Großes intaktes Korallenriff vor der Küste Tahitis entdeckt

Wird der Tonga Vulkanausbruch Auswirkungen auf das Klima haben? Wahrscheinlich eher nicht. Ein Artikel der FAZ beschreibt, was die Wissenschaft bis jetzt weiß über die möglichen Auswirkungen des jüngsten Ausbruchs.

“Dafür war die Menge der freigesetzten schwefelhaltigen Gase zu gering, die sich in der Atmosphäre durch fotochemische Prozesse zu Schwefelsäure umwandeln. Die dabei entstehenden Tröpfchen wirken nahe der Erdoberfläche kühlend aus, indem sie einerseits einfallende Sonnenstrahlung zurück in den Weltraum streuen und andererseits die Infrarotstrahlung der Erde zurückhalten. Aus Satellitendaten wird die freigesetzte Menge an Schwefeldioxid derzeit auf 0,4 Millionen Tonnen geschätzt. „Diese Emission ist zu wenig, um einen nennenswerten Klimaeinfluss zu haben“, sagt Claudia Timmreck. Beim Ausbruch des Pinatubo 1991 gelangten 18 Millionen Tonnen Schwefeldioxid in die Stratosphäre.”

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Die Mehrheit der US-Bundesstaaten plant Kernenergie einzusetzen, um ihre CO2-Emissionen zu senken. NBC Washington berichtet über die Pläne, die auch Wasserkraft, Geothermie, Sonnenenergie und Windkraft vorsehen.

“An Associated Press survey of the energy policies in all 50 states and the District of Columbia found that a strong majority— about two-thirds— say nuclear, in one fashion or another, will help take the place of fossil fuels. That momentum could lead to the first expansion of nuclear reactor construction in the U.S. in more than three decades”

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Rohstoffe sind ein kritischer Punkt bei der Verkehrswende. Laut Welt gibt es Überlegungen das Lithium aus Batterien von E-Autos zukünftig besser zu recyceln.

“Lithium stammt zwar vor allem aus dem Erzbergbau in Australien, aber auch aus Salzwüsten in Südamerika. In Chile wird salziges Wasser hochgepumpt und verdunstet. Wie stark es durch den Eingriff zu Trinkwassermangel kommt, ist umstritten. „Bolivien ist derzeit noch in der Pilotphase der Lithiumproduktion, verfügt aber nach aktuellem Stand mit geschätzten 21 Millionen Tonnen über die weltweit größten Reserven“, heißt es in der Studie „Weniger Autos, mehr globale Gerechtigkeit“ von PowerShift und anderen Entwicklungsorganisationen.”

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Die Seite glex.no ermittelt einen Global Energy Foodprint für verschiedene Arten der Stromgewinnung. Als Benutzer der Seite kann man seine eigenen Parameter im Sinne von Gewichtung einstellen und sich dann das Ergebnis ansehen.

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Wer mehr vom Völkerrecht her kommt, hat offensichtlich auch mehr Sachverstand in Sachen Energiebedarf in der Zukunft. Das durften gerade Politiker wie Olaf Scholz und Robert Habeck lernen. Die neue Außenministerin Baerbock ließ laut T-Online wissen, dass Deutschland zukünftig nicht mehr Gas sondern weniger brauchen werde.

“Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte dagegen der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt: „Es ist eine Mär, dass wir künftig mehr Gas brauchen, wir haben einen gleichbleibenden Bedarf für eine Übergangszeit.“ Die Frage des künftigen Gasbedarfs ist relevant, weil sie Pipeline-Projekte wie Nord Stream 2 betrifft, aber auch die deutsche Positionierung in der EU-Debatte über ein Öko-Label für Gas und Atomenergie mitbestimmt. „Die Abhängigkeit von fossilem Gas steigt nur dann, wenn man den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht entschieden vorantreibt“, sagte Baerbock.”

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Norwegen stellt seine Pläne für die Zukunft in Sachen Energie vor. Der Tagesspiegel berichtete. Das Land wird unter anderem CO2-Abscheidung und Speicherung anbieten und sich so einen lukrativen Markt sichern. In Deutschland ist die Technologie verboten.

“”Erneuerbare Energien brauchen als Back-up eine andere stabile Energiequelle. Ein Teil davon kann blauer Wasserstoff mit CO2-Speicherung sein“, sagte Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Mittwoch in Berlin.

Wasserstoff (H2), geologische CO2-Speicher und ein emissionsarmer Öl- und Gassektor – das ist die Formel mit der sich Norwegen seine Position als Energienation sichern will, wenn Europa sich auf Klimaneutralität umstellt. Derzeit erhält Deutschland noch 30 Prozent seines Gases aus Norwegen. Doch nun geht es um eine Transformation der Energiesysteme.”

Norwegen bietet Deutschland sogar an, für das Land CO2 zu speichern.

“Mit einem neuen Projekt, „Northern Lights“, bieten Equinor sowie die Ölkonzerne Shell und Total Energies den Transport und die Einlagerung von CO2 an. Im Januar 2019 erhielt Equinor dafür die Genehmigung. Geplanter Start der Einlagerung: 2024. Für die deutsche Industrie könnte das ein interessantes Angebot werden. In Deutschland scheiterten CCS-Projekte in der Vergangenheit am Widerstand von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und den Bundesländern. Støre kennt die alte Debatte – und betonte gleich mehrfach, dass eine Lagerung in Norwegen fern jeder Ortschaft stattfinden soll-”

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Peter Wohlleben, prominenter deutscher Förster und Bestseller-Autor, hat ein neues Buch veröffentlicht. Der lange Atem der Bäume. Die Naturschutz-Initiative stellt es vor.

“Insbesondere betont Wohlleben die Bedeutung eines intakten Bodens, denn die Bäume sind von einer intakten Pilz- und Bakteriengemeinschaft abhängig, zu der sie im Boden mit den Wurzeln Kontakt halten. Deshalb wird auch scharf kritisiert, dass bei den industriellen Erntemethoden der heutigen Forstwirtschaft die Bodenstruktur und Wasserhaltefähigkeit durch das Befahren mit schweren Maschinen stark geschädigt wird.

Wenn alte Buchen, die bis zu 500l Wasser pro Tag brauchen können, in Dürresommern absterben, ist das somit häufig Folge einer falschen Bewirtschaftung. Heimische Laubwälder garantieren zudem im Winterhalbjahr eine wesentlich höhere Grundwasserneubildung als Nadelbaumkulturen und sind auch von daher die beste Antwort auf ein wärmer werdendes Klima.

Auch die CO2-Speicherkapazität von Bäumen und Wäldern nimmt mit ihrem Alter zu. Somit sind also alte Dauerwälder, möglichst im Prozessschutz, die wichtigsten Helfer gegen die Folgen einer Klimaveränderung. Je größer die Waldfläche dabei ist, desto mehr Einfluss auf das regionale und auch globale Klima kann damit erreicht werden.”

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Der niedersächsische Finanzminister Hilbers äußert sich in der Wirtschaftswoche zur EU-Taxonomie und das sehr kritisch.

“Grün heißt eben nicht gleich risikoarm. Im Transformationsprozess der Wirtschaft müssen Banken eine dienende, keine lenkende Funktion wahrnehmen. Sie dürfen nicht Richter über öffentliche Güter werden. Jedes Finanzinstitut muss selbst entscheiden können, welche Risiken es akzeptiert, und zwar nicht getrieben von EU-Taxonomie-Vorgaben. Wichtig ist die Aufrechterhaltung der Finanzstabilität.

Die deutschen Banken werden zur Transformationsfinanzierung mehr Risiken übernehmen. Möglicherweise seien die Banken nicht imstande oder willens, diese Finanzierungsbedürfnisse zu erfüllen, sagte kürzlich Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling. An dieser Stelle bedarf es einer besonderen Mitwirkung der Förderbanken auf Bundes- und Landesebene. Diese können wegen ihrer Haftungsverhältnisse höhere Risiken absichern, ohne zugleich Geschäftsbanken Konkurrenz zu machen. Ergänzend sind dafür spezielle Bürgschaftsmodelle des Staates anzudenken.”

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Der Ökonom Daniel Stelter kuratiert auf seinem Blog “Beyond the Obvious” verschiedene Quellen, die sich mit dem Thema Rohstoffe, ganz besonders für die Energie- und Verkehrswende, auseinandersetzen. Vor allem diejenigen, die momentan vor der Gas-Abhängigkeit von Russland warnen, sollten sich die Zahlen für verschiedene Rohstoffe aus China einfach einmal ansehen.

(Abbildung: Screenshot IMF)

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Der Landkreis Wesermarsch nach NDR Angaben lässt ein Storchennest abreißen.
Das ohne Baugenehmigung errichtete Nest hätte ein Kollisionsrisiko der Tiere mit einem geplanten Windpark dargestellt. Windkraft 1 : Störche 0.

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Rückkehr von Diesel und Benziner?

Eine Anmerkung zum Artikel im Blog vom 24.01.2022 zum Thema „Rückkehr von Diesel und Benziner?“. Im verlinkten Artikel von „Inside Digital“ werden verschiedene kritische Aspekte zu dem E-Autos benannt. Ein Problem ist die Beschaffung der Rohstoffe für die Batterien. Neben der Tatsache, dass die Materialien oft unter äußerts fragwürdigen Arbeits- und Umweltbedingungen abgebaut werden, besteht das Problem, dass gar nicht genug Rohstoffe verfügbar sind, um alle Verbrenner durch E-Fahrzeuge zu ersetzen. Ein weiteres Problem ist die spätere Entsorgung der anfallenden Altbatterien.

Vor einigen Tagen wurde im Blog am 20.01.2022 über den Kältetest von E-Fahrzeugen berichtet. Die Kapazität der Batterien geht bei Kälte stark zurück. Die möglichen Reichweiten reduzieren sich erheblich. Im Test wurde auf den Einsatz der Heizung verzichtet, auch dadurch wird die verfügbare Energie und damit die Reichweite weiter reduziert.

Es zeigt sich wieder einmal, dass mit Gewalt eine neue Technologie durchgesetzt werden soll, ohne dass eine ausreichende Entwicklung vorliegt. Es wird ja schon lange an E-Autos geforscht, doch bisher ist es nicht gelungen, diese annähernd an die Leistungsfähigkeit der Verbrenner heranzubringen. In den 1970er Jahren wurde ein Konzept verfolgt, dass an Tankstellen ein komplettes leeres Batteriepaket gegen ein aufgeladenes Paket ausgetauscht wird. Doch trotz langjähriger Entwicklung liegt die Leistungsfähigkeit der E-Autos weit hinter den Verbrennern.

Neben den Problemen bei der Materialbeschaffung für die Batterien, fallen die geringe Reichweite und die langen Ladezeiten ins Gewicht. Die Nutzbarkeit der E-Fahrzeuge ist damit doch erheblich eingeschränkt. Es wäre doch sinnvoll, eine neue Technologie einzuführen, wenn diese der bestehenden Technik überlegen oder zumindest gleichwertig ist. Doch da kann beim E-Auto nicht die Rede sein.

Mit der staatlichen Förderung von E-Fahrzeugen verstößt der Staat auch gegen sein eigenes Gesetz, das Lieferkettengesetz. Danach soll bei der Beschaffung von Materialien aus dem Ausland auch die Arbeits- und Umweltbedingungen eingefordert werden. Das trifft jedoch bei der Beschaffung der Rohstoffe für die Batterien der E-Autos nicht zu.

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Youtube:

GLOBALink | Tonga volcanic eruption not likely to cause global climate change: volcanologist

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Blackout News am 30.12.2021:

Grundversorger verweigert Ersatzversorgung mit Gas

Die Gaspreise stiegen seit Jahresbeginn um bis zu 400 Prozent. Dies hat dazu geführt, dass mehrere kleinere Gasversorger Insolvenz anmelden mussten. Denn die Versorger können die gestiegenen Kosten aufgrund der laufenden Verträge nicht an ihre Kunden weitergeben.

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ZEIT am 20.1.2022:

Großes intaktes Korallenriff vor der Küste Tahitis entdeckt

Forscher haben in Französisch-Polynesien „eines der größten Korallenriffe der Welt“ entdeckt. Es liegt tiefer als viele andere Riffe – und ist in viel besserem Zustand.

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Marijn Poels bei Gunnar Kaiser:

„Hätte deine Stimme keine Macht, würde man dich nicht zum Schweigen bringen wollen“ – Marijn Poels

The science is settled – die Wissenschaft ist sich einig. Das ist doch so, oder? Stimmen all die alarmistischen Behauptungen im Zuge des Klimawandels oder der Coronakrise? Was davon ist tatsächlich wissenschaftlich belegt? Stimmt es, dass die Wissenschaft ihren Beweis erbracht hat und es keinen Grund mehr für eine Debatte gibt? Warum reden wir nicht mit denen, die die Dinge anders sehen? Gibt es diese Positionen etwa gar nicht? Es gibt sie, weiß Filmemacher Marijn Poels, und zwar viele. Diesen Stimmen der Ungehörten, wie er sie nennt, möchte der Journalist in seinen Dokumentarfilmen die Aufmerksamkeit schenken, die ihnen im medialen Diskursraum verwehrt bleibt. „Doch hätte deine Stimme keine Macht“, so die Redewendung, „würde man nicht versuchen, dich zum Schweigen zu bringen“. Im Gespräch mit mir redet Marijn Poels über totale künstlerische Freiheit, Investigation in Themen, die Menschen wirklich hören wollen, über das Geschäft mit der Angst, das einem modernen Ablasshandel gleicht, Krisenmanagement sowie Mechanismen der gesellschaftlichen Zensur, die dann zum Vorschein kommen, wenn sich – wie bei Corona und dem Klimawandel – „die Wissenschaft bereits einig ist“. Marijn Poels ist niederländischer Filmemacher, Journalist und Aktivist. In seinen Dokumentarfilmen wagt er es seit jeher, abweichende und ungehörte Positionen zu beleuchten – ob zum Stand der Klimaforschung, zur Lage der Meinungsfreiheit oder den Menschenrechten. https://www.marijnpoels.com/