Bank of America: Das sind die Kosten der Energiewende

Blackout-News mit einem spannenden Artikel zu den Kosten der Energiewende.

“Die Berechnung kommt auf weltweit 150 Billionen US-Dollar, die erforderlich wären, um in den nächsten 30 Jahren eine neutrale CO2 Bilanz zu erreichen. […] Die G7-Staaten haben sich im Juni 2021auf ihrem Gipfel verpflichtet, bis zum Jahr 2050 die Klimaneutralität mit einem Netto-Null-CO2-Ausstoss zu erreichen. Der Fahrplan dazu wurde von der internationalen Energieagentur (IEA) festgelegt. Der Fahrplan sieht als oberste Priorität den weltweiten Anstieg der Elektromobilität von derzeit rund 5 % auf über 60 % im Jahr 2030 und 100 % im Jahr 2035 vor.

Dies bedingt unter anderem eine weltweite Steigerung der Stromerzeugung um das 2,5-fache bis zum Jahr 2050. Aktuell kommen weltweit ungefähr 3 % der Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen. Um die verabschiedeten Werte erreichen zu können müssten Windkraft- und Solaranlage bis 2050 aber mindestens 70 % des weltweit benötigten Stroms erzeugen.”

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Ungewöhnliche Kälte herrscht aktuell in Alaska. In Teilen des US-Bundesstaates beträgt die Anomalie bis zu –20 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel. Dazu passt die Meldung, dass Russland zwei Eisbrecher in die Ostsibirische See entsenden musste, um festsitzende Schiffe zu befreien.

(Abbildung: Screenshot Ventusky.com)

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Weiter geht es mit einer Visualisierung der Nutzung von fossilen Brennstoffen von 1985 – 2020. Auch hier gibt es ein YouTube-Video, welches die Entwicklung aufzeigt. Es wird am Ende hin allerdings etwas eintönig.

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Anderes Klima, andere Werkzeuge

Eine Forschergruppe hat anhand von Funden von Werkzeugen nachvollziehen können, wie sich unsere Vorfahren, die Neandertaler, an Klimaänderungen angepasst haben.

“Was Uthmeier als »Widrigkeiten der Natur« bezeichnet, sind Klimaveränderungen nach dem Ende der letzten Warmzeit vor mehr als 100.000 Jahren. Besonders gravierende Kaltphasen während der darauffolgenden Weichsel-Kaltzeit begannen vor mehr als 60.000 Jahren und führten zu einer Verknappung der natürlichen Ressourcen. Um zu überleben, mussten die Neandertaler mobiler sein als zuvor – und ihre Werkzeuge anpassen.

Wahrscheinlich ahmten die Neandertaler die Funktionalität von unifazialen – also einseitig gestalteten – Messern mit Rücken nach und entwickelten auf dieser Grundlage die auf beiden Seiten behauenen, bifazial geformten Keilmesser. »Das zeigt sich insbesondere an Übereinstimmungen an der Schneide, die in beiden Fällen aus einer flachen Unterseite und einer konvexen Oberseite besteht und vor allem für Schneidaktivitäten mit Längsbewegung geeignet war – daher ist die Bezeichnung als Messer durchaus richtig “, sagt Davide Delpiano von der UNIFE.”

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Hans-Josef Fell, einer der geistigen Väter der Energiewende, geht mit gutem Beispiel voran: Er ist laut BR24 energieautark geworden. Dazu brauchte er ein Holzhaus und einige Solarmodule. Und einen (bitte festhalten!) Dieselgenerator. Dieser wird mit Rapsöl betrieben, den dafür benötigten Raps, so vermuten wir, könnte der ehemalige Physiklehrer auf seinem Balkon anbauen. Leider gibt der Bericht keinerlei Zahlen zum Verbrauch des Dieselgenerators her.

Hätte man die benötigte Treibstoffmenge, würde sich nämlich sehr einfach herleiten lassen, wieviel Fläche Raps für den Betrieb des Fellschen Dieselgenerators benötigt würde. Schnell könnte man dann umrechnen, ob Deutschland überhaupt genügend Fläche hätte, um über den Weg von Dieselgeneratoren nennenswerte Strommengen produziert werden könnten. Fell sagt, dass er es den Zweiflern gern einmal zeigen wollte.

Aber was zeigt er uns? Er braucht einen 20 kWh Lithium-Speicher, welcher sein Haus theoretisch 4 Tage mit Strom versorgen könnte. Kosten 15.000 Euro. Außerdem noch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Kosten unbekannt. Er braucht einen Dieselgenerator, der mit Rapsöl betreiben wird. Bei dem können die Preise nur geschätzt werden, weil seine Ausführung gleichzeitig noch Wasser wärmt. Und er braucht Rapsöl. Da wie gesagt keine Angaben zum Verbrauch angegeben wurden, können auch keine Schätzungen zu den Kosten bzw. zum Platzbedarf für den Anbau gemacht werden. Somit ist auch unklar, ob die Fellsche Lösung zur Nachahmung geeignet ist.

Was allerdings klar ist, das ist die Situation in Sachen Biomasse. Der Energieertrag pro Quadratmeter liegt bei 0,1 – 0,9 Watt. Man könnte auch sagen, es wird viel Fläche benötigt, um aus Biomasse Energie zu erzeugen. Raps liegt eher am unteren Ende der Spanne. Christian Holler und Joachim Gaukel haben in ihrem Video die Bilanz für Biomasse vor einem Jahr vorgestellt. Deutschland fehlen heute schon 3 Millionen Hektar Ackerland, um sich rechnerisch selbst versorgen zu können.
Der Grund sind u. a. mehr als 2 Millionen Hektar Land, auf denen Energiepflanzen angebaut werden.
Jede Fläche, die hier mehr zum Anbau solcher Energiepflanzen genutzt wird, verlagert das Problem lediglich ins Ausland.

Die Tatsache, dass Fell Verbrennungsmotorentechnik! benutzt, damit er Wärme und ggf. auch Strom hat, ist für sich genommen schon spannend. Im großen Stil soll das nämlich nicht passieren, da sollen es Wind und Sonne sowie aktuell noch nicht vorhandene Wunderspeicher komplett alleine richten.

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Magnesium wird knapp. Laut Blackout-News wird der Rohstoff immer knapper. Bereits zum Jahresende sollen die Vorräte aufgebraucht sein. Die Produktion von Magnesium gilt als sehr energie-intensiv.

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Laut PV-Magazin plant das Unternehmen Hyphen einen 8,3 Mrd. Euro teuren Energiepark (Wind und Sonne) in Namibia. Pro Jahr sollen dort 300.000 Tonnen Wasserstoff und andere Treibstoffe wie Ammoniak oder Methan produziert werden.

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Fake News am 21.11.2021 in der Tagesschau:

Folgen des Klimawandels Trinkwasser wird knapper und teurer

Noch ist Wasser in Deutschland reichlich vorhanden. Doch Trockenheit und Hitzesommer wirken sich zunehmend auf den Grundwasserspiegel aus. Kommunen bereiten ihre Bevölkerung deshalb auf höhere Wasserpreise vor.

Warum Fake? LEITER DES DÜRREMONITORS: Wasserhaushalt in Deutschland wird sich wieder normalisieren, Klimaschau 53

Nochmal Fake News, diesmal beim SWR:

Klima-Mahnmal für Stuttgart: Zerknülltes Kupferdach der Staatsoper soll im Schlossgarten ausgestellt werden

Zumindest vorübergehend soll das Kupferdach der Stuttgarter Staatsoper als Mahnmal gegen den Klimawandel im Schlossgarten ausgestellt werden.

Die Idee kam schon im Sommer auf, im Frühjahr wird sie umgesetzt: ein von der Natur geschaffenes Mahnmal gegen den menschengemachten Klimawandel in Stuttgart Das Material dafür hat der Sturm geliefert, der Ende Juni in der Landeshauptstadt tobte. Er riss das ohnehin schon etwas marode Kupferdach der Staatsoper herunter, zerknüllte es wie ein Blatt Papier und warf es in den Schlossgarten.

Warum Fake? NEUES STURMPORTAL: Keine Zunahme der Stürme in Norddeutschland, Klimaschau 1. Ähnliches dürfte für Süddeutschland und Stuttgart gelten.

Und nochmal was zum Wundern. RND:

US-Außenminister ruft in Nigeria zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf

–Antony Blinken sprach am Freitag vor der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas in der nigerianischen Hauptstadt Abuja.
–Dabei nahm er auch die USA stärker in die Pflicht, den Kontinent bei Dürren und Überschwemmungen zu unterstützen.
–Kritisch sehe er allerdings die Bedrohung der Demokratie in vielen Staaten Afrikas.

Hierzu am besten Lüdecke et al. 2021 lesen, in dem die starke Variabilität des Hydroklimas in Afrika dokumentiert und erklärt wird: Decadal and multidecadal natural variability of African rainfall. Journal of Hydrology – Regional Studies, 34, doi: 10.1016/j.ejrh.2021.100795 Das pdf ist kostenfrei aufrufbar.

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Willie Soons Vortrag auf der Climate Conference #14 des Heartland Institute: Studying the role of the Sun on Climate