Auf die falschen Leute gehört

Auf die falschen Leute gehört. So titelt die Welt in einem Kommentar von Daniel Wetzel. Gemeint ist Wirtschaftsminister Robert Habeck. Der Kommentar ist ein Bezahl- bzw. Abo-Artikel.

“Vielleicht liegt der größte Fehler des Robert Habeck auf einer anderen Ebene. Er gehört einer Partei an, die stets nur einer Sorte Ratgebern Glauben schenkte, nämlich jenen, die seit Jahren – und zum Teil sogar noch nach Kriegsbeginn – Sätze dieser Qualität von sich gab: „Die Erneuerbaren stehen bereit.“ „Kohle- und Atomstrom verstopfen nur die Netze.“ „Wir brauchen kein LNG.“

Nichts davon stimmte. Es wurde aber über die hauptsächlich von der European Climate Foundation finanzierte NGO-Szene medial in die Köpfe der Menschen getragen. Die Politik meinte deshalb, dem Volkswillen entsprechen zu müssen, und schaltete durch staatliche Markteingriffe Stromerzeuger in riesigen Quantitäten ab, ohne Ersatz zu haben.”

Bei der Ampel-Koalition liegen die Nerven offenbar reichlich blank. Da werden die Partner schon mal unter dem Tisch getreten, wie der Fraktionsvize der Grünen Konstantin von Notz beweist.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

Dabei hatte der SPD-Vorsitzende Klingbeil doch nur um eine Verbesserung bei der Gasumlage gebeten. Diese stammt aus einem Grünen Ministerium. Nun stellt sich laut Focus heraus, sie wurde den betroffenen Unternehmen mitgeschrieben.

“Aus dem Umfeld der Gas-Firma Uniper und von Ratingagenturen kam offenbar sogar die Idee zur umstrittenen Gasumlage, berichtet BI. Demnach entstand sie nur auf Druck der Ratingagenturen, die Unipers Kreditwürdigkeit herabstufen wollten. In hektischen und kurzfristigen Verhandlungen sollen sogar die Konzerne an den entsprechenden Verordnungen mitgeschrieben haben. Das bestätigten mehrere Insider aus Regierungskreisen dem Wirtschafts-Magazin. So sollen Bosse zweier großer Energiekonzerne persönlich mit Vertretern Unipers und den Beamten aus Wirtschafts- und Finanzministerium an den rechtlichen Details getüftelt haben.”

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Es bleibt nicht mehr viel übrig, wenn man Kernenergie und Kohle ablehnt. Von daher ist es kaum ein Wunder, dass die Trommler für die Erneuerbaren entweder auf Holz setzen (wir berichteten) oder auf Biogas. Irgendetwas muss her, damit die Schwankungen bei den wetterabhängigen Umweltenergien abgefangen werden. Die Zeit hat einige Fakten zu Biogas. Allerdings liest sich der Artikel so, als wenn da lediglich etwas Biomasse und Gülle nötig wäre, was aber nicht richtig ist. Für den Anbau von Energiepflanzen braucht man Ackerflächen, die folglich der Futtermittel- und Nahrungsmittelproduktion fehlen. Der Zeit-Artikel zitiert hier lieber einen Verband, statt selbst zu überlegen und zu recherchieren. Rechnerisch hat Deutschland heute schon zu wenig Ackerfläche, um sich zu ernähren. Mit Energiepflanzen wird das Problem lediglich verlagert.

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Die Tagesschau bilanziert ein Rekord Waldbrandjahr und das schon Ende August. Obwohl es offizielle Waldbrandstatistiken noch gar nicht so lange gibt, ist sich Karl-Heinz Banse vom Deutschen Feuerwehrverband sicher, dass es in den letzten Jahrhunderten! nicht so viele Waldbrände gab wie aktuell. Er beruft sich auf Studien. Leider sagt er nicht, welche. Schaut man sich den Trend bis zu diesem Jahr an, kann man an den Aussagen von Banse schon Zweifel haben. 2018, 2019 und jetzt 2022 ragen heraus, das ist keine Frage. 2020 und ganz besonders 2021 waren eher ruhige Jahre.

(Abbildung: Screenshot BMEL)

“Feuerwehr und Waldeigentümer sind sich einig: In deutschen Wäldern hat es viel gebrannt in diesem Jahr. Insgesamt 4300 Hektar Wald sind bislang betroffen – das entspricht mehr als 6000 Fußballfeldern. „Wir haben ein Rekord-Waldbrandjahr. Es gibt mittlerweile Studien, die belegen, dass es in den letzten mehreren hundert Jahren nicht so viele Waldbrände gegeben hat in Deutschland, wie es jetzt der Fall ist“, so Karl-Heinz Banse, Präsident des deutschen Feuerwehrverbandes. Personell sei man gut in Deutschland aufgestellt, es gebe viele Feuerwehren – aber es brauche dringend eine bessere Ausstattung: „Es ist im Augenblick – ich will es jetzt nicht Zufallsprinzip nennen – aber, wer zuerst ruft, der kriegt vielleicht einen Hubschrauber, und wer als Vierter oder Fünfter ruft, dann ist kein Hubschrauber mehr vorhanden.“ Deshalb seien mehr Hubschrauber nötig, die große Wassermengen transportieren können. Außerdem fordert er leichte, moderne Fahrzeuge, mit denen die Feuerwehr auch auf unbefestigten Waldwegen fahren kann.”

In jedem Fall übersteigen 4.300 Hektar in diesem Jahr die Flächen, die seit 2010 pro Jahr gebrannt haben deutlich. Schuld sind fast immer Menschen. Selbst ein trockener Wald brennt nicht von alleine.

“Stattdessen müsse an die Verantwortung der Menschen appelliert werden. Banse fordert Verhaltensregeln für den Wald – er findet unter anderem ein Rauchverbot wichtig: „Es kann nicht sein, dass jeder meint, er könnte in den Wald gehen und mal eben ein Lagerfeuer machen, weil das ja so schön gemütlich ist. Oder bei 35 Grad im Schatten mit der Zigarette im Wald spazieren gehen und die Zigarette dann so wegschnippen – oder aus dem Autofenster rausschmeißen, wenn ich durch den Wald fahre.”“

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17 Mrd. Euro haben sich laut Handelsblatt (Bezahlartikel) auf dem EEG-Konto angesammelt. Was macht man mit dem Geld?

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Ein Installateur aus der Nähe von München schildert seine Sicht auf die Energiewende im Münchener Merkur.

“Nachdem die Preise für Öl und Gas enorm gestiegen sind, suchen die Verbraucher nach Alternativen. Wer es sich leisten könne, rüste um. Wer nicht, renne in die Baumärkte und besorge sich elektrische Heizungen, sagt Krüger. „Wir rennen alle gerade wie fremdgesteuert durch die Gegend.“ Und alles zusammen brauche Strom, aber das Netz sei dafür nicht ausgelegt. „Das schaffen wir nicht. Das Stromnetz wird zusammenbrechen. Der Blackout wird sicher kommen.“

Es ist ein düsteres Bild, das der Geschäftsführer des Starnberger Unternehmens beschreibt. Er fühlt sich von der Politik falsch informiert: „Seit 30 Jahren versuchen wir, Kabel für ein vernünftiges Internet in den Boden zu graben. Plötzlich soll bis zum Herbst die Energiewende vollzogen werden. Das geht doch gar nicht.“ In Gauting gebe es eine Straße, in der gerade drei Wallboxen für E-Autos eingebaut wurden, erzählt der 56-jährige Firmenchef. „Für eine Wärmepumpe reicht das Netz dort schon jetzt nicht aus. Die könnte gar nicht betrieben werden.“”

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Opposition hat auch was Gutes. Man kann Dinge fordern, die man selbst als man in der Regierung war, nicht geregelt bekommen hat. Der ehemalige Verkehrsminister Scheuer von der CSU fordert laut ZDF den Neubau von Kernkraftwerken.

“Seiner Meinung nach steige Deutschland in der falschen Reihenfolge aus den Energieträgern aus. „Logisch wäre gewesen, erst aus Kohle rauszugehen, nicht alles auf Gas zu setzen und eben Atomkraft weiterlaufen zu lassen, solange wir sie noch brauchen“, sagte er. Das Problem seien die ideologischen Vorbehalte der Grünen gegen Atomkraft gewesen. Sie hätten schon unter Bundesumweltminister Jürgen Trittin auf Gas gesetzt.

Scheuer war selbst Mitglied der Bundesregierung, als der Kohleausstieg beschlossen wurde. „Ich habe auch mitgemacht beim Atomausstieg und beim Kohleausstieg“, räumte Scheuer, der noch Bundestagsabgeordneter ist, in dem Interview ein. „Das war aber nur möglich, weil damals eine stabile und günstige Gasversorgung mit Nord Stream 2 ans Netz gehen sollte, weil Frieden herrschte und wir keinen Aggressor wie Putin hatten.“ Nun gebe es eine „dramatische Veränderung der Lage””

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In Deutschland verboten, andere Länder machen ein Geschäftsmodell daraus: Kohlenstoffabscheidung und Lagerung. Die Niederlande und Norwegen arbeiten hier laut Pressemitteilung zusammen.

“Northern Lights is the transport and storage part of the Longship project, funded 80% by the Norwegian government. Building on over 20 years of offshore CO2 storage in Norway, the government has worked closely with Norwegian industrial emitters and Northern Lights to create the world’s first open access full value chain CCS model. As part of its funding, the government stipulated that Northern Lights develop a commercial business model and offer its service to the rest of Europe.

The Longship model shows that CCS is doable, safe, and cost-effective. It has also helped to develop a commercial model and a market to support it. Longship provides a platform for Norwegian businesses and service providers to innovate, leveraging experience, first-mover advantage, and significant offshore storage capacity – and it offers European industry a crucial decarbonization option and solutions to replicate.”

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Warum ist nur niemand vorher auf diese Idee gekommen? Man muss nur den Wind und die Sonne “entfesseln”, dann wird alles gut. Idealerweise bei Flaute und in der Nacht. Da sollte der Wind wehen und die Sonne scheinen. Die Lobbyisten Simone Peter mit DER Lösung für die Stromkrise. Sie benutzt als Beispiel einen Sonntag, als die Last gering war und die Sonne schien, tagsüber. Wind kam gerade einmal auf 10 GW Leistung. Ohne konventionelle Stromerzeugung wäre es an dem Tag nicht gegangen. Die durfte dann brav 35 GW Leistung liefern als die Sonne unterging. Wie brauchen dringend die Entfesselung, damit die Sonne das auch nach dem Untergang schafft.

(Abbildung Screenshot Twitter)

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Wir erinnern uns an den Juli 2021. Oliver Krischer von den Grünen lastet dem damaligen Ministerpräsidenten Armin Laschet sämtliche Unwetter auf der Welt an. Der Grund: in Nordrhein-Westfalen laufen noch Kohlekraftwerke. Seit Ende Juni 2022 ist Krischer Umweltminister in Nordrhein-Westfalen. Ende August 2022 geht das Kohlekraftwerk Heyden 4 laut Tagesschau wieder in Betrieb.Weitere sollen folgen. Seiner eigenen Logik folgend, wäre Krischer nun für sämtliche Unwetter auf der Welt verantwortlich.

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Ein Hinweis in eigener Sache. Das Kalte-Sonne-Blog ging im Februar 2012 erstmals an den Start. Vor einigen Monaten feierten wir unser zehnjähriges Jubiläum. Wer hätte damals gedacht, dass sich Klima und Energie zum allesbestimmenden Thema entwickelt? Energieknappheit und inflationäre Preise sind auch ein Resultat der Energiepolitik, daran besteht kein Zweifel – auch wenn momentan offiziell vor allem andere Gründe in den Vordergrund gestellt werden.

Das Blog wird die Entwicklung natürlich weiter kritisch begleiten. Allerdings benötigt die Webseite dringend eine Auffrischungskur, was nach etlichen Jahren des Betriebs keine Überraschung ist. Dazu bereiten wir aktuell den Umzug des Portals auf eine neue Domain mit neuem, unverbrauchtem Namen vor: www.klimanachrichten.de Wir halten Sie auf dem Laufenden. Keine Sorge, die früheren Artikel auf kaltesonne.de werden weiter verfügbar sein.

Ein solcher „Umzug“ erfordert natürlich professionelle Helfer und etwas Aufwand. Wer uns hier unterstützen mag, kann gerne etwas in die Spendendose werfen. Vielen Dank an alle Unterstützer! Bis es so weit ist, läuft bei der Kalten Sonne alles so wie immer. Danach gibt es eine bequeme Umleitung auf die neue Webseite, so dass niemand zurückgelassen wird.

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Chinese Academy of Sciences:

Land snail shell: A recorder of weather scale precipitation events

Extreme weather events can exert profound impacts on society, economy and environment. However, short instrumental data limits our understanding of their mechanism and the evaluation of climate models.

The time resolution in traditional paleoclimate studies is usually in months or even longer time, which makes it impossible to reveal extreme weather events that happened at daily to hourly scales.

A research group from the Institute of Earth Environment of the Chinese Academy of Sciences (IEECAS) used land snail shells for extreme weather reconstruction. The study was published in Geochimica et Cosmochimica Acta on May 5.

The group has established several daily-hourly resolution proxies from the marine giant clam shells of Tridacna species using Confocal laser scanning microscope (CLSM) and nano scale secondary ion mass spectroscopy (NanoSMIS).

Now, they further applied these techniques to terrestrial environment. They established a daily-weekly resolution land snail shell oxygen isotope (δ18Os) sequence, which could well reconstruct weather scale precipitation events in the study region.

The Cathaica Fasciola snails are readily available in IEECAS and are selected for ultra-high resolution (~30 micron) δ18Os analysis.

Meanwhile, the precipitation amount and its oxygen isotope compositions were monitored at the campus of IEECAS since 2019. The researchers found that the variations of the ultra-high resolution δ18Os sequence resemble the monitored changes in precipitation (i.e., amount and oxygen isotope), and both oxygen isotope records showed a negative trend from April 2020 to September 2020.

Moreover, the six negative excursions in δ18Os matched well with six time periods of increased precipitation in detail. And there was a strong correlation between the oxygen isotope data of precipitation and snail shell for the six events, suggesting the potential for quantitative reconstruction of precipitation amount using the negative δ18Os data.

This evidence demonstrates that land snail shells are valuable and promising ultra-high-resolution archives for characterizing terrestrial paleoweather, such as extreme precipitation events.

The widely distributed and well-preserved fossil snails in the loess-paleosol sequences on the Chinese Loess Plateau are of great potential in paleo extreme precipitation event reconstructions.

Thus far, the research group have collected a large amount of fossils from various climatic background, and the related paleoweather studies are still on going.

Paper: Jibao Dong et al, Ultra-high resolution δ18O of land snail shell: A potential tool to reconstruct frequency and intensity of paleoprecipitation events, Geochimica et Cosmochimica Acta (2022). DOI: 10.1016/j.gca.2022.04.015

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Youtube:

World-class 3D printing large-scale projects starts in China: Yangqu hydropower plant

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Lars Fischer bei Spektrum:

Rätselhafter Klimawandel durch extreme Vulkane

Flutbasalte, die größten Vulkane der Erdgeschichte, bergen einen rätselhaften Widerspruch. Sie verändern das Klima drastisch – aber schon hunderttausende Jahre vor ihrem Ausbruch. Des Rätsels Lösung ist, dass die gigantischen Lavabrunnen ursprünglich gar nicht an die Oberfläche kommen

Weiterlesen bei Spektrum

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University of Chicago:

New study lays out hidden backstory behind deadly Pacific Northwest heat wave

Last summer, a deadly wave of heat struck the Pacific Northwest, causing temperatures to soar more than 30 degrees Fahrenheit above normal and killing more than a thousand people.

A new study has uncovered the sequence of events that precipitated the disaster, providing information that could further our understanding of heat formation on the North American continent.

By reviewing large-scale weather conditions and formations before the heat wave, University of Chicago scientists discovered that a cyclone spawned an „anticyclone,“ which combined to produce and then trap heat near the surface of the region.

The account may shed light on the likelihood of such extreme heat waves in the future. It also serves as a proof of concept for a comprehensive set of diagnostics developed by UChicago Prof. Noboru Nakamura to lay out the mechanisms behind large-scale atmospheric weather. The scientists hope this approach can help lay out why extreme events happen, and to better understand the odds of future events.

Pressure changes

The heat wave began on June 26, 2021.

Previous record high temperatures shattered one after the other, by huge margins. Streetcar cables melted in Portland, Oregon; pavement buckled across the region. Before it was over, a town in Canadian British Columbia tied Death Valley for the highest temperature ever recorded in North America—121 degrees Fahrenheit.

But the conditions had been set in motion weeks before. Using data collected from satellites and on the ground, UChicago scientists set out to re-create the sequence of events.

They found that in the week prior, a cyclone had formed over the Gulf of Alaska. Cyclones are large, spiral-shaped systems that form around a center of low pressure. (Think of the spiral clouds you see during hurricanes.) When clouds form out of water vapor, the process actually releases heat, which accumulated in the atmosphere.

Then, as the cyclone moved slowly away, it triggered the formation of an anticyclone to the east—a system that rotates slowly around a center of high pressure instead of low. These are known as „blocking“ systems because they disrupt the normal eastward movement of weather systems. A blocking anticyclone acts like a blanket, trapping heat in a region.

The result was a warm, stagnant column of air that made it difficult for surface heat to escape to the upper atmosphere as it normally does.

Blocking systems are well known for causing heat waves in the mid-latitudes, explained Emily Neal, a UChicago undergraduate student in environmental science and first author on the paper. „But this was an extraordinarily strong blocking event,“ said Neal. „Our analysis showed that the warmth of the air column within the blocking system was in the top 0.01% of all events along the same latitude in the past half a century.“

The scientists also hope their research can help fill in gaps in our understanding of how and why heat waves form. They noted that most studies on heat waves have examined events on the European subcontinent, which has its own unique geography and meteorology that may not apply elsewhere.

For example, Neal said, soil moisture is thought to be a major player in European heat waves. „But we don’t think this was at play here,“ she said. „Particularly in British Columbia, where much of this is taking place, it’s a very dry environment. So that means we may be looking at a different mechanism than what is in the common literature.“

A better way to project the future

The detective work is also the first real-world test for a framework developed by Prof. Nakamura to lay out the mechanisms behind large-scale atmospheric weather events.

Typically, when scientists run climate simulations, they run their model forward in time for tens and hundreds of years and collect statistics on the frequency and intensity of weather events. Then they change one variable, such as the carbon dioxide level, and rerun the simulation and see how the statistics change. When scientists use this method to predict the average surface temperature and rainfall in the future, most of the models tend to agree. But when they try to predict the frequency of extreme weather events, the models don’t converge.

„If you ask these models to predict the frequency and intensity of future extreme events, such as blocking anticyclones, the answers tend to be all over the map,“ Nakamura said.

„This is due to the fundamental nature of atmospheric dynamics affecting statistics in a complex way,“ he explained. „Statistics are useful for cataloging and describing the sequence of events, but it’s much harder to be sure about causation when you’re only using that approach.“

Instead, he said, „To really nail causation, you need dynamical theory so that you can understand why it’s happening.“

To that end, Nakamura and his group have spent the past decade working out fluid dynamics and hydrology behind large-scale atmospheric events, and creating a rigorous framework that explains how mid-latitude weather systems work.

This groundwork allowed them to identify the heat released by the upstream cyclone as the main driver of the unusually strong Pacific Northwest heat wave.

Nakamura said the framework can complement the statistical approach: „This tool can help us understand when models do not converge, why, and what things need to be fixed.“

This is especially important as we try to understand how climate change will affect the world. Scientists worry that we are approaching—or have already approached—a tipping point in the alteration of the Earth’s atmosphere, after which extreme events become much more likely. Other scientific studies have estimated that the magnitude of the Pacific Northwest heat wave was „virtually impossible“ without climate change.

„There is increased urgency and interest in understanding the prospects for future heat waves,“ said Nakamura. „We’re looking forward to begin using this framework to dissect data in a meaningful way, to actually see the important processes and driving forces behind events.

„Since the heating mechanism identified in this work involves condensation of water vapor into clouds, the intensity of atmospheric blocking and heat waves will likely increase in the future as the warming climate allows more water vapor to be present in the atmosphere,“ he said.

Paper: Emily Neal et al, The 2021 Pacific Northwest Heat Wave and Associated Blocking: Meteorology and the Role of an Upstream Cyclone as a Diabatic Source of Wave Activity, Geophysical Research Letters (2022). DOI: 10.1029/2021GL097699