Kanzler Scholz von Klima-Aktivisten genervt

In der Tagesschau können wir erfahren, dass Kanzler Scholz bei einer Rede auf dem Kirchentag von Klima-Aktivisten gestört wurde. Da das nicht zum ersten Mal passierte, kritisierte Scholz das Vorgehen.

“Scholz kommentierte die Störung mit den Worten: „Ich sage mal ganz ehrlich, diese schwarz gekleideten Inszenierungen bei verschiedenen Veranstaltungen von immer den gleichen Leuten erinnern mich an eine Zeit, die lange zurückliegt, und Gott sei Dank.“ Dazu gehöre auch ein „schauspielerisch geübter Auftritt, bei dem man dann in jedem Fall immer sich inszeniert“, sagte er.

„Ich war auch schon auf Veranstaltungen, da saßen fünf Leute, gleich gekleidet, jeder hatte eine eingeübte Haltung, und (die) machen das dann jedes Mal wieder“, sagte Scholz weiter. „Das ist keine Diskussionsbeteiligung, sondern das ist der Versuch, Veranstaltungen für seine eigenen Zwecke zu manipulieren, das sollte man nicht machen.“”

Fridays-For-Future Aktivistin Luisa Neubauer unterstellte Scholz übrigens einen Vergleich mit Nazis, die Veranstaltungen störten. Vielleicht weiß sie aber auch einfach nicht, dass es ganz andere Gruppen gibt, die mit der Farbe “schwarz” arbeiten. Dafür hätte sie in der Zeit nicht so weit zurückgehen müssen. Funfact: Diese Gruppe will auch einen Systemwechsel, so wie sie. Vielleicht ja sogar den gleichen Systemwechsel?

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Erst kürzlich hatten wir das Thema Stroer. Der Werbekonzern springt aktuell voll auf den Klimazug und interviewt Luisa Neubauer im Online-Magazin Watson. Wer das Interview lesen möchte, der bekommt diverse Werbeanzeigen angezeigt: Doktor enthüllt Fettverbrennungstrick, Birkenstock jetzt 70% reduziert, Goldmünzen oder eine Brillenversicherungen und andere mehr. Offenbar verspricht sich Stroer reichlich Traffic bei dem Thema und somit Klicks auf die Werbung.
Man sollte sich klar machen, dass es sich nicht um Journalismus handelt, der über verkaufte Auflagen und Werbung finanziert wird, sondern um Werbung, die mit journalistischen Anmutungen angehübscht wird.

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Eine Reise durch das Erdklima. Der Kanal “Projektilwissenschaft” umreißt in 14 Minuten auf YouTube die Klimageschichte der Erde. So gut das eben geht in 14 Minuten.

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Es ist bereits 15 Jahre her, da thematisierte die Zeit (Bezahlartikel) das Thema Biosprit und bezeichnete es als verzapfter Unfug. Das Gutachten, auf das sich der Artikel seinerzeit bezog, ist immer noch online einsehbar.

“In seinem Sondergutachten belegt der SRU, dass Biomasse in der Wärme- sowie gekoppelten Wärme- und Stromerzeugung bis zu dreimal effizienter und wesentlich kostengünstiger eingesetzt werden kann als bei der Erzeugung der derzeit genutzten Biokraftstoffe Biodiesel und Bioethanol (Biokraftstoffe der ersten Generation). Dies gilt insbesondere, wenn Kohle durch Biomasse ersetzt wird. Wärme und Strom sollten daher bei der Biomasseförderung Vorrang vor Biokraftstoffen erhalten.”

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Wer vor einem Stromausfall (Blackout)warnt, der ist ein Nazi. So einfach macht es sich der Spiegel in einem Bezahlartikel. Vermutlich war der Verband der Versicherer ebenfalls von Rechtsradikalen unterwandert als dieser kürzlich vor den Folgen eines Stromausfalls warnte. Die Tagesschau berichtete.

“Ein flächendeckender Stromausfall gilt als schlimmes Katastrophenszenario. Schon die ersten 24 Stunden ohne Strom bringen das Leben, wie wir es kennen, zum Stillstand, so der Versicherungsverband GDV. Er warnt, dass Deutschland auf ein solches Szenario nicht gut vorbereitet sei. Dies habe eine Befragung mehrerer Krisenmanager und Katastrophenschützer ergeben.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schätzt die Lage ähnlich ein. Auf WDR-Anfrage heißt es: „Auch wenn die Versorgungssicherheit sehr hoch ist, ist ein großflächiger und lang andauernder Stromausfall nicht unplausibel“. Es könne verschiedene Ursachen dafür geben. „Es handelt sich um ein hoch komplexes Gesamtsystem, das durch technisches und menschliches Versagen und zunehmende Gefahren wie Extremwetterereignisse oder beispielsweise Cyberangriffe gestört werden kann“, so eine BBK-Sprecherin.”

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Lange Lieferzeiten bedrohen Windkraftprojekte. Die Lobbyisten der Windkraft schlagen auf der Seite Erneuerbare Energien Alarm.

“Das lange Warten auf Windenergieanlagen, Transformatoren und Umspannwerke bedroht die pünktliche Errichtung neuer Windparks – und könnte ernste Folgen haben. Aktuell betragen nach Informationen des Wirtschaftsverband Windkraftwerke (WVW) die Lieferzeiten bei Windenergieanlagen bis zu 15 Monate, bei wichtigen elektrischen Komponenten wie Transformatoren und Umspannwerken sogar bis zu 24 Monate. Angesichts der im EEG festgelegten Umsetzungsfristen von 30 Monaten sei daher nahezu jedes baureife und bezuschlagte Projekt bedroht, seinen Zuschlag zu verlieren, warnt der Verband. Bereits bei einer Überschreitung von 24 Monaten seien Strafzahlungen fällig.

Verband fordert Verlängerung der Umsetzungsfrist auf 48 Monate

Der Verband fordert daher unter anderem die Verlängerung der Umsetzungsfrist auf 48 Monate und die entsprechende Anpassung der Pönalen. „Bei allem Verständnis für den Wunsch nach schneller Umsetzung von Windparks: Wenn jeder Windpark ohne Verschulden des Projektentwicklers allein aufgrund marktbedingter Lieferzeiten schon zeitkritisch ist, bedeutet dies eine ungerechtfertigte und sinnlose Verunsicherung der Windbranche!“, so der Vorstandsvorsitzende Lothar Schulze.”

Hieß es bis jetzt nicht immer, dass der Staat die Windkraft ausbremst?

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Was passiert nach dem Klimaabgrund von 1,5 Grad? Axel Bojanowski erklärt in der Welt, warum er die Deadlines für falsch hält.

“Der beschworene „Klimaabgrund“ wird sich nicht auftun. „Es wird sich nicht anfühlen wie Armageddon für die Jugendlichen im Klimastreik“, sagt der Klimaforscher Myles Allen von der University of Oxford, – und er fragt: „Was werden sie dann denken?“ Der Welt-Klimarat habe keine planetare Grenze gezogen bei 1,5 Grad, hinter der „Klima-Ungeheuer“ lauerten.

Und dennoch: Auch das wahre 1,5-Grad-Ziel wird aller Voraussicht nach gerissen werden, vermutlich in den 2030er-Jahren, das zeigen Rechnungen auf Grundlage aktueller CO2-Ziele der Staaten. „Ohne sofortige, tiefgreifende Emissionsminderung ist die Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad außer Reichweite“, erklärte der IPCC im April. „Selbst wenn die Emissionen schnellstmöglich reduziert würden, wird die Temperatur kaum unterhalb von 1,5 Grad bleiben können“, sagt Myles Allen.”

Stichwort Bojanowski: Auf seinem eigenen Blog widmet sich der ehemalige Spiegel-Mitarbeiter einer pikanten Entwicklung. Erst kürzlich thematisierte der Spiegel die Macht einiger Milliardäre, darunter Elon Musk, Jeff Bezos, aber auch den russischen Oligarchen Abramowitsch und den Gründer der chinesischen Plattform Alibaba, Jack Ma. Zufall oder nicht, Bill Gates fehlte auf dem Cover. Ob es damit zusammenhängt, dass der Spiegel von 2018 bis 2025 etwa 5,4 Millionen Dollar von der Gates-Stiftung erhält?

Der Artikel zeigt schön auf, dass es durchaus problematisch sein kann, wenn dann Ziele solcher Stiftungen mit der Berichterstattung eines Mediums verschmelzen. Kritisch wird es aber spätestens, wenn dabei Fakten ignoriert werden. Sehr gut zu sehen ist es an Niederschlägen im Siedlungsgebiet der Turkana in Kenia. Die weisen anders als im Artikel beschrieben keinen Abwärtstrend aus, sondern waren seit 60 Jahren immer volatil – ohne Trend. Interessant ist sicherlich auch das Konstrukt der European Climate Foundation (ECF). Diese finanziert unter anderem auch Klimafakten.de

“In Bezug auf die EU heißt es im Strategiepapier: „Gründe neue, nationenspezifische Organisationen mit der Expertise zur strategischen Beschaffung von Fördergeldern mit großer Hebelwirkung“. In Europa setzen in erster Linie die European Climate Foundation (ECF) und die Stiftung Mercator den Plan um.

Die Mercator-Stiftung finanziert sich aus dem Familienvermögen des Metro-Gründers um Karl Schmidt. Zu den Geldgebern der ECF gehört neben den Stiftungen der amerikanischen Unternehmerfamilien Hewlett und Packard sowie Bloomberg und Rockefeller unter anderem die Ikea Foundation und die deutsche Stiftung Mercator.”

Offenbar geht man beim Spiegel davon aus, dass es sich bei Klimafakten.de um geprüfte wissenschaftliche Erkenntnisse handelt. Das ist es aber nicht der Fall. Trotzdem werden Prognosen unkritisch übernommen und als Wissenschaft “verkauft”.

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Fridays For Sahnetorte. Immer wenn man denkt, der Gipfel des Schwachsinns sei erreicht, wird noch einmal oben angebaut. Ein Klima-Aktivist verkleidete sich als alte Frau im Rollstuhl, um dann Sahne an die Scheibe zu schmieren, die das wohl berühmteste Kunstwerk der Welt – die Mona Lisa – schützt. Das berichtet n-tv. Warum die Mona Lisa? War Da Vinci etwa ein alter weißer Mann oder gab es den Anschlag, weil das Gemälde mit Ölfarben (also irgendwie fossil) gemalt wurde? Es ist in etwa so sinnfrei, wie Notventile von Pipelines zu verschließen.

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Solarpanele aus China, Offshore-Windkraft und Deutsche Umwelthilfe

Sehr geehrte Damen und Herren,

einige Anmerkungen zum heutigen (30. 05. 22) Blog. In einem Artikel wird über Solarpanele aus China berichtet, um die Lieferungen aus Russland zu ersetzen. Dabei wird berichtet, dass ein Großteil der Solarpanele aus einer Provinz stammt, in welcher erhebliche Menschenrechtsverletzungen bekannt geworden sind. Ich habe in diesem Blog schon darauf hingewiesen, dass die Regierung gegen ihre eigenen Gesetze verstößt. Es gibt ein Lieferkettengesetz, in welchem gefordert wird, dass Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern beachtet werden. Jetzt Elemente aus China zu beziehen mit eindeutigen Verstößen gegen Menschenrechte ist danach eindeutig gesetzeswidrig.

In einem weiteren Artikel wird über einen erheblichen Ausbau von Offshore-Windkraftanlagen vor Rügen berichtet. Dabei wird die Frage in den Raum gestellt, ob die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sich gegen den Bau positionieren wird. Entgegen zum Aufbau von LNG-Terminals bei Wilhelmshaven scheint die DUH diese weitaus größere Belastung einfach hinzunehmen. In einem weiteren Artikel wird ebenfalls die Deutsche Umwelthilfe bezüglich des besagten LNG-Terminals erwähnt. Dabei wird der Geschäftsführer der DUH zitiert: „Gerade in Krisenzeiten müssten die Prinzipien des Rechtsstaates gewahrt bleiben, das gelte insbesondere für das Klimaschutz- und Umweltrecht.“ Die DUH fürchtet unumkehrbare Schäden beim Bau des LNG-Terminals. Doch wo bleiben die Proteste der DUH beim Bau von großen Offshore Windkraftanlagen? Dort entstehen keine Schäden?. Wie sieht es ansonsten aus mit dem massiven Ausbau der Windkraft, auch in Wäldern (kürzlich wurde über den Ausbau im Reinhardswald in Hessen berichtet). Bei dem Ausbau der Windkraft soll der Natur- und Artenschutz reduziert werden. Wo bleiben die Proteste der DUH welche ja auch in Krisenzeiten die Prinzipien des Rechtsstaates gewahrt haben möchte. Daran ist klar zu erkennen, wie „verlogen“ die DUH tatsächlich ist.

Viele Grüße
Martin Krohn