Claudia Kemfert verrechnet sich bei den Energiewendekosten wohl um mehrere Hundert Milliarden Euro

Die erste Nominierung für den Auweiha Award im April 2020 geht an Luisa Neubauer. Im STERN durfte die junge Aktivistin noch einmal für kurze Zeit Ruhm ernten. Sie warnt eindringlich davor, die Corona-Krise mit dem Klima zu vermischen, was sie aber vorher selber in dem Artikel macht.

„Wer also Klima und Corona vermischt, undifferenziert von dem einen auf das andere schließt, läuft nicht nur Gefahr sich zu verrennen.“

Dieser Satz hier bekommt einen Sonderpreis für das schönste Geschwurbel:

„Es ist durchaus denkbar, dass wir die beiden Krisen so synchronisieren, dass sie für uns ertragbar werden.

Klimaaktivisten versuchen derzeit, sich mit Macht gegen die Verschiebung der Prioritäten der Politik und auch der Menschen zu stemmen. Es braucht keine prophetische Gabe, um zu erkennen, dass das Thema Klima in wenigen Wochen noch bedeutungsloser werden wird, weil sich eine Wirtschaft Klimaschutz leisten können muss. Ohne eine funktionierende Wirtschaft wird das nicht gehen. Wirtschaft aber meint eben nicht die für die Zahl der Beschäftigten unbedeutenden Zweige Solar und Wind, auch wenn sich das viele Aktivisten nicht vorstellen können.

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Schwere Zeiten für die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Das Auto, der erklärte Hauptfeind der von Kritikern als Abmahnverein bezeichneten Organisation DUH, ist seit 2 Wochen deutlich weniger auf deutschen Straßen anzutreffen. Die Luftwerte verbessern sich aber nicht wesentlich. Ein Bespiel ist die Stadt Würzburg. Das berichtet der Bayrische Rundfunk. Wenn aber unbeeinflussbare Faktoren wie die Wetterlage oder Sahara-Wüstenstaub eine so große Rolle spielen, wie kann dann die DUH Städte einfach abmahnen? Diese Faktoren lassen sich nicht abstellen. Zeit, dass das Geschäftsmodell der DUH überdacht wird, aber von extern.

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Professor Joachim Weimann, Ökonom, setzt sich in zwei Youtube Videos mit den Thesen von Professorin Claudia Kemfert auseinander. In diesem Blog wurde der Artikel von Kemfert aus der Zeitschrift Capital und auch die Reaktionen darauf bereits thematisiert.

Professor Weimann untersucht in diesem Video „Mythbuster bei Capital: Hat Claudia Kemfert recht?“ einige der Thesen der Energiewendeaktivistin aus dem Capital-Artikel, betont sachlich. Kurzfassung: Der Faktencheck von Frau Kemfert hält keinem Faktencheck stand. Sie vergisst in ihrem Artikel einfach Posten und rechnet daher falsch, leider um mehrere Hundert Milliarden Euro. Am schönsten aber ist der Vergleich von Weimann zur Kemfert-These „Es sind keine Kosten, es sind Investitionen“. Hier sagt Weimann, man könne auch an einem zugefrorenen See stehen und behaupten, das wäre kein Eis sondern gefrorenes Wasser. Auch der Pizza-Vergleich (Man bezahlt doch auch die Pizza im Restaurant, auch wenn man sie nicht ganz isst) von Frau Kemfert kommt nicht gut weg in dem Video.

Über den dubiosen Spiegel-Artikel, der Frau Kemfert zur Seite springen wollte, haben wir hier schon mal berichtet. Auch hier geht Professor Weimann in einem weiteren kritischen Youtube-Video sehr sachlich vor, obwohl er in diesem Artikel sehr persönlich angegriffen wird. Am meisten stören den Ökonomen die ad hominem Vorwürfe und die Verschwörungstheorien, die benutzt werden, um Personen zu verunglimpfen. Es geht nicht um die Sache und die Argumente, sondern um gut und böse. Kritiker der Energiewende, jedenfalls so wie Deutschland sie vollführt, sind böse. Das kann man so machen, aber dann wird kein vernünftiger Diskurs daraus an dessen Ende die Argumente den Ausschlag geben sollten. Beide Videos sind relativ kurz, aber sie sind absolut empfehlenswert.

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Der tägliche Quaschning. Jetzt geht es um Tausende Jobs, die verloren gehen (könnten).

Noch einmal zur Einordnung: Die Solarbranche hat in Deutschland einen Anteil von 0,05% der Gesamtbeschäftigten. Man könnte auch sagen, diese Branche ist unwichtig im Hinblick auf Arbeitsplätze. Laut Statista kommt die Windkraftbranche auf ca. 135.000 Arbeitsplätze. Das ist zweifelsfrei mehr als der Solarbereich. Zum Vergleich: die Lebensmittelindustrie kommt auf 5,8 Millionen Beschäftigte, der Maschinenbau in Deutschland auf etwa 1,1 Millionen, die chemische Industrie kommt auf 450.000 Beschäftigte. Die Aussagen des selbsternannten Experten Quaschning erinnern an den Jack Arnold Film-Klassiker aus dem Jahre 1959 mit dem jungen aber bereits großartigen Peter Sellers, die Maus, die brüllte.

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Der Fahrstuhl, der nach oben fährt, der fährt auch wieder runter. Laut Forsa Umfrage überholt die SPD gerade die Grünen in der Sonntagsfrage.

Opposition ist Mist (© Franz Müntefering) – Wer allerdings als Grüner Parteivorsitzender der Bundesregierung in einer Krise solche Tipps wie Robert Habeck bei Watson.de gibt, der sollte sich eher einen Gewerbeschein für Binsenhandel holen. Von welcher Zeit mag Habeck bloß ausgehen?