Die Stromlücke kommt später – dafür aber schlimmer

Lars Fischer schreibt über das Ende der Menschheit durch den Klimawandel. Der Biologe macht sich in Spektrum der Wissenschaft Gedanken darüber. Seine Erkenntnisse dürften der Klimasekte Extinction Rebellion allerdings nicht gefallen.

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Die Stromlücke kommt später – aber schlimmer. Deutschland läuft 2021 laut WELT sehenden Auges in ein Defizit bei der Stromerzeugung gegenüber dem Bedarf. Jetzt noch vorhandene Reserven sind dann aufgebracht.

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Zwei Leseempfehlungen zum Thema Busch- und Waldbrände. Auf Novo-Argumente schreibt Thilo Spahn über das Thema, speziell über die Brände in Australien.

„Die derzeitige Katastrophe in Australien ist eine Katastrophe mit Ansage, weil bekannte und bewährte Maßnahmen der Brandverhinderung nur unzureichend durchgeführt wurden.“

Die zweite Empfehlung gilt dem bereits erwähnte Biologen Lars Fischer. Er hat kürzlich etwas über Brände in Afrika bei Spektrum der Wissenschaft geschrieben.

„Manche Gräser scheinen zu besonders gutem Brennmaterial heranzuwachsen, um konkurrierende Bäume gezielt kurz zu halten: ein aus der afrikanischen Savanne importiertes Gras ist in Australien inzwischen ein ernstes Feuerrisiko.“

Über Brände in Afrika liest man vergleichsweise wenig und selbst die Aufregung um die Amazonas-Brände aus dem Jahr 2019 ist verflogen, weil die Karawane der digitalen Erregung längst weitergezogen ist.

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Luisa Neubauer kündigt „Klimaklage“ an

Verschiedene Medien berichten, dass die FFF-Aktivistin vor dem Bundesverfassungsgericht klagen will. Sie wird dabei unterstützt von Greenpeace, Germanwatch und der Deutschen Umwelthilfe (DHU). Auf einer Pressekonferenz wurde die Klage am 16.01.2020 vorgestellt. Die Beteiligung der DUH ist insofern interessant, weil diese allen Ernstes das Heizen mit Holz als Clean Heat und Beitrag zum Umweltschutz promotet. Besonders Pelletöfen haben es den oft als „Abmahnverein“ betitelten Aktivisten angetan. Aus DUH Sicht ist das konsequent, denn nur so lassen sich die Feinstaubbelastungen in den Städten hochhalten und die Kasse klingelt, wenn die Städte dann trotz Fahrverboten immer noch zu hohe Feinstaubwerte haben. Die geschätzten 12 Millionen Öfen und Kamine tragen doppelt so viel zur Feinstaubbelastung bei wie die PKW und LKW in Deutschland.

Holz ist die nachweislich schmutzigste Heizmethode, selbst Filter schaffen es nicht, die Werte auch nur in Reichweite von z. B. Gasverbrennung zu bringen. Das beste Holz ist das, welches entweder in der Natur in Form eines lebenden Baumes steht oder das verbaut wurde. Für die von der DUH so gepriesenen Pelletöfen werden z. B. in Rumänien Wälder abgeholzt. Wälder, die eigentlich notwendig wären, um Kohlenstoffe zu binden. Die DUH macht hier also einen irren Spagat, der mit Logik wenig und Umweltschutz gar nichts zu tun hat. Aber das ist möglicherweise auch gar nicht das Ziel des Vereins?!

Ansonsten kann man sich die 24 Minuten der Pressekonferenz durchaus ansehen. Neben Anwälten kommen auch Aktivisten zu Wort. Luisa Neubauer spricht von einer „Terrorisierung eines Freiheitraums durch Nichthandeln“. Zuvor hatte eine Sophie Backsen von Pellworm (Landwirtstochter) das Wort, die die Bundesregierung für Ernteeinbußen verantwortlich macht. Die Vertreterin von Greenpeace erwähnt eine abgewiesene Klage aus 2019, die sie als wegweisendes Urteil empfindet. Da ist etwas eigentümlich, weil es ja gar kein Urteil gab, nicht einmal eine Verhandlung. Möglicherweise ist die Abweisung gemeint. Da solche Prozesse in der Regel sehr lange dauern können, wird dieses Thema die Öffentlichkeit noch einige Zeit beschäftigen, sofern das Verfassungsgericht die Klage überhaupt zulässt.

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Zur spontanen Friday For Future Demo gegen Siemens vor der Konzern Zentrale am 14.01.2020 kamen laut Focus etwa 100 Teilnehmer. Es war also Platz genügend vorhanden, dass die Protestler sich hinlegen konnten.

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Liselotte Kornstaedt am 11.1.2020 auf EIKE:

CO2-Ausstoß 2019 stark gesunken? Die Glaubwürdigkeit der Medien auch.

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Ulli Kulke am 15.1.2020 auf Achgut:

“Klimahysterie” Unwort des Jahres? – Die verflixten 13!

Gut einen Monat hat die Menschheit noch – dann ist alles zu spät, der Weltuntergang nicht mehr abzuwenden. Tschüss, schöne Erde. Das Datum steht fest: 23. Februar 2020. Offiziell verkündet von der Bild-Zeitung am 23. Februar 2007, vor dreizehn Jahren. Da zog sich nämlich eine große Schlagzeile über die ganze Titelseite: „Wir haben nur noch 13 Jahre… …um die Erde zu retten.“  Im Beitrag hieß es dann: „Es bleiben nur noch 13 Jahre, um die Erde vor der Klimakatastrophe zu retten!“ Das enthülle der „noch geheime zweite Teil des UN-Klimareports“, und der solle dann im Mai 2007 auf der Weltklimakonferenz in Bangkok verabschiedet werden.

Der Report war offenbar so geheim, dass nicht einmal die Bild-Zeitung ihren Inhalt kannte, bevor sie Star-Schreiber Paul C. Martin damals auf das Thema ansetzte. In dem Papier selbst stand dann nämlich, dass die CO2-Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 weltweit halbiert werden müssen, um den Klimawandel in einem beherrschbaren Rahmen zu halten, ähnlich wie man das heute sieht. Auch wenn es sich salopp anhört, so kann man deshalb das Urteil der Wissenschaftler im Vergleich zum Bild-Szenario auch so bezeichnen: Alles halb so wild. Aber 2050, hätte das jemand von den Bild-Lesern interessiert? Nein, dann doch lieber „in 13 Jahren“. Die Dreizehn auch noch als Unglückzahl. Und 2020 war ja auch so schön nahe, das Blatt sollte sich ja verkaufen. Jetzt ist es so weit.

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In Mittelschweden wurde ein Runenstein aus der frühen Wikingerzeit (800 n. Chr.) gefunden. Holmberg et al. 2020 interpretieren ihn als Ausdruck einer Klimaangst die damals umging:

The Rök Runestone and the End of the World

The Rök runestone from central middle Sweden, dated to around 800 CE, is famous, among other things, for a supposed reference to the emperor Theodo­ric the Great. This study proposes instead that the inscription deals with an anxiety triggered by a son’s death and the fear of a new climate crisis similar to the catastrophic one after 536 CE. Combining perspectives and findings from semiotics, philology, archaeology, and history of religion, the study presents a completely new interpretation which follows a unified theme, showing how the monument can be understood in the socio-cultural and religious context of early Viking Age Scandinavia. The inscription consists, according to the pro­posed interpretation, of nine enigmatic questions. Five of the questions con­cern the sun, and four of them, it is argued, ask about issues related to the god Odin. A central finding is that there are relevant parallels to the inscription in early Scandinavian poetry, especially in the Eddic poem Vafþrúðnismál.

Es ist schon kurios: Überlieferte Erinnerungen an die Kältephase der Völkerwanderungszeit haben den Schweden damals Angst gemacht, und das nur ein paar Jahre vor Beginn der Mittelalterlichen Wärmeperiode, als die Wikinger Island und Grönland besiedelten…