Klimanotstandswarnung der 11.000 Wissenschaftler widerspricht dem Wissenschaftsethos

Axel Bojanowski am 7. November 2019 auf Cicero:

Problematische Warnung der 11.000

Es war eine der großen Nachrichten der Woche, die „Warnung von 11.000 Wissenschaftlern vor einem Klimanotstand“. Fast alle Medien berichteten, meist an prominenter Stelle. Kläglich war das, auch weil der Aufruf dem Wissenschaftsethos widerspricht

[…]

Doch die Warnung der 11.000 Wissenschaftler ist aus mehreren Gründen problematisch: Sie gründet auf einem mangelhaften Aufsatz. Sie widerspricht dem Ethos der Wissenschaft. Es gibt Zweifel an den Unterzeichnern. Und die Unterzeichner erliegen einer anrüchigen Versuchung.

Inhaltliche Mängel des Aufrufs

Das Spektakel um die Warnung der 11.000 erweist dem Thema einen Bärendienst. Es ist ein Tiefschlag für die Glaubwürdigkeit der Forschung (und der Medien), nicht nur weil die Unterzeichnerliste offenbar ungeprüft veröffentlicht wurde – auch „Mickey Mouse“ hat unterschrieben. Dass zahlreiche Vertreter von Umweltverbänden unter den Unterzeichnern sind und viele andere ohne Berufsnennung, lässt an ihrer Wissenschaftlichkeit zweifeln. Aber auch viele Forscher, deren angegebene Fachrichtung eine Mitarbeit am Klimathema anzeigen, dürften mit der Arbeit ihre Kompetenz überschritten haben: Sie bearbeiten Detailfragen, die eine kompetente Beurteilung aller Aussagen des Aufsatzes nicht unbedingt nahelegen.

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Die Welt am 20. November 2019:

Einsamer Vorreiter? Widerstand gegen von der Leyens Klimapläne

In einem Papier warnt die deutsche Wirtschaft vor einer Klimapolitik, die Europa Wachstum und Wohlstand kostet. Die Unternehmen fordern ein Umdenken in der Klimapolitik – und ein Ende von immer neuen ambitionierten Emissionszielen.

Ursula von der Leyen soll erst am 1. Dezember ihr Amt als Präsidentin der Europäischen Kommission antreten, aber bereits jetzt bringt sich die deutsche Wirtschaft in Stellung gegen die ambitionierten Klimapläne der CDU-Politikerin.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert in einem Positionspapier ein Umdenken in der Klimapolitik: „Europa braucht nicht einfach mehr Klimapolitik“ heißt es darin. „Die EU braucht Klimastrategien, die wirtschaftlich effizienter sind.“ Das unveröffentlichte Papier, das der DIHK und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für Gespräche mit Abgeordneten des Europarlaments verfasst haben, liegt WELT vor.

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Die UN scheint systematisch Horrorgeschichten zu produzieren, um Aufmerksamkeit und Einfluss zu sichern. Beispiel aus diesem Jahr: Ein UN-Bericht warnt, dass eine Million Pflanzen- und Tierarten vor dem ‚Aus‘ stünden. Zum Glück fallen nicht alle Journalisten auf diese Masche herein. Toby Young analysierte den Fall am 11. Mai 2019 im Spectator nüchtern:

The UN’s extinction warning doesn’t add up

Anyone watching the BBC’s News at Ten on Monday would have been surprised to learn that economic growth poses a dire threat to the future of life on this planet. We’re used to hearing this from climate change campaigners, but I’ve always taken such claims with a pinch of salt, suspecting that the anti-capitalist left is distorting the evidence. Apparently not. ‘One million species at risk of imminent extinction according to a major UN report,’ intoned the BBC. ‘It says the Earth’s ecosystems are being destroyed by the relentless pursuit of economic growth.’ So does this mean the Extinction Rebellion protestors are right?

I decided to do some digging to see if one million species really do ‘face extinction in the next few decades’, as the BBC put it. That claim is based on a report by the UN’s Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES), but it hasn’t been published yet. All I could find online was a press release put out by the IPBES and a ‘summary’ of the report ‘for policymakers’. The press release states: ‘The report finds that around one million animal and plant species are now threatened with extinction, many within decades.’ It gives no source for this beyond the as-yet-unpublished report, but the summary makes it clear that it’s partly based on data from the International Union for Conservation of Nature (IUCN) Red List of Threatened Species.

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Alles Schall und Rauch am 10. Juni 2019:

Der Irrglaube der Gläubigen der Klimareligion

Wenn sich die Klimahysteriker mit ihren Katastrophen-Prognosen völlig irren, dann geben sie ihren Irrtum nicht öffentlich zu, sondern sie ändern still und heimlich ihre falschen Behauptungen. So geschehen von der Verwaltung des Glacier-Nationalpark in den USA, welche das Hinweisschild entfernt hat, die Gletscher würden bis 2020 völlig verschwinden, also bis kommendes Jahr.

Forscherteams von der Lysander Spooner University, die jeden September den Park besuchen und die Gletscher messen, haben festgestellt, die berühmtesten Gletscher des Parks, wie der Grinnell-Gletscher und der Jackson-Gletscher, sind seit 2010 gewachsen und nicht geschrumpft. Die anderen Gletscher sind auch noch da. Genau das Gegenteil von der Prognose ist eingetreten.

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RT am 25. September 2019:

Gretas Klima-Wutrede in New York: Ein Psychiater analysiert

Greta Thunberg sorgte mit ihrer Rede auf dem UN-Klimagipfel in New York für Aufregung. Wut und Sorge waren der jungen Frau ins Gesicht geschrieben. Hinsichtlich ihrem Asperger-Syndrom zeigt sich Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz besorgt, der selbst Asperger-Patienten betreute. Maaz kritisiert vor allem die Vermarktung dieser sehr persönlichen Problematik sowie die Rolle der Eltern. In diesem kurzen Gespräch soll die Auswirkung des Asperger-Syndroms analysiert werden. Gretas Disposition wird bei uns nur diskutiert, weil sie diese sehr persönliche Information nach außen getragen und sie auch mit ihrem Klima-Aktivismus in Zusammenhang gebracht hat. Maaz war langjähriger Chefarzt der psychotherapeutischen und psychosomatischen Klinik im evangelischen Diakoniewerk Halle. Er ist immer noch als Psychotherapeut und Psychiater aktiv. Außerdem ist er als Autor tätig und hat zahlreiche Bücher aus einem psychoanalytischen Blickwinkel über Gesellschaft und Politik verfasst.

Siehe auch Beitrag dazu auf Notrickszone.

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Sven Titz am 13. Juni 2019 in der Neuen Zürcher Zeitung:

Im Klima-Streit argumentieren viele aus ihren ideologischen Schützengräben. Dabei kommt die Diskussion über effiziente Massnahmen zu kurz

Die Forderungen der Klimaschützer werden immer lauter. Manch einer fühlt sich gegängelt. Wir sollten endlich gemeinsam nach pragmatischen Lösungen suchen.

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Auf der anderen Seite steht die von Gesinnungsethik gespeiste Regelungswut übereifriger Klimaschützer. Sie wird immer wieder an realpolitische Grenzen stossen. Wie weit sich die Bevölkerung auf eine Begrenzung der Freiheit einlassen will, um ein öffentliches Gut wie das Klima zu schützen, muss öffentlich ausgehandelt werden, auch wenn das zuweilen frustrierend ist. Die Mühen mit der Diskussion und der Mangel an Fortschritten könnten erklären, warum die Rhetorik mancher Klimaschützer an Schärfe zugenommen hat. Schnell greift eine Freund-Feind-Logik, die auf das Debattenklima toxisch wirkt.

Sich in digitale Schützengräben der sozialen Netzwerke zurückzuziehen, ist aber keine gute Idee. Mit der Polarisierung der Gesellschaft wüchse die Gefahr, dass die Stimmung irgendwann kippt, zum Beispiel weil die Wirtschaft lahmt. Am Ende nimmt vielleicht sogar die Demokratie Schaden.

Es gibt viele Optionen

Eine offenere Diskussion zwischen Gesinnungsethikern und Verantwortungsethikern über die Lösungen könnte helfen, das Eis zu brechen. Bis anhin wird über die Optionen, sich dem Klimawandel entgegenzustellen, nicht umfassend genug gesprochen. Die Menschheit kann nicht allein die Emissionen senken. Die anderen grossen Optionen lauten: Entzug von CO2 aus der Luft; technische Klimakühlung; Anpassung an den Wandel.

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Ganzen Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung lesen