Fridays for Future: LGBTQIA+ besonders stark vom Klimawandel betroffen

Nehmen die Tornados aufgrund des Klimawandels zu? Dieser Frage widmet sich die Uni Hamburg in einem Artikel. Interessant sind dabei mehrere Aspekte. Da ist zum Beispiel der Einfluss der natürlichen Klima-Phänomene:

El-Niño/La-Niña haben in den USA einen Einfluss auf die atmosphärische Zirkulation (insbesondere den Jetstream). Es scheint, dass sich Verschiebungen des Jetstreams auch auf die Gewitteraktivität auswirken. El-Niño tendiert dazu, den Jetstream nach Süden zu verlagern, was die feuchte Luft aus dem Golf von Mexiko blockiert und den »Treibstoff« für Gewitter reduziert. Auf der anderen Seite ist La-Niña nach dem derzeitigen Stand der Forschung mit einer Nordwärts-Verschiebung des Jetstreams assoziiert, was zu einer Verstärkung der Unwetteraktivität im Süden und Südosten führen kann. Die historischen Tornado-Ausbrüche in den Jahren 1974, 2008 und 2011 unter den Bedingungen von La-Niña sprechen dafür.

In dem Papier wird auch über die Frage der Zunahme von Tornados gesprochen – allerdings ohne eine eindeutige Aussage. Das könnte einfach daran liegen, dass die Wissenschaft noch längst nicht alles weiß bei diesem Thema.

“Seit Beginn des 21. Jahrhunderts nehmen die Tornadomeldungen zu; das ist wahrscheinlich auf eine erhöhte Sensibilisierung und größere Aufmerksamkeit der Bevölkerung zurückzuführen. Auch durch die größere Anzahl installierter Doppler-Radare werden Unwetterereignisse besser registriert. Dazu kommt die enge Zusammenarbeit zwischen Wetterdiensten und Skywarn in mehreren Ländern. Zahlreiche Tornados werden zudem über sog. Social Media gemeldet.

Allerdings beobachten wir als Folge der Erderwärmung im Allgemeinen eine Anhäufung heißer Tage und Nächte. Dadurch wird das Auftreten der Bedingungen für konvektive Unwetter, wie Tornados, je nach Klimaszenario zunehmen (Púcik et al. 2017). Die Hauptursache hierfür ist die prognostizierte Zunahme der Luftfeuchtigkeit in Bodennähe und die daraus resultierende Labilität, während sich die Windscherung kaum verändert.

Um das Verständnis der beobachteten Veränderungen bei extremen Klimabedingungen zu verbessern, müssen genauere Analysen durchgeführt werden. In USA beschäftigt sich das North American Climate Extremes Monitoring (NACEM) mit dieser Frage.

Die Zukunftsszenarien der Klimaforschung sagen für Deutschland bis 2050 im Sommer zunehmend längere Hitzeperioden voraus. Die Wetterlagen, in denen Tornados in Mitteleuropa am häufigsten vorkommen werden, sind eher durch die Intensität des Vorstoßes feuchtwarmer Luft gekennzeichnet. Ein Beispiel dafür stellt der größte europäische Tornadoausbruch am 24. und 25. Juni 1967 dar (Antonescu et al. 2018). Im Gegensatz dazu würden lange Trockenperioden oder schwächerer Höhenwind das Tornadorisiko mindern.”

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Auf was könnte sich Fridays For Future (FFF) Deutschland beziehen, wenn man dieses Posting bei Twitter liest?

(Abbildung: Screenshot Twitter)

Wer auch erst einmal überlegen musste, für was die in der letzten Zeit immer länger werdenden Buchstaben der Abkürzung stehen: Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual/Transgender, Queer, Intersexual und Asexual. Was genau bedeutet ein sich wandelndes Klima für Menschen mit bestimmten sexuellen Orientierungen? Scheint die Sonne nicht für alle gleich? Der oben genannte Nachweis könnte spannend sein. Er wurde leider nicht geliefert von FFF. Auf dem Klima-Ticket reisen viele Gruppen mit.

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Saudi-Arabien steht nach Informationen von Financial Times bereit, mögliche russische Ausfälle beim Erdöl aufzufangen. Gemeint ist damit ein Embargo durch den Westen. Russlands Außenminister Lavrov wird in Kürze in das Land reisen. Was könnte er dort anbieten? Womit könnte er drohen?

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Offshore-Ausbau bei Windkraft nimmt an Fahrt auf. Das berichtet Enformer, der Energieblog von RWE.

“Demnach wird der aktuelle Rekordwert von 3,8 GW aus dem Jahr 2019 übertroffen. Nach dem schwachen vergangenen Jahr (1, 8 GW) kann die europäische Offshore-Wind-Branche den Ausbau also deutlich steigern. In den kommenden Jahren werden die Neu-Installationen den Prognosen zufolge sogar noch deutlich wachsen.

Die Experten von Rystad Energy schätzen, dass 2023 Offshore-Windparks mit einer Kapazität von 7,3 GW installiert werden. Und 2025 wird der Zubau sogar bei 8,6 GW liegen – das wäre mehr als eine Verdopplung im Vergleich zum diesjährigen Rekordwert.”

Das Wachstum wird vor allem durch die britische Offshore-Windbranche getrieben. Ungefähr dreiviertel aller Windturbinen werden vor der britischen Küste installiert. Der Zubau von 3,2 GW ist für das Vereinigte Königreich eine neue Rekordmarke. Auf Platz zwei und drei liegen Frankreich und Deutschland.”

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Deutsches Forschungsteam entwickelt effizienteste Solarzelle der Welt. Wie der Spiegel berichtet, ist es deutschen Forschern gelungen den Wirkungsgrad einer Solarzelle deutlich zu erhöhen. Die Kehrseite der Medaille, die Steigerung funktioniert nur im Labor, wo das Sonnenlicht vielfach konzentriert wurde.

“Das Team in Freiburg nutzte eine Mehrfachsolarzelle, für die Solarzellen aus verschiedenen Materialien kombiniert werden, und optimierte jede einzelne Schicht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nahmen prozesstechnologische Verbesserungen an den Metallkontakten vor und bauten verbesserte Antireflexionsschichten ein. Dadurch hätten sich die Widerstandsverluste ebenso verringert wie die Reflexion an der Vorderseite der Zelle.

»Wir sind begeistert von diesem Ergebnis«, sagte der beteiligte Wissenschaftler Frank Dimroth. »Wir wollen mit unserer Arbeit einen Beitrag leisten, um die konzentrierende Fotovoltaik noch effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen, denn wir glauben, dass dies die nachhaltigste Form der erneuerbaren Stromerzeugung ist.«

Weiterlesen im Spiegel

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Die Naturschutz-Initiative hat einige Stimmen zur geplanten Abschaffung von Artenschutz zusammengetragen. Es geht vor allem um den Ausbau der Windkraftanlagen in Wäldern, den die Autoren kritisch sehen. Ein Auszug:

“Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, Evolutionsbiologe, Direktor des Centrums für Naturkunde an der Universität Hamburg:

„Das zeigt auch der höchst bedenkliche Beschluss der Ampel-Koalition, hierzulande den Arten- und Naturschutz notfalls in den Wäldern und auf den Feldern schneller als bisher weiteren Windkraftanlagen und Stromtrassen zu opfern, und jedes Grün in und am Rand der Städte dem Wohnungsbau oder der Industrieansiedlung. In jedem Fall einmal mehr wirtschaftlicher Ausbau auf Kosten der Natur. Echte Transformation ist das ebenso wenig wie ein Eppendorfer SUV mit Elektroantrieb statt Verbrenner“, so der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Matthias Glaubrecht.

„Doch dadurch kommt die zweite große Krise dieses Jahrhunderts – der globale Verlust biologischer Vielfalt – erst recht viel zu kurz im öffentlichen Diskurs.“

„Der Schutz der Biodiversität ist machbar, aber nur, wenn wir endlich akzeptieren, dass Ressourcen endlich und Natur samt ihrer Arten auf Konferenzen und in Koalitionen nicht länger verhandelbar sind. Ansonsten läuft die Zeit für den Erhalt der Biodiversität ab. Kunming im gerade begonnenen neuen Jahr ist unsere vermutlich letzte Chance auf einen anhaltenden Waffenstillstand in unserem Krieg gegen die Natur.“”