Die Bildung des Westantarktischen Eisschildes verlief anders als gedacht

phys.org am 13.5.2022:

Storm chasers face host of dangers beyond severe weather

The deaths of four storm chasers in car crashes over the last two weeks have underscored the dangers of pursuing severe weather events as more people clog back roads and highways searching for a glimpse of a lightning bolt or tornado, meteorologists and chasers say.

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Leserpost von Thomas Mock zur Erklärung von Tech For Future zu den deutschen Strompreistreibern:

Das ist Unsinn. Tatsächlich sind die Strompreise gestiegen weil durch die politisch neu eingeführte MSR der CO2-Zertifikatepreis von 5 Euro auf 90 EurotCO2 gestiegen ist. Und dieser CO2-Preis wird voll im EEX-Strompreis eingepreist mit dem vom UBA festgelegte Faktor von 0,7. Deshalb wird das EEG von durch die MSR erhöhten CO2-Preise vom Verbraucher zwangsfinanziert. Statt das EEG, subventionieren wir jetzt durch CO2 das BEHG das wiederum das EEG finanziert.

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Kennen Sie schon das „Klima Update“ von RTL? Um Klima geht es da eher seltenere, mehr um Erneuerbare Energien.

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Der DWD plant, für die Zukunft ein „Naturgefahrenportal“ einzurichten, das die Menschen klar verständlich und ortsspezifisch vor Unwettern warnen soll. Mehr dazu beim RND, dessen Mit-Inhaber interessanterweise die SPD ist.

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Ecole Polytechnique Federale de Lausanne (via phys.org):

Studying clouds can provide deeper insight into climate change

An international team of scientists conducted CALISHTO, a large-scale air measurement campaign in Greece last fall, with the goal of surveying, counting and characterizing the tiny particles and their impact on cloud formation. The goal is to incorporate this information in climate models for improved predictions of clouds, precipitation and climate.

The Earth’s climate works like a huge puzzle, and being able to understand all the different mechanisms involved requires piecing together massive amounts of data. Developing reliable climate models requires understanding the exact role that clouds play, and is currently missing. To fill this gap, an international team of scientists—including researchers from EPFL’s Laboratory of Atmospheric Processes and their Impacts (LAPI) and Environmental Remote Sensing Laboratory (LTE)—carried out air measurements recently on an unprecedented scale.

The research project is called CALISHTO, which is short for Cloud-AerosoL InteractionS in the Helmos background TropOsphere. The measurements were taken on Mount Helmos at the heart of the Peloponnese throughout the fall of 2021. The scientists spent months meticulously surveying, counting and characterizing the different types of particles in the air at different times of day. These microscopic particles, also known as aerosols, are important because they serve as „seeds“ for clouds.

„Without aerosols, there would be hardly any clouds in the sky,“ says Athanasios Nenes, the head of LAPI and one of the organizers of CALISHTO. „Water vapor condenses on these particles, forming droplets and ice crystals that we see as clouds. And the type of cloud formed can vary significantly depending on the number of aerosols, their size and their chemical characteristics. Particles of sand from the Sahara Desert, for example, will have a very different effect on clouds from those produced by forest-fires. That’s what we wanted to study with this measurement campaign.“

Understanding the process of cloud formation is especially important given the essential role that clouds play in the climate system, and therefore in climate change. Clouds form a veil over the Earth, reflecting large amounts of incoming solar radiation back into space through what’s known as the albedo effect. They also trap some of the longer-wavelength radiation (infrared radiation) that’s emitted from the Earth’s surface, keeping some of the heat in the atmosphere. What’s more, clouds are involved in regulating and distributing precipitation and the hydrologic cycle in general, meaning they have a direct influence on freshwater supplies for many ecosystems and for agriculture.

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Alex Reichmuth am 27.5.2022 im Nebelspalter:

Todesfalle Turbine

Eine neue Studie kommt zum Schluss, dass mehr als ein Fünftel aller Fische, die eine Wasserkraftturbine durchqueren, dabei ums Leben kommt. In der Schweiz laufen Versuche, den Fischabstieg durch technische Innovation zu verbessern. Die Kosten, um die Tiere zu schützen, sind allerdings beträchtlich.

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AWI:

Die Bildung des Westantarktischen Eisschildes verlief anders als gedacht

AWI-Forschende weisen verzögerte Ausbreitung des Eisschildes vor 35 Millionen Jahren nach

Vor rund 35 Millionen Jahren kühlte sich die Erde stark ab. Etwa zur gleichen Zeit öffnete sich zwischen Südamerika und der Antarktis die Drake-Passage und machte damit den Weg frei für den Antarktischen Zirkumpolarstrom. Beide Faktoren führten dazu, dass die Antarktis komplett vereiste. Wie eine Studie des Alfred-Wegener-Instituts nun zeigt, wurde diese große Vereisung zumindest in einer Region verzögert. Dieses neue Puzzleteil in der frühen Geschichte des Westantarktischen Eisschildes kann dabei helfen, seine instabile Zukunft noch besser vorherzusagen. Die Studie ist im Nature-Fachmagazin Communications Earth & Environment erschienen.

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Sabine Hossenfelder:

Does the sun cause earthquakes? (It’s not as crazy as it sounds.)

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Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.:

CO2-Mineralisierung in der Zementindustrie: Experten fordern bessere Daten zu gesellschaftlichen Auswirkungen

Als einer der Hauptverursacher des Klimawandels muss der Zementsektor seine CO2-Emissionen drastisch reduzieren. Eine vielversprechende Technologie ist die CO2-Mineralisierung, bei der das klimaschädliche Gas in Mineralien dauerhaft gebunden wird. Um der Technologie den nötigen Schub zu geben, bedarf es allerdings der Unterstützung durch Interessengruppen. IASS-Forschende haben untersucht, welche Prioritäten Fachleute bei der Weiterentwicklung der CO2-Mineralisierung setzen.

Die CO2-Mineralisierung gilt als große Chance auf dem Weg zur Klimaneutralität, weil Kohlendioxid so dauerhaft gespeichert wird und das entstehende Produkt herkömmlichen Zement sogar teilweise ersetzen kann. Für den Einsatz der CO2-Mineralisierung müssen allerdings nicht nur technische Hindernisse überwunden werden: Erforderlich ist auch die Unterstützung relevanter Akteure, und zwar bereits dann, wenn in der Industrie und der Politik über bestimmte technologische Pfade entschieden wird.

Gesundheitliche Auswirkungen eingesetzter Chemikalien zu wenig erforscht

IASS-Forschende fragten Expertinnen und Experten aus Industrie, Start-ups, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen nach ihren Prioritäten bei der Unterstützung der CO2-Mineralisierung, ihrer Wahrnehmung der Leistungsfähigkeit von CO2-Mineralisierungskonzepten und ihren Schwerpunkten in der Kommunikation, wenn sie anderen Gruppen CO2-Mineralisierungstechnologien vermitteln sollen. Dabei verfolgten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Ansatz, der ökologische, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen der CO2-Mineralisierung einbezieht.

Ihre Ergebnisse zeigen, dass alle Interessengruppen den sozialen Auswirkungen – Gesundheit, Arbeitsplätze, Kostenverteilung, öffentliches Bild der veränderten Branche – von CO2-Mineralisierungstechnologien höchste Priorität einräumen. Besonders im Fokus steht die Gesundheit. Zwar gilt der Mineralisierungsprozess selbst als gesundheitlich unproblematisch, da keine gefährlichen Stoffe eingesetzt werden. Aber erste Berechnungen haben ergeben, dass die bei der CO2-Abscheidung eingesetzten Chemikalien die Gesundheitsrisiken erhöhen könnten. Hier ist laut den Autorinnen und Autoren noch genauere Forschung zu den verschiedenen Abscheidungsmethoden notwendig.

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