Dieter Nuhr: „Wir haben ein Problem mit Presseöffentlichkeit, Denunziation, Diffamierung und Etikettierung von Andersdenkenden.“

Das folgende 45-minütige Interview auf Phoenix mit Dieter Nuhr sollten Sie auf keinen Fall verpassen. Mutig benennt er Kommunikationsprobleme, über die andere nur hinter vorgehaltener Hand flüstern:

phoenix persönlich: Dieter Nuhr bei Alfred Schier

Es stehe nicht gut um #Meinungsfreiheit und freie Debatte in Deutschland, meint Kabarettist #DieterNuhr in #phoenixpersönlich: „Wir haben ein Problem mit Presseöffentlichkeit, Denunziation, Diffamierung und Etikettierung von Andersdenkenden.“ Es gehe nicht darum, Argumente zu widerlegen, sondern um die „Vernichtung der Persönlichkeit.“ In der Sendung „phoenix persönlich“ spricht Alfred Schier mit dem Kabarettisten Dieter Nuhr über die Frage, wie es um die Meinungs- und Debattenkultur in Deutschland steht und darüber, was seine Arbeit als Fotokünstler für ihn bedeutet.

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Ein deutscher Sonderweg bei Windkraft würde Strom weiter verteuern. Das sagt in einem Gastkommentar beim Handelsblatt Stefan Thimm, der immerhin Geschäftsführer des Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore ist.

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Klima Honorar für Waldbesitzer. So lautet ein Artikel in das FAZ.

Der Hessische Waldbesitzerverband beteiligt sich deshalb an der bundesweiten Kampagne „8“. Diese Zahl steht für acht Tonnen Kohlendioxid, die jeder Hektar deutscher Wald im Jahr bindet. Abzüglich des Holzanteils, der nach der Holzernte unmittelbar verbrannt wird und deshalb nicht länger als Kohlendioxidspeicher genutzt wird, fordern die Waldeigentümer für insgesamt 4,5 Tonnen Kohlendioxid-Speicherung je Hektar eine Klimaleistungsprämie von 112,5 Euro je Hektar und Jahr. Diese soll mit dem festgelegten Anstieg des CO2-Preises auf 55 Euro je Tonne bis zum Jahr 2025 auf 250 Euro je Hektar und Jahr erhöht werden. Allein im waldreichen Hessen würde sich das auf rund 55 Millionen Euro jährlich summieren, bundesweit auf rund 1,4 Milliarden Euro.

Die hier geforderten Summen stehen in keinem Verhältnis zu dem, was Deutschland jedes Jahr in die Subventionen von Erneuerbaren Energien ausgibt.

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Nackte Tatsachen vorm Springer Gebäude in Berlin. Mitglieder von Extinction Rebellion demonstrieren gegen den Autobahnbau der A49 in Hessen. Wurde der Bau der Autobahn gar von dem Verlag beschlossen und durchgesetzt?

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Was macht Deutschland bloß an einem windarmen und eher bewölkten Tag? Am 9.10.2020 um 09:45 war soweit. 40% des Stroms kamen aus Erneuerbaren Energien oder anders gesagt 60% nicht. Einfache Antwort auf die Frage: Der Strom kommt aus Kohlekraftwerken, Kernkraftwerken, Gaskraftwerken und zu knapp je 20% aus Solar und Wind.

Beide Nutzungsformen bringen es auf 11% bzw. 13% ihrer theoretischen Kapazität. Man kann es auch anders rechnen. Um bei gleichen Bedingungen 100% der jetzigen Nennleistung zu erhalten wären die Faktoren 9 bzw. 7,5 notwendig. Bei Windkraftanlagen bedeutet das etwa 270.000 Anlagen. Rechnerisch wären es pro km2 ca. 0,7 Windkraftanlagen. Und zwar über das ganze Land, inkl. aller Städte. Man fragt sich, warum Befürworter der Erneuerbaren Energien solche einfachen Rechnungen nicht anstellen.

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Sie galt als der Favorit bei den Buchmachern auf den Friedensnobelpreis: Greta Thunberg. Bekommen hat den wichtigen Preis aber das Welternährungsprogramm der UNO. Wer weiß, wieviel dieses Programm leisten würde, wenn die Welt einen anderen CO2 Wert hätte. Das Spurengas lässt nämlich Pflanzen wachsen, Früchte größer werden und auch mehr Inhaltsstoffe produzieren wie z. B. Vitamine.

Dass die Welt heute 7,7 Mrd. Menschen ernähren kann, was nach alten Prognosen des Club of Rome eigentlich gar nicht gehen dürfte, liegt auch am CO2. Zugegeben, es gibt noch sehr viel Hunger auf der Welt, aber der wäre ohne die Entwicklung der CO2 Düngung sehr sicher noch größer. Nicht allen hat die Vergabe des Preises gefallen. Wer auf Greta Thunberg gewettet hat, der dürfte sich ohnehin mit einer mageren Quote zufriedengegeben haben. Das ist das Los von Favoriten.

Die mögliche Vorsitzende der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow, scheint bei Twitter nicht glücklich darüber zu sein, dass die junge Schwedin leer ausgegangen ist. Man beachte ihren Hashtag. Auf dem Klimaticket reisen offenbar sehr viele Menschen, die Linke allemal, um ihre sonstigen politischen Ziele zu erreichen.

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Ab dem nächsten Jahr kann jeder die Bepreisung von CO2 am eigenen Leib spüren. Bei 25 Euro je Tonne CO2 kostet der Liter Diesel etwa 8 Cent mehr. Erdgas verteuert sich um 0,6 Cent pro kWh. Fridays for Future fordert übrigens das ca. 5 fache des Preises von 25 Euro. Daher sind die Zahlen mal 5 zu nehmen, sollte sich die Bewegung durchsetzen mit ihren Forderungen.

Der Staat möchte die Bürger natürlich entlasten. Aber, was er einmal hat, das gibt er so schnell nicht wieder her. Man denke nur an die Sektsteuer, die mal zur Finanzierung der kaiserlichen Flotte gedacht war. Einen Kaiser hat Deutschland mehr als 100 Jahre nicht mehr, die Steuer ist aber geblieben. Mehr dazu in der Welt.