Judith Lean: Klimamodelle noch immer mit starken Defiziten behaftet

Judith Lean erinnerte in einem kritischen Artikel in WIREs Climate Change an die enormen Herausforderungen, die die Klimawissenschaften noch zu meistern hat. Die unerwartet milde Erwärmung des 21. Jahrhunderts hat Modellierer überrascht. Die natürliche Klimavariabilität ist offenbar noch nicht gut genug verstanden, um sie in den Modellen zu reproduzieren. Und auch der erneute starke Temperaturanstieg 2015 sei nicht etwa eine Bestätigung der Modelle, sondern war lediglich Folge eines starken El Ninos. Abstract von Lean et al 2018: Observation‐based detection and attribution of 21st century climate change Climate change detection and attribution have proven unexpectedly challenging during the 21st century. Earth’s … weiter lesen

In den Klimamodellen ist die Erde immer noch eine Scheibe

Wussten Sie, dass alle Klimamodelle bisher eine flache Erde annehmen? Schwer zu glauben, aber leider wahr. Eine Studie von Michael Prather und Juno Hsu in PNAS erläutert, dass durch diese Vereinfachung in den Computersimulationen mächtige Verzerrungen auftreten: A round Earth for climate models Sunlight drives the Earth’s weather, climate, chemistry, and biosphere. Recent efforts to improve solar heating codes in climate models focused on more accurate treatment of the absorption spectrum or fractional clouds. A mostly forgotten assumption in climate models is that of a flat Earth atmosphere. Spherical atmospheres intercept 2.5 W⋅m−2 more sunlight and heat the climate by … weiter lesen

Reale Vegetationsentwicklung im südlichen Afrika verlief ganz anders als von den Klimamodellen angenommen

Klimamodelle geben Antworten auf alle denkbaren Zukunftfragen. Politische Entscheider nehmen diese Informationen dankbar auf, da sie ihre  Planungen entsprechend einrichten können. Aber stimmen die aus den Modellen entstammenden Prognosen überhaupt? Ein Forscherteam um Timm Hoffman hat nun anhand von historischen Fotos die Modellprojektionen mit der realen Vegetationsentwicklung im südlichen Afrika verglichen. Das ernüchternde Ergebnis: Die Natur hat sich meist ganz anders entwickelt wie von den Modellen angenommen. Im Gegensatz zu den Modellannahmen konnte kein signifikanter Langzeittrend bei den Niederschlägen festgestellt werden. Vergetationsgürtel, die schrumpfen sollten, wuchsen an. Das Vertrauen in die Modelle ist entsprechend gering. Eine politische Planung oder gar … weiter lesen

Österreichische Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik: Antriebe in Klimamodellen noch nicht einwandfrei verstanden

Am 8. Februar 2019 hielt Fritz Vahrenholt den Vortrag „Fallen Kosteneffizienz und Umweltschutz der Energiepolitik zum Opfer?“ bei den Kadener Gesprächen der Stiftung Marktwirtschaft. Die Powerpointfolien können Sie auf vahrenholt.net herunterladen. ————– Am 22. Oktober 2018 wagte die NOAA eine Prognose: Der nordamerikanische Winter 2018/19 würde wohl besonders mild ausfallen. Das Gegenteil davon ist eingetreten, nämlich einer der kältesten Winter der jüngeren Geschichte. Prognosen sind heikel, besonders wenn sie die Zukunft betreffen… ————– In der Wissenschaft gehören kontroverse Debatten zur Tagesordnung. Und das ist auch gut so, denn dadurch werden Modelle auf Herz und Nieren getestet. Allerdings gibt es einen … weiter lesen

Ohne Vorhersagekraft: Forscher warnen vor fehlerhaften Windprognosen von Klimamodellen

Windkraftanlagen ragen hoch in die Lüfte – und dort kreisen aber auch Greifvögel. Der Gewinner des Duells ist dabei eindeutig: Das  Rotorblatt, das ein wahres Gemetzel anrichtet. Eine Untersuchung hat nun gezeigt, dass Windraftanlagen etwa drei Viertel aller Greifvögel in ihrer Umgebung töten. Daily Mail vom 14. November 2018: Wind farms are the ’new apex predators‘: Blades kill off 75% of buzzards, hawks and kites that live nearby, study shows –Predatory bird numbers are four times higher in areas away from win turbines –This is having a devastating ‚ripple effect‘ across the food chain –It means numbers of certain small animals … weiter lesen

Wissenschaftler fordern dringende Nachbesserung der Klimamodelle: Wirklichkeit und Simulation klaffen zu weit auseinander

Klimamodelle müssen zunächst an der bekannten Klimavergangenheit kalibriert und getestet werden, bevor sie verlässliche Zukunftprognosen abgeben können. Eine besondere Herausforderung ist dabei das sogenannte mittlere Holozän, 8000-5000 Jahre vor heute, als es an vielen Stellen der Erde deutlich wärmer war als heute. Die Klimamodelle tun sich schwer, diese Wärme zu reproduzieren. Masakazu Yoshimori und Marina Suzuki haben sich das Problem in Climate of the Past Discussion vorgenommen und weisen darauf hin, dass dringend eine Lösung gefunden werden muss, um die Robustheit der Modelle zu garantieren. Die bekannte Klimageschichte weicht noch immer signifikant von den Simulationsszenarien ab. Bereits vor knapp 30 Jahren … weiter lesen

Klimamodelle rechnen mit falschen Rußdaten

Pressemitteilung des Paul Scherrer Institut (PSI) vom 17. Oktober 2018: —– Warum die Kleine Eiszeit Mitte des 19. Jahrhunderts endete In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte eine Serie grosser Vulkanausbrüche in den Tropen zu einer vorübergehenden globalen Abkühlung des Erdklimas. Dass in der Kleinen Eiszeit Alpengletscher wuchsen und anschliessend wieder zurückgingen, war ein natürlicher Prozess. Dies haben nun PSI-Forschende anhand von Eisbohrkernen nachgewiesen. Bislang wurde vermutet, dass industrieller Russ ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die damalige Gletscherschmelze ausgelöst hatte. Die erstmalige Analyse der im Eis eingeschlossenen und so historisch archivierten Russmenge widerlegt diese Vermutung nun. Die Ergebnisse … weiter lesen

Klimamodellierer Jochem Marotzke: Mehr Zeit zur Dekarbonisierung, frühere Klimamodelle waren zu empfindlich

Am  5. Oktober 2018 brachte der Spiegel ein bemerkenswertes Interview mit Deutschlands berühmtestem Klimamodellierer, Jochem Marotzke: Unerwarteter Zeitgewinn im Klima-Szenario: „Unsere Galgenfrist verlängert sich um rund zehn Jahre“ Der Physiker und Klimaforscher Jochem Marotzke erklärt, warum die Menschheit etwas mehr Zeit hat, die globale Erwärmung zu stoppen, als man bislang glaubte. Oder anders ausgedrückt: Man hat die Erwärmung offenbar überschätzt. Aber Moment mal, war das nicht genau das, was wir auch in unserem Buch „Die kalte Sonne“ geschrieben haben? Damals, im Jahr 2012, fand Marotzke das völlig abwegig. Heute scheint er diese Ansicht zumindest ein Stück weit zu teilen. Das … weiter lesen

Klimamodelle: Kalifornien soll in den kommenden Jahrzehnten feuchter werden

Dürren hat es in Nordmerika schon immer gegeben, hierauf wies Physics Today am 1. August 2018 hin. Zwischen 800-1500 n. Chr. suchte eine Serie jahrzehntelanger Dürren den US-amerikanischen Westen heim: Four ways we know pre-Columbian America was plagued by megadroughts Tree rings tell much but not all of the story of decades-long dry spells that transformed terrain and disrupted civilizations. In the August issue of Physics Today, climate scientists Toby Ault and Scott St. George share a pair of startling research findings. Between roughly 800 and 1500 CE, the American West suffered a succession of decades-long droughts, much longer than … weiter lesen

Immer wenn die Klimamodelle kühlen sollen, streuen wir einfach Vulkanstaub hinein

In der Oktober 2018-Ausgabe des Fachblatts Earth Science Reviews erscheint eine Arbeit von Soon et al., in der am Beispiel von China die heutige Wärmephase mit einer ähnlichen Wärmeperiode 1920-1940 verglichen wird. An der Arbeit wirkten Wissenschaftler beider Denkrichtungen in der Klimadiskussion mit. Die Autoren erläutern, dass die Verstädterung und der damit verbundene städtische Wärmeinseleffekt einen Vergleich erschweren und die Daten homogenisiert werden müssen. Dies ist aber keine einfache Aufgabe, da bei unterschiedlichen Verfahren unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Ähnlich sieht es mit Temperaturrekonstruktionen der letzten 100 Jahre aus, die sehr verschiedene Resultate ergeben. Es ist daher weiterhin unklar, ob die Wärme … weiter lesen

Peinlich: Klimamodelle bekommen den Regen nicht in den Griff

Bartlein et al. 2017 machten eine eklatante Schwäche der Klimamodelle bekannt: Für die Zeit vor 5000 Jahren errechnen die Modelle im Vergleich zu den geologisch ermittelten Werten viel zu hohe Temperaturen und zu geringe Niederschläge. Abstract: Underlying causes of Eurasian midcontinental aridity in simulations of mid‐Holocene climate Climate model simulations uniformly show drier and warmer summers in the Eurasian midcontinent during the mid‐Holocene, which is not consistent with paleoenvironmental observations. The simulated climate results from a reduction in the zonal temperature gradient, which weakens westerly flow and reduces moisture flux and precipitation in the midcontinent. As a result, sensible heating … weiter lesen

Der Ozean gibt, der Ozean nimmt: Ozeanzyklen in Klimamodellen entdeckt

Günter Köck mit Klimaalarm im Standard am 15. Mai 2018: Wie der Klimawandel den größten Arktissee der Erde gefährdet Bereits der Temperaturanstieg von nur einem Grad verursacht im Lake Hazen in Kanada eine dramatische ökologische Verschlechterung […] In einer aktuellen Publikation in „Nature“ haben wir nachgewiesen, dass ein Anstieg der mittleren Sommertemperatur um etwa einen Grad Celsius seit dem Jahr 2007 im gesamten Ökosystem dieses riesigen Sees zu großen Veränderungen geführt hat, die seit mindestens 300 Jahren beispiellos sind. Unsere Studie zeigt, dass es auch in den nördlichsten Gebieten der Erde nicht mehr kalt genug ist, damit die Gletscher wachsen … weiter lesen

Klimamodelle liegen zu knapp 40% falsch: Gebt historischen Messdaten mehr Gewicht!

Alle politischen Klimaschutzmaßnahmen bauen auf den Prognosen von Klimamodellen auf. Und genau diese Modelle haben noch immer riesige qualitative Probleme. Eine Pressemitteilung der McGill-University vom 15. Mai 2018 weist darauf hin, dass die Modelle für knapp 40% der Welt falsch liegen. Nicht gerade sehr überzeugend. Die Forscher schlagen vor, historische Messungen verstärkt einzubauen. Eine gute Idee. Hier die Pressemitteilung: New approach to global-warming projections could make regional estimates more precise Computer models found to overestimate warming rate in some regions, underestimate it in others A new method for projecting how the temperature will respond to human impacts supports the outlook … weiter lesen

US-Forscher schlagen Alarm: Klimamodelle versagen kläglich bei der Simulation der Kleinen Eiszeit

Im letzten Jahr (2017) erschien das US-amerikanische Gegenstück zum IPCC-Bericht, das Fourth National Climate Assessment, kurz NCA4. Dieser Bericht fokussiert auf die USA, behandelt aber am Rande auch das Weltklima als Kontextinformation. Zunächst hatte man befürchtet, dass Präsident Trump das Erscheinen des Berichts verhindern könnte. Die Befürchtungen waren letztendlich unbegründet, so dass der Bericht Ende 2017 veröffentlicht werden konnte. Die Arbeit ist im Internet frei einsehbar und die Kapitel als pdf herunterladbar. Die wenigsten Politiker, Aktivisten und Bürger werden sich die Mühe gemacht haben, und den Bericht gelesen haben, selbst auszugsweise. Wir möchten Sie ermutigen, es trotzdem zu tun. Denn … weiter lesen

Horst Lüning: Die Klimamodelle stimmen nicht mehr – Zeit zum Umdenken

Am 5. Dezember 2017 brachte die Deutsche Welle einen Filmbeitrag mit dem Titel: Im Senegal und in Westafrika kämpfen Dörfer gegen den Klimawandel Überall im westlichen Afrika nehmen Menschen in ländlichen Gemeinden die Zukunft in die eigenen Hände. Ihre örtlichen Initiativen bekämpfen Klimawandel und Verschmutzung und verbessern Gesundheitswesen und Bildung. […] in Afrikas Dimitra Clubs kommen Frauen und Männer aus ländlichen Gemeinden zweimal im Monat zusammen, um Themen wie Abfall, Gesundheit und Landwirtschaft zu diskutieren und aktiv zu werden. Beitrag hier anschauen. Was hat das Ganze mit dem Klimawandel zu tun? Im knapp 7-minütigen Film taucht der Begriff kaum auf. … weiter lesen