gut?

Attenborough: Ja, man muss die Menschen mitnehmen, egal welcher Art und welchen Alters und Temperaments und mit welchem Grad an Leidenschaft. Die jungen Klimaschützer sehen die Dinge schwarz-weiß, sehr deutlich. Sie kennen noch nicht alle Abers und Vielleichts wie ältere Menschen, die womöglich von der Realität, von der realen Welt, geläutert sind. Vielleicht sehen die jungen Menschen nicht die Komplexität der zu lösenden Probleme und wie man auf eine vernünftige demokratische Weise damit umgehen kann. Die gesamte Bevölkerung demokratisch mitzunehmen ist ein großes Problem.

[…]

——————————————

In der Weltwoche erschien im Sommer 2019 ein Sonderheft zum Klimawandel. Ein pdf mit den gesammelten Artikeln können Sie bequem hier kostenlos mit einem Klick herunterladen.