Ethisch fragwürdig: Halbtoter Eisbär von Aktivisten für eigene Zwecke missbraucht

Ein Eisbär-Video geistert durch die Medien, anzuschauen z.B. hier auf Spiegel Online. Ein Eisbär stirbt, vermutlich an Unterernährung, diese wiederum wurde Fall durch den Klimawandel ausgelöst, heißt es. Das zurückgehende Eis in der Baffin-See würde den Zugang zu ihrer Lieblingsspeise erschweren: Robbenhappen. Paul Nicklen von der Aktivistenorganisation Sea Legacy drehte die Bilder. Der Filmschöpfer über seinen Clip:

“Wen dieses Video kaltlässt, der muss ein Herz aus Eis haben. Es sind sehr traurige und bewegende Bilder. Und sie sind Folge von menschlichem Versagen, zumindest überwiegend. Denn letztlich stecke der Klimawandel hinter dieser Leidensgeschichte”.

Einschränkend in den Agenturmeldungen:

“Auch wenn sich nicht prüfen lässt, ob dieses Tier tatsächlich an den Folgen des Klimawandels starb oder möglicherweise krank war: Die Bedrohung durch das schwindende Meereis für die weltweit etwa 26.000 Eisbären (Ursus maritimus) ist schon länger bekannt.”

Alles sehr emotional, aus dem Bauch heraus argumentiert. Muss auch mal sein, denn wir sind ja keine Roboter. Aber was sagt das Video wirklich aus? Zunächst einmal zeigt es einen verendenden jüngeren Eisbär. So etwas kommt in der Natur vor, wie diese Quelle darlegt:

“Das nach Daten aus RAMSAY & STIRLING (1988) geschätzte Durchschnittsalter weiblicher Eisbären liegt bei ca. 8 Jahren (in freier Natur, d.A.), das der im Zuchtbuch (LINKE 1993) aufgeführten Weibchen bei ca. 16 Jahren. Eisbären werden im Zoo also im Mittel doppert so alt wie in der Natur! “

Mit welcher Sicherheit kann also gefolgert werden, dass der Klimawandel am Schicksal des gezeigten Eisbären Schuld ist? Da das zurückgehende Eis auf alle Tiere der fraglichen Population in der Baffin Bay wirkt, sollte man eine zunehmende Sterblichkeit dort beobachten, also ein Schrumpfen der Population. Eine nun wirklich unverdächtige Quelle, der WWF findet jedoch:

“The Baffin Bay and Kane Basin subpopulations are now estimated to be higher than the last time the bears were surveyed in the 1990s.”

Die Zählung fand 2011-2013 statt und wurde im Februar 2017 veröffentlicht. Der neue Eisbärenfilm wurde im Spätsommer 2017 auf der Baffin Insel aufgenommen. Die Eisbedingungen in 1998 unterscheiden sich dort zu diesem Zeitpunkt in keinster Weise von denen in 2017, die See ist dort zu diesem Zeitpunkt stets offen. Das Eis zieht sich eher zurück, das ja. Nur tritt dieser Effekt im Juni ein und kann wohl nur schwerlich für das Verhungern eines Eisbären im Spätsommer verantwortlich gemacht werden. Mit viel Verve wird hier ein weiteres Mal ein Einzelfall eines sterbenden Eisbären (Stichprobengröße=1!) dem Klimawandel zugeschrieben und beim staundenen Publikum sollen Emotionen geweckt werden. Propaganda versus Wissenschaft!  So funktionieren die Medien im 21. Jahrhundert. Faktencheck – Fehlanzeige. Ein schönes Beispiel.

Wie lange lassen sich die Leser diese Art der Berichterstattung noch bieten? Die Abozahlen des Spiegels sprechen eine klare Sprache: Es geht abwärts, rasant. Die Leute erwarten Qualität für ihr Geld, möchten sich auf ihr Magazn verlassen können. Aktivistenmeldungen verdeckt als Nachrichten zu präsentieren sollte für jeden ernsthaften Journalisten ein No-Go sein. Ist Geld für die Verbreitung der Meldung angeboten worden? Schwer zu sagen. Vielleicht kann sich der eine oder andere Redakteur einmal Gedanken über diesen Fall darüber machen.


Deutschland atmet auf: Zahl der Blitzeinschläge in den letzten 10 Jahren rückläufig

Der Klimawandel verstärkt das Übel der Welt. So lautet jedenfalls das Pauschalkonzept der Klimahardliner. Das gilt natürlich auch für Blitze. Spiegel Online 2014:

Klimawandel: Forscher prognostizieren Zunahme von Blitzen
In den USA blitzt es pro Jahr 25 Millionen Mal, die Folge sind häufig verheerende Waldbrände. Und es könnte noch schlimmer werden, berichten Forscher: Die Zahl der Blitze soll durch den Klimawandel deutlich zunehmen.

Weiterlesen auf Spiegel Online

Aber stimmt das eigentlich? Im Juli 2017 meldete die Süddeutsche Zeitung erste Zweifel an:

Wo es in Deutschland am häufigsten blitzt
Mit dem Klimawandel sollen vermehrt Hitzegewitter einhergehen. Doch laut “Blitz-Atlas” schlugen 2016 in Deutschland so wenige Blitze ein wie nie. Wie es in Ihrem Landkreis aussieht und welche Erklärungen Forscher dafür haben. [...] An den aktuellen Zahlen fällt auf, dass im gesamten Bundesgebiet im Jahr 2016 vergleichsweise wenige Blitze niedergingen, insgesamt waren es 431 644. Das ist die niedrigste Anzahl seit 1999 und ein deutlicher Rückgang zu 2015, als Blids rund 550 000 Einschläge zählte. Stephan Thern, der den Blitz-Informationsdienst leitet, erklärt die niedrige Zahl Einschläge damit, “dass im normalerweise blitzreichen August sehr wenige Gewitter zu verzeichnen waren”. [...] Doch auch langfristig ist die Zahl der Einschläge rückläufig. Zwischen 2006 und 2008 wurden beispielsweise jährlich rund eine Million Blitze in Deutschland gezählt. Die vergangenen sechs Jahre lag der Wert immer unter 700 000. Der Rückgang ist verwunderlich, da infolge des Klimawandels eine Zunahme von Hitzegewittern prognostiziert wird.

Ganzen Artikel in der Süddeutschen Zeitung lesen.

Um die selbe Zeit schrieb auch der österreichische Kurier über das Thema:

Wie Gewitter gemessen werden und ob der Klimawandel Blitze befeuert
[...] Rein gefühlsmäßig blitzt und donnert es immer öfter. Ein Blick auf die Statistik der vergangen zehn Jahre liefert jedoch kaum stichhaltige Informationen über Zu- oder Abnahme von Blitzen. “Ein eindeutiger Trend lässt sich nicht feststellen, weil die Schwankungen der vergangenen Jahre sehr groß sind.

Kurios: Der Kurier-Artikel schließt dann trotzdem mit der Warnung, dass mit den Blitzen etwas nicht in Ordung sei. Vielleicht hat das mit den beiden befragten Kronzeugen zu tun, nämlich den beiden Klimaaktivisten Stefan Rahmstorf und Mojib Latif…

In den USA gab es 2013 die wenigsten Todesopfer durch Blitzschlag seit 1940. Selbst der Weltklimarat konnte in seinem 5. Bericht von 2013 keinen belastbaren Trend bei den Blitzen feststellen (siehe AR5, WG1, Kapitel 2, Seit 216, pdf-Seite 232).

Der menschengemachte Klimawandel hat also offenbar (noch) keinen Einfluss auf die Blitzhäufigkeit auf der Erde. Stattdessen fanden Forscher nun einen ganz anderen Einflussfaktor, nämlich die Sonnenaktivität sowie solare Teilchenstürme, die offenbar auf die irdischen Blitze wirken. Dies dokumentierten Scott et al. 2014 in den Environmental Research Letters:

Evidence for solar wind modulation of lightning
The response of lightning rates over Europe to arrival of high speed solar wind streams at Earth is investigated using a superposed epoch analysis. Fast solar wind stream arrival is determined from modulation of the solar wind V y component, measured by the Advanced Composition Explorer spacecraft. Lightning rate changes around these event times are determined from the very low frequency arrival time difference (ATD) system of the UK Met Office. Arrival of high speed streams at Earth is found to be preceded by a decrease in total solar irradiance and an increase in sunspot number and Mg II emissions. These are consistent with the high speed stream’s source being co-located with an active region appearing on the Eastern solar limb and rotating at the 27 d period of the Sun. Arrival of the high speed stream at Earth also coincides with a small (~1%) but rapid decrease in galactic cosmic ray flux, a moderate (~6%) increase in lower energy solar energetic protons (SEPs), and a substantial, statistically significant increase in lightning rates. These changes persist for around 40 d in all three quantities. The lightning rate increase is corroborated by an increase in the total number of thunder days observed by UK Met stations, again persisting for around 40 d after the arrival of a high speed solar wind stream. This result appears to contradict earlier studies that found an anti-correlation between sunspot number and thunder days over solar cycle timescales. The increase in lightning rates and thunder days that we observe coincides with an increased flux of SEPs which, while not being detected at ground level, nevertheless penetrate the atmosphere to tropospheric altitudes. This effect could be further amplified by an increase in mean lightning stroke intensity that brings more strokes above the detection threshold of the ATD system. In order to remove any potential seasonal bias the analysis was repeated for daily solar wind triggers occurring during the summer months (June to August). Though this reduced the number of solar wind triggers to 32, the response in both lightning and thunder day data remained statistically significant. This modulation of lightning by regular and predictable solar wind events may be beneficial to medium range forecasting of hazardous weather.

Siehe auch Artikel zur Studie in The Guardian und bei der BBC.

Etwas verwirrend ist dazu ein Artikel auf Spiegel Online von 2013, wo eine Förderung von Blitzen durch kosmische Strahlungsstürme berichtet wird. Das erscheint wie das Gegenteil der Geschichte von 2014, da starke Sonnenaktivität die kosmische Strahlung eigentlich hemmt. Wie können dann sowohl solare als auch kosmische Stürme die Blitztätigkeit verstärken?

Und schließlich noch eine Studie aus dem September 2017, die verstärkte Blitztätigkeit über den Schifffahrtsrouten festgeststellt haben will. Hier die Pressemitteilung der American Geophysical Union.

 

Antarktischer Pine Island Gletscher wohl doch robuster als gedacht

In Nordwest-Grönland ist vor einigen Jahren ein Eisberg von einem Gletscher abgebrochen. Big News für die Zeitungen, die in der Rubrik “Klimawandel” bedeutungsschwanger darüber berichteten. Der Petermann Gletscher wäre durch den Klimawandel bedroht. Fünf Jahre später ist der Gletscher offenbar wieder nachgewachsen, wie ein Vergleich von Satellitenbildern von 2012 und 2017 zeigt. Alarm vorerst abgeblasen.

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Ein ähnliches Bild aus der Antarktis, wo Forscher dem Pine Island Glacier nun eine stärkere Widerstandskraft gegen den Klimawandel bescheinigten als zuvor angenommen. BBC am 20. November 2017:

The melting Antarctic ice stream that is currently adding most to sea-level rise may be more resilient to change than previously recognised
New radar images reveal the mighty Pine Island Glacier (PIG) to be sitting on a rugged rock bed populated by big hills, tall cliffs and deep scour marks. Such features are likely to slow the ice body’s retreat as the climate warms, researchers say. The study appears in the journal Nature Communications.

Weiterlesen bei der BBC.

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Die NASA veröffentlichte kürzlich faszinierende atmosphärische Animationen auf Youtube:

 

Mit Dank an WUWT für den Hinweis.

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Der PIK-Mann Stefan Rahmstorf ist kein einfacher Diskussionspartner. Er ist einer der medialen Meinungsführer der Klima-Hardliner-Fraktion, die keine Gelegenheit auslässt, um Klimaalarm zu schlagen. Daher ist es bemerkenswert, dass der Meteorologe Jörg Kachelmann nun dagegenhält und Schwachpunkte in Rahmstorfs Argumentation öffentlich diskutiert. Am 18. November 2017 erschien in Kachelmanns Blog der folgende Artikel von ihm:

Klima, Herr Rahmstorf und heiliger Zorn der Gerechten – und Leben zwischen den Stühlen

Ich bin Jahrzehnte gut durchs Leben gekommen, indem ich mich aus der Klimadiskussion komplett rausgehalten habe – aus gutem Grund. Ein Meteorologe ist kein Klimaforscher und umgekehrt. Man fragt einen Busfahrer auch nicht nach der neuen Airbus-Generation. Es gab zwar immer gutes Geld zu verdienen über Vorträge landauf, landab, in denen man tunlichst erzählte, dass das Ende nahe ist.

Damit verdienen selbst heute noch ahnungslose Wettermoderatösen gutes Geld, wenn sie ohne irgendwelche Vorbildung den drohenden Weltuntergang beschreiben, Foto mit dem örtlichen Sparkassendirektor inklusive.

Ich wollte das nicht, auch wenn ich generell popeliger Mainstream bin (und hiermit verabschiede ich mich auch schon wieder von den nach Maischberger neu gewonnenen Fans) und diesen bei Maischberger auch durchaus vertreten habe, mit folgenden Kernpunkten:

  • Man sieht bereits heute einen signifikanten Anstieg von Temperatur und Taupunkt
  • Man sieht noch keine statistisch signifikante Häufung von Starkregen und Starkwinden in Deutschland
  • Man sieht noch keine statistisch signifikante Häufung von Hurrikanen, auch keine Häufung von starken Hurrikanen im Bereich Karibik-USA

Das ist der Stand der Wissenschaft, der relativ unbestritten ist, auch Herr Schellnhuber wollte dem in der Sendung nicht widersprechen (was ihm auch die Missbilligung seiner Kollegen eintrug).

Weiterlesen auf Kachelmanns Wetterkanal.

 

 

 

Hilft Frittieren wirklich gegen den Klimawandel?

Spektrum der Wissenschaft am 4. November 2017:

Wie viele Emissionen setzen Elektroautos wirklich frei?
Sind E-Autos ein großer ökologischer Fortschritt? Oder verschärfen sie das Klimaproblem nur? Unser Autor hat sich auf eine ausführliche Spurensuche begeben - und erklärt, wieso das Thema zu komplex ist für einfache Antworten.

Weiterlesen bei spektrum.de

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Die University of Cardiff gab am 23. November 2017 eine Pressemitteilung zu einer klimahistorischen Studie der letzten 3000 Jahre heraus. Dort treffen wir auf ein paar alte Bekannte: Die Römische Wärmeperiode, die Kältephase der Völkerwanderungszeit, die Kleine Eiszeit:

Ocean floor mud reveals secrets of past European climate
Samples of sediment taken from the ocean floor of the North Atlantic Ocean have given researchers an unprecedented insight into the reasons why Europe’s climate has changed over the past 3000 years. From the warmer climates of Roman times when vineyards flourished in England and Wales to the colder conditions that led to crop failure, famine and pandemics in early medieval times, Europe’s climate has varied over the past three millennia.

For the first time, researchers have been able to pinpoint why this occurs, and the answer lies far out at sea in the North Atlantic Ocean. Scientists from Cardiff University have studied fossil remains of shell-bearing plankton and grains buried in sediments from the North Atlantic to determine what conditions were like in the ocean on timescales of 10-20 years over a 3000-year period. Writing in the journal Nature Communications, the researchers found that during cold periods, icy-cold waters from the Arctic would flow south into the Labrador Sea in the North Atlantic, altering the ocean circulation patterns and potentially slowing down the currents that transport heat to Europe. Using the data contained in tiny marine fossil plankton shells and sediment grains, the researchers were able to build a record of past ocean conditions and link this with key historical records where the European climate was known to have been, on average, colder or warmer.

For example, the researchers were able to link a slowing down of the North Atlantic currents with a notorious cold period, often called the Little Ice Age, which ensconced Europe between 1300 to about 1850. Extensive cold winters were depicted in European paintings at the time, such as the famous ice skaters on the Thames in London. Similarly, the researchers identified another slowing down of the North Atlantic currents at the same time as an extreme cold period in the 6th century, which led to widespread crop failures and famines worldwide. It is also believed that the consequences of this cold period perhaps contributed to the spreading of the Plague of Justinian — one of the deadliest pandemics in human history that took the lives of an estimated 25 to 50 million people across the world.

Professor Ian Hall, Head of School, Earth and Ocean Sciences: “Our study shows the importance of the ocean on our climate and how this has naturally varied in the past when ocean measurements were not available. We’ve been able to link our results to historical records and provide an explanation behind some of the significant effects that the climate has had on the European population”

Paper: Paola Moffa-Sánchez, Ian R. Hall. North Atlantic variability and its links to European climate over the last 3000 years. Nature Communications, 2017; 8 (1) DOI: 10.1038/s41467-017-01884-8

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Berliner Kurier am 27. November 2017:

Echt jetzt?! Studie beweist: Frittieren hilft gegen den Klimawandel
Mehr frittieren für eine bessere Welt? Was wie ein schlechter Werbe-Slogan für eine Fast-Food-Kette klingt, enthält offenbar einen wahren Kern. Denn britische Forscher haben nun herausgefunden, dass der Frittier-Dunst die Erderwärmung verlangsamen kann!

Weiterlesen beim Berliner Kurier

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Forscher wehren sich gegen Panikmache in der Antarktis. Tamsin Edwards plädierte am 23. November 2017 im Guardian für eine nüchternere Sichtweise.

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Kurisoses am 25. November 2017 auf nord24.de:

Polarforscherin: Warum uns Erderwärmung Kälte bringt
Der Januar dieses Jahres war eiskalt. „Von wegen Klimawandel“, dachten sich viele. Doch genau dieser Kälteeinbruch war wohl eine Auswirkung davon, sagt Polarforscherin Dr. Renate Treffeisen vom Alfred-Wegener-Institut (AWI): „Es handelt sich um Kaltluftausbrüche aufgrund der gestiegenen Temperaturen in der Polarregion.“

Weiterlesen auf nord24.de

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Buchempfehlung zur Geschichte des IPCC. Weshalb wurde er gegründet, welche Ziele verfolgt er, ist er wirklich so ausgewogen wie immer behauptet wird? Lesen Sie “Searching for the Catastrophe Signal: The Origins of the Intergovernmental Panel on Climate Change

 

 

 

Ministeriumsstudie: Hochwasserabflüsse in Österreich werden sich durch den Klimawandel nicht deutlich verändern

Das “Ministerium für ein lebenswertes Österreich” (gibt es das Ministerium wirklich?) annoncierte am 23. November 2017 einen Wasserreport:

Neue Studie zum Klimawandel in der Wasserwirtschaft
Die aktualisierte Studie zum Thema “Klimawandel in der Wasserwirtschaft” stellt den gegenwärtigen Wissenstand der Klimaänderungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die österreichische Wasserwirtschaft dar.

Hier die dazugehörige Pressemitteilung:

Rupprechter/Wallner: Österreich im Bereich Hochwasserschutz gut gerüstet

Neueste Erkenntnisse aus Studie zu Klimawandel und Wasserwirtschaft präsentiert

Eine aktualisierte Studie zum Thema Klimawandel in der Wasserwirtschaft stellt den gegenwärtigen Wissenstand zu Klimaänderungen und ihre Auswirkungen auf die österreichische Wasserwirtschaft dar. „Die Folgen des Klimawandels sind auch in Österreich immer deutlicher spürbar. Nicht nur deshalb nimmt die Ressource Wasser, als Lebensgrundlage für Mensch und Natur, einen besonderen Stellenwert ein. Mit den Erkenntnissen aus der Studie können wir die Bevölkerung noch besser vor Naturgefahren schützen und weitere Anpassungsmaßnahmen zum Klimawandel entwickeln. So ist die hohe Lebensqualität in Österreich auch in Zukunft sichergestellt“, erklärt Bundesminister Andrä Rupprechter.

„Der Klimawandel findet statt“, betont Markus Wallner, Landeshauptmann von Vorarlberg. „Wir müssen so gut wie möglich die Auswirkungen kennen und uns darauf vorbereiten. Mit dieser Studie ist es gelungen, das vorhandene Wissen zu den Auswirkungen im Bereich der Wasserwirtschaft zu bewerten. Wesentlich ist für mich, dass daraus hervorgeht, dass wir im Bereich Hochwasserschutz sehr gut gerüstet sind. Dort wo sich Handlungsbedarf abzeichnet, werden wir gemeinsam mit dem Bund und den Gemeinden die richtigen Strategien entwickeln“, erklärt Wallner weiter.

Die Studie belegt, dass sich Hochwasserabflüsse durch den Klimawandel nicht deutlich verändern werden. Zwar wurden in einigen Regionen geringfügige Zunahmen identifiziert, die Größe der Zunahme ist jedoch innerhalb der natürlichen Schwankung von Hochwasserereignissen in der Vergangenheit einzuordnen. Wetterlagen und Zugbahnen, die starke Niederschläge auslösen, werden nicht häufiger. Die regionale Intensität dieser Niederschläge hingegen, kann sich erhöhen. Daher sind Hochwässer durch Oberflächenabfluss und Hangwasser bei Schutzmaßnahmen in Zukunft stärker zu berücksichtigen.

Zukünftig werden in den Alpen auch deutlich höhere Abflüsse im Winter erwartet. Die Verdunstung hat in den letzten drei Jahrzehnten, genauso wie der Jahresniederschlag im Mittel für Österreich um etwa 80 mm pro Jahr zugenommen. Die Grundwasser-Situation betreffend zeigt die Studie ähnliche Erkenntnisse. Im Süden Österreichs wird eine Zunahme der Winterniederschläge erwartet, wobei die Grundwasserneubildung stagnieren oder nur geringfügig steigen würde. Im Norden und Westen hingegen wird eine stärkere Zunahme der Winterniederschläge erwartet, deswegen könnte dies auch zu einer Erhöhung der Grundwasserneubildung führen.

Die Studie selbst wurde von Vertreterinnen und Vertretern der wasserwirtschaftlichen Abteilungen der Länder Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland sowie durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft begleitet und von Prof. Blöschl, TU Wien bearbeitet.

Weitere Informationen: http://www.bmlfuw.gv.at/wasser

Zunächst die forschen Politikerslogans: Klimawandel immer deutlicher spürbar, der Klimawandel findet statt, alles wird immer schlimmer, rette sich wer kann. Dann die Wissenschaftler:

Die Studie belegt, dass sich Hochwasserabflüsse durch den Klimawandel nicht deutlich verändern werden.

[...]

Wetterlagen und Zugbahnen, die starke Niederschläge auslösen, werden nicht häufiger.

[...]

Im Süden Österreichs wird eine Zunahme der Winterniederschläge erwartet, wobei die Grundwasserneubildung stagnieren oder nur geringfügig steigen würde.

Ein schönes Beispiel dafür, wie weit sich Politik und Aktivisten bereits von der wissenschaftlichen Faktenbasis entfernt haben. Das pdf des 101-seitigen Berichts können Sie hier kostenlos herunterladen. Nimmt man die Pressemitteilung als Maßstab, darf man sich hier auf eine ausgewogene Abhandlung freuen.

 

 

 

The Neglected Sun

Unvollständiger Klimabericht: Und täglich grüßt die Hamburger Forsythie

Vor kurzem erschien der 2. Hamburger Klimabericht. Das Buch mit 311 Seiten ist als kostenloses Download-pdf beim Springer-Verlag verfügbar. Wir haben uns das von Hans von Storch, Insa Meinke und Martin Claußen herausgegebene Buch heruntergeladen und wollen ein wenig darin stöbern. Die Liste der Beteiligten umfasst 7 Seiten. Fast schon ein kleiner Hamburger IPCC-Bericht.

Es geht im Buch um eine Vielfalt von Themen. Neben den klassischen meteorologischen Kapiteln gibt es auch einen Teil zur kontroversen Klimadiskussion sowie zum städtischen Wärmeinseleffekt. Wir suchen nach einigen Stichwörtern. Der Begriff “Mittelalter” kommt aus unerfindlichen Gründen im Buch nur einmal vor, nämlich im Zusammenhang mit der “Migration”. Hat man das Klima der vorindustriellen Phase etwa ausgespart? Hat sich wirklich niemand des gefühlt 200-köpfigen Autorenkolletivs mit diesem Thema beschäftigt? Wir versuchen es erneut mit dem Begriff “Kleine Eiszeit”. Ergebnis: Kein Treffer. Wir versuchen es noch einmal über das Inhaltsverzeichnis. Kapitel römisch eins hört sich vielversprechend an. Aber welch bittere Enttäuschung. Die Betrachtung beginnt erst um 1880, am Ende der Kleinen Eiszeit. Das Buch bringt keinerlei klimahistorischen Kontext, der jedoch zwingend erforderlich wäre, um die Klimaentwicklung der letzten Jahrzehnte zu verstehen. Bei den Ozeanzyklen sieht es übrigens etwas besser aus. Die Nordatlantische Oszillation wird im Kapitel 2.3.1. besprochen.

Hamburg, Hamburg? Da war doch noch was. Genau, der berühmte Forsythienstrauch. Siehe “Forsythien und der Klimawandel: Frühlingsbeginn in Hamburg während der letzten 30 Jahre immer mehr verspätet“. Was steht eigentlich im neuen Hamburger Klimabericht über die Forsythien? Auf Seite 124 werden wir fündig:

Auch für die [Metropolregion Hamburg] sind entsprechende phänologische Änderungen dokumentiert. So hat sich der Blühbeginn der Forsythie (Forsythia intermedia) seit 1945 um etwa 4 Wochen verfrüht.

Wenn man sich dann die Abbildung 6.5 anschaut, wird die bewusste Irreführung des Lesers sofort klar. Wie bereits in unserem Blogartikel thematisiert, wird der der Trend der letzten 30 Jahre doch glatt ignoriert. In Wahrheit hat sich die Blüte in den letzten drei Jahrzehnten immer weiter verspätet (Abb. 1). Die letzte Jahreswerte befnden sich ziemlich nah am Mittelwert der Zeitreihe, die 1945 begann. Ein dickes Ding, das im Review des Buches doch hätte auffallen müssen. Oder gab es vielleicht gar kein Review? Was wollen die Autoren des Kapitels, Udo Schickhoff und Annette Eschenbach, mit ihrer unvollständigen Darstellung bezwecken? Hier die aktuelle Version der DWD-Abbildung:

Abbildung 1: Forsythien-Blühbeginn in Hamburg. Abbildungsquelle: DWD.

 

Und damit schließen wir auch schon die Besprechung dieses Buches. Der Elefant im Raum wurde wieder einmal bewusst ausgespart, vermutlich um nicht in Erklärungsnot zu geraten. Dabei hätte es doch die eine oder andere Studie aus Norddeutschland und Dänemark gegeben, die hier hätte verwendet werden können.

 

 

 

Dumm durch Klimawandel: Hirn der Bartagamen-Echsen schrumpft

Das Fachblatt Nature brachte am 25. Oktober 2017 einen lesenwerten Bericht zu den Karriereaussichten junger Forscher. Der allergößte Teil der Jungakademiker habe keine Chance, eine der heißbegehrten Dauerstellen an den Universitäten und Forschungsinstituten zu erlangen. Viele der Doktoranden beschäftigen sich mit diesem heiklen Thema zu wenig, wie Nature zu bedenken gibt:

As Nature has said before, it is good for PhD students and postdocs to pursue careers outside academia. Many will find similar challenges and rewards in industry. And it is surely of benefit to science and society at large that a sizeable number of well-educated and well-trained scientists spread to other sectors, and take with them healthy scepticism and respect for evidence. It is certainly better for young scientists to take a realistic view early in their career path, when they still have time to adjust their ambitions. So why do people in science still see this reality as a dirty secret?

Ganzen Artikel in Nature lesen.

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Am 29. November 2017 war wieder mal ein Klima-Alarm-Propaganda-Schwerpunkttag in den Radio- und TV-Sendern der SRF. OMG! Es war einmal mehr erschütternd, auf welch primitiven Niveau da argumentiert und so Angst geschürt wird. Zum Beispiel ist dieser Videoclip, der die Klima-Skeptiker widerlegen soll, leider tatsächlich repräsentativ für dieses intellektuell unterirdische SRF-Alarmismus-Theater. Und welche Argumente wurden hierbei als “Skeptiker-Hammer” angeführt?

1) Real schrumpfende Gebirgsgletscher:
Bingo, bestreitet ja auch niemand, dass es seit dem Ende der kleinen Eiszeit ab 1850 wieder wärmer wird. Aber warum war dann nicht auch zu hören, dass die heute schmelzenden Gletscher, Baumstümpfe aus noch wärmeren Epochen des Holozän freigeben und Gletscher damals folglich viel höher lagen und kleiner waren als heute?

2) Der Klimawandel wurde nicht von den Chinesen erfunden:
OMG! – Echt jetzt – ist das wirklich ernst gemeint?

3) Es gibt keine Klimawandelpause:
Im Diagramm ist dann aber nur der Höhepunkt des letzten El Nino von 2016 dargestellt. Der Rückgang der Temperatur seit dem und der Begriff El Nino fehlt in der Erläuterung total - Nachtigall ich hör Dir trapsen…

4) Den Eisbären geht es gut, aber eigentlich geht es ihnen doch schlecht, wegen der (angeblich) schmelzenden Arktis:
Die gezeigte Graphik zeigt aber interessanterweise nur wenige Gebiete, in denen die Zahl wieder abnehmen soll, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass sich die Populationen gerade in den letzten Jahren mit geringerer Eisbedeckung normal bis gut entwickelt haben.

5) Skeptische Wissenschaftler sind nur zu 12% Umwelt-Forscher (offenbar dürfen sich gemäss SRF nur solche zum Thema Klima äussern) und nur zu 0,1 % Klimaforscher, letztere aber zu mehr als 90 % überzeugte Klima-Alarmisten:
Da fehlen eigentlich nur noch die berühmten 97% von Cook et al. Aber vermutlich hat sich selbst beim SRF herumgesprochen, dass diese magischen 97 Prozent eine sinnfreie Bogus-Zahl darstellen…

Es ist bezeichnend für den manipulativen Charakter dieser Agitation, dass hier die wichtigsten Argumente von seriösen Klima-Skeptikern überhaupt nicht erwähnt werden, als da wären eine langfristig stark schwankende Sonnenaktivität in Kombination mit Verstärkungsmechanismen à la Svensmark u.a., zyklisch wechselnde Ozeanströmungen im Dekaden-Massstab, die offensichtlich übertriebene CO2 Klimasensitivität in den IPCC-Modellen, der widerlegte positive Wasserdampf-Feedback, und - last but not least – die Unfähigkeit der CO2-Alarmisten, die starke natürliche Variabilität der holozänen Klimageschichte im Rückblick erfolgreich zu modellieren.

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Knüllergeschichte am 22. November 2017 auf phys.org: Dumm durch Klimawandel: Den Bartagamen-Echsen schrumpft das Hirn.

Climate change may be making bearded dragons less intelligent
A team of researchers affiliated with the University of Lincoln in the U.K. has found evidence suggesting that as the planet heats up due to global warming, the bearded dragon may become less intelligent. In their paper published in the journal Royal Society Open Science, the group describes exposing incubating bearded dragons to warmer than normal air temperatures and then testing their intelligence.

Weiterlesen auf phys.org

 

 

 

Die Statistik und der Meeresspiegelanstieg bei Kiribati

Immer wieder findet man statistische Kapriolen. Auf seinem Blog setzt sich Stefan Rahmstorf fortgesetzt mit dem Meeresspiegelanstieg auseinander. Er zitiert auch unsere Aussage vom Juli 2015 und setzt dagegen:

„Der lineare Trend (rot) beträgt 5,7 mm/Jahr, insgesamt 14 Zentimeter. Der mittlere Meeresspiegel ist dagegen nur um 8 Zentimeter angestiegen – Beispiel dafür, dass an manchen Orten durch nichtlineare Effekte die für Überflutungen verantwortlichen Spitzen des Meeresspiegels stärker ansteigen können als der Mittelwert.“ ( Bildunterschrift Abb. 1).

Ist eine solche Aussage wissenschaftlich haltbar wenn man die Variabilität der Meeresspiegelhöhe in dieser Region mit berücksichtigt? Wir begeben uns auf Entdeckungsreise. Die von Rahmstorf verlinkten Daten sind auch unsere Grundlage. Was ist damit wirklich begründet auszusagen? Es gibt einige Datenlücken zu Beginn der Erfassung sodass wir uns auf den Zeitraum ab Januar 1995 beschränken. Wir haben die Abbildung 3 des Blogartikels nachvollzogen:

 

Abb.1: Die Maximalwerte des Meeresspiegels bei Kiribati ( blau), der lineare Trend (rot) und ein nichtlinearer Trend (Loess) gemittelt über 5 Jahre (fett blau).

 

Was an den monatlichen Daten auffällt: die Meeresspiegelhöhe bei der Insel Kiribati schwankt sehr stark. Die geglättet Linie kann das gut ausgleichen und was sehen wir? Der momentane (2017) Meeresspiegel ist genauso hoch wie zu Beginn der Messungen. Das muss nicht viel besagen, denn die Streuung ist sehr groß. Wir versuchen es mit jährlichen Daten:

Abb.2: Die aus den Monatsdaten  jährlich gemittelte Meeresspiegelhöhe bei Kiribati (blau), der lineare Trend (rot) und der obere und untere 95%-Konfidenzbereich des Trends (grau).

 

In dieser Abbildung fällt der ausgesprochen tiefe Meeresspiegel im Jahre 1998 besonders auf. Beim Nachrechnen ergibt sich, dass er mehr als 2 Standardabweichungen vom Mittelwert nach unten ausbricht. Es ist ein klassischer Ausreißer, der aus einer seriösen Statistik ausgeschlossen gehört. Dieser Dip in 1998 beeinflusst jedoch den Trend, er macht ihn steiler. Tatsächlich ergeben sich für den Zeitraum ab 2000 nur noch Trendanstiege von knapp 4 mm/Jahr anstatt der von Rahmstorf ermittelten 5,7mm/Jahr. Ein statistischer Ausreißer vor 20 Jahren ist also der wahre Grund für die „nichtlinearen Effekte, die an manchen Orten den Meeresspiegel stärker ansteigen lassen“.

Und noch etwas wird aus Abb. 2 ersichtlich: Die großen jährlichen Schwankungen machen jede lineare Trendberechnung sehr unsicher. Man kann mit 95%iger Sicherheit nur sagen: Der Trend 1990…2017  bewegt sich zwischen 1,4mm/Jahr und 8,9 mm/Jahr.  Für die Jahre ab 1999 (den Ausreißer 1998 also ausgeklammert) kommt es noch schlimmer für die Untergangsprognosen: Dann nämlich sind die Daten so stark streuend, dass man noch nicht einmal mit 95%iger Sicherheit einen fallenden Trend ausschließen kann. Die natürlichen Einflüsse in dieser Region der Welt tragen sehr viel Variabilität in die Messwerte ein.

Und noch etwas wird aus den Daten offenbar: Der Tidenhub bei Kiribati beträgt im Mittel 2,25 m, die Wellenhöhe (ohne Sturm!) etwa 3 m.  Es erscheint sehr stark übertrieben, dass bei der realen ca. 8 cm Meeresspiegelerhöhung die Bewohner  „verzweifelt um eine Zukunft für ihre Inseln kämpfen“. Es ist das bekannte Spiel: Die Daten werden ungenügend gewürdigt und mit der moralischen Keule wird auf die eingeknüppelt, die die Schlussfolgerungen aus diesem Spiel bezweifeln.

 

Jörg Kachelmann bemängelt inflationäre Verwendung des Begriffs ‘Extremwetter’ in den Medien

Gute Nachrichten aus Australien: Die Uni Sydney meldete am 1. November 2017, dass der Klimawandel die Säugetiere des Outbacks wohl kaum beeinträchtigen wird. Wildkatzen und Füchse stellen eine viel größere Gefahr dar, erklären die Forscher.

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Die Elektroautos sind offenbar ökologisch schlechter als ihr Ruf, wie die Financial Times am 8. November 2017 zu bedenken gab:

Electric cars’ green image blackens beneath the bonnet
Research into the lifecycle of electric vehicles is a wake-up call for an industry geared up to promote ‘zero emission cars’

Weiterlesen in der FT

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Da war er wieder, der ungeliebte Hiatus: NOAA-Daten zeigen, dass sich die USA in den letzten 12 Jahren nicht weiter erwärmt hat. Siehe Beitrag und Abbildung auf WUWT.

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Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen gab am 10. November 2017 bekannt, dass der Energieverbrauch in Deutschland 2017 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um etwas mehr als 1 Prozent ansteigen wird. Als Grund für den Verbrauchsanstieg nennt die Arbeitsgemeinschaft die positive Konjunkturentwicklung sowie die etwas kühlere Witterung zu Beginn des Jahres. Ein pdf der Pressemitteilung gibt es hier. Angesichts der ständigen Warnung vor einer Überhitzung Deutschlands ist der gestiegene Bedarf an Winterheizenergie schon bemerkenswert.

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Interessantes Interview von Spektrum der Wissenschaft mit Jörg Kachelmann am 9. November 2017:

Extremwetter: Tote retten kein Weltklima
Gibt es Extremwetter - und wird es wegen des Klimawandels häufiger? “Spektrum.de” sprach mit Jörg Kachelmann über Vorhersagen, die Wissenschaft und die Medien. Der Schweizer Journalist und Sachbuchautor wurde einem großen Publikum als Wettermoderator im Fernsehen bekannt. Er betreibt heute unter anderem die Plattform KachelmannwetterDE mit Wettervorhersagen und Unwettervorhersagen für Deutschland.

Spektrum.de: Herr Kachelmann, nach dem Hurrikan “Ophelia” über Irland und dem Sturmtief “Xavier” in Norddeutschland sind die Medien wieder voll von Extremwetterberichten. Was verstehen Meteorologen aber unter einem “Extremwetter”? Ist dieses überhaupt definiert?

Jörg Kachelmann: Der Begriff ist wissenschaftlich eigentlich nicht klar abgegrenzt. Heute wird das alles inflationär verwendet – die Hoffnung auf billige Klicks macht die Meteorologie mittlerweile zum Fokus der meisten Lügengeschichten in den Medien. Es ist zum Mäusemelken, denn jeder Schwachsinn findet statt, weil er “gut läuft”. Nur schon gefühltes Extremwetter liefert gute Schlagzeilen, weshalb jedes einfache Tief hochgekocht wird und in manchen Redaktionen Schnappatmung auslöst.

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