Kritiker-Bashing beim Deutschlandfunk: Sophie, Volker und Jochem teilen aus

Der Deutschlandfunk hat über unser Buch Unerwünschte Wahrheiten: Was Sie über den Klimawandel wissen sollten berichtet. Vielen Dank dafür. DLF-Text und Hörfassung gibt es hier. Allerdings benutzt die Redakteurin Sophie Stigler darin recht unfeine Worte. So betitelt sie uns als „Klimafaktenleugner“. Bitter, wenn man bedenkt, dass das Buch überwiegend auf der begutachteten Fachliteratur aufgebaut ist. Konkret haben wir 2300 Fachpublikationen und andere Quellen zitiert, die man in transparenter Weise auf www.unerwuenschte-wahrheiten.de einsehen kann. An belegbaren Fakten mangelt es also in keiner Weise. Im Beitrag spielen dann Stigler und ihr Kollege Volker (Volker Mrasek) Klima-Pingpong:

Sophie Stigler: […] Volker, was hat sich in dieser Zeit verändert, was beobachtest Du?

Volker Mrasek: Zunächst einmal, dass sich die globale Erwärmung in dieser Zeit ungebremst fortgesetzt hat: Jedes Jahrzehnt war wärmer als das vorhergehende – es gibt heute viel mehr Beobachtungsdaten, die diese Erwärmung belegen.

Das stimmt. Aber das war auch schon während der Mittelalterlichen Wärmeperiode vor 1000 Jahren so. What’s new? Gerne hätte „Volker“ auch noch sagen können, dass es 2000-2014 gar nicht wärmer geworden ist. Und das kam ziemlich unerwartet. Volker Mrasek, der Klimafaktenverschweiger. Immerhin spricht er dann die verbleibenden Unsicherheiten bei Aerosolen und Wolken an. Die Konsequenz lässt er aber wieder aus. Diese Unsicherheiten entscheiden nämlich am Ende, ob die CO2-Klimasensitivität im unteren, mittleren oder oberen Bereich der weiten IPCC-Spanne von 1,5-4,5°C pro CO2-Verdopplung liegt. Hierzu schweigt Mrasek. Er sagt:

Die Hauptursache der Erwärmung ist der Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid.

Eine quantitative Frage der Attribution. Wieviel Klima macht der Mensch? 100% oder nur 51%? Weil wir nun 50% sagen, sind wir sogleich Klimafaktenleugner. Die freche Verwendung des unsäglichen Leugnerbegriffs soll unbewusst an die Holocaust-Leugner erinnern. Dies spricht nicht gerade für das DLF-Team, wenn eine solche Rhetorik notwendig ist, um ein wissenschaftliches Buch und ihre Autoren zu charakterisieren. Die große Frage ist: Haben Stigler und Mrasek unser Buch gelesen? Zumindest darin geblättert haben sie:

Mrasek: […] Das ist das typische Repertoire! Das tragen Klimaskeptiker ja wie eine Monstranz vor sich her: Der Weltklimarat ist voreingenommen und alarmistisch, der ignoriere kritische Studien ja grundsätzlich, und die Klimamodelle, die taugten gar nicht für langfristige Prognosen. Von solchen Leuten wird man nie hören, dass die Modelle immer besser geworden sind oder die Beobachtungen immer genauer. Das ist im neuen Buch von Vahrenholt und Lüning unverändert, dieses Bashing der etablierten Klimawissenschaft.

Man darf den Weltklimarat und die Klimamodelle nicht kritisieren. Man kommt sich fast vor wie in der Kirche. Sind IPCC und Klimamodelle denn heilig? Im Buch belegen wir unsere Kritik mit vielen Zitaten aus der Wissenschaft. Im Interview gehen die DLF-Journalisten kaum darauf ein. Stattdessen wird den Kritikern unterstellt, sie würden „Bashing“ betreiben. Genau andersherum wird jedoch ein Schuh daraus. Der DLF attackiert hier Kritiker, ohne überhaupt die Details der Kritik zu erwähnen, ja vermutlich zu kennen. Das wiederum ist Wissenschafts-Mobbing und Ausgrenzung. Diskriminierung der Kritiker. Weiter beim DLF:

Vahrenholt meint, CO2 erwärme die Erde viel weniger als die Klimaforschung meint; CO2 und natürliche Faktoren wie die Sonne etwa verursachten die Erwärmung etwa im Verhältnis 50:50. „Das bedeutet, Sie haben doppelt so viel Zeit zu handeln.“

Mrasek: Das wäre schön! Es steht nur in völligem Widerspruch zu dem, was uns etablierte Klimaforscher und Beobachtungsdaten sagen: Die Erwärmungsrate hat sich ja zuletzt deutlich beschleunigt, sie liegt im Augenblick bei fast 0,2° pro Jahrzehnt – übrigens ohne dass die Sonne in irgendeiner Form ihre Aktivität erhöht hätte. Und wenn das so weitergeht, sind die 1,5-Grad aus dem Pariser Klimaprotokoll schon in zwei Jahrzehnten erreicht.

Wieder Mrasek der Klimafaktenverschweiger. Er erwähnt an dieser Stelle weder den Hiatus bzw. die gebremste Erwärmung 2000-2014, noch dass 2015 der stärkste El Nino der Messgeschichte die Temperaturen nach oben katapultierte. Eine Kostprobe dafür, dass das DLF-Duo das Buch gar nicht gelesen hat:

Stigler: Ich habe eine Stunde mit Herrn Vahrenholt diskutiert – das ganze Gespräch würde jetzt den Rahmen der Sendung sprengen, aber ich würde gerne auf ein paar Punkte näher eingehen, einfach, weil sie immer wiederkommen. Einer davon: die Sonne sei ganz stark mitverantwortlich für die Erwärmung der vergangenen Jahrzehnte.

Mrasek: Ja, das Problem an dieser These ist nur, und darauf verweisen Klimaforscher auch immer wieder: Die Erdatmosphäre erwärmt sich seit etwa 50 Jahren kontinuierlich; wenn es die Sonne wäre, müsste deren Aktivität ja auch ständig gestiegen sein – das ist sie aber nicht!

Auch dieses Thema wird detailliert im Buch in Kapitel 8 besprochen. Machen wir den Test und schauen auf die Entwicklung der Sonnenaktivität gemäß PAGES2K:

Abbildung: Entwicklung der Sonnenaktivität während der vergangenen 400 Jahre. Weiße Kurve zeigt solare Gesamtstrahlung (Total Solar Irradiance, TSI), gelbe Ausschläge markieren Sonnenflecken. Quelle: PAGES2K-Webseite, heruntergeladen im März 2016.

Wonach sieht es aus? Ist Antwort A oder B richtig?

A) Die solare Gesamtstrahlung (weiße Kurve, TSI) ist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gefallen

B) Die solare Gesamtstrahlung erreichte in der zweiten Hälfte des 20. Jh. den höchsten Wert der letzten 400 Jahre, mit stark ausgeprägten Maxima in den 1960er, 80er und 90er Jahren.

Der DLF klammert hier aus, dass die zweite Hälfte des 20. Jahrhundert insgesamt sehr sonnenaktiv war. Zudem zeigt das Sonnenmagnetfeld und die kosmische Strahlung, dass die 1980er und 90er Jahre von starker Sonnenaktivität geprägt waren, ähnlich stark wie die 1960er Jahre. Antwort B ist also richtig. Das Klimasystem funktioniert wie ein Topf Wasser, benötigt Zeit, um ins Gleichgewicht mit externen Klimatreibern zu kommen. Jahre, mitunter Jahrzehnte. Ist es Zufall, dass der Hiatus gegen 2000 einsetzte, als auch die Sonnenaktivität stark absank? All das steht in Kapitel 8, das wohl weder Mrasek noch Stigler gelesen haben.

Überhaupt wäre es fairer gewesen, Fritz Vahrenholt länger zu Wort kommen zu lassen. Zwei gegen einen, dazu noch die Macht, den Text nach eigenen Vorstellungen zu editieren, Das ist doch ziemlich plump. Genauso plump ist ein Werbelink in der Mitte des Textes zur Aktivistenseite Realclimate.org und dem im Buch mehrfach kritisierten Stefan Rahmstorf.

Spät im Beitrag räumt Mrasek dann doch den Hiatus ein. Er erwähnt auch den El Nino, allerdings verschweigt er das Wirken der PDO, der Pazifischen Dekadenoszillation, die die warmen Jahre während und nach dem El Nino 2015 mitverursacht hat. Steht übrigens auch im Buch, Seite 232. Hat Mrsaek sicher nicht gelesen.

Die Arbeiten zur CO2-Klimasensitivität am unteren Rand (Kapitel 10) versucht Mrasek mit einer Publikation aus dem Juli 2020 zu kontern. Unter den Autoren finden sich die üblichen Wissenschaftsaktivisten und IPCC-Hardliner wie zum Beispiel Hegerl, Knutti, Gavin Schmidt. Kurioserweise ist auch Mauritsen mit dabei, der bis vor kurzem noch zusammen mit Stevens ganz andere Töne angeschlagen hat. Nun ist er IPCC-Autor, und da war es wohl notwendig, seine Meinung zu wenden. Sehr mysteriös, to say the least.

Es folgt ein zweiter Link zu Rahmstorf, diesmal zur Klimalounge. Thema ist Verweilzeit des CO2 in der Atmosphäre. So langsam wird klar, wer Sophie Stigler wohl „beraten“ haben könnte. Rahmstorf, die graue Eminenz im Hintergrund. Zur expliziten Kritik im Buch an Rahmstorfs Thesen gibt es vom DLF seltsamerweise kein Wort. Als hätte Rahmstorf Stiglers Feder (weg-) geführt. Und dann wird es geradezu humorig:

Natürlich ist es auch wissenswert, was anerkannte Klimaforscher dazu sagen – erst recht, wenn sie in dem Buch zitiert sind. Das gilt zum Beispiel für Jochem Marotzke; er ist Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Hier sein Eindruck:

„Es ist die übliche Mischung aus einigen wenigen korrekt dargestellten Sachen, vielen Verdrehungen, vielen Sachen, die aus dem Zusammenhang gerissen sind, und vielem, was einfach falsch ist. Insofern nichts Überraschendes. Ich hab viel Zeit damit verbracht, die Kalte Sonne damals zu lesen und ich möchte mir nicht noch einmal antun, so etwas zu lesen.“

Marotzke kommentiert zunächst das Buch, um gleich darauf zuzugeben, dass er es gar nicht gelesen hat. Das wirkt überzeugend. Aber dann findet der DLF doch in der Tat einen Tippfehler im Buch und macht daraus eine Riesensache:

Nur ein Beispiel für einen Fehler: Vahrenholt und Lüning schreiben, dass ein einziger inaktiver Vulkan auf Island für 4% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sei – da denkt man natürlich: Was, so viel kommt aus einer einzelnen natürlichen Quelle?! Schaut man sich dann die zugrundeliegende Studie an, dann steht da wirklich: Der Vulkan ist bloß für 4% der CO2-Emissionen aller inaktiven Vulkane verantwortlich, das ist also eine völlig vernachlässigbare Menge.

Aus dem Kontext sollte klar hervorgehen, dass es sich um die weltweiten VULKANISCHEN CO2-Emissionen handelt, denn dies steht im Unterkapitel zum vulkanischen CO2 (Kapitel 9, Seite 105). Wir werden in einer zukünftigen Auflage das Wort „vulkanisch“ ergänzen, um Mißverständnisse zu vermeiden (Korrigendum hier). Die Information stammt übrigens aus der Arbeit von Ilyinskaya et al. 2018 (Globally Significant CO2 Emissions From Katla, a Subglacial Volcano in Iceland). Dort heißt es in der plain language summary:

We discovered that Katla volcano in Iceland is a globally important source of atmospheric carbon dioxide (CO2) in spite of being previously assumed to be a minor gas emitter. Volcanoes are a key natural source of atmospheric CO2, but estimates of the total global amount of CO2 that volcanoes emit are based on only a small number of active volcanoes. Very few volcanoes that are covered by glacial ice have been measured for gas emissions, probably because they tend to be difficult to access and often do not have obvious degassing vents. Through high‐precision airborne measurements and atmospheric dispersion modeling, we show that Katla, a highly hazardous subglacial volcano that last erupted 100 years ago, is one of the largest volcanic sources of CO2 on Earth, releasing up to 4% of total global volcanic emissions. This is significant in a context of a growing awareness that natural CO2 sources have to be more accurately quantified in climate assessments, and we recommend urgent investigations of other subglacial volcanoes worldwide.

Von inaktiven Vulkanen steht da übrigens gar nichts. Vermutlich bezieht sich der DLF auf diesen Satz des Abstracts:

Katla is one of the largest volcanic sources of CO2 on the planet, contributing up to 4% of global emissions from nonerupting volcanoes.

Fehler auf Seiten des DLF. „Nonerupting“ Vulkane sind keine „inaktiven“ Vulkane wie der DLF fälschlicherweise annimmt. Auch wenn Vulkane gerade nicht ausbrechen, entlassen sie nämlich sehr große Mengen an vulkanischen Gasen in die Umwelt. Hier der dazugehörige Eos-Artikel, dessen Überschrift wohl deutlich genug sein sollte:

Volcano in Iceland Is One of the Largest Sources of Volcanic CO2

High-precision airborne measurements, in combination with atmospheric modeling, suggest that the Katla subglacial caldera may be one of the planet’s biggest sources of volcanic carbon dioxide.

Weiterlesen in Eos. Und wer es immer noch nicht glaubt, hier der „Beweis“ aus der „Qualitäts-Online-Enzyklopädie“ Wikipedia:

Katla is one of the largest volcanic sources of carbon dioxide (CO2) on Earth, accounting for up to 4% of total global volcanic carbon dioxide emissions.[4]

So arbeiten Stigler und Mrasek: Aus den 347 Seiten wird eine für den schnellen Leser vielleicht mißverständliche Passage herausgesucht und dann zum Elefanten aufgeblasen. Dann wird es entgegen den Befunden der Fachstudie als „völlig vernachlässigbare Menge“ fehldargestellt. Wer ist hier der Klimafaktenleugner?

Der DLF verschweigt an dieser Stelle auch den eigentlichen Befund des Unterkapitels, und der ist absolut unverdächtig. Zitat aus unserem Buch Seite 105:

Selbst wenn sich der vulkanische CO2-Ausstoß zeitweilig vervielfachen würde, bliebe der Anteil am Kohlenstoffzyklus jedoch wohl immer noch äußerst gering.

Wir schreiben: Das vulkanische CO2 spielt beim CO2-Anstieg der letzten 150 Jahre keine große Rolle. Da stimmen wir mit dem IPCC vollkommen überein. Weshalb dann dieser Exkurs des DLF? Der staatliche Sender betreibt hier genau das „cherry picking“, das er uns Autoren vorwirft.

In der Folge verliert sich der DLF in Verschwörungstheorien, inwieweit die beiden Autoren und IPCC-kritische Gruppierungen mit Groß-Kapital gefüttert würden. Die „unerwünschte Wahrheit“ ist: Es gab keinen Scheck, keine üppig dotierten Stellenangebote als Berater, nichts. Ein paar Buchtantiemen gibt es. Davon kann man dann einmal schick in Urlaub fahren, sobald COVID vorbei ist. Der Verdienst der Autoren dürfte deutlich unterhalb des staatlichen Mindestlohns von € 9,35 pro Stunde liegen, wenn man die ausgiebige Recherche und Schreibarbeiten alle berechnet. Machen Sie sich aber keine Sorgen, das ist ok so. Es geht um die Sache. Wiederum sieht die Wahrheit genau anders aus als vom DLF suggeriert: Reiche Milliardärsstiftungen pumpen derzeit große Geldmengen in den Klimaaktivismus. Wir haben im Blog darüber bereits berichtet: Follow the money: Die verschachtelten Finanzquellen der privaten Klimaalarm-Industrie. Gegen Ende des DLF-Beitrags wird es nochmal lustig:

Stigler: […] Diesmal gibt es, soweit ich gelesen habe, keine eigene Vorhersage, sondern Vahrenholt und Lüning beziehen sich auf andere. Fritz Vahrenholt:

„Wenn Sie dann sehen, dass die Mittelfristplanung, sagt selbst die MiKlip, das ist eine Organisation unter dem Bundesforschungsministerium, da sind alle Forschungsinstitute versammelt, die sagen: Oh, in den nächsten sieben Jahren wird’s gar nicht wärmer.“

Mrasek: Also erstens ist das keine Organisation, sondern das war ein mittlerweile beendetes Forschungsprojekt – da hat man versucht, dekadische Vorhersagen hinzubekommen, also für ein Jahrzehnt im Voraus. Und zweitens stimmt es nicht, was Vahrenholt behauptet. Dieses Projekt hat Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie geleitet, das ist sein Kommentar dazu:

„Ich war verblüfft ob dieser Aussage, dass mein eigenes Vorhersagesystem ein Erwärmungsplateau erzeugen würde. Was ich sehe, ist: Wir erwarten für die nächsten zehn Jahre, dass die Dekade wärmer sein wird als die Dekade zuvor. Das erwarten wir generell, das erwarten wir auch für die meisten Regionen Europas und somit auch tendenziell für Deutschland. Aber man muss hier vorsichtig sein mit seinen Aussagen.“

Da braucht man nicht lange zu reden und schaut lieber auf Marotzkes Graphik auf der MiKlip-Seite:

Urteilen Sie selber. Wonach sieht es aus?

a) Es steht uns eine starke, ungebremste Erwärmung ins Haus

b) Die Erwärmung gerät ins Stocken

Natürlich ist das prognostizierte Erwärmungsplateau wärmer als das Plateau 2000-2014, das hat auch niemand bezweifelt. Marotzke redet (bewusst?) am Thema vorbei. Das ist ein bisschen wie: X sagt „Der Tisch ist rund“. Y kritisiert: „Nein, er ist aus Holz“. Mehr braucht man dazu wirklich nicht mehr zu sagen.

Abschließend bringt der DLF noch einen Werbeblock für eine Broschüre des Deutschen Klimakonsortiums (pdf hier), an der auch die Klimaaktvisten von klimafakten.de eifrig mitgeschrieben haben. Die Webseite klimafakten.de gehört zur European Climate Foundation, einer Durchreichestiftung von Geldern für Klimaaktivisten. Die Tatsache, dass hier staatlich geförderte Forschungsinstitutionen mit lupenreinen Aktivistengruppierungen zusammenarbeiten, sollte eigentlich hellhörig machen. Ein weiterer Förderer ist der ExtremWetterKongress, auf dem es auch einen Aktivistenvortrag von Klimafakten.de zu bestaunen gab. Die MunichRe fehlte dieses Jahr aber offenbar als Partner.

Fazit: Der DLF hat sich mit dem Buch kaum beschäftigt. Anstatt sich die Argumentation genauer anzuschauen, werden die Autoren mit den üblichen Alarm-Floskeln schnell platt gemacht. Beratung gab es wahrscheinlich im Hintergrund aus Potsdam. Von Jochem Marotzke kann man einigermaßen enttäuscht sein, dass er sich für solch eine Aktion hergab. Da hatte wir zwischenzeitlich gehofft, dass er etwas verstanden haben könnte. Oder gehört das Kritiker-Bashing heute einfach zum guten Ton bzw. sichert das berufliche Überleben? Auch von Volker Mrasek hätte man eine solch unfaire Behandlung nicht erwartet. Ob er uns diesen Blogartikel von 2018 persönlich übelnahm?

Der kalifornische Blob. Und ein kleiner Denkanstoß für Volker Mrasek

Über den Blob gab es im Interview übrigens keine Frage. Interessierte Leser finden die Geschichte in Kapitel 5 unseres Buches Unerwünschte Wahrheiten: Was Sie über den Klimawandel wissen sollten

Verrückte Zeiten. Vertreter der harten IPCC-Klimalinie und angeschlossene Medienanstalten beharren stur auf ihrem Klimaalarm und kämpfen dabei auch gerne mal unter der Gürtellinie. Schade eigentlich, denn Kritik gehört zur Wissenschaft. Ob dies beim Deutschlandfunk bekannt ist? Die DFG hat sich kürzlich auf schmerzliche Weise daran erinnern lassen müssen.