BMBF 2003: „Die wärmste Phase der letzten 10.000 Jahre findet sich im so genannten holozänen Optimum“

Innovativer Speicher: Zeolithkügelchen speichern Wärme dauerhaft ohne Energieverlust. Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) haben eine interessante Innovation. Speicher, auch Wärmespeicher, sind einer der entscheidenden Faktoren bei Energiewende. Weil sie fehlen, geht so viel schief. Für den Bereich Wärme könnte die Entdeckung der Forscher allerdings große Bedeutung bekommen.

“Doch wie genau funktioniert der neuartige Wärmespeicher? Dazu muss man zunächst wissen, dass Zeolithe porös sind und Wasser in ihrem Inneren einlagern. Will man nun Wärme speichern, werden die Kügelchen erhitzt, sodass das Wasser verdampft. Der gesamte Vorgang findet zudem in einem Wärmetauscher statt. Der entscheidende Punkt: Es darf keine Flüssigkeit eindringen. Denn wenn die Wärme wieder abgerufen werden soll, muss Wasser eingelassen werden. Dieses wird von den Kügelchen aufgesaugt. Der Clou: Dabei erhitzt sich das Zeolith und gibt Wärme an einen Wasserkreislauf ab. Dieser kann dann genutzt werden, um Häuser zu heizen. Der große Vorteil dieses Ansatzes: Theoretisch kann die Wärme so beliebig lange gespeichert werden, ohne dass Energie verloren geht. Theoretisch wäre es also tatsächlich möglich, im Sommer die Wärme der Sonne zu speichern und so im Winter keine zusätzlichen Heizkosten zu haben. Bisher wurde das Verfahren allerdings lediglich im Rahmen der Grundlagenforschung im Labor erprobt.”

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Greenpeace protestiert auf dem EU-Gebäude gegen die Pläne die Kernenergie in die Liste der nachhaltigen Energieformen beim Green Deal der EU aufzunehmen. Sie haben dafür einen Dinosaurier aus Metall gebaut. Das ist insofern interessant, weil die Nachfahren der Saurier die Vögel sind und einige Vogelarten haben extrem unter Windkraft zu leiden. Vor allem jene Arten, die zu schlau sind und nicht gegen Fensterscheiben fliegen, von Katzen gefressen werden oder unter Autos geraten.

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Wir leben in einer verrückten Welt. Über das merkwürdige Gebaren von Greenpeace Energy haben wir ja schon einige Male berichtet. Es ist nicht nur uns aufgefallen, sondern auch anderen wie Climate & Capital. Die haben sich ebenfalls gewundert, dass Greenpeace Energy tatsächlich Erdgas verkauft. Mittlerweile hat das Unternehmen seinen Namen zwar geändert in Green Planet Energy, Erdgas wird immer noch fleißig verkauft. Es läuft dort unter dem Namen Windgas. Überschüssige Ökostrom soll in Erdgas gewandelt werden und den Kunden ein gutes grünes Gewissen verschafften. Zusätzlich wird auch noch Biogas beigemischt. Beides allerdings in sehr überschaubaren Anteilen. Auf 1,15% kommt Windgas im Jahr 2021, Biogas macht 10,31% aus. Der Grund liegt auf der Hand, es ist schlicht zu teuer und das liegt an den Wirkungsgradverlusten bei der Umwandlung von Ökostrom zu Erdgas. Die kann man auch nicht wegzaubern.

(Abbildung: Screenshot Green-planet-energy.de)

Halten wir fest, Ex Greenpeace Energy verkauft Erdgas. Es spielt wegen der eigenen Preiserhöhungen die bekannte Russlandkarte auf seiner Webseite:

“”Russland macht durch das Abdrehen des Gashahns Druck, damit Europa die umstrittene Pipeline North Stream 2 genehmigt“, gibt Schmidt die verbreitete Überzeugung der Energiehändler wieder. Als ob es noch eines Beweises für den Einfluss des Kremls auf den Gasmarkt bedurft hätte, erbrachte ihn Präsident Putin persönlich: Zwei Interviews mit der Ankündigung größerer Lieferungen reichten, um den Preis jeweils auf Talfahrt zu schicken.“  

Man achte auf das Zitat aus einem Tagesschau-Artikel:

“Abnehmer im Westen bestätigen, dass Russland verlässlich liefere. Strittig ist aber, ob Russland wirklich alles tut, um zusätzliche Mengen zu liefern. Derweil betonen die Russen, sie hätten angesichts der Gaskrise schon bisher mehr geliefert als vereinbart. Allein der Export nach Deutschland sei in den ersten neuneinhalb Monaten um 30 Prozent gestiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hieß es.”

Das klingt nicht nach Gashahn zudrehen. Russland liefert, Europa hat schlicht zu wenig bestellt.

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Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben. In der feuchten Wilstermarsch, an der Westküste von Schleswig-Holstein, werden riesige Windkraftanlagen aufgestellt. Die brauchen aufwendige Gründungen mit Betonpfeilern, die 24 Meter tief in den Boden gerammt werden müssen. Neben dem Fundament für den Koloss muss zusätzlich ein zweites gegossen werden, damit der Kran, der die Anlagen aufstellt, nicht in der feuchten Marsch versinkt. Es wird also noch mehr Boden versiegelt. Der NDR hat einen 3-minütigen Beitrag dazu.

(Abbildung: Screenshot NDR-Mediathek)

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Wasserstoff soll die Luftfahrt klimaneutral machen. Golem hat einen entsprechenden Artikel über Entwicklungen in Großbritannien.

“In dem Flugzeug sollen 279 Passagiere Platz finden. Die Maschine soll eine Spannweite von 54 Metern haben. Von der Größe her liegt das Wasserstoffflugzeug zwischen der Boeing 767 und der Boeing 787.

Angetrieben wird das Flugzeug von zwei Turbofan-Triebwerken. Als Treibstoff dient Wasserstoff, der auf eine Temperatur von minus 250 Grad Celsius heruntergekühlt wird. Gespeichert wird er in Tanks im hinteren Teil des Flugzeugs. Hinzu kommen zwei kleinere Tanks im vorderen Teil des Rumpfs, um das Flugzeug im Gleichgewicht zu halten.

Das Flugzeug soll in der Lage sein, nonstop von London nach San Francisco zu fliegen. Auf dem Flug nach Auckland müsste es einen Tankstopp einlegen. Weitere Details hat das Aerospace Technology Institute (ATI) noch nicht bekanntgegeben.”

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WDR-Journalist Jürgen Döschner kokettiert einmal mehr mit Rechtsbrüchen. Auf Twitter teilt er mit dem Kommentar “lesenswert!” einen Artikel aus der taz. Wir haben ja schon einmal auf diesen Aktivismus Deluxe hingewiesen, da Döschner offenbar über viel Tagesfreizeit als WDR-Journalist verfügt, jedenfalls, wenn man sich ansieht, wann er so twittert. In dem besagten taz-Artikel geht es um Roda Verheyen. Die ist auch ein Fan von Rechtsbrüchen und war eine der Beteiligten bei der Klima-Verfassungsklage.

Natürlich sagt die ehrenamtliche Verfassungsrichterin in Hamburg, dass sie Gewalt gegen Menschen ablehnt. Das wäre allerdings auch noch schöner als Richterin. Alles anders ist aber in Ordnung für sie. Wie bei Döschner funktioniert das über Schuldumkehr. Die Rechtsbrüche sind Notwehr und daher legitim. Diebstahl passiert ja auch nur, weil das Diebesgut zu verlockend da lag. Der Dieb ist eigentlich ein Opfer.

Wie schnell aus solchen Aktionen gefährliche Situationen werden können, das haben die Abseilaktionen in Hessen gezeigt. Aktivisten hatten sich um Protest gegen einen Autobahnbau von Brücken abgeseilt. Es kam zu Auffahrunfällen. Die Rechtfertigung der Aktivsten war schon interessant, sie gab der Polizei die Schuld. Es hätte nur noch gefehlt, dass die Autofahrer doch selbst verantwortlich seien. Warum benutzen die auch eine Autobahn, wo doch jeder weiß, wie umweltschädlich Autofahren ist.

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Leserpost:

Durch Zufall bin ich auf eine alte Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahr 2003 gestoßen (pdf hier):

Autoren:

Ganz interessant finde ich Kapitel 2, dessen Inhalt heutzutage niemand mehr wissen will.

Bitte festhalten:

Hier können Sie das gesamte Kapitel 2 lesen.