Die Tragik einer Klimaschützerin

Die Natur schützen zu wollen ist etwas Gutes. Wenn dabei allerdings Blödsinn verbreitet wird, dann ist das schlecht. In diesem Fall besteht der Blödsinn aus ganz neuen Wortschöpfungen: Langzeittoten. Ute Bauer erfindet sie auf Twitter in Zusammenhang mit der Kernenergie und sie geizt nicht mit Zahlen. Mehrere Millionen Langzeittote habe es schon gegeben durch Unfälle in Kernkraftwerken. Sie selbst bezeichnet sich als Realo Grün, da mag man besser nicht wissen, wie Fundamentalo Grüne wohl ticken. Wer früher stirbt ist länger tot? Warum nehmen sich solche Menschen selber aus der Diskussion?

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Es war heiß in Argentinien und das war natürlich ein Anlass noch einmal die Klima-Alarm-Glocke kräftig zu läuten. Mittlerweile ist es dort aber wie vorhergesagt merklich abgekühlt, und zwar deutlich unter das langjährige Mittel. Erstaunlicherweise ist es aber medial sehr ruhig, obwohl die Anomalie 10-15 Grad Celsius betrug, nur halt in die andere Richtung. Wie sinnvoll sind kurzfristig Betrachtungen, wenn Klima das gemittelte Wetter über 30 Jahre ist? Gar nicht, dennoch werden sie immer wieder publiziert.

(Abbildung: Screenshot Ventusky)

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Axel Bojanowski ordnet den Vulkanausbruch auf Tonga ein. Der Artikel (Bezahlschranke) beschäftigt sich mit der Frage, ob der Ausbruch Auswirkungen auf das Klima haben könnte, so wie das bei anderen Ausbrüchen wie z. B. Pinatubo 1991 auf den Philippinen der Fall war.

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Beim Deutschen Wetterdienst gibt es eine sehr spannende Karte von Europa, die die Kapazitäten von Wind und Sonne bei der Stromerzeugung anzeigen. Es handelt sich um Mittelwerte von 2009-2015. Die Farben Grün und Rot signalisieren gute Bedingungen. Blau bedeutet hingegen schlechte Bedingungen. Raten wir mal, wo Windräder und Solarpanels aufgestellt werden sollen?

(Abbildung: Screenshot DWD)

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Jan Fleischhauer macht sich in seiner Kolumne in Focus Sorgen um einen möglichen Blackout.
Ihn treibt um, dass der WDR erst kürzlich sehr lässig vor einem Stromausfall warnte.
Fleischhauer deutet das als Alarmsignal.

“Die Klimaredaktion des WDR hat dieser Tage die Anleitung für einen Survivalkit ins Netz gestellt, um „entspannt in den Blackout“ zu gehen. Tipp: rechtzeitig für Taschenlampen, Kerzen und Streichhölzer sorgen. Lebens- mittel bunkern, Minimum für zehn Tage. Und ganz wichtig: Kurbelradio nicht vergessen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Ich habe mal bei Amazon nachgeschaut: Gibt es schon für 49 Euro, sogar mit Solarzelle.

Die Praxishelfer vom WDR mussten für ihre Überlebenstipps viel Hohn und Spott ertragen. Aber vielleicht ist das der Ausweg: Vorratshaltung für den Ernstfall. Be prepared, wie der Pfadfinder sagt.”

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Der Winter ist nun zur Hälfte vorbei. Wenn nicht noch etwas Außergewöhnliches passiert, dann dürfte er als zu warm in die Geschichte eingehen. In den ersten 6 Wochen des Winters schlagen plus 0,4 Grad Celsius zu Buche. Er wäre damit, wenn es bis Ende Februar so bliebe, Platz 12 in der Liste der wärmsten Winter. Der Januar 2022 ist allerdings deutlich wärmer als der Dezember 2021. Im letzten Jahr hatte der Februar allerdings noch eine Überraschung in Sachen Kälte und Schnee für Deutschland parat. Beim Niederschlag hat der Winter 2021 allerdings sein Soll mit 98% schon fast geschafft.

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Eine ganze Flotte von LNG-Tankern nimmt gerade Kurs auf Europa. Es lockt der hohe Preis und der ist wiederum ein Indikator von Knappheit. Mehr als 35 Tanker sind gerade laut Wiwo unterwegs in Richtung Europa.

“”Wer LNG in den USA produziert, kann das Gas nach Europa schicken, oder nach Fernost“, erklärt ein Londoner Schiffsbroker, der auf LNG-Frachter spezialisiert ist und lieber nicht genannt werden will. Europäische und asiatische Gaspreise stünden direkt zueinander im Wettbewerb. Normalerweise lägen die asiatischen Preise höher, sagt er, sodass die meiste Zeit das Gros der Schiffe seine Fracht dorthin bringt.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg verließen im vergangenen Jahr 1043 Frachter mit Flüssigerdgas die USA, die Hälfte ging nach Asien, nur ein Drittel nach Europa. Zurzeit sei das komplett anders, sagt der Londoner Broker.”

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Wie packt man einen Bayern am besten? Genau, man appelliert an seinen Patriotismus. Das dürfte sich Minister Robert Habeck auch gedacht haben, als er sich mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Söder zum Gespräch traf. Es forderte von Söder “ökologischen Patriotismus” wie die Welt berichtet. Was auch immer das sein mag. Vielleicht meint es ja das Beispiel der Grünen Landtagsabgeordneten Katharina Schulze, die pflichtbewusst als bayrische Patriotin durch die Welt jettet, um z. B. in Kalifornien Eis zu essen. Das Video Flieg Katha Flieg bei YouTube ist immer noch sehenswert. Schulze ist übrigens ein strenger Gegner der bayrischen Abstandsregeln, die sie aber blöderweise auch Nachfrage in der Sendung Markus Lanz nicht benennen konnte, nur, dass sie dagegen sei. Wir berichteten.

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Ungeliebte Wärmepumpen -So lautet die Überschrift eines Artikels bei der FAZ.

“Der Grund der Zurückhaltung ist einfach: Die Eigenheimbesitzer können rechnen. Wenn die Ölheizung 3000 Liter im Jahr verbraucht, wobei ein kleiner Teil der Wärme durch den Schornstein entfleucht, ließen sich diese durch knapp 28.000 Kilowattstunden Strom für elektrische Heizlüfter, Radiatoren und Boiler ersetzen. Eine gute Wärmepumpe macht unter optimalen Bedingungen aus 1 kWh elektrischer Energie 4 kWh Wärme, es würden also 7000 kWh im Jahr mehr auf dem Zähler stehen, bei 0,30 Euro je kWh kostet das 2100 Euro. Es kommt aber noch bitterer, denn je kälter es draußen und je höher die benötigte Vorlauftemperatur ist, desto weniger effizient arbeitet die Pumpe, weil sie mehr Mühe hat, aus kalter Umgebungsluft heißes Wasser zu machen.

Wenn die Heizkörper nicht lauwarm bleiben sollen, liegt das Verhältnis übers Jahr eher in der Nähe von drei als von vier, es wird also deutlich mehr Strom verbraucht. Damit sich die Investition lohnt, müssten also Öl und Gas viel teurer werden, als sie ohnehin schon sind, das wäre politischer Selbstmord. Oder elektrischer Strom wird viel billiger. Da können wir lange warten.”

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The Sun am 14.1.2022:

PUT YOUR FOOT IN IT 

Energy firm E.ON angers customers by sending SOCKS to ‘lower’ heating bills as prices soar

ENERGY firm Eon has angered customers by sending out socks in the post to „lower“ heating bills as energy price soar.

The energy crisis has seen bills rocket, adding hundreds of pounds more to households costs.

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ZfK am 18.1.2022:

Blackrock-Chef warnt vor Polarisierung beim Thema Klimawandel

Der Vorsitzende des weltgrößten Vermögensverwalters mahnt: Trotz des schrittweisen Rückzugs aus fossilen Energieträgern müsse die Energieversorgung für die Menschen weltweit weiter bezahlbar bleiben

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Golem am 18.1.2022:

ENERGIEWENDE: Bundesregierung lehnt Förderung für blauen Wasserstoff ab

Aus Deutschland sollen keine Fördergelder für Wasserstoff gezahlt werden, der mit CO2-Abscheidungstechnologie aus Erdgas hergestellt wird.

Die Bundesregierung wird voraussichtlich nur die Herstellung von grünem Wasserstoff fördern, also solchem, der mit Hilfe erneuerbarer Energien und der Elektrolysetechnologie gewonnen wird. Eine Förderung von blauem Wasserstoff soll es laut Äußerungen von Patrick Graichen, seit Kurzem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, nicht geben. Das berichtet die Webseite Euractiv.

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