Atlantischer AMO-Ozeanzyklus kontrolliert die Häufigkeit blockierter Wetterlagen in Mitteleuropa

Der Kampf gegen die sinkende Bedeutung treibt im Fall von Fridays For Future (FFF) immer neue Blüten. Nach den krampfhaften aber erfolglosen Versuchen Klima und Corona zusammenzubinden, folgt jetzt der nächste Schritt. Struktureller Rassismus ist die Wurzel der Klimakrise. Ja richtig gelesen, FFF schwurbelt in mehreren Tweets einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Dingen zusammen. Man darf gespannt sein, welches Thema medial demnächst durch das Dorf getrieben wird und wie FFF sich auch daran hängen wird.

+++

Eine beliebe Zahl mit Null multipliziert ergibt immer Null. Das ist eigentlich eine Grundlage, die man schon früh in der Schule lernt. Im Bereich der Windkraft wird das leider gern verdrängt. Denn trotz ca. 60 GW potentieller Leistung liefert die Windkraft aktuell keine nennenswerten Beiträge zur Stromerzeugung in Deutschland. Stattdessen importiert Deutschland gerade Strom aus Frankreich, der Schweiz, Österreich und Tschechien. Darüber hinaus sorgten am 08.06.2020 Kohle, Atom und Erdgas für die Stromversorgung in Deutschland.

Abbildungsquelle: electricitymap.org.

+++

Die Sharing Economy war einst einer der Hoffnungsträger bei der Verkehrswende. Corona hat auch hier vieles verändert und gezeigt, um was es sich letztlich immer gehandelt hat, nämlich ein Vermietgeschäft und das kann von Schwankungen betroffen sein. Die Tagesschau berichtet.

+++

Verbote vs. Innovation– so lässt sich das Streitgespräch zwischen Professor Volker Quaschning (laut Twitter selbst ernannter Experte) und Holger Lösch vom Bundesverband der Industrie BDI am besten beschreiben. Zu hören bei Deutschlandfunk.

+++

Am 3. Juni 2020 erschien in npj Climate and Atmospheric Science eine Studie von Athanasiadis et al. 2020, in der die Autoren der Frage nachgingen, ob Veränderungen in der Häufigkeit blockierter Wetterlagen im nordatlantischen und mitteleuropäischen Raum vorhersagbar sind. Vormals hatten uns dem Klimaalarmismus zugeneigte Wissenschaftler erklärt, das CO2 würde zu immer mehr blockierten Wetterlagen führen. Ganz schöner Quatsch wie sich jetzt herausstellte. Denn die Blockaden hängen wohl eher am 60-jährigen AMO-Ozeanzyklus, der wiederum auf die NAO einwirkt. Spannende Resultate. Hier der Abstract:

Decadal predictability of North Atlantic blocking and the NAO

Can multi-annual variations in the frequency of North Atlantic atmospheric blocking and mid-latitude circulation regimes be skilfully predicted? Recent advances in seasonal forecasting have shown that mid-latitude climate variability does exhibit significant predictability. However, atmospheric predictability has generally been found to be quite limited on multi-annual timescales. New decadal prediction experiments from NCAR are found to exhibit remarkable skill in reproducing the observed multi-annual variations of wintertime blocking frequency over the North Atlantic and of the North Atlantic Oscillation (NAO) itself. This is partly due to the large ensemble size that allows the predictable component of the atmospheric variability to emerge from the background chaotic component. The predictable atmospheric anomalies represent a forced response to oceanic low-frequency variability that strongly resembles the Atlantic Multi-decadal Variability (AMV), correctly reproduced in the decadal hindcasts thanks to realistic ocean initialization and ocean dynamics. The occurrence of blocking in certain areas of the Euro-Atlantic domain determines the concurrent circulation regime and the phase of known teleconnections, such as the NAO, consequently affecting the stormtrack and the frequency and intensity of extreme weather events. Therefore, skilfully predicting the decadal fluctuations of blocking frequency and the NAO may be used in statistical predictions of near-term climate anomalies, and it provides a strong indication that impactful climate anomalies may also be predictable with improved dynamical models.