Hauptsache ein gutes Gewissen!

Wer die Nachrichten aus China verfolgt, dem wird nicht entgehen, dass das Land die Minderheit der Uiguren massiv drangsaliert. Dieses Turkvolk, welches vorwiegend muslimisch ist, lebt im Nordwesten von China. Immer wieder tauchen Berichte auf, dass es dort Umerziehungslager gibt, aber auch Arbeitslager. Den etwas längeren Artikel bei Bloomberg zur Bedeutung der Uiguren bei der Produktion von Solarpanelen sollten sich vor allem diejenigen ansehen, die so gern von Nachhaltigkeit sprechen, wenn es um grüne Stromproduktion geht, denn die Zustände dort sind katastrophal. Das betrifft nicht nur die Menschenrechtssituation sondern auch den Einsatz von Kohlekraftwerken zur Produktion und die Zerstörung der Umwelt.

Wir kennen ähnliche Problematiken aus dem Lithium- oder Kupferabbau. Damit Europa und die USA ein grünes Gewissen bekommen, wird gern schon mal weggeschaut bei Arbeitsbedingungen aber auch bei der Zerstörung von Natur. Der grüne Zweck heiligt die Mittel. Es sind doppelte Standards. Eigentlich kann das aber niemanden kalt lassen, denn die Zustände sind besorgniserregend, sowohl für die Menschen als auch die Natur.

“Turning sand into polysilicon is an extremely energy-intensive process. Electricity accounts for about 40% of a factory’s operating costs, which is what makes Xinjiang so appealing. It has some of the cheapest power rates in the country, even if burning the dirtiest fossil fuel taints the climate benefits of the solar panels eventually produced. All four factories are located near coal power plants in Xinjiang, where cities such as Urumqi and Kashgar have at times had some of the worst air quality in China.“

Der zugegeben lange Artikel dazu steht bei Bloomberg und er ist eine Leseempfehlung.

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Video:

The 97 Percent Collusion – The Dark Side of Climate Alarmism

Hier anschauen.

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Golem.de am 7.4.2021:

Bitcoin-Farmen: Bitcoin-Boom verursacht massive CO2-Emissionen in China

In wenigen Jahren wird in China durch Bitcoin-Mining mehr Kohlendioxid emittiert als von ganz Italien. Den Wendepunkt sagen Wissenschaftler für 2024 voraus.

Weiterlesen auf Golem.de

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Wie sind die Menschen früher in vorindustriellen Zeiten mit dem Klimawandel klar gekommen? Oftmals ganz gut, sagen Degroot et al. 2021 in Nature:

Towards a rigorous understanding of societal responses to climate change

A large scholarship currently holds that before the onset of anthropogenic global warming, natural climatic changes long provoked subsistence crises and, occasionally, civilizational collapses among human societies. This scholarship, which we term the ‘history of climate and society’ (HCS), is pursued by researchers from a wide range of disciplines, including archaeologists, economists, geneticists, geographers, historians, linguists and palaeoclimatologists. We argue that, despite the wide interest in HCS, the field suffers from numerous biases, and often does not account for the local effects and spatiotemporal heterogeneity of past climate changes or the challenges of interpreting historical sources. Here we propose an interdisciplinary framework for uncovering climate–society interactions that emphasizes the mechanics by which climate change has influenced human history, and the uncertainties inherent in discerning that influence across different spatiotemporal scales. Although we acknowledge that climate change has sometimes had destructive effects on past societies, the application of our framework to numerous case studies uncovers five pathways by which populations survived—and often thrived—in the face of climatic pressures.

Ganzes Paper kostenlos hier lesen.

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Zuschauerkommentar von Eike Roth zum Beitrag „2-Gradziel in Reichweite“ in der Klimaschau Nr. 27.

In der Klimaschau Nr. 27 wird bei Minute 5:15 ausgesagt, dass die zukünftige globale Temperaturentwicklung von zwei wichtigen Größen dominiert wird: Von der „Erwärmungswirkung des CO2“ und von den „Prognosen der (anthropogenen) Treibhausgas-Emissionen für die kommenden Jahrzehnte“. Bei der Erwärmungswirkung des CO2 ist das klar, bei den Emissionen ist es unpräzise: Entscheidend sind nicht die Emissionen, sondern die Konzentration. Und die hängt nur dann von den (anthropogenen) Freisetzungen ab, wenn man unterstellt, dass immer die Hälfte von ihnen (oder sonst ein fester Prozentsatz) in der Atmosphäre verbleibt und die andere Hälfte wieder aus ihr entnommen wird. So macht das IPCC, aber dagegen sprechen gleich drei gewichtige Gründe:

1. Es gibt kein Gesetz, demzufolge immer, bei jeder Freisetzungshöhe und bei jeder Konzentration, gerade 50 % der Freisetzung der Atmosphäre entnommen werden. Im Gegenteil, die Entnahme von CO2-Molekülen aus der Atmosphäre ist immer proportional zur CO2-Konzentration und völlig unabhängig davon, ob und wie viel CO2 gleichzeitig freigesetzt wird.

2. Die natürliche Umwälzung (Freisetzung und Entnahme) ist, weil die Konzentration sich nur langsam ändert, in erster Näherung ausgeglichen, sie ist rund ca. 20-mal größer als die anthropogenen Freisetzungen und sie nimmt prinzipiell proportional mit der Konzentration zu. Diese hohen natürlichen Flüsse bestimmen die Konzentration, nicht die viel kleineren anthropogenen Freisetzungen.

3. Weil alle CO2-Moleküle gleich sind, müssen sie sich auch gleich verhalten. Wenn von den anthropogen freigesetzten 50 % in der Atmosphäre verbleiben und 50 % wieder entnommen werden, muss das für die natürlich freigesetzten genauso gelten. Das wird aber eindeutig nicht beobachtet.

Es ist an der Zeit, dass die Verteilung von CO2 zwischen Atmosphäre, Ozean und Biomasse sorgfältig diskutiert wird.

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TE am 10.4.2021:

Selbstbedienungsladen Parteienstaat:
Bodo Ramelow im Hubschrauber fort und nach Hause – Dienstauto fährt voraus

Nun ist mit Bodo Ramelow auch ein Politiker der Linken im wahrsten Sinne aufgeflogen, der es sich gut gehen lässt, während die Bevölkerung unter dem Lockdown leidet. Die offenkundige Gier vieler Politik fällt auf und stößt ab.

Weiterlesne auf Tichys Einblick.