Deutsche Bank: Der Green Deal der EU kann nur in einer Ökodiktatur verwirklicht werden

Hochspannender Artikel am 27.12.2020 bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Leider kostenpflichtig, aber der 1 Euro lohnt sich:

Deutsche Bank: Der Green Deal der EU kann nur in einer Ökodiktatur verwirklicht werden

Analysten der Deutschen Bank kritisieren die „unehrliche Debatte“, mit der die EU den Völkern Europas ihren „Green Deal“ verkauft, scharf. Die massiven Risiken des Jahrhundert-Projekts für den Wohlstand, das Wirtschaftssystem und die Demokratie dürften nicht verschwiegen, sondern müssten offen angesprochen werden.

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Boris Johnson hatte vor gar nicht langer Zeit angekündigt, dass sein Land das Saudi-Arabien für Wind wird. Gemeint war eine stetig sprudelnde Stromquelle. Die Insellage hilft den Briten laut Bloomberg aber wenig, wenn kein Wind weht, dann weht eben kein Wind. Der Preis für die Kilowattstunde steigt dann und gleichzeitig auch die Gefahr des Blackouts. So wie jetzt gerade laut Bloomberg geschehen.

“As the U.K. continues to rely on intermittent renewables, you need to have more and more backup capacities in place,” said Weijie Mak, project leader Aurora Energy Research Ltd. “You get into this issue where it’s harder and harder to manage the system.”

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Was könnte die Umweltministerin Schulze bloß meinen mit der sozial gerechten Aufteilung der CO2 Kosten zwischen Mietern und Vermietern? Ist es lediglich der Einbau einer neuen Heizung? In den meisten Fällen dürfte die aber wieder mit fossilen Energieträgern wie Erdgas funktionieren. Da auch Erdgas mit CO2 besteuert wird, wäre also nicht viel gewonnen, außer die neue Heizung wäre deutlich effektiver. Sollte es etwa eine Wärmepumpe sein, schlägt die CO2-Keule aber auch über den Strompreis zu, der seit Jahren ohnehin nur eine Richtig kennt, nämlich nach oben.

Ob man tatsächlich auf Strom (Wärmepumpe) beim Thema Heizen setzen sollte, wo das Delta zwischen Erzeugung und Verbrauch durch den Verzicht auf Kohle und Kernenergie größer werden dürfte und die grünen Stromquellen extrem volatil sind, ist eine ganz andere Frage. Am Strompreis wird sich auch der Bundeszuschuss zu den EEG Kosten nicht viel ändern. Also, entweder hat die Heizungswirtschaft hier gut lobbyiert oder Frau Schulze hat schlicht keinen Plan. Es könnte aber auch sein, dass sie meint, dass Vermieter zukünftig direkt an den Heizungskosten der Mieter beteiligt werden. Denkbar ist es schon, ein Artikel in WELT legt es nahe.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Massive Störung im europäischen Stromnetz. Die Ursache ist noch unklar, könnte aber in Südosteuropa gelegen haben. Weiterlesen bei Futurezone.at

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Niemand mag Windmühlen. An Land und offshore in Küstennähe verschandeln sie die Landschaft. Nun kommt die Lösung: Schwimmende Windmühlen. WUWT berichtete:

Claim: Floating Wind Turbines Could Save Us from Climate Change

At €125 million per floating turbine, vs €20 million for a fixed offshore turbine, the new technology still “has a long way to go on the economics”. But people are getting excited, and EU cash is pouring into this expensive new wind power scheme.

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Pressemitteilung des Karlsruher Instituts für Technologie:

Wie effizient arbeiten Photovoltaik-Speichersysteme?

Projekt „Testbench“ verbessert Qualität der Messergebnisse und erleichtert den Vergleich

Immer mehr Photovoltaikanlagen verfügen über Batterien, die während der Sonnenstunden erzeugten Strom speichern und für eine spätere Nutzung bereithalten. Solche Photovoltaik-Speichersysteme ermöglichen den Betreibern, einen möglichst hohen Anteil des erzeugten Solarstroms selbst zu nutzen. Je effizienter das Speichersystem, desto größer der wirtschaftliche Vorteil. Das Projekt „Testbench“ steigert die Qualität der Effizienzmessungen, damit Planer und Betreiber die Batteriesysteme besser miteinander vergleichen können. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Verbundprojekt wird vom Fraunhofer IEE, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), VDE|DKE und TÜV Rheinland sowie den assoziierten Partnern AIT, BSW und BVES gemeinsam bearbeitet.

Photovoltaik wandelt Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um und trägt damit zu einer nachhaltigen Stromversorgung bei. Für Betreiber von Photovoltaikanlagen lohnt es sich, einen möglichst hohen Anteil des erzeugten Solarstroms selbst zu nutzen. Das gelingt mithilfe von Batterien, die während der Sonnenstunden erzeugten Strom speichern und für diejenigen Zeiten nutzbar machen, in denen die Photovoltaikanlage keinen Strom produziert.

Der Markt für Photovoltaik-Speichersysteme wächst stetig: Bereits 2018 ging in Deutschland das 100 000ste PV-Speichersystem in Betrieb. Vor allem Privathaushalte nutzen solche Systeme, um ihren Eigenverbrauch an Solarstrom zu erhöhen und größere Unabhängigkeit vom Netz zu erlangen. „Um den wirtschaftlichen Nutzen für den Systembetreiber zu gewährleisten, ist eine hohe Effizienz des Photovoltaik-Speichersystems entscheidend“, erklärt Projektleiter Fabian Niedermeyer vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE. Die Qualität der Effizienzmessungen an Photovoltaik-Speichersystemen zu steigern, damit Planer und Betreiber sie besser miteinander vergleichen können, ist Ziel des kürzlich gestarteten Projekts „Testbench“.

Das Projekt „Testbench“ (Testverfahren zur Bestimmung der Effizienz von PV-Speichersystemen – Vom Leitfaden zum Standard) fokussiert besonders auf die Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit der Messergebnisse an den verschiedenen Prüfständen der Projektpartner. In der zweiten Projekthälfte soll ein Ringversuch die Wirksamkeit der Verbesserungen validieren und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse der beteiligten Partner nachweisen. Da die Projektpartner federführend im Normarbeitskreis „Kennwerte von stationären Batteriespeichern“ (AK 371.0.9.) der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (DKE) mitwirken, lassen sich die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse direkt in den Normungsprozess einbringen. „Eine nationale Norm oder VDE-Anwendungsregel wäre ein wichtiger Schritt, um die Marktposition deutscher Hersteller weiter zu festigen“, erklärt Nina Munzke, Leiterin der Gruppe Systemspeicherung und -analyse am Batterietechnikum des KIT. Aufgrund der großen Menge internationaler Kunden der deutschen Hersteller von PV-Speichersystemen, sollen die Ergebnisse in einem weiteren Schritt in die internationale Normung eingebracht werden. „Damit wollen wir die Wettbewerbschancen von deutschen Herstellern in internationalen Märkten stärken“, so Munzke. Darüber hinaus beinhaltet der Projektplan das Veranstalten von Workshops zum regen Austausch mit den verschiedenen deutschen und internationalen Stakeholdern.

Details zum Projekt „Testbench“

Das Projekt „Testverfahren zur Bestimmung der Effizienz von PV-Speichersystemen – Vom Leitfaden zum Standard“, kurz Testbench, läuft vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2021 und wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Dabei untersucht das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE in Kassel zusammen mit den Projektpartnern KIT, Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (VDE|DKE) und TÜV Rheinland sowie den assoziierten Partnern Austrian Institute of Technology (AIT), Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) und Bundesverband Energiespeicher (BVES), welche Anpassungen und Detaillierungen der Mess- und Auswertevorschriften im vorliegenden Effizienzleitfaden erforderlich sind, um die Ergebnisqualität zu verbessern. Der Effizienzleitfaden vereinheitlicht die Charakterisierung des Wirkungsgrads, des Standby-Verbrauchs und der Regelungseffizienz von Photovoltaik-Batteriesystemen. Erarbeitet hat ihn die Fachgruppe „FG Effizienzleitfaden“ des BVES und des BSW gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Forschungsinstitute, Prüflaboratorien und Hersteller von PV-Speichersystemen. Um einen Vergleich verschiedener Systeme anhand von Basisverfahren zu ermöglichen, ist die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse unerlässlich. Voruntersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Messungen an den gleichen Speichersystemen in verschiedenen Messinstituten zu teils unterschiedlichen Ergebnissen führen. Zudem sind in der aktuellen Version des Leitfadens die Rahmenbedingungen der Messungen noch nicht genau genug festgelegt, wie bisherige Erfahrungen zeigen. Dies betrifft beispielsweise die Anforderungen an die Genauigkeit von Strom- und Spannungssensoren und die bei der Messung zu verwendenden Abtastraten und Periodendauern bei der Mittelwertbildung.

Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE

Das Fraunhofer IEE in Kassel forscht für die Transformation der Energiesysteme. Es entwickelt Lösungen für technische und wirtschaftliche Herausforderungen, um die Kosten für die Nutzung erneuerbarer Energien weiter zu senken, die Versorgung trotz volatiler Erzeugung zu sichern, die Netzstabilität auf hohem Niveau zu gewährleisten und die Energiewende zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu führen.

Details zum KIT-Zentrum Energie: http://www.energie.kit.edu

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Wenn im Sommer die Sonne scheint und es mal richtig warm wird, zieht es die Menschen an den Strand. Darüber berichten dann die Medien: Am Wochenende war es schön warm, das Strandleben blühte. Ein britischer Aktivist wirft den Medien vor, über warmes Wetter zu positiv zu berichten. Wenn es warm ist, sollte man doch lieber den Klimawandel thematisieren, über Hitzeextreme schreiben, anstatt sich über das Strandwetter zu freuen. Ist kein Witz. So einen Nörgler gibt es. WUWT berichtete über ihn.

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Die Klimaschau geht heute mIttag (10.1.2020) in die 7. Ausgabe. Nachrichten zu Klima und Energie, komprimiert zusammengefasst in 10 Minuten. Das sollte eigentlich in jedem Terminkalender Platz finden.

Der Kanal hat nun mehr als 1000 Abonnenten, die umgehend informiert werden, wenn die neue Sendung online ist. Das Abo ist kostenlos, allerdings müssen Sie bei Youtube registriert sein, um Abonnent zu sein. Seien Sie dabei!

Vielen Dank für Ihr Interesse am Kanal sowie das viele gute Feedback. Momentan kommen die Sendungen im Abstand von 4 Tagen. Mittelfristig wollen wir mindestens einmal wöchentlich berichten. An Nachrichten-Material mangelt es nicht… Wenn Sie Themenvorschläge für die Sendung haben, können Sie uns diese gerne über unser Kontaktformular mitteilen.

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Werner Köppen bietet eine Internetseite mit dem Titel „Klima – die große Transformation“ an, die jetzt aktualisiert vorliegt. Hier anzuschauen.