Es muss nur eine Annahme falsch sein oder eine Sache unberücksichtigt und schon fällt das ganze Modell in sich zusammen

Wohin mit dem Windrad Müll? Die Entsorgung ausgedienter Windkraftanlagen ist ein Problem, es dürfte sich mit zunehmender Zahl von abgebauten oder erneuerten Teilen in nächster Zeit drastisch erhöhen, denn bei immer mehr Windrädern läuft die Förderung aus.

Über das Problem der Entsorgung von Verbundwerkstoffen hat sich bereits 2017 eines der führenden Unternehmen aus dem Bereich Entsorgung Remondis in einem Interview durch Herwart Wilms, Geschäftsführer der Remondis Assets & Services, geäußert. In der Zeitschrift CAPITAL ist das Interview immer noch zu lesen und es hat nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil, das Problem wird noch sehr viel größer werden in nächster Zeit.

Über die Lösung des Problems haben wir in diesem Blog bereits berichtet. Neben dem Vergraben der ausgedienten Flügel wie in Wyoming, USA gibt es die Möglichkeit, die Verbundstoffe so zu zerkleinern, dass Zementöfen diese als Brennstoff nutzen können. Das ist aber in etwa so widersprüchlich wie zu einer Feier bei den Anonymen Alkoholikern eine Flasche Schnaps mitzubringen. Einer der Gründe für den deutschen Atomausstieg war die ungeklärte Frage des Abfalls. Bei Windkraft sieht die Situation leider nicht viel anders aus.

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Die Pilotprojekte für den E-Highway sind Thema in der FAZ. Die Geschichte liest sich auch dort wie erst kein Glück und dann auch noch Pech und wurde bereits im Dezember 2019 in diesem Blog beschrieben. Es hat sich in den 4 Monaten nichts geändert an der Situation. Die speziellen Scania LKW sind auf den Strecken so selten wie weiße Elefanten im Dschungel.

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Happy Schwurbel, mal wieder leider mit der Energiewende-Aktivistin Professor Claudia Kemfert. In der Nachrichtensendung NDR Info wurde sie interviewt. Es geht um das Thema Corona und den Lockdown der Wirtschaft bzw. welche Auswirkungen das auf die Umwelt hat. Ab 08:25 kann man ihr lauschen und wieder den Eindruck gewinnen, dass die Wirtschaft ausschließlich aus dem Bereich Erneuerbare Energien besteht. Warum eigentlich werden stets die gleichen Gesichter zu solchen Interviews eingeladen, im Fall von Frau Professor Kemfert müsste doch jedem Interviewer auffallen, dass da nur Buzzwords kommen.

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Die Google-Suche bringt es an den Tag. Das Interesse am Klimawandel nimmt ab, zu mindestens, wenn man die Suchanfragen bei Google nimmt. Die Kriterien dieser kleinen Analyse waren: Klimawandel, Deutschland und die letzten 12 Monate. Sehr gut zu erkennen der Peak im September mit der höchsten Zahl an Suchanfragen. In dem Monat gab es die großen Demonstrationen.

Auch eine Gegenprobe mit Climate Change, weltweit und wieder die letzten 12 Monate ergibt fast das gleiche Bild:

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„Unite behind the science“ ist ein hohler Begriff! Das wird am Fall der Virologie noch einmal überdeutlich. Auszug aus einem Interview mit dem Virologen Hendrik Streeck auf Zeit.de am 6.4.2020:

ZEIT ONLINE: Es gibt eine öffentliche Diskussion, ob die Politik zu sehr auf einzelne Experten hört. Wie ordnen Sie sich da selber ein?

Streeck: Zurzeit stützt man sich zu sehr auf Modellrechnungen. Aber diese Modelle stecken voller Annahmen, die niemand getestet hat. Und es muss oft ja nur eine Annahme falsch sein oder eine Sache unberücksichtigt und schon fällt das ganze Modell in sich zusammen.

ZEIT ONLINE: Haben Sie dafür ein Beispiel?

Streeck: In den – wirklich guten – Modellstudien des Imperial College über das Fortschreiten der Epidemie nehmen die Autoren zum Beispiel an, dass 50 Prozent der Haushalte, in denen es einen Fall gibt, sich nicht an die freiwillige Quarantäne halten. Woher kommt eine solche Annahme? Ich finde, wir sollten mehr Fakten schaffen.

[…]

ZEIT ONLINE: Außerdem haben die aktuellen Beschränkungen gewisse Nebenwirkungen. Sie haben Folgen für die Wirtschaft, auch die Arbeitslosigkeit nimmt zu und möglicherweise häusliche Gewalt und Suizide. Nehmen wir das alles ernst genug?

Streeck: Als Virologe kann ich nicht sagen, was die wirtschaftlichen und psychologischen Folgen sein werden.“

Ganzes Interview auf Zeit.de lesen.

Streeck verhält sich wie es sich für einen Wissenschaftler geziemt, was ihm Glaubwürdigkeit verleiht. Die Wissenschaft muss sich auf die Wissenschaft konzentrieren, Abstand von Aktivismus halten und Modelle mit der notwendigen Skepsis sehen. Weiterhin viel Erfolg bei Ihrer wichtigen Arbeit, Hendrik Streeck!

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In England kehrten Studenten in ihre Heimatstädte zurück, da die Universitäten aufgrund des Lockdowns geschlossen wurden. In der heimischen Isolation richtete sich einer der Studenten ein Home Office mit weitreichenden Experimentiermöglichkeiten ein. Aufgrund des „Social Distancing“ war der Student nun mit reichlich Zeit zum Denken ausgestattet, ohne manchmal störende Vorgaben durch seine Professoren. Die Monate der Isolation erwiesen sich als hochproduktiv, wobei der Jungforscher den Grundstein zum Verständnis des Gravitationsgesetzes und vieler anderer mathematischer und physikalischer Phänomene legte.

Der Name des damals 24 jährigen Studenten? Issac Newton. Dieser brachte sich 1665 vor der Pest in Sicherheit und tauschte damals seinen Studienort Cambridge vorübergehend gegen seinen Heimatort. Nachzulesen auf fee.org. Machen auch Sie das Beste aus der aktuellen Virenkrise, die hoffentlich auch irgendwann wieder zuende geht. Bleiben Sie gesund und produktiv, liebe Leser.