Annalena mag Copy&Paste

(Abbildung: Screenshot Youtube)

Ein neues Video über Annalena Baerbock lässt aufhorchen. Erstellt wurde es von einem ehemaligen Grünen Parteikollegen, der mittlerweile für die Freien Wähler antritt. Der Potsdamer Andreas Menzel war 2011 hautnah dabei, als bekannt wurde, dass der damalige Schatzmeister der Landespartei etwa 300.000 Euro veruntreute. Das Gericht stellte in dem Strafprozess, der dann folgte, fest, dass es der Vorsitz des Landesverbandes dem Schatzmeister sehr leicht gemacht hat in die eigene Tasche zu wirtschaften. Es wurde nicht ausreichend kontrolliert. Die Kontrolle hätte bei Annalena Baerbock gelegen.

Das Video gibt einen guten Überblick über das Geschehen. Menzel kann sich bis heute nicht erklären, warum vorangegangene Jahre nicht ebenfalls geprüft wurden. Der Landesverband informierte die Mitglieder über die Vorkommnisse auf einem schlanken Einseitenschreiben. Im Lichte der damaligen Entwicklungen steht nun auch das Zitat des Grünen Co-Vorsitzenden Habeck, dass jeder Grüne Kreisverband besser geführt wird als dieses Land in einem anderen Licht. Zum Video geht es hier lang.

Und weiter geht es mit der Grünen Kanzlerkandidatin. Ihr müssen Passagen aus anderen Büchern und Artikeln extrem gut gefallen haben. So gut, dass sie die wortwörtlich übernommen hat in ihrem eigenen Buch, “Jetzt. Wie wir unser Land erneuern”. Nun denn, das ist keine wissenschaftliche Arbeit, wo fehlende Zitate schon ganze Karrieren vernichtet haben, aber erstaunlich oder besser peinlich ist dieses Copy&Paste dennoch. Zur Ehrenverteidigung sollte allerdings darauf hingewiesen werden, dass das Buch vermutlich in großen Teilen von einem Ghostwriter geschrieben wurde. Michael Ebmeyer ist ein Autor, der auch schon Heiko Maaß half, Buchseiten zu füllen. Infos zum Thema gibt es hier. Außerdem hat auch der Tagesspiegel die Geschichte aufgegriffen. Das alles wird nicht zu einer Beruhigung des Themas Annalena Baerbock beitragen.

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Im Sommer 2020 war es Sibirien, das große Anomalien in Sachen Temperatur aufwies. Ein Jahr später leidet der Nordwesten der USA und Kanadas unter einer großen Hitze, mit Temperaturen von z. T. 50 Grad. Auf der Karte von Climatereanalyzer ist der Bereich sehr gut zu erkennen.

(Abbildung: Screenshot Climatereanalyzer.org)

Es lohnt sich auch hier wie immer den Kontext zu betrachten. Während es nämlich an einigen Stellen der Welt wärmer als im Mittel ist, gibt es Gegenden mit umgekehrten Vorzeichen. Der Mittlere Westen der USA weist z. B. geringere Temperaturen als im Mittel auf. Insgesamt führt das zu einer weltweiten Anomalie von +0,2 Grad nach den Berechnungen der Universität von Maine, die die Daten pflegen. Die Referenz ist dort immer noch die Periode von 1979-2000, die aber insgesamt kälter war.

In Nordamerika ist es aktuell also in Teilen deutlich wärmer als im Mittel ist, gleichzeitig vermeldet Polarportal.dk einen ungewöhnlichen Zuwachs an Eis auf Grönland. Eigentlich sollte jetzt die Schmelzsaison in vollem Gange sein, denn auch auf Grönland gibt es Jahreszeiten und momentan ist dort Sommer mit langen Tagen.

(Abbildung: Screenshot Polarportal.dk)

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Können Prämien dazu führen, dass Autofahrer ihre Autos abmelden und auf das Fahrrad bzw. den öffentlichen Personennahverkehr umsteigen? Die Gemeinde Denzlingen bei Freiburg probiert es aus. Weiterlesen hier.

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Die EU versucht die Landwirtschaftsbeihilfen zu reformieren. Der Agrarbereich gilt als bedeutender Faktor bei den Emissionen von CO2 oder auch Lachgas. Ein Artikel im Focus betrachtet das Thema.

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BASF baut den größten Windpark der Welt. Vor der Küste der Niederlande sollen dann 140 Windkraftanlagen 1,5 GW Strom erzeugen. Zum Artikel in der FAZ geht es hier lang.

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Wer auf dem Land lebt, auf einen PKW angewiesen ist und mit Öl oder Gas heizt, der hat einfach Pech gehabt. Das jedenfalls meint Robert Habeck von den Grünen. Denn solche Personen werden überproportional belastet werden, wenn es nach den Grünen geht. Aber die Lösung ist ganz einfach: Höhere Löhne und direkt Zuschüsse. Klingt ein wenig wie bei afrikanischen Machthabern, die bei Budgetproblemen einfach die Notenpresse anwerfen lassen. Der Artikel steht im Spiegel.

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Alex Reichmuth im Nebelspalter am 29.6.2021:

Ozonloch: Jetzt soll der Klimawandel schuld sein

Trotz des Verbots schädlicher Fluorchlorkohlenwasserstoffe geht die Ausdünnung der Ozonschicht über den Polgebieten kaum zurück. Immer wieder zeigen sich Forscher überrascht darüber. Doch nun hat die Wissenschaft scheinbar eine Erklärung gefunden: Es liegt an der Erderwärmung.

Das Ozonloch war in den 1980er- und 1990er-Jahren, was der Klimawandel heute ist: Anlass für Weltuntergangsstimmung. 1985 entdeckten Forscher erstmals, dass die Ozonschicht über der Antarktis deutlich ausgedünnt ist. Die Ozonschicht liegt in der Stratosphäre in einer Höhe zwischen 15 und 25 Kilometern und schirmt die Erde massgeblich vor ultravioletter Strahlung ab. Nun beobachteten Wissenschaftler, dass die Ozonkonzentration im antarktischen Frühling regelmässig massiv abnimmt.

Angst vor Hautkrebs und anderen gesundheitlichen Folgen der Strahlung machte die Runde und sorgte für Panikschübe auf der ganzen Welt. Das amerikanische Worldwatch Institute sagte «Millionen von zusätzlichen Toten» wegen Krebs voraus. Die Umweltorganisation Greenpeace sprach vom «letzten Akt für das Leben auf dem Planeten».

Verbot von FCKW rasch durchgesetzt

Der Schuldige am Ozonloch war scheinbar schnell gefunden: der Mensch. Der Ausstoss an Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) galt als Ursache des Ozonabbaus. FCKW wurden etwa in Sprühdosen, Kühlschränken und Feuerlöschern verwendet. Ihre Anreicherung in der Stratosphäre baut die Ozonmoleküle in der Stratosphäre ab, lautete die Erklärung.

Weiterlesen im Nebelspalter

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Leserzuschrift von Michael Jäger:

Guten Tag,

ich habe hier ein Chemiebuch von 1950 (Henninger-Franck, Lehrbuch der Chemie für höhere Lehranstalten). Darin werden für den CO2-Gehalt der Atmosphäre 0,03% angegeben, in der Stadt bis zu 0,04%, was auf die Feuerungsanlagen der Industrie zurückzuführen sei. Passt also einigermaßen.

Die Messungen damals konnten übrigens sehr genau durchgeführt werden: Luft wird durch Kalkwasser [Ca(OH)2)] geleitet. Das CO2 verbindet sich mit dem Kalk zu CaCO3 (Calciumcarbonat). man kann auch Natronlauge (NaOH) nehmen, dann gibt es Na2CO3. Dadurch verringert sich das Volumen der Luft und das konnte schon damals sehr genau gemessen werden. Für ein Schulbuch oder ein Lexikon ist die Angabe allerdings ausreichend genau.

Außerdem ist unklar, ob das Lexikon Volumen-% oder Masse-% meint. Es sind nach „Fritz Merten – Der Chemielaborant, Teil 2, Anorganische Chemie“ (1978) 0,03 Volumen-% oder 0,04 Masse-%. in diesem Buch (es war eines der Lehrbücher für meine Chemielaborantenausbildung) wird auch erklärt, dass um 1900 etwa 300 ppm, um1970 etwa 360 ppm gemessen wurden; und zwar in der Antarktis und auf Hawaii (letzteres wäre eigentlich ein no-go, Hawaii mit seinen vielen Vulkanen ist jetzt nicht gerade die perfekte Messstelle). Für 2000 wurden etwa 400 ppm vorausgesagt. „Ob die Erhöhung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre zu klimatischen Veränderungen führen wird, ist umstritten.“

[Die Zahlen in den chemischen Formeln sind als Indizes zu lesen.]

Mit freundlichen Grüßen

Michael Jäger

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Leserzuschrift von Martin Krohn:

Sehr geehrte Damen und Herren,

von mir noch einige Anmerkungen zum Blog vom 21.06.2021.

In dem Bericht vom Science Media Center Germany wird berichtet, dass zahlreiche Studien eindeutig zeigen, dass der Klimawandel menschgemacht ist. Und der Klimawandel ist fast überall auf der Welt spürbar. Ich frage mich, wie das Klima ohne den Menschen aussehen sollte. Wäre seit 1850 – also über 170 Jahre – durchgängig gleich geblieben? Wäre das überhaupt erstrebenswert?

Historisch betrachtet ist das Klima ständigen Veränderungen unterworfen gewesen. Nach der Kleinen Eiszeit ist durchaus mit einer erneuten Erwärmung zu rechnen. Betrachtet man den Erwärmungstrend, ist dieser im Vergleich mit früheren Klimaphasen auch nicht außergewöhnlich.  Der derzeitige Stand der Erwärmung ist auch in keiner Weise ungewöhnlich, denn frühere Klimaoptima waren deutlich wärmer.

In dem Bericht „Anatomie einer Katastrophe“ wird berichtet, dass der Klimawandel Katastrophen in Gebirgsregionen wahrscheinlicher macht. Ich frage mich dann, wie es Hannibal gelingen konnte, mit Elefanten die Alpen zu überqueren in einer Warmphase, wenn doch mit erhöhtem Katastrophenpotential zu rechnen ist.

Viele Grüße

Dipl. Ing. Martin Krohn

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Outdoor Chiemgau:

Schweiz wird rausgeworfen – Blackoutgefahr steigt damit massiv

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Heute um 13:00 Uhr kommt die neue Klimaschau.