Das Auerhuhn und die Windkraft

Wolfgang Epple beschreibt auf seinem Blog die Situation dieser seltenen Vögel im Schwarzwald. Ihre ohnehin schon kleine Population droht noch weiter zu schrumpfen. Ein Grund könnten Windkraftanlagen sein, die zukünftig vermehrt im Schwarzwald aufgestellt werden sollen. Ein Gutachten der Landesregierung beschwichtigt, allerdings wurde es von verschiedenen Lobbyorganisationen co-finanziert. Was sind solche Gutachten wert?

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Stichwort Population. Kaum ein Tier steht so sinnbildlich für den Klimawandel wie der Eisbär. Ihm wurde schon vor langer Zeit das Aussterben prophezeit, weil das geänderte Klima seine Lebensräume und Nahrung gefährdet. Björn Lomborg hat sich in der Financial Post des Themas angenommen. Als Fazit lässt sich feststellen, dass sich die Viecher hartnäckig weigern auszusterben.
How dare they?

“Not long ago, environmentalists constantly used pictures of polar bears to highlight the dangers of climate change. Polar bears even featured in Al Gore’s terrifying movie An Inconvenient Truth. But the reality is that polar bear numbers have been increasing — from somewhere between five and 10,000 polar bears in the 1960s up to around 26,000 today. We don’t hear this news, however. Instead, campaigners just quietly stopped using polar bears in their activism.”

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Es ist noch nicht lange her, da gab es täglich Meldungen aus Australien über die dortige Hitze und Dürre. Offenbar erleben Teile des Kontinents aber seit einiger Zeit das genaue Gegenteil, nämlich erhebliche Niederschläge. Die Tagesschau berichtete.

“In Australiens Ostküste ereigneten sich in den vergangenen zwei Jahren immer wieder Überschwemmungen. Im März hatte ein Hochwasser in Teilen der Bundesstaaten Queensland und New South Wales große Schäden angerichtet. Mehr als 20 Menschen starben.

Im Juli wurde wegen Hochwassers eine Evakuierungsanordnung für Zehntausende Einwohner von Sydney veröffentlicht, mehrere Vororte der größten Stadt Australiens wurden überschwemmt.”

Was leider in der Berichterstattung fehlt, sind die Gründe für die starken Regenfälle. Wir erleben gerade das dritte La Niña Jahr hintereinander, wie die Nordamerikanische Wetterbehörde NOAA berichtet. Eine sehr ungewöhnliche Entwicklung. Die US-Wetterbehörde prognostizierte im April 2022 die Möglichkeit einer dritten La Niña. Wäre es nicht wünschenswert, wenn es der Wissenschaft gelänge, solche Entwicklungen weit im Voraus vorherzusagen?

Ja absolut, und es gibt sogar Wissenschaftler, die behaupten, dass sie genau das könnten. Das Blöde ist nur, deren Voraussagen sind nicht eingetreten. Wir erinnern hier noch einmal an den Fehlschlag des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung in Sachen El Niño / La Niña Vorhersagen. Wir berichteten. Vielleicht stimmt die “Science is settled” Aussage ja doch nicht in ihrer Absolutheit?

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Was wir vom Waltran lernen können. Das Westfalenblatt hat den Physiker und Kabarettisten Vince Ebert interviewt.

“An welches Beispiel denken Sie da?

Ebert: Vor 150 Jahren war Wal-Tran einer der wichtigsten Rohstoffe für die aufstrebende Industriegesellschaft, zum Beispiel als Schmiermittel. Die Preise für Wal-Öl waren hoch und die Pottwale fast ausgerottet. Und dann hat ein Engländer ein Verfahren entdeckt, um aus Ölschiefer Petroleum herzustellen. Durch diese Innovation war Wal-Tran von jetzt auf gleich praktisch wertlos.
 Wenn man im 18. Jahrhundert einem Gelehrten gesagt hätte, dass im Jahr 2022 acht Milliarden Menschen mit Nahrung und Energie versorgt werden können und dafür nur zwei Prozent der Weltbevölkerung nötig sind, hätte dieser Gelehrte einen für verrückt erklärt. Weil er sich diese Technologiesprünge natürlich nicht vorstellen konnte. Und genau in diese Falle ist 1972 der „Club of Rome“ getappt, weil er die Rohstoffverbräuche der Vergangenheit an den Anfang seiner Studie gestellt und gesagt hat: Wenn das so weitergeht, ist irgendwann alles erschöpft. Aber so funktioniert Innovation gerade nicht.

Das war ein klassischer Denkfehler, der heute noch rauf und runter gebetet wird. Die Leute waren keinesfalls dumm, aber ihr Prognosemodell war ungeeignet. In der Wissenschaft ist Wissen nur vorläufig. Man muss auch die Größe haben zu sagen, dass man sich geirrt hat.”

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Mit Tomatensuppe gegen den Klimawandel – nächste Folge. Der Aufstieg zum Gipfel des Schwachsinns ist schwer. Dennoch scheint es Aktivisten zu geben, die diesen schweren Weg gehen wollen. Zu ihnen gehört die “Letzte Generation”. Die zeigen sich allerdings wandlungsfähig. Liefen ihre Aktionen im Jahr 2021 noch unter dem Motto “Essen retten,” so wird nun Essen als vermeintliche Waffe eingesetzt. Nach dem Van Gogh Gemälde in London, wir berichteten, ist nun das deutsche Verkehrsministerium dran und wird mit Tomatensuppe verziert.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Auf 58.000 Stimmen kam die Petition ”Stuttgarter Erklärung” am Ende der Zeichnungspflicht. Sie spricht sich für einen Weiterbetrieb der Kernkraftwerke in Deutschland aus. Die Petition hat damit die Hürde von 50.000 Stimmen geschafft. Es könnten sogar noch einige Stimmen mehr werden, weil man so eine Petition auch per Brief zeichnen kann. In den letzten Tagen der Zeichnungsfrist hatte die Zahl der Unterstützer eine enorme Dynamik im Internet bekommen. Nach dem Erreichen des Quorums, muss sich nun der Petitionsausschuss des Bundestages damit beschäftigen.

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Wir haben kürzlich über die Bundesnetzagentur berichtet, die sich über das kühle Wetter im September beschwert hat. Das war natürlich nicht ganz ernst gemeint, sollte eher aufzeigen, dass die Vergleiche zu den Vorjahren schräg waren, weil die Agentur den erhöhten Gasbedarf in Deutschland im September 2022 beklagte. Offenbar gibt es aber schlaue Menschen bei der Zeit-Online. Die haben nämlich den Gasverbrauch in Relation zu den Temperaturen gesetzt. Und schon sieht der Verbrauch ganz anders aus.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

Erstaunlich, dass die Bundesnetzagentur das so nicht hinbekommen hat und lieber Alarmmeldungen verbreitet.

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Sehr geehrte Damen und Herren,

kürzlich gab es wieder einmal Meldungen, dass der Hunger in der Welt zunimmt. Als Gründe wurden Kriege und der Klimawandel genannt. Zum Klimawandel habe ich die nachfolgende Satire verfasst:

„Vor 2000 Jahren befand sich das Römische Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Leider lag die Zeit in einer sehr warmen Klimaphase, was erhebliche Probleme für die Menschen mit sich gebracht haben dürfte. Es muss wiederkehrende Hungersnöte gegeben haben, denn in einer solchen Warmphase sind die Ernten schlecht. In der Not bauten die Römer im ganzen Reich eine Reihe von Wasserleitungen, um die Städte wenigstens mit Wasser zu versorgen. So z. B. die fast 100 km lange Wasserleitung von der Eifel nach Köln. Der Bau der Wasserleitungen muss erhebliche Probleme mit sich gebracht haben, denn die Menschen mussten sich ständig gegen Naturkatastrophen zur Wehr setzen. Doch die Menschen in den Städten erwiesen sich als undankbar für die vielen Entbehrungen beim Bau der Wasserleitungen. Neben der Nutzung als Trinkwasser wurden auch öffentliche Bäder und Springbrunnen betrieben.

Dann endlich kam die Erlösung. Am Ende des Römischen Reichs endete die Warmphase und es setzte eine Kälteperiode ein. Das muss für die Menschen das reine Paradies gewesen sein. Die Ernten in de Welt verbesserten sich deutlich, da die wärmebedingten Störungen nicht mehr wirkten. In den nordeuropäischen Ländern ging es den Menschen so gut, dass diese auf Wanderschaft gehen konnten, um andere Länder zu erkunden. Viele Mitglieder der ansässigen Völker zogen nach Süden, um die Welt zu erkunden. Dabei trafen sie auf weitere Völker, die ebenfalls von der Idee, der Wanderung zu begeistern waren. So kam es zur Zeit der Völkerwanderung.

Doch leider endete diese glückliche Kaltphase und es wurde wieder wärmer. Die mittelalterliche Warmphase setzte ein. Für die Menschen begann eine Leidenszeit. Hunger war an der Tagesordnung. Die Wikinger brachen auf und entdeckten Island und Grönland. Island war von Eis bedeckt, welches zu schmelzen begann. Grönland wurde als Grünland benannt, obwohl es eine unwirtliche Gegend war. Aufgrund der zunehmenden Wärme schmolzen die Gletscher auf Grönland ab, aufgrund der zunehmenden Erwärmung war Ackerbau dort kaum möglich. Deshalb zogen die Wikinger weiter und erreichten Amerika. Dort wollten sie sich niederlassen, doch es am zu Auseinandersetzungen mit den Einheimischen. Es entbrannte ein erbitterter Kampf um die wenigen Nahrungsmittel. Im Zuge der Kämpfe mussten die Wikinger sich dann zurückziehen.

Gleichzeitig kämpften in Mitteleuropa die Menschen ständig gegen zahlreiche Naturkatastrophen. Stürme, Starkregen, Überschwemmungen, Dürren waren ständige Begleiter der Menschen im Mittelalter. In ihrer Verzweiflung bauten die Menschen Kirchen und Kathedralen, um den Gott gnädig zu stimmen, damit endlich es ein besseres Klima geben möge.

Nach einigen Jahrhunderten der der Entbehrungen kam dann endlich das angenehme Klima. Die kleine Eiszeit setzte ein. Endlich waren die Ernten wieder auskömmlich, Hunger gehörte der Vergangenheit an. Die Menschen konnten es kaum fassen, endlich wieder ins Paradies einziehen zu können. Sie feierten und tanzten und richteten Hexenverbrennungen aus. Das Leben war glücklich und ausgefüllt.

Doch die Zeit brachte auch einige Wirrköpfe hervor. Da gab es doch einen Herrn Galileo Galilei, der behauptete doch tatsächlich, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Dabei wussten doch 100% der Fachleute, dass die Erde im Mittelpunkt steht und von der Sonne umkreist wird. Eine falsche Behauptung, wie von Herrn Galilei, ist nur dazu geeignet, das Volk zu verwirren. Doch es gab eine wichtige Institution, die Inquisition, welche Herrn Galileo freundlich davon überzeugte, dass seine Thesen falsch sind und ihn baten, seine Aussage zurückzunehmen. Herr Galilei war sehr einsichtig und nahm seine Idee zurück.

In dieser herausragend guten Zeit konnten die Menschen sich auch einen 30 Jahre andauernden Krieg erlauben. Auch die Jahrhunderte danach waren glücklich und ausgelassen. Die Ernten waren stets auskömmlich, es gab Nahrung im Überfluss.

Das Ganze hätte so weitergehen können. Die Bedingungen waren ausgezeichnet und es gab keine Anzeichen dafür, dass sich die angenehme Kaltphase verändern würde. Doch dann hat der Mensch in seinem Wahn einen Fehler begangen. Die Industrialisierung setzte ein und der Mensch brachte eins der gefährlichsten Gifte in die Atmosphäre – das CO2. Dieses gefährliche Gas ist zwar in geringen Mengen für das Wachstum von Pflanzen wichtig, doch eine geringe Erhöhung der Konzentration führt zu einer ungebremsten Erwärmung der Erde. Das Wachstum der Pflanzen wird durch weiteres CO2 nur gestört, so dass die Erträge geringer ausfallen. Neben der Störung des Pflanzenwachstums durch die Erwärmung, wirkt also auch der erhöhte CO2-Gehalt alt störend. Das führt zur Zunahme des Hungers in der Welt.

Die Politik hat schon reagiert und versteuert die Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Doch das reicht noch nicht. Wann kommt endlich die Atemsteuer? Auch beim Ausatmen bringt der Mensch CO2 in die Atmosphäre.“