Schlechter Honig-Sommer: Für die Bienen war es zu kalt

„Es gibt einen merkwürdigen Naturwissenschafts-Positivismus“

Die Medienwoche interviewt in einem aktuellen Podcast Jakob Augstein. Es geht zwar um die Corona-Berichterstattung, aber die Aussagen von Augstein passen auch auf andere Wissenschaftsbereiche. Augstein verweist darauf, dass Politik naturwissenschaftliche Erkenntnisse stets einsortieren und bewerten muss. Dieses sollte immer in Kombination mit Geisteswissenschaften passieren. Medien seien nicht die Pressesprecher der Wissenschaft, auch sie haben kritisch zu sein.

“Es sei nicht Aufgabe der Wissenschaft, den Menschen zu sagen, wie sie zu leben haben. Mit Blick auf Medien sagt Augstein: „Viele Journalisten sollten sich kritisch zumindest in der Nachbetrachtung damit befassen, wie neutral Sie Ihre Rolle wahrgenommen haben..oder wie sehr sie selber schon zu Aktivisten wurden bei der Durchsetzung von bestimmten pandemiepolitischen Maßnahmen.“

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ADAC: Verbraucher warten vergeblich auf Förderung. Gemeint ist damit das Auslaufen der Förderung beim Kauf von bestimmten E-Autos zum Ende des Jahres. T-Online widmet sich dem Thema.

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Öko-Sprit statt Elektro? Die Vorgaben der Clean Energy Directive der EU sind für Kommunalfahrzeuge laut Focus ohne Öko-Sprit nicht zu schaffen.

“Mit einem Schreiben vom 19.07.2021 hatte das BMU den Kommunen sechs Wochen vorher allerdings klammheimlich erlaubt, diese Kraftstoffe “betriebsintern” einzusetzen und damit erstmals seine Blockadehaltung aufgegeben. Allerdings: Sind die Fahrzeuge im staatlichen Besitz, ist dieser Einsatz abgesegnet, gehören sie etwa einem privaten Busunternehmen oder einer Spedition, bleibt der Einsatz dieses Kraftstoffes, der die CO2-Emissionen konventioneller Dieselmotoren um 92 Prozent reduziert, verboten. Die Vorgaben der “Clean Energy Directive” sind aber wohl mit Elektromobilität alleine nicht zu schaffen.”

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Die Organisation United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) gibt ihre Empfehlungen für den Weg zu einer CO2 neutralen Wirtschaft. Zu den Maßnahmen gehören u. a. auch Kernenergie und Kohlenstoffabscheidung bzw. Wiedernutzung. Beides ist für Deutschland obsolet.

(Abbildung: Screenshot https://carbonneutrality.unece.org)

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Heise.de mit einem Vergleich der Kosten von Elektro-Autos und Verbrennern. Die Verbrenner schneiden dabei schlechter ab.

“Ein batterieelektrisch betriebenes Auto ist in Deutschland laut Berechnungen von Leaseplan im Unterhalt günstiger als ein Diesel oder ein Benziner. In der gehobenen Mittelklasse ist das Elektroauto dem Autoleasing-Unternehmen mit 760 Euro monatlichen Kosten 200 Euro günstiger als ein Diesel und 118 Euro als ein Benziner.

Ein Plug-in-Hybrid liegt mit insgesamt 851 Euro Unterhalt ebenfalls unter dem Diesel und ist demnach vergleichbar mit dem Benziner, aber fast 100 Euro teurer als ein reines E-Auto, schreibt Leaseplan. Ein Elektrokleinwagen kostet monatlich 570 Euro, ein Diesel in dieser Kategorie 618 Euro und ein Benziner 589 Euro. In der Kompaktklasse kommt die Elektrovariante auf 618 Euro, der Diesel auf 735 und der Benziner auf 715 Euro.”

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Steigende Energiekosten für Unternehmen kommen mit etwas Zeitverzögerung auch beim Konsumenten an. Die NZZ schildert die Situation anhand eines Glasherstellers.

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“Mit Milliarden fördert Europa den Aufbau einer heimischen Batterieindustrie. Es drohen gewaltige Überkapazitäten. Nicht alle Projekte werden überleben.”

Das meint Artikel bei MSN.com, der von einer Batterie-Blase spricht.

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Bienen lügen nicht. Die Heilbronner Stimme (Bezahlschranke) spricht von einem schlechten Honig-Sommer. Der Grund: Es war zu lange zu kalt für die Bienen.

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98% der Gasversorger in Deutschland erhöhen ihre Preise. Im Schnitt beträgt die Erhöhung 17,3%. T-Online berichtet.

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Noch eine Animation von Daten bei YouTube. Diesmal die CO2-Emission pro Land von 1750 – 2020.

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Das Wachstum bei der Weltbevölkerung flacht sich ab. Laut 20min.ch sank die Geburtenrate je Frau von 3,2 (1990) auf 2,3 (2021).

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In China findet nach einem Stern-Bericht gerade die Revolution bei der Herstellung von Akkus statt.

“Der größte Akkuhersteller Chinas, CATL, hat vor Kurzem die ersten Natrium-Ionen Akkus vorgestellt. Bei ihnen besteht die Kathode aus Natrium. Die Leistungsdaten lauten 160 Wattstunden pro Kilogramm, das Aufladen zu 80 Prozent dauert 15 Minuten und eine Kapazität von rund 90 Prozent werden bei minus 20 Grad Celsius erreicht. Das ist schon mehr als beachtlich, doch der eigentliche Clou sind die Herstellungskosten von 25 bis 35 Euro pro Kilowattstunde. Zur Einordnung: Ende 2020 wurde erstmals Kosten von 100 US-Dollar pro Kilowattstunde erreicht. CATL will diesen Preis praktisch dritteln. Schon Ende nächsten Jahres, 2022, soll die Großproduktion beginnen.”

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Fast identisch zu den UAH Satelliten-Messdaten der Erdtemperatur sehen die Daten von Climatlas für Oktober 2021 aus. Die globale Anomalie beträgt 0,31 Grad Celsius (UAH 0,37). Die Arktis sticht mit 1,68 Grad Celsius heraus, die Antarktis liegt dagegen nur 0,02 Grad Celsius über dem langjährigen Mittel. Die Climatlas-Daten stammen von der Japan Meteorological Agency (JMA).

(Abbildung: Climatals.com)

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Claudia Bröll hat Mist gebaut. Sie schreibt in der FAZ am 6.11.2021:

Folgen des Klimawandels: Hungeralarm im Süden Madagaskars

Seit vier Jahren wird Madagaskar von einer der schlimmsten Dürren seit Jahrzehnten heimgesucht. Verantwortlich ist der Klimawandel. Regierung und Betroffene tun sich schwer, einen Ausweg zu finden.

Claudia Bröll hätte die Klimaschau gucken müssen, dann wäre ihr das nicht passiert:

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Alex Reichmuth am 3.11.2021 im Nebelspalter:

Klimakonferenz: Lobbying gegen die Atomkraft

Die Organisatoren der Glasgower Konferenz wollten die Vertreter der Kernenergie an der Teilnahme hindern. Erst ein geharnischter Brief sorgte für Abhilfe. Allgemein kann aber die Bedeutung der Atomkraft als klimafreundliche Energieform immer weniger ignoriert werden.

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