Klimaforscher Jochem Marotzke kontert Greta: „Panik ist ein schlechter Ratgeber“

Deutschland auf dem Weg in die Dauersubvention. Denn ohne Subventionen geht es in Sachen Windstrom nicht. Anlagen, die nach 20 Jahre aus der Förderung fallen, sollen nach dem neuen EEG Gesetz weiter subventioniert werden. Die Legende von dem immer günstiger werdenden Produktionspreisen löst sich in Luft auf, denn ohne die üppigen Gelder sind die Anlagen nicht wirtschaftlich zu betreiben. Der Ausstieg vieler Windmüller ist der beste Beweis dafür.

Statt die Altanlagen wenigstens klug durch neuere produktivere zu ersetzen, bleiben sie nun in Betrieb. Auf dem freien Markt traut sich offenbar niemand nach 20 Jahren risikoloser Zahlungen. Von anderen Schwierigkeiten beim sogenannten Re-Powering mal ganz abgesehen.

Ein ebenfalls großes Problem stellen die „Überbleibsel“ von dennoch abgebauten Anlagen dar. Laut einem Bericht der WELT (Bezahlschranke!) warten 50.000 Tonnen Verbundstoffe, 850.000 Tonnen Stahl und 3,2 Millionen Tonnen Beton darauf, recycelt zu werden. Wenn sie denn überhaupt aufbereitet werden. Der Rückbau ist in Deutschland uneinheitlich geregelt. In einigen Bundesländern bleiben die Fundamente einfach im Boden und versiegeln ihn. Was bei jedem Autobahnbau momentan zu massiven Protesten führen würde, nimmt man bei der Versiegelung der Böden meist klaglos hin. Das Gleiche gilt für das Roden von Wäldern, vor allem, um die Zuwegung für die schweren Maschinen und Fahrzeuge zu bauen, die man zum Aufstellen der Anlagen benötigt.

Wenn in Wäldern gebaut werden soll, dann müssen die Bäume daran glauben. Die ausgedienten Flügel werden zerkleinert, sie landen entweder in Zementöfen, klar, den braucht man ja für neue Anlagen und deren Fundamente oder sie werden in Baustoffe eingearbeitet. Darüber, dass bei der Verbrennung der zerkleinerten Flügel wieder CO2 entsteht, schließen die Windkraftfans besser die Augen und die Ohren. Naturschutz ist ohnehin sehr hinderlich, wenn man das „Klima schützen“ möchte.

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Umweltverbände sind entsetzt darüber, dass Tesla in Brandenburg weiterbauen darf, obwohl die Sicherheitsleistung durch Tesla (es wird ohne gültige Genehmigung gebaut, sondern nur mit einer vorläufigen) noch nicht vorliegt. Das Geld (100 Millionen Euro) hätte bis 17.12.2020 eintreffen müssen. Damit wären mögliche Rückbaukosten gedeckt. Diese Frist wurde kurz vor Weihnachten um einen Monat verlängert. Weiterlesen hier.

(Quelle: Screenshot Youtubevideo The Wolfspack)

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Jochem Marotzke hat dem Hamburger Abendblatt ein Interview gegeben. Hier einige Auszüge:

Hamburger Abendblatt: Wie viel Zeit bleibt uns im Kampf gegen den Klimawandel? Eher drei Legislaturperioden oder doch drei Generationen?

Marotzke: Das kann man so einfach nicht beantworten. Es geht darum zu entscheiden, welches Klima wir wollen. Am Ende geht es um eine politische Güterabwägung. Welche Risiken sind wir bereit, durch den Klimawandel einzugehen? Und wie viel ist es uns wert, diese Risiken zu vermeiden? Je nachdem, wie wir diese Frage beantworten, lässt sich sagen, wie viel Zeit uns bleibt.

Immerhin sagt er nicht das Ende der Klimawelt in 10 Jahren voraus. Fridays aufgemerkt!

Hamburger Abendblatt: Klimaskeptiker verweisen darauf, dass das Basisjahr der Wissenschaft 1850 falsch gewählt ist, weil es am Ende der Kleinen Eiszeit erdgeschichtlich eher kalt war. Da verwundere der Temperaturanstieg nicht so sehr …

Marotzke: Das ist ein ziemlich schwaches Argument und für die aktuelle Debatte irrelevant. Wir orientieren uns ja an der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert. Das ist ein Effekt von vielleicht 0,1 Grad. Die globalen Temperaturschwankungen waren im zweiten Jahrtausend relativ gering, sie können den heutigen Anstieg nicht erklären. Inzwischen sind wir bei einem Temperaturanstieg von rund 1,1 oder 1,2 Grad angekommen. Ohne uns Menschen ist dieser Anstieg nie und nimmer zu erklären, weder im Ausmaß noch in seiner Schnelligkeit. Und das ist ja erst der Anfang.

Kompletter Quatsch. Marotzke liegt voll daneben. Wer erklärt es ihm? Vielleicht mal die Klimaschau zum Büntgen-Paper schauen. Und Kapitel 6 in unserem Buch „Unerwünschte Wahrheiten“ lesen. Weder Ausmaß, noch Schnelligkeit sind heute außergewöhnlich. Schlappe Nummer, Herr Marotzke. Immerhin sagt der Hamburger Klimaforscher dann noch das hier:

Hamburger Abendblatt: „Ich will, dass ihr in Panik geratet“, sagte die Klimaschützerin Greta Thunberg. Empfinden Sie Panik?

Marotzke: Nein, Panik ist in der Politik auch ein ganz schlechter Ratgeber. Wir müssen nüchtern abwägen.

Wer sich den Rest des Interviews antun will, kann es hier tun.

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taz am 12.12.2020:

Annalena Baerbock über Kanzler*innenamt: „Manches muss man auch verbieten“

Die Grünen-Chefin über klare Regeln im Klimaschutz, Vorwürfe gegen die Grünen von Fridays for Future und das Kanzlerinnenamt.

[…]

taz: Wenn Sie dieses Ziel erreicht haben: Was wären denn Ihre klimapolitischen Mindestanforderungen an einen Koalitionsvertrag?

Baerbock: Die gesamte Politik der nächsten Bundesregierung muss sich auf Klimaneutralität ausrichten, in allen Ressorts, zentral von der nächsten Kanzlerin oder dem nächsten Kanzler gesteuert. Und wir müssen schneller werden, begonnen beim Kohleausstieg.

[…]

taz: Ganz schön viele Restrik­tio­nen. Fürchten Sie noch den Vorwurf, die Grünen seien eine Verbotspartei?

Baerbock: Der Vorwurf der Verbotspartei hat mich nie getroffen. Ob in der Familie, im Fußballverein oder in der Gesellschaft insgesamt: Überall gibt es klare Regeln, was erlaubt ist. Manches muss man auch verbieten. Und Verbote können sehr positive Folgen haben: Das Aus für Ölheizungen wird zu einem Technologieschub bei erneuerbaren Heizsystemen führen. Wer heute noch nicht begriffen hat, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland den Bach runtergeht, wenn nicht alle Bereiche klimaneutral werden, kann in einem führenden Unternehmen oder in der Politik keine Verantwortung tragen.

Ganzes Interview in der taz lesen.

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Ivar Giaever hielt 2015 auf der Lindauer Nobelpreisträgertagung einen hörenswerten Vortrag zum Klimawandel:

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Epoch Times am 16.12.2020:

Mond beweist: Anstieg des Meeresspiegels kann Treibhausgasemission senken

Der Mond kontrolliert die Freisetzung von Methan im Arktischen Ozean, zu diesem Schluss kommen Forscher aus Norwegen. Hohe Gezeiten – oder ein Anstieg des Meeresspiegels – könnten dabei sogar der submarinen Methanfreisetzung in der sich erwärmenden Arktis entgegenwirken.

Es mag nicht sehr bekannt sein, aber CO2 ist weder das einzige, noch das potenteste Treibhausgas. Auch Methan belegt einen der unteren Plätze auf der Rangliste der potenziellen „Klimakiller“ – aber es kommt natürlich vor und entweicht beispielsweise aus dem Arktischen Ozean in „enormen Mengen“.  Diese Methan-Lecks bestehen schon seit Tausenden von Jahren, könnten aber – wie der Mond beweist…

Weiterlesen in der Epoch Times (kostenpflichtig).

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Kennen Sie schon dieses Buch?

Blackout – Kleines Handbuch zum Umgang mit einer wachsenden Gefahr

Schon 2011 warnte der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags vor „einem Kollaps der gesamten Gesellschaft“ als Folge eines großflächigen und langandauernden Stromausfalls. Diese Warnung ist praktisch wirkungslos verhallt. „Blackout“ von Wulf Bennert weist nach, dass es sich bei einem solchen Stromausfall um eine nationale Katastrophe mit zehntausenden von Toten handelt, deren Eintrittswahrscheinlichkeit derzeit immer weiter steigt. In der Broschüre werden Architektur und Wirkungsweise unseres Stromnetzes ausführlich erläutert sowie das vielfältige Spektrum seiner Gefährdungen analysiert: zunehmende Cyberangriffe, Bevorrechtigung der schwankenden Einspeisung von Wind und Sonne mit Umkehr der Fließrichtung des Stroms im Netz, defizitäre Energieerzeugung und auch koronare Sonnenauswürfe. Im Licht dieser Fakten sind dann die erschreckende Inkompetenz regierungsamtlicher Vorsorgemaßnahmen und die mangelnde Sachkunde verantwortlicher Politiker zu sehen.

Das „Kleine Handbuch“ informiert über Möglichkeiten und Grenzen rechtzeitiger Vorsorge gegen einen Blackout sowie über Verhaltensstrategien während seiner Dauer. Diese können je nach Wohn- und Lebenssituation recht unterschiedlich sein. Die Broschüre bietet eine breite Palette verschiedener Empfehlungen, die vom Erkennen des Blackout über den richtigen Umgang mit dem Trinkwasser- und Toilettenproblem, über Licht im Dunkeln, Zubereitung von Lebensmitteln, den Weiterbetrieb der Heizung bis zur Auswahl des geeigneten Notstromaggregats und der möglichen Nutzung einer Solaranlage bei Stromausfall reichen. Es sind Ratschläge, die im Ernstfall das Überleben sichern können. Deshalb sollte die Broschüre in jedem Haushalt verfügbar sein.

Das Buch kostet € 8,40 und kann beim Kaleidoscriptum-Verlag bestellt werden.