Dieselgeneratoren auf Tesla-Baustelle

(Abbildung: Screenshot ARD Mediathek)

Es ist gerade nicht einfach für Tina Hassel von der ARD dieser Tage. Erst die undankbare Aufgabe, die eigentlich fest erwarteten Zuwächse der Grünen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht verkünden zu können und dann auch noch ein Interview mit der Grünen Co-Vorsitzenden Annalena Baerbock in Sachen Lebenslauf. Tina Hassel, die nach dem Parteitag der Grünen im letzten Jahr einen Jubelkommentar über die TV- Bildschirme sendete, der durchaus als Bewerbungsvideo für den zukünftigen Posten der Regierungssprecherin nach einem möglichen Grünen Wahlsieg hätte durchgehen können, musste nun unangenehmere Fragen stellen in der Sendung “Farbe bekennen”. Zu Gast war Annalena Baerbock. Baerbocks Kommunikationsteam muss ihr in den Vorwegen zwei Dinge mit auf den Weg gegeben haben:

1. Die Unrichtigkeiten und Prahlereien im Lebenslauf sind/waren dem Umstand einer komprimierten Darstellung geschuldet. Keiner der beiden ARD-Interviewer kam auf die Idee einfach mal nachzufragen, ob man nicht auch komprimiert einen korrekten Lebenslauf bereitstellen hätte können. Baerbock lastete nett um, die ARD-Journalisten ließen es ihr durchgehen.

2. So oft wie möglich die Worte: ”Klimagerechter Wohlstand” verwenden. Idealerweise, ohne das weiter zu erklären. Statt also auf grundsätzliche Dinge einzugehen, diskutierte Hassel die Administration des geplanten Energiegeldes der Grünen in Höhe von 75 Euro. Ob das jetzt über die Einkommenssteuererklärung gemacht werden soll oder über die Sozialversicherung?! Eine kleine Gegenrechnung, wie lange 75 Euro im Jahr! (also 6,25 Euro im Monat) reichen, um die CO2-Mehrkosten (nicht nur für Benzin) zu kompensieren, dazu fehlte den Interviewern der Mut oder der Weitblick.

Auf die sprachlichen Defizite von Baerbock mag man schon fast nicht mehr eingehen. Wenn Baerbock wiederholt von ”Fermilien“ (Familien) spricht, wie man die ”Wirtschafts” umbauen kann, ”die aller Menschen meisten“ (sie meinte: die allermeisten Menschen) spricht, dann fragt man sich, warum sie das macht. Denkt sie schneller als sie spricht? Sagt ihr das keiner von den Beratern? Es gibt kein Interview, in dem sich Baerbock nicht in diesem Stil verhaspelt.

Auch das hier ist ein interessanter Satz auf die Frage, wie sie den Rückstand zu Laschet und Scholz aufholen will. Man achte auf die Satzbildung und lasse es einfach auf sich wirken:

“Naja, ich habe als ich aufgestellt wurde als so 28% und es heili so heilig war ich nie sondern alle machen Fehler, wie gesagt, ich habe schmerzlich, sieht man auch auf den Umfragen, dafür bezahlt, aber es geht darum es jetzt besser zu machen und eben deutlich zu machen, es geht ja hier nicht nur um meine Person sondern darum, wie wir gemeinsam dieses Land verändern können.”

Am Ende waren es dann 15 Minuten Interview ohne Baerbock wirklich wehtun zu wollen. Immerhin rang Hassel Baerbock dann aber noch eine Aussage zum falschen Lebenslauf ab. Ob denn nun alles raus wäre, wollte sie wissen und Baerbock sagte zweimal ja.

Kaum einen Tag später kommt die nächste Meldung, dass nämlich ein Dritter unter dem gleichen Titel (allerdings auf Englisch) an der gleichen Uni eine Arbeit eingereicht hat. Das wäre ungewöhnlich und ließe verschiedene Schlüsse zu. Noch ist dieser Fall in Klärung, sollte es sich aber bewahrheiten, dass es auch hier nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, dann könnte es sehr eng werden für Baerbock. Das Interview ist noch online verfügbar bis 10.06.2022.

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Der Parteitag der Grünen offenbart so manches. Carolin Emcke, immerhin eine mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnete Autorin, war als Gast zugeschaltet, während Baerbock und Habeck ihr andächtig lauschten. Und beim Vergleich, den Emcke brachte, hätten sie eigentlich sofort intervenieren lassen müssen. Hätten, denn Emcke verglich allen Ernstes das Leben von Klimaforschern mit dem Schicksal der Juden im Dritten Reich. Das ist in mehrfacher Hinsicht absurd, denn es werden in Deutschland keine Klimaforscher denunziert, verhaftet, gefoltert oder gar getötet. Was Emcke wohl eher im Sinn hatte, war eine grundsätzliche Ächtung von Kritik an Klimawissenschaftlern. Dann aber wäre es keine Wissenschaft. Ob Emcke Popper kennt?

Es ist bei den Grünen eigentlich ein wiederkehrendes Ritual: Wissenschaft ist immer nur dann gut, richtig und wahr, wenn sie dem eigenen Narrativ nutzt. Das ist die gute Wissenschaft. Die böse Wissenschaft ist diejenige, die z. B. grüne Gentechnik erforscht, Kernfusion oder Kernenergietechnik entwickelt und Homöopathie als etwas erklärt, was über den Placeboeffekt hinaus keine wissenschaftlich belegte Wirkung hat. Einige Grüne wie Kathrin Göring Eckart haben offenbar nicht einmal verstanden, was Emcke da gesagt hat. „Danke an Carolin Emcke für eine große Rede für Aufklärung, für Wahrheit, die zumutbar ist, für die Wirklichkeit.“ Johannes Boie von der Welt kommentiert das Geschehen bei den Grünen.

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Die Kehrseite der Elektromobilität: Elektrobatterien sind Sondermüll. Weiterlesen bei energyload.eu.

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Offenbar hat sich die 24-stündige ständige Verfügbarkeit von Strom aus grünen Quellen noch nicht bis zu Tesla herumgesprochen. Auf der Baustelle orgeln Hunderte Dieselgeneratoren und Tesla wird ein Gaskraftwerk auf dem Gelände errichten. How dare they!? Weiterlesen beim Focus.

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(Abbildung: Screenshot Twitter)

Prominente Grüne wie Renate Künast feiern das Lieferkettengesetz. Es soll für bestimmte Standards bei der Produktion sorgen, egal wo auf der Welt, solange die Waren in die EU kommen. Ob der Grünen Politikerin eigentlich klar ist, dass Sonnenkollektoren aus China genauso davon betroffen sind? Michael Shellenberger hat die katastrophalen Bedingungen für die Natur und die Menschen unter denen die Module in China hergestellt werden untersucht. Auch hier gilt das Grüne Motto: Augen und Ohren zu und durch. Solange man ein „gutes Grünes Gewissen“ hat, ist alles gut.

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Energiewende mit Photovoltaik?
https://www.pressetext.com/news/20210524001

Gel sammelt Trinkwasser Tag und Nacht
Solarwärme deckt laut Forschern des California Institute of Technology gesamten Energiebedarf
https://www.pressetext.com/news/20210525002

Start-up entschärft Methan bei Rindern
Volta Greentech will große Produktionsstätte für Rotalgen in Westschweden realisieren
https://www.pressetext.com/news/20210525004

Doktorarbeit zum Kraftstoff in Hybridfahrzeugen
https://idw-online.de/de/news769394

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PM der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vom 25.5.2021:

Neuer Sonderforschungsbereich/Transregio wird Bedeutung der Tropopausenregion für das Klima erforschen

DFG fördert SFB/Transregio 301 „Die Tropopausenregion in einer Atmosphäre im Wandel“ mit den Hauptstandorten Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Goethe-Universität Frankfurt

Unter Federführung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zum 1. Juli 2021 den neuen Sonderforschungsbereich SFB/Transregio „Die Tropopausenregion in einer Atmosphäre im Wandel“ ein. Hauptstandorte sind die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zudem sind die TU Darmstadt, die LMU München, das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, das Forschungszentrum Jülich sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen beteiligt. Der neue SFB/Transregio 301 wird für eine erste Periode von vier Jahren mit mehr als 12 Millionen Euro gefördert. Die Kooperationspartner wollen erforschen, welche Rolle die Prozesse im Höhenbereich von etwa 9 bis 18 Kilometern für das Klima spielen.

Dazu werden die Forschenden aus verschiedenen Bereichen der Atmosphärenwissenschaften untersuchen, welche Rolle die Tropopausenregion für das Klima und die Zirkulation spielt. Die Tropopause befindet sich je nach geographischer Breite in einer Höhe zwischen 9 und 18 Kilometern. Sie stellt eine Art Transportbarriere zwischen der vom Menschen geprägten Troposphäre, der „Wetterschicht“, und der darüberliegenden Stratosphäre dar, die auch die Ozonschicht enthält. Dies führt zu starken Kontrasten der atmosphärischen Zusammensetzung an der Tropopause. Unter bestimmten dynamischen Voraussetzungen kann allerdings diese Barriere überwunden und so die Zusammensetzung der Tropopausenregion beeinflusst werden.

Konkret werden bei den Untersuchungen Prozesse und Stoffe im Fokus stehen, die direkt die Strahlungsbilanz des Systems Atmosphäre-Erde beeinflussen wie zum Beispiel die Ozon- und Wasserdampfverteilung, Eiswolken sowie die Verteilung und Zusammensetzung von Aerosolen. „Wir wollen speziell die Verknüpfung von dynamischen Prozessen mit den chemischen Vorgängen untersuchen, weil beide zusammen die planetare Zirkulation und das Klima beeinflussen“, erklärt Prof. Dr. Peter Hoor, Sprecher des SFB/Transregio vom Institut für Physik der Atmosphäre der JGU.

Experimente an Bord von Flugzeugen und im Vertikalwindkanal werden mit Modellierungen verknüpft

Die relevanten Vorgänge laufen auf solch kleinen räumlichen und zeitlichen Skalen ab, dass sie für Satelliten nur schwer zu beobachten sind. Auch wenn aktuelle Wettervorhersagemodelle diese Skalen und Prozesse teilweise abbilden können, erlauben Chemie-Klima-Modelle und Erdsystemmodelle im Wesentlichen nur die globale Simulation dieser Vorgänge bis zu einer gewissen räumlichen Auflösung in der Größenordnung von circa 50 Kilometern. Der Verbund verknüpft daher die Möglichkeiten der experimentellen Forschung mit speziell flugzeuggetragenen Messungen und dem weltweit einzigartigen Vertikalwindkanal der JGU mit den verschiedenen Stufen der prozessorientierten Modellierung über die verschiedenen Skalen vom Einzelpartikel bis zur globalen Klimasimulation.

Die Forschungen zu diesen Themenkomplexen speziell an den Universitäten Mainz und Frankfurt haben eine langjährige Tradition. „Wir verfolgen in Teilbereichen schon vielfältige gemeinsame Projekte, um die Zusammensetzung der Atmosphäre mithilfe von flugzeuggetragenen Methoden zu erforschen“, teilt Co-Sprecher Prof. Dr. Joachim Curtius vom Institut für Atmosphäre und Umwelt der Goethe-Universität Frankfurt mit. Beide Universitäten haben Forschungsprojekte mit dem deutschen Forschungsflugzeug HALO geleitet und werden dieses Flugzeug auch in Zukunft nutzen.

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Global Climate Litigation Report 2020

Am 1. Juli 2020 gab es mindestens 1.500 Klimaprozesse weltweit (S. 13). Möglicherweise werden diese von der UN koordiniert. Es gibt aber auch Prozesse, die eine Deregulierung zum Ziel haben (S. 10).

https://www.unep.org/resources/report/global-climate-litigation-report-2020-status-review

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Christian Loose (Landtag NRW):

Grüne mit Zollstock widerlegt!

Video hier

Hinweis: Dieses Blog ist überparteilich und gibt keine Wahlempfehlungen ab.

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Wolfram Müller am 15.5.2021 auf kultur poebel:

Esa / Nasa So / Phi: Der erste Magnetograf, der die Sonne aus verschiedenen Richtungen beobachtet

Die im Februar 2020 gestartete Mission ESA / NASA Solar Orbiter wird die Sonne und die Heliosphäre aus der Nähe und von der Ekliptikebene aus erkunden. Ziel ist es, die übergreifenden Fragen zu beantworten, wie die Sonne die Heliosphäre erzeugt und kontrolliert und warum sich die Sonnenaktivität im Laufe der Zeit ändert. Zu den Instrumenten, die Solar Orbiter trägt, gehört der Polarimetric and Helioseismic Imager (SO / PHI), der als erster Magnetograph die Solar-Erde-Linie verlässt und die Sonne aus verschiedenen Richtungen beobachtet. Solar Orbiter befindet sich noch in seiner Blütezeit und SO / PHI wird verschiedenen Tests unterzogen, um die Kalibrierungsverfahren usw. zu verbessern.

Weiterlesen auf kultur poebel

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NASA am 8.4.2021:

NASA Study Solves Two Mysteries About Wobbling Earth

New data on how water moves around Earth answer old questions about the planet’s rotation.

Using satellite data on how water moves around Earth, NASA scientists have solved two mysteries about wobbles in the planet’s rotation — one new and one more than a century old. The research may help improve our knowledge of past and future climate.

Although a desktop globe always spins smoothly around the axis running through its north and south poles, a real planet wobbles. Earth’s spin axis drifts slowly around the poles; the farthest away it has wobbled since observations began is 37 feet (12 meters). These wobbles don’t affect our daily life, but they must be taken into account to get accurate results from GPS, Earth-observing satellites and observatories on the ground.

In a paper published today in Science Advances, Surendra Adhikari and Erik Ivins of NASA’s Jet Propulsion Laboratory, Pasadena, California, researched how the movement of water around the world contributes to Earth’s rotational wobbles. Earlier studies have pinpointed many connections between processes on Earth’s surface or interior and our planet’s wandering ways. For example, Earth’s mantle is still readjusting to the loss of ice on North America after the last ice age, and the reduced mass beneath that continent pulls the spin axis toward Canada at the rate of a few inches each year. But some motions are still puzzling.

Weiterlesen bei der NASA

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Gerd Ganteför auf Youtube:

Zusammenhang von Erdtemperatur und CO2 | Ganteför Klimageschichte #9