Grönlands Eiskern-CO2 während der letzten 1000 Jahre

FAZ am 13.7.2021:

So soll Europa seine Klimaziele erreichen

Die EU will den CO2-Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent senken. Die zentrale Frage aber ist unbeantwortet: Wie? Die Kommission legt dazu am Mittwoch ein Paket aus mehr als einem Dutzend Vorschläge vor. Ein Überblick.

Die EU hat da mal was vorbereitet: Was sich anhört wie ein Fitnessprogramm für Senioren ist in Wahrheit ein Bürokratie-Monster zum Geldeintreiben! Am 14.07.2021 wurde abgestimmt.

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier noch einige Anmerkungen zum Blog vom 12. 07. 2021. In einem Beitrag wurde über „Gehirnwäsche für unsere Kinder“ berichtet. Darin ging es um Kinderbücher, in welchen die schrecklichen Folgen des „menschgemachten Klimawandels“ berichtet wird. Den Kindern wird im jungen Alter die „offizielle“ Linie beigebracht. Die Kinder haben nicht die Möglichkeit, durch eigene Kenntnisse und Erfahrungen, eigene Schlüsse zu ziehen. So werden sie bereits im frühen Alter auf eine feste Richtung geprägt.

Im Blog wurde ein Video angeboten mit dem Titel; „Lautes Schweigen“. Es ging um die Frage, ob in unserer Gesellschaft eine freie Meinungsäußerung noch möglich ist. In der Diskussion waren zwei Akteure, Prof. Harald Welzer – Sozialpsychologe und Soziologe, und Prof. Norbert Bolz – Medien und Kommunikationswissenschaftler. Während Prof. Harald Welzer eine uneingeschränkte freie Meinungsäußerung befürwortete, stellte Prof. Norbert Bolz diese Möglichkeit sehr in Frage. Danach ist eine freie Meinungsäußerung teilweise nur zu einem hohen Preis möglich (z. B. Verlust des Arbeitsplatzes).

In der Diskussion wurden verschiedene Aspekte angesprochen. Als die Diskussion zum Thema Klimawandel kam, wurde es doch etwas merkwürdig. Prof Welzer brachte das Argument, es gebe ja eine gewisse Evidenz mit dem Klimawandel, worauf Prof. Bolz antwortet: „das bezweifelt wohl auch kein vernünftiger Mensch“.

In der weiteren Gespräch wurde von Prof. Bolz um Diskussionen mit den „sogenannten Klimaleugnern“ nachgefragt, woraufhin Prof. Welzer antwortete: „Was soll ich mit Klimaleugnern sprechen, ich spreche auch nicht mit Holocaust-Leugnern“. Im weiteren Gespräch stellte Prof. Welzer die Behauptung auf, dass 99,5% aller Fachleute aus verschiedenen Disziplinen zum gleichen Ergebnis kommen (dem menschgemachten Klimawandel).

Damit wurde klar gezeigt, dass die freie Meinungsäußerung nicht einfach möglich ist. Außerdem wurden diejenigen, die nicht die Alarmlinie vertreten, als „Klimaleugner“ verunglimpft und in einen Topf mit Holocaust-Leugnern geworfen werden. Ein aktuelles Beispiel ist gerade im Blog dargestellt worden, mit dem australische Ozeanwissenschaftler Peter Ridd, der für seine Meinung seine Anstellung an der Universität verloren hat.

Es sieht so aus, dass es eine offizielle Meinung gibt und wer davon abweicht wird verunglimpft.

Viele Grüße

Dipl. Ing. Martin Krohn

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Wetter.de am 12.7.2021:

Fragen an RTL-Meteorologen Björn Alexander: Überall Hitzewellen, nur bei uns kaum Sommer – warum?

Warum ist es woanders so heiß und bei uns regnerisch?

Weltweit geht es vielen Hitzerekorden an den Kragen. Sei es im Norden wie im Süden Europas (mehr dazu im Video), in den USA oder die neuen Fabelrekorde in Kanada. Aber in Deutschland lässt uns der Sommer 2021 oft im Regen stehen. Woran liegt das? Wir sprechen mit dem RTL-Meteorologen Björn Alexander über die Zusammenhänge.

Was ist der Grund für diese teilweise krassen Temperaturrekorde?

„Zuerst einmal legt die Grundtemperatur durch den Klimawandel schon von sich aus weiter zu“, erklärt RTL-Meteorologe Björn Alexander. „Betrachten wir beispielsweise die Zeiträume zwischen 1961 und 1990 im Vergleich zum Klimazeitraum von 1991 bis 2020, dann sehen wir, dass die Temperaturen im Durchschnitt um rund ein bis zwei Grad angestiegen sind.” Doch das alleine würde kaum reichen, erläutert der Meteorologe und verweist auf einen weiteren, gravierenden Punkt, der auch den unwetterlastigen Sommer hierzulande erklärt.

Weiterlesen auf Wetter.de

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Science Media Center Germany am 2.7.2021:

Die Antarktis im Klimawandel

Am 01.07.2021 vermeldete die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) einen neuen Temperaturrekord für die Antarktis: 18,3 Grad Celsius zeigten am 06.02.2020 die Thermometer an der Esperanza-Station auf der Antarktischen Halbinsel [a]. Nur drei Wochen vorher erschien eine Studie im Fachjournal „Science Advances“, die zeigt, dass sich der Rückzug des Schelfeises vor dem riesigen Pine-Island-Gletscher in der Westantarktis in den letzten Jahren besorgniserregend beschleunigt hat [b][c]. So sehr, dass die Diskussionen um das Erreichen des Kipppunktes des westantarktischen Eisschildes mit neuer Intensität geführt werden. Eine weitere aktuelle Studie geht der Frage nach, welche Ursachen es hat, dass das Meereis in der Antarktis – anders als in der Arktis – weitgehend stabil ist [d][e].

Bereits in der jüngeren Vergangenheit haben die Beobachtungen möglicher Folgen des Klimawandels in der Antarktis große öffentliche Aufmerksamkeit erlangt. So etwa, als eine Studie belegte, dass pro Jahr mehr als sechsmal so viel antarktisches Eis verloren geht als noch in den 1980er Jahren [f]. Oder als nach dem Abbruch eines riesigen Eisberges vom Eisschelf Larsen C die Frage aufkam, inwiefern dies eine Folge des Klimawandels sein könnte [g]. Sicher ist: Auch in der Antarktis sind deutliche Veränderungen durch den Klimawandel zu beobachten. Dabei stellt sich aber die Situation in den verschiedenen Regionen des Kontinents durchaus unterschiedlich dar. Wir haben daher einige Experten gebeten, ein paar generelle Fragen zur Situation in der Antarktis zu beantworten.

Gigantische Eisschilde bedecken nahezu den kompletten Kontinent. Die Veränderungen dieser Eisschilde werden dominiert durch den Gletscherfluss und durch den Schneefall. In der Summe hat der Rückgang der Eismassen in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen: Sind in den 1980er Jahren noch 40 Gigatonnen Eis pro Jahr geschmolzen, so sind es inzwischen über 250 Gigatonnen pro Jahr [f]. Am stärksten sind dabei Regionen in der Westantarktis betroffen, auch wenn sich bereits in der Ostantarktis erhebliche Effekte zeigen – was lange so nicht erwartet wurde. Alle betroffenen Gebiete liegen in der Nähe von warmen, zirkumpolaren Tiefenströmungen des umgebenden Meeres. Eine wichtige Rolle spielen dabei die den Küsten vorgelagerten Eisschelfe – große, auf dem Wasser schwimmende Eisplatten, die noch in Verbindung stehen mit den Gletschern und Eiskappen des Festlandes. Diese Schelfe werden in vielen Regionen immer labiler. Werden sie dünner, brechen auf oder verschwinden ganz, fließen die Gletscher schneller ins Meer ab, weil sich der Gegendruck des Schelfeises verringert. Dieser Prozess beschleunigt dann weiter den Eisverlust über dem Kontinent. Das insgesamt in den Eisschilden der Antarktis gespeicherte Wasser entspricht einem potenziellen Meeresspiegelanstieg von 58,3 Metern [h].

Neben Eisschilden und Schelfeis spielt in der Antarktis auch das Meereis eine wichtige Rolle. Anders als in der Arktis ist es hier nicht rückläufig. Über viele Jahre wurde sogar eine Zunahme der Meereis-Bedeckung gemessen, nur unterbrochen von einem Rückgang zwischen 2016 und 2018, dessen Ursachen eine aktuelle Studie aus dem Juni 2021 untersucht [d]. Generell unterliegt das arktische Meereis sehr großen jahreszeitlichen Schwankungen.

Weiterlesen beim Science Media Center Germany

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Passend dazu dieser frühere Beitrag des Science Media Center Germany vom 27.8.2021:

Situation des Grönlandeises und seine Rolle in Klimaprozess

In den zurückliegenden Tagen und Wochen wurden wieder vermehrt Studien veröffentlicht, die die Entwicklung des grönländischen Eisschildes beschreiben und mögliche Zukunftsszenarien diskutieren. Einige dieser Arbeiten fanden eine durchaus beachtliche Resonanz in den Medien. Generell besteht bei allen neuen Publikationen keinerlei Zweifel an der Tatsache, dass das Eis in Grönland immer schneller in immer größerem Umfang schmilzt und dabei einen großen Anteil zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt. Daher ist es immer eine gewisse Herausforderung, den qualitativen Wissenszuwachs durch jede neue Arbeit zu ermessen. Wir haben daher einigen Expertinnen und Experten ein paar generelle Fragen zur Situation des Grönlandeises gestellt.

Unbestritten ist: Das Eis in Grönland schmilzt in ungekannten und sich beschleunigendem Umfang [1]. Dabei spielen sowohl Prozesse an den Gletscherfronten als auch das Abschmelzen auf der gesamten Oberfläche des Eisschildes eine Rolle. Bis noch in die frühen 1990er-Jahre waren die Eismassen im Gleichgewicht und trugen bis dahin nicht zum Anstieg des Meeresspiegels bei [2]. Gegenüber dem Zeitraum von 1997 bis 2006 hat sich der Massenverlust des grönländischen Eisschildes im Zeitraum 2007 bis 2016 inzwischen verdoppelt [3]. Der aktuelle Beitrag zum globalen Anstieg des Meeresspiegels ist größer als der der Antarktis [4]. Jährlich 0,76 Millimeter der insgesamt 3,5 Millimeter Meeresspiegelanstieg gehen auf die Vorgänge in Grönland zurück [5]. Das Abschmelzen des gesamten Eises in Grönland würde zu einem Meeresspiegelanstieg von 7,4 Metern führen [5]. Der grönländische Eisschild wird als eines der Kippelemente des Klimasystems diskutiert [6]. Das Abschmelzen großer Eismassen könnte enorme Auswirkungen auf andere klimarelevante Systeme haben. So wird zum Beispiel seit vielen Jahren untersucht und diskutiert, inwiefern der Eintrag des Schmelzwassers in den Nordatlantik Auswirkungen auf den Golfstrom hat [7].

Die in jüngster Zeit veröffentlichen Studie untersuchen verschiedene Fragestellungen des grönländischen Eisschildes. Eine Publikation von Michaela King et al. [8] findet, dass die Zunahme des Gletscherabflusses fast ausschließlich auf den Rückzug der Gletscherfronten zurückzuführen ist und nicht auf Prozesse des Inlandeises. Die Autorin beschreibt einen neuen dynamischen Zustand des anhaltenden Massenverlustes, der auch dann anhalten würde, wenn das oberflächliche Abschmelzen des Eises sich verlangsamen würde. Dies führte zu Überschriften wie „Eisschmelze in Grönland nicht mehr aufzuhalten“. Eine Studie von Ingo Sasgen und weiteren [9] findet, dass nach vergleichsweise moderaten Schmelzvorgängen im Zwei-Jahres-Zeitraum 2017/2018 das Jahr 2019 einen derartig großen Eisverlust aufweist, dass das bisherige Rekordjahr 2012 um 15 Prozent übertroffen wurde. Am gleichen Tag erschien die Arbeit von Ellen Corrick und weiteren [10], die beleuchtet, inwiefern abrupte Erwärmungen in Grönland während der letzten Eiszeit zeitlich nahezu synchron mit relevanten Klima-Ereignissen in anderen Regionen der Erde stattfanden und diskutiert, inwiefern dies so auch künftig wieder möglich ist.

Wir möchten mit diesen Einschätzungen von Experten einen generellen Überblick zu diesem Thema anbieten, damit deutlich wird, vor welchem Wissenshintergrund sich die wissenschaftliche Debatte abspielt, ohne dass dabei eine einzelne Studie im Mittelpunkt steht.

Wir haben die folgenden Fragen gestellt:

Weiterlesen beim Science Media Center Germany

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Renee Hannon auf WUWT:

Greenland Ice Core CO2 during the past 1,000 years

Introduction
This post compares CO2 ice core measurements from Greenland to those from Antarctica over the last millennium. Paleoclimate studies typically use only Antarctic ice cores to evaluate past CO2 fluctuations. This is because the entire Greenland CO2 datasets were deemed unreliable due to chemical reactions with impurities in the ice and therefore have not been used in studies since the late 1990’s. This post will demonstrate that CO2 data from Greenland ice cores have scientific value and respond to key paleoclimate events such as the Little Ice Age and Medieval Warm Period.

Antarctic Ice Core CO2 Trends
Antarctic ice CO2 data is readily available and has been studied extensively (Bauska, 2015, Ahn, 2012, Siegenthaler, 2005 and Rubino, 2019). Most of the focus of recent studies has been on high snow accumulation sites which tend to have higher resolution and less smoothing of the trapped gas age in ice bubbles due to the firn to ice transition. Gas age width and resolution ranges from 10 years in Law Dome ice cores to 65 years in Dronning Maud Land DML. Figure 1 shows CO2 data from Antarctic high-resolution ice cores over the past millennium.

Ahn et al, 2012, compiled CO2 records from the West Antarctic Ice Sheet (WAIS) and compared them to other key datasets such as Dronning Maud Land (DML), and Law Dome. Their study recognizes and discusses elevated CO2 during the Medieval Warm Period (MWP) at 1000 AD, decrease of CO2 around 1600 AD during the Little Ice Age (LIA) and the subsequent rapid increase beginning around 1850 AD.

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Alex Reichmuth am 6.7.2021 auf Nebelspalter:

Windräder bremsen sich gegenseitig aus

Regelmässiger Wind, keine Konflikte mit Anwohnern: Windparks vor der Küste gelten als grosse Hoffnung der Energiewende. Doch eine deutsche Studie dämpft die Erwartungen: Die Räder im Meer nehmen sich gegenseitig den Wind weg, was die Leistung empfindlich schmälert.

Weiterlesen auf Nebelspalter (kostenpflichtig)

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Andy May auf WUWT:

Climate Sensitivity to CO2, what do we know? Part 1.

The IPCC claims, in their AR5 report, that ECS, the long-term temperature change due to doubling the atmospheric CO2 concentration or the “Equilibrium Climate Sensitivity,” likely lies between 1.5° and 4.5°C, and they provide no best estimate (IPCC, 2013, p. 85). But their average model computed ECS is 3.2°C/2xCO2. Here, “°C/2xCO2” is the temperature change due to a doubling of CO2. They also claim that it is extremely unlikely to be less than 1°C. ECS takes a long time, hundreds of years, to reach, so it is unlikely to be observed or measured in nature. A more appropriate measure of climate sensitivity is TCR, or the transient climate response, or sensitivity. TCR can be seen less than 100 years after the CO2 increase, the IPCC claims this value likely lies between 1° and 2.5°C/2xCO2, their model computed average is 1.8°C/2xCO2 (IPCC, 2013, p. 818).

The CO2 climate forcing, or the net change in radiation retained by Earth’s atmosphere associated with these scenarios is 3.7 W/m2 (IPCC, 2007b, p. 140). Using these values, we can calculate a surface air temperature sensitivity to radiative forcing (RF) of 1.8/3.7 = 0.49°C per W/m2. These values are inclusive of all model-calculated feedbacks.

The IPCC explicitly state that they believe cloud, water vapor and albedo feedbacks are all positive and claim both model and observational evidence for this (IPCC, 2013, p. 82). They admit that cloud feedback, especially low cloud feedback, is poorly constrained and the source of most of the spread in model results (IPCC, 2013, p. 817). Cloud feedback is poorly understood; but it can offset the entire estimated human impact on climate. According to CERES satellite measurements, the net RF of clouds has recently varied from -13 to -25 W/m2 as shown in Figure 1. Both numbers are negative, which means that overall clouds cool the earth. If the IPCC claims that doubling CO2 will increase RF about 3.7 W/m2 at Earth’s surface are true, this is less than the change in yearly cloud RF. For more on clouds and global warming, see here.

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Michael Lingemann am 6.7.2021 auf Facebook:

Interessant: Auszug aus dem Science Magazine von 1975. Schon damals hatte man offensichtlich schon den Zusammenhang zwischen einem welligem, meridionalem Jetstream und kühleren Phasen und einem mehr zonalen, weniger welligeren Jetstream und wärmeren Phasen erkannt. Es gibt immer wieder Beobachtungen und Theorien, die einen Zusammenhang dieses Phänomens mit der solaren Aktivität sehen. Schaut man sich die Amplituden-Höhe der ca 11 jährigen Schwabezyklen an, ist da durchaus eine Zuordnung ableitbar. Zur kleinen Eiszeit (LIA) wird auch von solchen sehr starken Wechseln von Warmluft/Kaltluftmassen mit extremen Wetterphänomen (Gewitter etc.) berichtet.

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