Endet gerade das Zeitalter der billigen Solarzellen?

Der Vulkan Manam auf Neuguinea ist ausgebrochen. Immer dann, wenn Vulkane große Mengen an Asche sehr weit in die Atmosphäre schicken, kann dieses auch Auswirkungen auf das Klima haben. Hier wird auf das Jahr ohne Sommer (1816) verwiesen, als der Vulkan Tambora auf Indonesien ausgebrochen war und das Wetter in Europa aber auch in den USA beeinflusste. In dem aktuellen Fall wurden Partikel bis 15.000 Meter in die Höhe geschleudert.

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Kann der Klimawandel Erdbeben auslösen? Laut Euronews durchaus, allerdings sprechen wir von Entwicklungen über sehr lange Zeiträume. Für kurzfristige Attribution wird es nicht taugen, was aber nicht bedeutet, dass genau dieses Argument kommen wird. Die Uhr läuft.

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Gabor Steingart kommentiert die Entwicklung in Sachen Energie bei den Grünen für den Focus. Atom, Gas, Kohle – alles böse: Bei der Energiewende sitzen die Grünen in der Sackgasse

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Die US-Luftwaffenbasis Eilson in Alaska soll einen Microreaktor erhalten, der den Stützpunkt mit Strom versorgen soll. Airforcetimes berichtete.

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Videotipp. Im Zuge der ERecht21-Konferenz sind einige Videos bei YouTube hochgeladen worden. In diesem Video referiert Thomas Moch zum Thema Zielkonflikt zwischen Artenschutz und Ausbau Erneuerbare Energien

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Lias Marie Kraus kommentiert bei Achgut die Situation bei Investitionen beim Klimaschutz.

“Natürlich kann man staatliche Investitionen als produktiv definieren. Eine Definition ist nie falsch. Sie scheint aber unsere Erfahrungen aus den zentralplanerischen Experimenten des vergangenen Jahrhunderts zu ignorieren. Und dennoch läuft diese Jahrhundertwette längst wieder. Staatlich zentrale Planung soll am Ende eine produktivere Wirtschaft hervorbringen. Der Ausgang der Wette liegt in der Zukunft. Dennoch sind bereits heute die Folgen der ideologisierten Klimapolitik, die nicht in Alternativen denken und keine Opportunitätskosten berechnen kann, spürbar. Wir erleben einen diesmal gewollten und selbst herbeigeführten Ölpreisschock, wie in den 70er Jahren. Der CO2-Preis muss die Inflation treiben, sonst wirkt er nicht.”

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Naturschutz und Biodiversität. Die Naturschutz Initiative sieht Defizite bei den aktuellen Sondierungen bzw. Koalitionsverhandlungen der möglichen Ampel-Koalition.

“”Das Sondierungspapier der zukünftigen Ampelkoalition greift viel zu kurz: Der Begriff Naturschutz kommt hier kein einziges Mal vor. Das Sondierungspapier der drei Parteien befasst sich zwar ausführlich mit den Folgen des Klimawandels, aber nur mit zwei Sätzen mit der Biodiversitätskrise. In Anbetracht des dramatischen Artensterbens, der Zerstörung der Lebensräume und dem ausufernden Ressourcenverbrauch dürfen wir dies nicht hinnehmen. Der allgegenwärtig vorherrschende CO2-Tunnelblick muss endlich ein Ende haben. Denn nicht der ebenfalls besorgniserregende Klimawandel ist in Mitteleuropa die größte Gefahr für die planetarischen Belastungsgrenzen, sondern die Zerstörung der Lebensräume, die industrielle Landwirtschaft und die massiven Stickstoff- und Phosphoreinträge. Im zukünftigen Koalitionsvertrag müssen SPD, Grüne und FDP erheblich nachbesser“, forderte Harry Neumann, Bundesvorsitzender der NI.”

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Die UNESCO stellt sich gegen den Ausbau des Pfälzer Walds mit Windkraft. Der SWR berichtete.

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Quo Vadis Fridays-For-Future? Wenn man sich das Interview von Carla Reemtsma in der taz ansieht, dann geht es um weit mehr als “nur” um Klimaschutz. Passend dazu ein weiteres Interview in der taz mit Luisa Neubauer und Tazio Müller von Ende Gelände. Dabei wirkt Neubauer erstaunlicherweise sogar als die deutlich gemäßigtere Akteurin. Abgerundet wird dieser Block durch einen Artikel in der NZZ, der zwar schon 2019 erschienen ist, aber immer noch Gültigkeit hat.

Von wegen nur Umweltschutz: In Wahrheit kämpfen die führenden deutschen Klimaaktivistinnen gegen Kapitalismus und Marktwirtschaft

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Saudi-Arabien will bis 2016 klimaneutral werden. Das berichtet die Tagesschau.

“Erst im März hatte der Kronprinz einen Klimaschutzplan vorgestellt, der unter anderem die Anpflanzung von Milliarden Bäumen in den kommenden Jahrzehnten vorsieht. Das Erdölland wolle seine Emissionen reduzieren, indem es bis 2030 die Hälfte seiner Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnt, sagte er damals.

In der ersten Phase sollen demnach mehr als 450 Millionen Bäume gepflanzt und acht Millionen Hektar geschädigtes Land wiederhergestellt werden. Saudi-Arabien erklärte außerdem, dass es neue „Schutzgebiete“ ausweisen werde. Mit diesem Schritt erhöhe sich der Anteil der geschützten Gebiete im Königreich auf mehr als 20 Prozent seiner Gesamtfläche, sagte bin Salman und fügte hinzu, dass die erste Phase der Klimaschutzinitiative mehr als 700 Milliarden Riyal (160 Milliarden Euro) kosten werde.”

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Hubert Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident von Bayern, ist wegen seiner schlichten Erkenntnisse ja manchmal zu beneiden. Was man nicht sieht, das existiert dann auch nicht mehr als Problem. So einfach kann die Welt sein. Windkraftanlagen in Wäldern sieht man auch nicht oder nur eingeschränkt, schon ist das Problem gelöst und in Bayern können dann 1.000 neue Anlage in Wäldern gebaut werden.

“Auch für Tiere und Pflanzen seien die Anlagen eine gute Nachricht, da die Gebiete ökologisch aufgewertet würden, sagte Aiwanger. Anstelle von Baum-Monokulturen würden auf den etwa 50 mal 50 Meter großen Bauflächen Blumen und Disteln wachsen, die vielen Tieren wie Schmetterlingen als Lebensraum dienten. Die für die Windräder gefällten Bäume könnten zudem andernorts wieder aufgeforstet werden.”

Die Süddeutsche Zeitung widmet sich dem Thema.

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In der Nähe von Heidenheim hat es eine Havarie einer Windkraftanlage gegeben. Ob der Sturm die Ursache war, ist noch unklar. In der Heidenheimer Zeitung steht ein Bericht über den Vorfall.

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Süddeutsche Zeitung am 25.10.2021:

CO2-Konzentration in der Atmosphäre erreicht neuen Höchststand

[…] Dem diesjährigen Treibhausgas-Bulletin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge erreichte die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre im Jahr 2020 einen neuen Höchststand von 413 ppm (parts per million, Teilchen pro Million). 2019 lag der Wert noch bei 410,7 ppm, vor der Industrialisierung bei 287 ppm.

Sehen Sie dazu den Kommentar in der Klimaschau #1:

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Immer wieder hört man, dass Energie aus Sonne und Wind immer billiger wird. Aber stimmt das? Bei den Solarzellen gilt dies offenbar nicht mehr. Sie wurden jetzt spürbar teurer. Oilprice am 21.10.2021:

The Days Of Cheap Solar Are Fading Fast

–Spot prices for polysilicon bottomed at $6.30/kg in mid-2020 and have jumped 600% to $36.09/kg as of last week

–Bank of America: Perhaps the cost of polysilicon and ultimately solar panels will continue to move higher over the years

Weiterlesen auf Oilprice

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Leserpost:

Wutanfall
Kurz und bündig äußert sich Prof. Dr. Knut Löschke zu den umtriebigen Klimaaktivisten und ihre Unterstützer. Zum Beitrag geht es hier entlang.

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Leserpost:

Der reine Wahnsinn:
Klimaforscher Professor Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung fordert einen noch höheren CO2-Preis. Hinsichtlich weiter exorbitant steigender Strompreise besteht noch Hoffnung auf einkehrende Vernunft bei den gerade stattfindenden Koalitionsverhandlungen. Andere EU-Staaten haben anscheinend schon verstanden und bekunden eigene, andere Pfade beschreiten zu wollen. Zu viele ungelöste Probleme stehen dem entgegen. Der von Klimaaktivisten präferierte Weg hin zu einer volatilen Stromerzeugung kann und wird demnach einfach kein Erfolgsmodell werden. Daraus sollten die Koalitionäre bei ihrer gerade stattfindenden Verhandlungen Rückschlüsse  ziehen und bisherige Strategien überdenken.

Anmerkung: Kritiker, die sachlich argumentieren sind keine Leugner. Also eignen sie sich auch nicht als Feindbild dargestellt zu werden. Zwischenzeitig ist die Zeit der „Klima-Kanzlerin“ abgelaufen. Die jetzt mit-verhandelnden Grünen bekundeten im Wahlkampf laut und vernehmlich: „Bereit, weil ihr es seid“. Nun wäre die Zeit gekommen, dass sie ihren Worten auch Taten folgen lassen. Zur Vermeidung weiterer Interessenskonflikte könnten sie z. B. mit einem „runden Klimatisch“ zur Gestaltung einer zukünftig glaubwürdigen Klimapolitik ein bisher so nie dagewesenes positives Signal setzen. Das wäre dann mal fortschrittlich.
Weitere Gedankenansätze stehen in einem Beitrag im Cicero:

Ungarn sagt den EU-Klimaplänen den Kampf an.

Außerdem dieser Beitrag in der JF:

Macron wirbt auf EU-Gipfel für Atomenergie

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Leserpost:

Energiekrise: Überparteiliches Bündnis weist den Weg
Der Beitrag von Annette Heinisch zum Forderungskatalog aus der Pressekonferenz EnergieVernunft und VERNUNFTKRAFT vom 19.10.2021, Berlin, ist unbedingt lesenswert.

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Leserpost:

Humor ist, wenn man trotzdem lacht
Ich weiß nicht, ob Sie’s schon wussten? So beginnen viele „Vorträge“ von Rüdiger Hoffmann. Noch bevor die Koalitionsverhandlungen zur neuen Regierungsbildung begonnen haben, hat er und seine Familie bereits vieles im privaten Umfeld nachhaltig verändert. Ein kleiner Vorgeschmack auf unsere CO2-freie Zukunft. Hier sein Video.