Die Zukunft ist unsicher: 3 Glaskugel-Szenarien

Urlaubstipp: Der Pfälzer Wald – das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Teile davon sind als Biosphärenreservat geschützt. Wenn Sie diesen schönen Wald noch einmal ohne Windräder sehen wollen, dann sollten Sie sich sputen. Die neue Ampel-Regierung in Rheinland-Pfalz will nämlich im Pfälzer Wald Windräder aufstellen. Noch gilt es als nahezu unbekannt, was solche Anlage in Wälder an Schäden an Tieren und Umwelt anrichten.

Das Problem sind vor allem die Zuwegungen, für die Bäume gefällt werden müssen. Die Wege müssen freigehalten werden für Servicefahrzeuge, sie zerschneiden die Wälder. Um CO2 einzusparen, werden Bäume als CO2 Senken geopfert. Schon verrückt. Die UNESCO sagt übrigens, dass im Biosphärenreservat keine Windräder aufgestellt werden dürfen. Ob die Regierung des Bundeslandes das auch weiß? Mehr dazu in der ARD Mediathek.

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Lithium, unentbehrlich für Akkus. Der Abbau von Lithium hinterlässt schwere Umweltschäden z. B. in Südamerika. Wir berichteten. Ein neues Verfahren soll die Gewinnung aus Wasser des Oberrheins möglich machen, weitaus weniger umweltzerstörend als der Abbau in anderen Gebieten der Welt. Weiterlesen im Spiegel.

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Wie oft liest man, dass die Industrie klimafreundlich umgebaut werden soll. Was der Preis für CO2-Zertifikate bedeuten kann, sieht man beim Papierhersteller Zanders. Das Unternehmen kann sich die Zertifikate nicht mehr leisten und schließt. 360 Arbeitsplätze gehen verloren. Der Express berichtete.

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Die Grünstrom-Goldgräber ziehen in Trecks nach Brandenburg. Dort sollen Ackerflächen in Solarfelder verwandelt werden. Mehr dazu bei RBB.

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Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 8.4.2021:

Digitale Plattform zur Konferenz über die Zukunft Europas ab 19. April geöffnet

Die mehrsprachige digitale Plattform zur Konferenz über die Zukunft Europas kann am 19. April starten. Der zuständige Ausschuss hat sie gestern (Mittwoch) genehmigt. Sie wird es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, ihre Meinung zu allen Themen zu äußern, die sie für die Zukunft der EU für wichtig halten. Der Exekutivausschuss einigte sich auch auf seine Arbeitsmethoden und trieb die Vorbereitungen für die feierliche Eröffnungsveranstaltung am Europatag am 9. Mai voran. 08/04/2021

Die für Demokratie und Demografie zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission Dubravka Šuica erklärte: „Der Start der digitalen Plattform in zehn Tagen wird unseren Bürgerinnen und Bürgern einen einzigartigen Raum bieten, um sich an Gesprächen und Debatten in ganz Europa zu beteiligen. Sie wird es den Menschen ermöglichen, ihre Ideen, Sorgen, Hoffnungen und Träume mitzuteilen – und das in allen offiziellen EU-Sprachen. Die Initiative nimmt jetzt Fahrt auf, und ich freue mich auf das Ergebnis.“

Zum ersten Mal auf EU-Ebene können die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen präsentieren, die Vorschläge anderer kommentieren, Veranstaltungen erstellen und an ihnen teilnehmen. Die Plattform wird die zentrale Drehscheibe der Konferenz sein, ein Ort, an dem alle Beiträge zur Konferenz zusammengeführt und geteilt werden, einschließlich dezentraler Veranstaltungen, der europäischen Bürgerforen und der Plenarsitzungen der Konferenz.

Ein besonderer Feedback-Mechanismus wird die wichtigsten vorgebrachten Ideen sammeln und analysieren, so dass sie auch in den europäischen Bürgerforen und auf den Plenarsitzungen der Konferenz berücksichtigt werden können. Die Plattform wird ebenfalls Informationen über die Struktur und die Arbeit der Konferenz sowie Ressourcen für Organisatorinnen und Organisatoren von Veranstaltungen bereitstellen, einschließlich eines Katalogs der wichtigsten Ereignisse. So können die verschiedenen Initiativen auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene beworben und gefördert werden. Die Bürgerinnen und Bürger werden dank eines Veranstaltungsplans leicht nach Veranstaltungen suchen können, an denen sie teilnehmen möchten.

Der offizielle Hashtag der Konferenz, #DieZukunftGehörtDir (#TheFutureIsYours), ist eine Einladung an die EU-Bürgerinnen und Bürger, sich einzubringen und die Zukunft der EU zu prägen: „Die Zukunft liegt in Deinen Händen“.

Weitere Informationen:

Vollständige Pressemeldung vom 7. April 2021

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Pressemitteilung der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen vom 29.4.2021:

Ringvorlesungen im Jubiläumsjahr der Hochschule „Wir gestalten Zukunft – seit 50 Jahren!“

2021 feiert die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) ihr 50-jähriges Bestehen und bietet unter dem Motto „Wir gestalten Zukunft – seit 50 Jahren!“ interessante Online-Ringvorlesungen in Sommersemester an.

Die Jubiläumsreihe ging mit der Vorlesung am Donnerstag, dem 29.4.2021, um 17.00 Uhr an zum Thema „Nie alles auf eine Karte – was man aus der Portfoliotheorie zur Kapitalanlage für die Energiewende lernen kann“ in die zweite Runde. Referent war Prof. Dr. Gösta Jamin von der HWG LU, Fachbereich Dienstleistungen & Consulting.

Die Vorlesung wurde – mit Einverständnis der teilnehmenden Gäste – aufgenommen und steht auf YouTube unter https://youtu.be/wRznJSW5qZk

Die Präsentation zur Vorlesung finden Sie hier

2021 feiert die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen ihr 50-jähriges Bestehen – wurden doch 1971 die Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz gegründet.

Für die HWG LU bedeutet dies: „Wir gestalten Zukunft – seit 50 Jahren!“ Unter diesem Motto bietet die Hochschule im Jubiläumsjahr eine spannende interdisziplinäre sowie eine internationale Online-Ringvorlesung mit ausgewählten Partnerhochschulen für Hochschulangehörige und die interessierte Öffentlichkeit an.  

Die internationalen Vorlesungen werden dabei gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Alle Vorlesungen der Jubiläumsreihe sind kostenfrei und stehen allen Interessierten offen; eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen unbedingt erforderlich!

Anmeldung und nähere Information zu den einzelnen Vorlesungen unter: www.veranstaltungen.hwg-lu.de

Der Vortrag ist in der Tat sehr spannend und empfehlenswert:

Für die Eiligen Zuschauer unter Ihnen: Spulen Sie gleich auf Minute 40:45 vor. Dort präsentiert Prof. Gösta Jamin eine sehr eingängige Darstellung der verbleibenden Unsicherheiten bei der Energiewende. Im pdf der Präsentation (hier herunterladbar) sind es die Seiten 11 bis 13. Beispiel Szenario III:

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University of New South Wales am 23.4.2021:

‚Like a metronome‘: Stalagmite growth found to be surprisingly constant

To look inside a stalagmite is to look back in time tens of thousands of years to see how the Earth’s climate patterns have shaped the world we live in today.

Like tree rings, cave stalagmites are a portal to a prehistoric Earth, and now scientists from UNSW Sydney have found they are consistently reliable as time trackers the world over. In a global investigation into the growth properties of stalagmites distributed across the world, the scientists found that while growth fluctuations due to climate events are evident in the shorter period, stalagmite growth over the longer periods—tens of thousands of years—are surprisingly linear.

„Our new global analysis shows that we can consider stalagmite growth as being like a metronome and very constant over hundreds and thousands of years,“ says Professor Andy Baker, UNSW School of Biological, Earth and Environmental Sciences. „Sometimes extreme weather events can disturb this metronome for a few years, making the growth a bit faster or slower, and we can use that to explore climate variations. „But in general, stalagmite growth is predictable and it is this unique property that makes them so valuable to researchers—you can tell the time in the past by using the very regular growth rings that are widely present across the globe.“

Stalagmites, which grow from cave floors as water drips from stalactites at the cave ceiling, are the result of chemicals carried by the water in solution that turns to solid form in the cave. They are built by layers of calcite crystals, which may be perfectly stacked one on top of the other if nothing disturbs the growth. „But in reality, there are many disturbances in caves,“ says Prof. Baker. „Tiny particles from the soil above and trace elements of chemicals can disturb the stacking to create pores between growing crystals or even slightly change their shape in the morphology—or fabric—of the growing crystals.“

Steady growth

Scientists have used stalagmites as gauges of different parts of the planet’s conditions over millennia for some time, but whether all stalagmites grew the same way in caves of different climatic conditions remained unknown—until now.

„Before this analysis, we did not have evidence that stalagmites are only found in regions with seasonal precipitation, nor was it obvious that the stalagmite growth rate is relatively unchanging over time and that this is a ubiquitous property,“ Prof. Baker says. „What we have learned is that for an environmental signal to be preserved in stalagmite laminae thickness variations, a large perturbation to weather patterns is required—such as prolonged wet or dry years associated El Niño or La Niña.

„But in regions where there is a seasonality of precipitation, the long-term constant growth rate of laminated stalagmites provides an unparalleled capacity for precise chronology building.“ The researchers found that between different locations around the world, warmer climates tended towards more stalagmite growth over time, while colder climates saw growth slowed. But the research showed that the majority of stalagmite samples, irrespective of location, followed a linear growth over the timescale of tens of thousands of years. „The ‚global average stalagmite‘ increased in height by about one meter over the last 11,000 years,“ Prof. Baker says.

Snapshot of the past

Analyzing the way the laminae are organized can help scientists read environmental conditions and weather events of the distant past. In seasonal climates, these changes in the fabric can occur at regular intervals, producing layers they call ‚annually laminated stalagmites.“ But when extreme weather events occur, as happens with the El Niño/La Niña Southern Oscillation phenomenon involving mega-droughts, bushfires and flooding events, variations of thicknesses of stalagmite laminae can provide vital clues.

„We can use other chemical evidence in stalagmites to obtain records of past environmental change, and know exactly when this happened,“ says Prof. Baker.

„For example, at UNSW we are reconstructing fire histories from cave stalagmites for the first time. Working in Western Australia, and using stalagmites that have these continuous laminae and regular growth, we can identify how often fires have occurred in the past from the traces left behind from the soluble part of bushfire ash that gets transported to the stalagmite by drip water.“

The researchers say that they still have limited understanding on how crystals grow within each lamina, so future studies could investigate the internal structure of the laminae and the crystal growth mechanisms involved.

The analysis, „The Properties of Annually Laminated Stalagmites‐A Global Synthesis,“ was published in the April issue of Reviews of Geophysics journal. Andy Baker et al. The Properties of Annually Laminated Stalagmites‐A Global Synthesis, Reviews of Geophysics (2021). DOI: 10.1029/2020RG000722

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Zuschauerpost:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Eine kleine Anmerkung zum Thema „keine CO2 Steuer in Großbritanien“ (Klimaschau 28). Im Video wurde angemerkt, dass die CO2 Steuer eine entsprechende Verteuerung von Nahrungsmitteln und anderen Gütern wie Erdgas. Leidtragende wären die ärmeren Teile der Bevölkerung. Der Deutschen Regierung sind derartige Überlegungen anscheinend fremd.

Im vergangenen Jahr wurde die Mehrwertsteuer herabgesetzt, um durch Corona gebeutelte Wirtschaft zu unterstützen. Viel sinnvoller wäre es gewesen, die geplante CO2 Steuer auszusetzen. Das hätte eine deutlich bessere Entlastung gebracht. Gerade in der Winterzeit ist z. B. die Heizung ein wesentlicher Faktor der Lebensqualität. Sollen sich gerade die ärmeren Teile der Bevölkerung jetzt in Wolldecken einhüllen? Die Beweglichkeit wird durch erhöhte Kraftstoffpreise ohnehin eingeschränkt. Solche Gedankengänge würden der Regierung auch gut anstehen.

Viele Grüße
Dipl. Ing. Martin Krohn