Dann sollen sie doch Kuchen essen

Eine ganz klare Nominierung für den Auweiha Award 2020 geht an Simone Peter. Wie verzweifelt muss man sein, um sich an eine Pandemie wie der aktuellen COVID-19 zu hängen, um so seine eigene Agenda nach vorne zu bringen? Auf Twitter schrieb die Lobbyistin nun vom Personalausfallrisiko, welches bei Windkraft nicht gegeben ist.

Viel wichtiger als das Personal ist aber die erzeugte Energie selber. Und die ist bei Windkraft immer noch volatil. Ein Blackout hätte für Krankenhäuser fatale Folgen. Nicht zu vergessen, die Menschen, die die Netze stabil halten, weil es eben sehr unterschiedliche Anteile von Windenergie im Netz gibt. Was ist, wenn diese wegen COVID-19 ausfallen? Natürlich wurden Simone Peter Gegenargumente geschrieben. Die entgegnete die Lobbyisten ausgerechnet mit einem Verweis auf den katastrophalen Artikel von Claudia Kemfert in der Zeitschrift Capital den u. a. der Ökonom Justus Haucap auseinandernahm.

Und während sogar der einfachste Fußball-Fan begreift, dass es jetzt gilt, zwischen dringenden und weniger dringenden Dingen zu unterscheiden, versperrt sich Simone Peter dieser Erkenntnis und retweetet die Klimareporter, die überhaupt nicht verstehen können, dass die Regierung gerade den Kollaps des Landes versucht abzuwenden und sich nicht um Erneuerbare Energien kümmert.

Auch hier die Frage, was schlimmer ist, das Virus oder die Menschen, die die eigene Agenda mit der Pandemie auf Krampf verbinden müssen?

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Die Niederlande führen Tempo 100 auf Autobahnen ein. Die Tagesschau berichtete. Hoffentlich wurden bei den Einsparberechnungen auch die Produktion von 4.000 Schildern berücksichtigt, die nun aufgestellt werden. 17 Millionen Euro soll der Austausch kosten. Das Limit gilt allerdings nur tagsüber.

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Wenn die Küche zur Kostenfalle wird: Die WELT mit einem Artikel zur Strompreisentwicklung in Deutschland und welche Rolle dabei Küchengeräte, vor allem Geräte zur Kühlung, bei der Stromrechnung spielen.

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„Opposition ist immer Mist“ – das wusste schon der SPD Recke Franz Müntefering. Wie mistig die Opposition ist, das wird in Zeiten der Corona Pandemie sehr deutlich und zwar am Beispiel von Grünen Chef Robert Habeck. Den Grünen wird jetzt zum Verhängnis, dass sie als One-Trick-Pony wahrgenommen werden, also ein Zirkuspferd, das nur einen Trick beherrscht. Es ist in diesem Fall Klima.

Während Ministerpräsidenten wie Markus Söder staatsmännisch auftreten und sich die Republik und die Regierenden auf das Abwenden der Corona-Krise konzentrieren, gibt Robert Habeck zum Besten, dass Maßnahmen wie das Demonstrationsverbot regelmäßig überprüft werden müssen. Noch mal zum Mitschreiben: Deutschland versucht gerade verzweifelt der Pandemie Einhalt zu gebieten und dazu gehören auch die persönlichen Rechte einschränkende Maßnahmen und bereits am Tag der Verkündung mosert der Oppositionsführer daran herum. Er hat den Ernst der Lage entweder nicht erkannt oder wusste nichts anderes aus dem Hut zu schütteln. Oder denkt Robert Habeck allen Ernstes, dass die Maßnahmen auch nach der Beendigung der Krise fortbestehen werden? Kommt ihm eigentlich der Gedanke, dass eine Demonstration ein potentieller Virenherd sein kann? Ein erschütterndes Beispiel von Ignoranz.

Robert Habeck ist nicht immer sattelfest ist bei bestimmten Themen, das hat er bereits mehrfach bewiesen. Ein Highlight waren seine Äußerungen zur Pendlerpauschale als er Km, Cents und Steuerminderung munter verwechselte. In erster Linie um etwas zu sagen, ganz gleich ob er das Thema verstanden hat oder nicht.

„Vielleicht nicht weiter weg, aber wenn man den Benzinpreis um drei Cent erhöht, die Pendlerpauschale aber um fünf – dann lohnt es sich, eher mit dem Auto zu fahren als mit der Bahn. Das muss ja genau umgekehrt sein. Man braucht einen Anreiz, in die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen und die zu nutzen.“

Noch besser ist aber sein aktueller Ratschlag an Gastronomen. Aus dem Managermagazin:

„Grünen-Chef Habeck schlug in den Heute-Nachrichten des ZDF vor, Hotel- und Restaurantbesitzer sollten die Zeit nutzen, ihre alte Ölheizung durch ökologische Technologien zu ersetzen. Weshalb Unternehmen, die keine Liquidität haben, um ihren laufenden Verpflichtungen nachzukommen, Geld, das sie nicht haben, für eine Investition ausgeben sollen, die sich nicht rechnet, erklärte er nicht.

Es erinnert an das Zitat, das Marie Antoinette zugeschrieben wird (es könnte aber auch Jean-Jacques Rousseau gewesen sein) als das Volk in Frankreich im 18. Jahrhundert hungerte und kein Brot mehr hatte:

„Dann sollen sie doch Kuchen essen.“

Wie gefangen einige der Grünen Apologeten in der eigenen Blase gefangen sind, zeigen die Beispiele Simone Peter und Prof. Volker Quaschning. Beide sind schamlos genug, die Pandemie zur Promotion der eigenen Agenda zu benutzen. Den Vogel schießt dabei Quaschning ab, für den Wirtschaft ausschließlich aus Windkraft und Solaranlagen zu bestehen scheint. Dabei kämpft gerade die gesamte deutsche Wirtschaft gegen einen Abwärtstrend, und den Mann interessieren Mindestabstände von Windkraftanlagen mehr als ein Kollaps der gesamten Ökonomie. Die Klima-Blase von Quaschning scheint zu allem Überfluss auch noch trüb und undurchsichtig zu sein. So sieht man tatsächlich nichts anderes.