Future for Fridays? Streitschrift eines jungen „Fridays for Future“-Kritikers

Technikfolgeabschätzung ist nicht sehr beliebt. Das betrifft auch Windkraft. n-tv zeigt einem Artikel, warum es bei Offshore-Anlagen große Probleme geben könnte. Es fehlen offenbar ein Konzept, die Technik und das Personal. Wieso werden Anlagen genehmigt bei denen nicht einmal der Rückbau geregelt ist? Deutschland wird seinem Ruf als Land, in dem es für alles eine Vorschrift gibt, nicht gerecht.

„Die bisherigen Rückbauprojekte haben einen Mangel an Dokumentation offengelegt“, sagte der HWWI-Forscher Mirko Kruse. „So waren beispielsweise die verwendeten Materialien der Anlagen nicht im Einzelnen aufgeführt, und auch die Menge des verwendeten Betons im Fundament lag deutlich höher als ursprünglich angenommen.“

Das Problem der Fundamente haben auch Onshore-Anlagen. 1.300 Kubikmeter Beton und 180 Tonnen Stahl gehen in solche Kolosse. Der „Rückbau“ der gewaltigen Fundamente bedeutet nämlich oft nur, dass der erste Meter abgetragen wird, der Rest bleibt im Boden versiegelt ihn. Ein Artikel des NDR aus dem Jahre 2018 bringt die Problematik auf den Punkt. Für Schleswig-Holstein ging man von 3 Millionen Quadratmetern versiegelter Fläche durch Windkraft aus. Als besonderer Gag kommt nun, dass ausgerechnet die Öl- und Gasförderindustrien aushelfen könnten, weil die so einen Rückbau von Offshore-Anlagen bereits kennen.

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Ein ehemaliger Fridays For Future (FFF) Aktivist packt aus. Clemens Traub hat ein kritisches Buch über seine Zeit in der Bewegung geschrieben. Ein kleines Lehrstück über vermeintliche moralische Überlegenheit und das Fehlen jegliche Empathie.

Future for Fridays?: Streitschrift eines jungen „Fridays for Future“-Kritikers

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Wenn sie erstmal brennen, dann brennen sie auch lange und können nicht ohne weiteres gelöscht werden: Elektroautos. Auf Twitter gibt es einen Fall aus Florida zu sehen. Man fragt sich, was passiert in einem solchen Fall einer Garage, in der möglicherweise noch weitere Autos stehen oder in einem Parkhaus?

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Wer eine Rotmilan-Population in der Nähe hat, dem sei dringend geraten, sich noch mal schnell Erinnerungsfotos dieser Flugkünstler zu machen. Im Schatten von Corona hat eine Umweltministerkonferenz jetzt den offiziellen Segen zum Schreddern der Vögel gegeben. Der Mannheimer Morgen berichtet.

„Schulze sagte, es dürften auch in Zukunft nicht einfach Tiere von den Windrädern getötet werden. Es sei aber abzuwägen, ob sie jeweils für die gesamte Population einer Tierart von Bedeutung seien oder nicht.“

Ob der Umweltministerin die Studie des NABU aus Oktober 2019 bekannt ist, der nicht im Verdacht steht, Lobbyist der fossilen Brennstoffe zu sein? Hört auf die Wissenschaft, aber nur, wenn es zur eigenen Agenda passt. Ein weiteres Beispiel für Naturzerstörung im Namen des Klimaschutzes.

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Robert Habeck zu seinem Berater: Das war ja ein toller Tipp mit der EEG Umlage und den Steuern. Interessiert niemanden.
Berater: Robert, deine Steuerkompetenz nimmt man dir nach der Nummer mit der Pendlerpauschale nicht mehr so richtig ab. Benzinpreis, Steuerminderung und Entfernung sowie Kilometer zu verwechseln, das war halt nicht so gut.
Robert Habeck: OK, sehe ich ja ein, es muss doch aber irgendwas geben mit dem ich punkten kann?
Berater: Mach was mit Fleisch. Du bist doch Vegetarier, vielleicht nehmen die Leute dir das wenigstens ab. Und wegen Corona und den Schlachthöfen passt das doch zum Zeitgeist.
Robert Habeck: Gut, ich rufe den Spiegel und Funke Medien an, die drucken sonst auch alles, was ich denen erzähle. Diese verdammte Talfahrt muss doch mal aufhören.

Wieder ein fiktives Gespräch, aber so hätte es sein können. Der SPIEGEL hat geliefert. Funke Medien auch.

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James Bond hat die Lizenz zum Töten. Windräder sollen sie demnächst auch erhalten, jedenfalls für Tiere, ganz besonders Vögel. Erneuerbareenergien.de hadert in einem Artikel mit dem signifikanten Tötungsrisiko. Anlass ist die Umweltministerkonferenz, wo über das Thema Windkraft und Artenschutz diskutiert wurde. Vögel, so lernen wir, haben gefälligst ein Grundrisiko hinzunehmen, dazu gehört Straßenverkehr. Und eigentlich sollen nach dem Artikel auch Windkraftanlagen (WKA) dazu gehören. Schon wäre man fein raus, denn weitergedacht, ist es dann egal, ob an einem WKA Standort Vögel zu Schaden kommen. Erst wenn die Art insgesamt gefährdet ist, soll es Konsequenzen geben. Für einige Tierarten könnte es zu spät sein.

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Seismische Schwingungen durch Windkraftanlagen (WKA)? Ja, das sagt eine englische Studie und warnt davor, im Umkreis von 10 km von Erdbebenwarten WKA zu errichten, weil ansonsten die Erdebenbeobachtung beeinträchtigt wird. Was passiert eigentlich bei Offshore-Anlagen in Bezug auf die Schwingungen unter Wasser? Interessanterweise gibt es Studien über die Situation in der Irischen See, die extrem viel WKA hat. Dort gingen offenbar die Fischbestände und auch die Seevögelbestände zurück seit es die Anlagen gibt.