Panne beim Weltklimarat: Neuer IPCC-Spezialbericht zum 1,5°C-Ziel blendet natürlichen Klimawandel komplett aus

Von Dr. Dietrich E. Koelle

Der neue  „Special Report“ des IPCC (Intergovernmental Panel for Climate Change) wurde offenbar vor allem publiziert, um die schwindende Klima-Hysterie am Laufen zu halten mit der unglaublichen Feststelllung, dass die gesamte globale Erwärmung der letzten Hundert Jahre von ca. 1°C “menschengemacht“ sei.

A1. Human activities are estimated to have caused approximately 1.0°C of global warming above pre-industrial levels, with a likely range of 0.8°C to 1.2°C. Global warming is likely to reach 1.5°C between 2030 and 2052 if it continues to increase at the current rate. (high confidence)

Die Begründung ist wieder einmal “confidence“, d.h. Glauben oder Vertrauen, aber keine Fakten, die normalerweise eine Hypothese bestätigen müssen. Andererseits bleibt die Hypothese ein Hirngespinst. Bisher war der, die oder das IPCC (je nach Übersetzung als Ausschuss, die Arbeitsgruppe  oder das Komitee, aber auf keinen Fall die hochstaplerische Bezeichnung „Klimarat“) nicht in der Lage, einen konkreten Beweis für die alleinige Verantwortung des CO2 für die beobachtete Erwärmung der letzten 150 Jahre zu liefern. Der fundamentale und immer noch nicht korrigierte Fehler der IPCC-Berichte ist die komplette Ignoranz der natürlichen Klima-Entwicklung, die es tatsächlich auch schon vor Existenz der Menschheit, ja seit Bestehen der Erde gibt. Dabei hatte die übergeordnete UN-Organisation UN-FCCC (The United Nations Framework Convention on Climate Change) schon 1992 offiziell festgestellt, dass Klimawandel aus zwei verschiedenen Elementen besteht:

(1) change of climate which is attributed directly or indirectly to human activity that alters the composition of the global atmosphere, which is addition to

(2) natural climate variability observed over comparable time periods.

Der entscheidende 2. Teil, der beschreibt, wie die globale Temperaturentwicklung ohne anthropogene Einflüsse verlaufen wäre, fehlt beim IPCC komplett. Dabei gibt es für die letzten 10.000 Jahre (seit dem Ende der letzten Eiszeit, bzw. für das Holozän als aktuelle Zwischeneiszeit) relativ gute und zahlreiche Klima-Daten. Dabei geht es nicht um die “natural variability“ (wie ENSO-Ereignisse oder Vulkanausbrüche), sondern um die nachgewiesenen regelmäßigen natürlichen Klimazyklen von 1000, 230 und 65 Jahren. Es gibt natürlich gute Gründe für den IPCC, dies besser nicht darzustellen. Fakt ist: Noch immer bewegt sich das Klima innerhalb der bekannten natürlichen Schwankungsbreite. Es ist kein Unterschied zu erkennen zwischen der heutigen Klimaentwicklung der letzten 150 Jahre und den 10.000 Jahren davor.

Vermutlich ist der CO2-Effekt sehr viel geringer als angenommen. Mutige Äußerungen in diese Richtung sind jedoch nur von Wissenschaftlern möglich, die keine berufliche Funktion mehr erfüllen. Ansonsten müssten sie mit harschen und persönlichen Angriffen ihrer Kollegen rechnen, die dem Klima-Dogma ihrer Regierungen und damit den IPCC-Behauptungen folgen müssen. Und auch Journalisten schreiben lieber vom „offiziellen“ IPCC-Bericht ab, als der Empfehlung von Immanuel Kant zu folgen („Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“)

Wer willens und imstande ist, sich mit der historischen Klima-Entwicklung unseres Planeten zu befassen, macht eine überraschende Entdeckung: sie ist beherrscht von einer Reihe langfristiger, mittelfristiger und kurzfristiger Klimazyklen. Für die letzten 8000 Jahre sind dies insbesondere die Zyklen mit einer Frequenz von 1000 bis 1070 Jahren (Eddy-Zyklus), 230 Jahren (Suess/deFries-Zyklus) und der sogenannte Ozean-Zyklus mit 60-65 Jahren. Diese Zyklen haben solare und astrophysikalische Ursachen, die kein Mensch beeinflussen kann.

Die Erforschung der Klima-Historie (Klima-Paläontologie) ist bei den Klima-Instituten stark unterentwickelt, aus verschiedenen Gründen. Einer ist sicher, dass der hochgespielte „anthropogene Klimawandel“ attraktiver und finanziell einträglicher ist. Mit alarmistischen Klima-Warnungen ist man in den Medien hochwillkommen. Dagegen ist die Klima-Historie natürlich langweilig. Wen interessiert es schon, dass es vor 1000 Jahren wärmer war als heute, dies aber bei einem CO2-Anteil von nur 230 ppm (heute 400 ppm). Auch nicht gerade ein Argument für einen CO2-Einfluss.

Aber nochmals konkret zur IPCC-Behauptung „der Anstieg von 1°C in den letzten 100 Jahren sei komplett durch anthropogene Treibhausgase (CO2) verursacht“. Man könnte hierzu die Anti-These aufstellen, dass dieser Anstieg komplett auf den natürlichen Klimazyklen beruhe, die schon seit 8000 Jahren zu beobachten sind:

–Der Ozean-Zyklus war die nachgewiesene Ursache des globalen Temperaturrückganges um 0,4°C zwischen 1940 und 1975. Anschließend ist die Temperatur zwischen 1975 und 2007/2010 wieder um 0,3 bis 0,4° gestiegen und hat jetzt wieder seinen neuen Abwärtstrend begonnen. Erste Anzeichen sind zu erkennen (2018 keine NW-Passage mehr möglich, zuviel Eis; neuer Minustemperatur-Rekord in der Antarktis mit -89,6°C).

–Der 230-Jahreszyklus hatte sein Minimum zwischen 1880 und 1900  und erreichte sein neues Maximum zwischen  2000 und 2015 mit einem Temperatur-Anstieg von ca.0,4°C.

–Der 1000-Jahre-Zyklus hatte sein letztes Minimum zwischen den Jahren 1500-1700, auch „Little Ice Age“ genannt und erreichte sein aktuelles Maximum zwischen den Jahren 2000 und 2020. Rechnet man den Anteil des Anstieges in den letzten 100 Jahren, ergeben sich ca. 0,3°C. In den nächsten 400 Jahren wird wieder ein Abfall um ca.2°C erfolgen.

Zusammengenommen, könnte der Temperaturanstieg von ca. 1° in den letzten 100 Jahren durch den gleichzeitigen Anstieg der drei natürlichen Zyklen mit einem kombinierten Effekt von 1 bis 1,1°C weitgehend erklärt werden. Der Einfluss des CO2-Antieges geht ensprechend zurück. Es ist sehr seltsam und nicht verständlich, wie es möglich ist, dass der IPCC diese simplen Fakten schlicht ignoriert, um seine ideologische Hypothese mit allen Mitteln und Tricks zu verteidigen.

 

Trotz Meeresspiegelanstieg: Fläche der Tuvaluinseln hat sich in den letzten Jahrzehnten um 3% vergrößert

Die Südseeinseln gehen unter. Schickt uns schnell Geld und Visa für Australien und die USA! Viele Medienberichte verkürzen die Problematik des Meeresspiegelanstiegs und ihren Effekt auf die pazifischen Koralleninseln auf diese Kernbotschaften. Dabei bleibt die Wissenschaft auf der Strecke. Da Koralleninseln aus lebendigen Organismen bestehen, die seit jeher dem Meeresspiegel hinterherwachsen, “schwimmen” die Inseln wie Schiffe an der Meeresoberfläche. Wenn der Meeresspiegel hochgeht, wachsen auch die Korallen mit. Das lernt man bereits im Geographieunterricht in der Schule.

Paul Kench und Kollegen haben nun die Küstenlinien sämtlicher 101 Inseln von Tuvalu für die letzten 40 Jahre anhand von Satellitenbildern vermessen. Das Resultat: Die Landfläche ist in diesem Zeitraum um knapp 3% gewachsen, und das trotz eines recht starken regionalen Meeresspiegelanstiegs von 4 mm pro Jahr. Hier der Abstract der Arbeit, die im Febuar 2018 in Nature Communications erschien:

Patterns of island change and persistence offer alternate adaptation pathways for atoll nations
Sea-level rise and climatic change threaten the existence of atoll nations. Inundation and erosion are expected to render islands uninhabitable over the next century, forcing human migration. Here we present analysis of shoreline change in all 101 islands in the Pacific atoll nation of Tuvalu. Using remotely sensed data, change is analysed over the past four decades, a period when local sea level has risen at twice the global average (~3.90 ± 0.4 mm.yr−1). Results highlight a net increase in land area in Tuvalu of 73.5 ha (2.9%), despite sea-level rise, and land area increase in eight of nine atolls. Island change has lacked uniformity with 74% increasing and 27% decreasing in size. Results challenge perceptions of island loss, showing islands are dynamic features that will persist as sites for habitation over the next century, presenting alternate opportunities for adaptation that embrace the heterogeneity of island types and their dynamics.

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Plumper Klimaalarm in den OÖ-Nachrichten am 30. August 2018:

Klimawandel: “Alle Fichten im Wald werden sterben”

Bauer Jürgen Hutsteiner sieht nur kranke Nadelbäume. “Wir müssen handeln”, sagt er.

“Aus heutiger Sicht hat er eine riesige Dummheit begangen”, sagt Jürgen Hutsteiner. Als Bub ist der Landwirt aus Steyr neben seinem Vater im Wald gestanden, als dieser den Kahlschlag wieder mit Fichtensetzlingen aufforstete. Nach 30 Jahren ragen die Bäume, deren von der Möbelindustrie gefragtes Holz sich profitabel an die Sägen verkaufen lässt, hoch auf. Die Wipfel aber sind kahl, auf Angsttrieben baumeln noch grüne Zapfen. “Das ist das letzte Kapitel”, sagt Hutsteiner, “die fortwährende Trockenheit und Erwärmung der vergangenen Jahre setzt den Bäumen zu, sie sind zu sehr geschwächt, wenn sie dann der Borkenkäfer befällt.” Was der Käfer nicht schafft, das erledigt der nächste Orkan mit Windwürfen. Hutsteiner hat den Fichtenbestand in seinem Forst bereits abgehakt: “Es wird diese Baumart bald hier nicht mehr geben.”

Weiterlesen in den OÖ-Nachrichten

Kurzer Faktencheck:

1) Erwärmung der letzten Jahre: Richtig, es ist wärmer geworden. Aber in den letzten Jahrtausenden war es immer wieder so warm wie heute.

2) Trockenheit: Klimawandel in Österreich: Dürren ohne Langzeittrend

3) Orkane: Die ZAMG schreibt dazu:

Der Mythos der stürmischen Gegenwart

Um 1990 herum gaben eine Reihe von Sturmereignissen Anlass zur Sorge, das Sturmklima würde sich aufgrund der steigenden Temperaturen generell turbulenter gestalten. Seither ist die Sturmtätigkeit aber wieder zurückgegangen und um 1900 – also vor dem Einsetzen des vom Menschen verstärkten Treibhauseffekts – waren die Zeiten stürmischer.

Messreihen der Windgeschwindigkeit sind mit großer Vorsicht zu genießen: Die exakte Messung von Böen ist schwierig, lange Zeitreihe sind selten und aufgrund der starken kleinräumigen Unterschiede ist eine Homogenisierung nicht möglich. Erst seit den 1980er-Jahren wird die Windgeschwindigkeit allmählich automatisch registriert, es verwundert also nicht, dass oft vom stärksten, je an einer gewissen Station gemessenen Sturm die Rede ist – die Messreihen sind zu kurz.

Fazit: Bauer Jürgen Hutsteiner mangelt es an Kenntnissen und muss zur Klimawandel-Nachschulung

 

Premierminister von Samoa: Klimaleugner in Irrenanstalten einweisen

In Österreich gab es dieses Jahr (2018) einen heißen Sommer, wie die OÖ-Nachrichten am 31. August 2018 meldeten:

In Oberösterreich war es in diesem Jahr am heißesten

Es war der viertwärmste Sommer der 252-jährigen Messgeschichte: Um 2,0 Grad lagen die Tagesmittelwerte bundesweit über jenen der Jahre 1981 bis 2010, meldete gestern die ZAMG. Nur 2003, 2015 und 2017 waren noch heißer. In den meisten Regionen gab es bis zu dreimal so viele Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad. Und der Hotspot des Klimawandels war heuer Oberösterreich.

Nicht zum ersten Mal, “denn schon 2015 lagen wir im Hitze-Ranking vorn”, sagt Andreas Drack, Klimaschutzbeauftragter des Landes OÖ. Allein der August war heuer um 4,2 Grad zu warm. Das Jahresmittel übertraf den “Normalwert” in Oberösterreich um 2,4 Grad, gleichauf mit Wien und mehr als in allen übrigen Bundesländern.

Weiterlesen in den OÖ-Nachrichten

Unerwähnt bleibt, dass es in den letzten Jahrtausenden in Österreich bereits mehrfach so warm wie heute war. Siehe unseren Beitrag “Klimawandel in Österreich: So veränderte sich die Temperatur

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Verrückte Klimadebatte. Der IPCC gab kürzlich Sprechanweisungen für seine angeschlossenen Wissenschaftler heraus (siehe “Handbuch mit 28 Seiten: Sprechanweisungen des IPCC für Wissenschaftler“). Nun hat auch die klimaskeptische Seite nachgelegt. Das Video “How to debate a climate alarmist” warnt vor den schlimmsten Fallen:

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Der Premierminister von Samoa, Tuilaepa Sailele, will endlich Klimaausgleichzahlungen sehen. Da die Gelder noch nicht so üppig sprudeln, macht sich nun Nervosität breit. In einem Video schlägt Sailele vor, alle Klimaleugner in Irrenanstalten unterzubringen.

Details bei WUWT

Siehe auch unsere Beiträge “Marschallinseln im Pazifik besonders vom Klimawandel betroffen? In den letzten 2000 Jahren fiel dort der Meeresspiegel um anderthalb Meter” und “Südseeinseln trotzen dem Meeresspiegelanstieg: UNO weist Klimaschadensersatzansprüche der pazifischen Inselstaaten ab“.

 

Wissenschaft im Selbsttest: Wenn Forscher falsch liegen

Es ist leider eine weit verbreitete Marotte in den Medien, alle Naturkatastrophen augenblicklich als Folge des Klimawandels zu stellen. Was die Wenigsten wissen: Den Zusammenhang zwischen Extremwetter und Klimawandel sieht nicht einmal der IPCC, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Ein neues Buch von Roger Pielke Jr. befasst sich mit der Thematik in kritischer Weise. Bereits seit Jahren schaut Pielke den Versicherungskonzernen und Alarmwissenschaftlern auf die Finger. Lesetipp!

The Rightful Place of Science: Disasters & Climate Change

 

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Skandal im EU-Parlament. Ein Parlamentarier hat doch tatsächlich behauptet, Schwankungen der Sonnenaktivität und damit verbundene Änderungen der kosmischen Strahlung könnten das Erdklima beeinflussen. Auch wenn dies die Erkenntnisse von hunderten von begutachteten Fachpublikationen widerspiegelt,  hätte der Parlamentarier wissen sollen, dass es nicht gestattet ist, diese Ergebnisse im Parlament zu erwähnen.

Siehe auch “Durchbruch in der Klimaforschung: So lässt die Sonne die Wolken tanzen

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Alfred Brandenberger zu Nachhaltigkeit und Stromversorgung in Norwegen. Viel Spaß beim Stöbern.

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Deutschlandfunk (DLF) am 21. August 2018:

Climate Attribution: Den Klimawandel greifbar machen
Ob Hitzewelle, plötzlich auftretender Hagel oder Starkregen: Mittlerweile gibt es sogar ein eigenes Forschungsfeld, das untersucht, ob und inwieweit diese Wetterextreme durch den Klimawandel bedingt sind. Es nennt sich „Climate Attribution“.

Weiterlesen beim Deutschlandfunk

Klima-Alarmisten ärgern sich sehr darüber, dass man beim Extremwetter keine klaren Tendenzen erkennen kann und haben jetzt ihre einzige “Wunderwaffe” gegen diese “unbequeme Wahrheit” in Stellung gebracht: Klima-Computermodellierungen! Statt sich mit den real existierenden Wetterdaten begnügen zu müssen, berechnet man nach dem guten alten GIGO-Prinzip von Computermodellierungen, wie viel weniger extrem das Wetter wäre, wenn nur das “böse anthropogene CO2″ nicht in der Atmosphäre gekommen wäre… Allerdings ist der Ansatz offensichtlich ein krasser Zirkelschluss. Es ist überaus praktisch, dass man ganz grundsätzlich niemals beweisen können wird, ob sich das Klima und das Extremwetter in einer realen Welt ohne fossiles CO2, wirklich so verhalten hätte, wie in der Computermodell-Welt  berechnet. Derartige Ansätze sind auf keine Weise falsifizierbar und damit beliebig.

Passend dazu ein zweiter DLF-Beitrag, diesmal vom 28. August 2018:

Wissenschaft im Selbsttest: Wenn Forscher falsch liegen
Eine neue wissenschaftliche Studie weckt Zweifel an der Aussagekraft wissenschaftlicher Studien. Forscher des Center for Open Science haben die Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Studien überprüft, die in renommierten Fachmagazinen publiziert wurden. Das Ergebnis ist ernüchternd: Oft war der behauptete Effekt nicht nachweisbar.

Weiterlesen beim DLF

 

“Phlogiston”: Geschichte eines wissenschaftlichen Irrtums

Stöbern Sie doch mal auf Klaus Alpens Webseite Fragen und Antworten zum Klimawandel, dort hat der Autor eine Vielzahl interessanter Beobachtungen zusammengestellt.

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Der Green Climate Fund soll viele Milliarden an Klimaausgleichszahlungen in der Welt verteilen, insbesondere in den ärmeren Ländern. Aber ganz so rund läuft es offenbar nicht. Im Sommer 2018 trat der Exekutivdirektor des Funds plötzlich zurück. Offizieller Grund: “Unaufschiebbare persönliche Gründe”. Was ist da los? Willis Eschenbach rechnete auf WUWT vor, dass alle Projekte des Green Climate Fund zusammen die globale Erwärmung voraussichtlich um 0.0015°C bremsen werden, wenn man die aktuelle vom IPCC angesetzte CO2-Erwärmungswirkung ansetzt.

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Vor einem Jahr schockten Aktivisten die Welt mit Bildern eines sterbenden Eisbären, ein angebliches Klimawandelopfer. Schnell wurde jedoch klar, dass dies eine fabrizierte Geschichte war, ein Lügenmärchen zur Förderung der “guten Sache”. Im Lauf der Zeit kamen immer mehr Verfehlungen der Autoren ans Licht, wie Susan Crockford am 29. August 2018 in der Financial Post erläutert:

The real story behind the famous starving polar-bear video reveals more manipulation

Opinion: New facts have emerged from the filmmaker behind the cruel and deliberate exploitation of a dying bear in quest to advance climate change agenda

Weiterlesen in der Financial Post.

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In der Wissenschaft hat es stets auch Irrwege gegeben. Eine dieser Sackgassen ist das “Phlogiston”. In Wikipedia lesen wir:

Phlogiston (von griech. φλογιστός phlogistós ,verbrannt‘) ist eine von Georg Ernst Stahl eingeführte hypothetische Substanz, von der man im späten 17. und im 18. Jahrhundert vermutete, dass sie allen brennbaren Körpern bei der Verbrennung entweicht sowie bei Erwärmung in sie eindringt. Die Phlogistontheorie war bei der Deutung von Reduktions- und Oxidationsvorgängen und dem unterschiedlichen Potenzial verschiedener Verbindungen (in moderner Sichtweise ihr Redoxpotential) hierfür von Bedeutung und aus Sicht der Zeitgenossen erfolgreich. In den 1770er Jahren erschienen erste Widerlegungen, und man begann, die Rolle des Sauerstoffs bei Verbrennungsvorgängen näher zu beschreiben und zu quantifizieren. Die Phlogistontheorie, die von etwa 1700 bis 1775 die vorherrschende chemische Lehre war, wird daher seit langem zu den wissenschaftlichen Irrtümern gezählt[1] und als überholtes wissenschaftliches Paradigma[2] ihrer Zeit gesehen.

Weiterlesen in Wikipedia

Als der berühmte französische Chemiker Antoine Laurent de Lavoisier den Verfechtern des Phlogiston widersprach, wurde er vom “Establishment” dafür heftig bekämpft. Dieses “wissenschaftliche” Verteidigungsmuster findet auch in der heutigen Zeit noch häufige Verwendung.

Fritz Vahrenholts Sonnenkolumne 9/18: Atmosphärische Konflikte

30. September 2018
Die Sonne im August 2018 und atmosphärische Konflikt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Sonne wies im August erneut eine im langjährigen Vergleich  geringe  Sonnenfleckenzahl von 8,8 auf (s. hierzu unseren Monatsbericht) An 13 Tagen des Monats war überhaupt keine Sonnenfleck zu sehen. Dieser seit 200 Jahren schwächste Sonnenzyklus wird noch etwa ein Jahr andauern und dann in den nächsten, fast ebenso schwachen, ca. 11- jährigen Zyklus übergehen. Spätestens dann werden wir wissen, wie stark der Einfluss der Sonne auf unser Klima ist oder ob der Weltklimarat IPCC Recht hat, in dem er behauptet, der Einfluss der Sonne auf das Klima des 21. Jahrhundert sei vernachlässigbar klein. Allein der Mensch sei für die Klimaveränderungen verantwortlich.

Klimamodelle versagen- Politik orientiert sich trotzdem daran

Ich habe in meinem Monatsbericht schon oft darauf hingewiesen, dass die Klimamodelle, die eine CO2-bedingte Erwärmung von 2-4 °C in diesem Jahrhundert vorhersagen, weder die Wolkenbildung (siehe hierzu H.Koelle) noch die Ozeanischen Zyklischen Strömungen wiedergeben können.Ganz zu schweigen davon, dass sie die mittelalterliche Warmzeit und die Kleine Eiszeit nicht abbilden können. Modelle, die die Realität der Gegenwart und der Vergangenheit nicht zutreffend wiedergeben, sind eine zweifelhafte Basis für Klimapolitik.

Nun gibt es eine neue Versagensebene. Die Klimaprognosen zur besonderen Erwärmung der Troposphäre in  10-13 km Höhe sind allesamt falsch. Die Modellrechnungen ergeben, dass eine durch Treibhausgase erzeugte Erwärmung am Boden zu einer deutlich schnelleren Erhöhung der Temperaturen in 10-13 km Höhe  führt. Es ist laut Klimamodellen die Region in unserer Atmosphäre, die am heftigsten auf den  Antrieb durch Klimagase reagiert. Daher nennt man es auch den „tropischen Hotspot“.
Nun gibt es erfreulicherweise seit 60 Jahren Ballonmessungen, die die reale Temperatur in diesen Höhen messen.Die US-Klimaforscher McKitrick und Christy haben die Messwerte ausgewertet und kommen zu einem überraschenden Ergebnis :
Die Erwärmung der oberen tropischen Troposphäre ist nicht im Entferntesten so stark, wie die Ergebnisse aller Modelle, die für den 5. Sachstandbericht (AR5) des IPCC in 2013 entwickelt (CMIP5) wurden.

Erwärmung um den Faktor 2 zu hoch

Um die Entwicklung der Diskrepanzen noch etwas genauer zu untersuchen, haben wir mit den Daten Trendberechnungen angestellt: Die kürzeste Trendlänge ab 1958 beträgt 30 Jahre, daher beginnt das Diagramm mit dem Jahr 1987. Der längste Trend geht von 1958 bis 2017. Mit jedem neuen Jahr ergibt sich ab Ende der 90er Jahre eine größere Abweichung der Modellberechnungen vom beobachteten realen Klimasystem. Während diese einen recht konstanten Anstieg von ca. 0,15°C/ Dekade seit 1958 aufweisen, erwärmt sich die Modellwelt immer schneller.

Die Empfindlichkeit der Modelle gegenüber der CO2-bedingten Erwärmung ist auch beim „Hotspot“, also in der Region mit dem modellierten stärksten Anstieg der Temperaturen weltweit, um bis zum Faktor 2 zu hoch. Und die Diskrepanz wird weiter wachsen, das legt Abb. 5 nahe. Alle Prognosen, die mit viel zu heiß laufenden Klimamodellen begründet werden, müssen immer mehr hinterfragt werden.

Wenn Sie also bei der nächsten Gelegenheit auf einen Gesprächspartner treffen, der Ihnen erzählen will, dass die Klimaerwärmung dramatisch  zugenommen hat, antworten Sie ihm : Seit vierzig Jahren ist die Erwärmung pro Jahrzehnt bei 0,13 °C am Boden und 0,15 °C in 10 km Höhe. Das wären dann im Jahrhundert bei konstanter Entwicklung 1,3 bzw. 1,5 Grad Celsius. Kein Anlass für Panikmache, kein Anlass für kopflose und kurzatmige Politik der Zerstörung der industriellen Grundlagen unserer Gesellschaft.

Herzlichst
Ihr
Fritz Vahrenholt

 

Oszillierendes Klima: Bond-Zyklen in Marokko entdeckt

Sein Name war Bond, Gerard Bond. Im Jahr 2001 veröffentlichte er zusammen mit Kollegen in Science ein Paper, dessen enormer Wert wohl erst mit einigen Jahrzehnten Verspätung von der Fachwelt voll realisiert werden wird:

Persistent Solar Influence on North Atlantic Climate During the Holocene
Surface winds and surface ocean hydrography in the subpolar North Atlantic appear to have been influenced by variations in solar output through the entire Holocene. The evidence comes from a close correlation between inferred changes in production rates of the cosmogenic nuclides carbon-14 and beryllium-10 and centennial to millennial time scale changes in proxies of drift ice measured in deep-sea sediment cores. A solar forcing mechanism therefore may underlie at least the Holocene segment of the North Atlantic’s “1500-year” cycle. The surface hydrographic changes may have affected production of North Atlantic Deep Water, potentially providing an additional mechanism for amplifying the solar signals and transmitting them globally.

Lüning & Vahrenholt (2016) haben die Literatur intensiv nach den Bond-Zyklen durchforstet und ihren Klimaeffekt auf allen sieben Erdteilen entdecken können:

The Sun’s Role in Climate

Millennial-scale climate variability is a globally well-established Holocene phenomenon described for all oceans and continents. Cycles are known from upper, middle, and lower latitudes, encompassing all climate zones from the Arctic to the tropics. The amplitude of the observed temperature fluctuations is often more than 1°C and thus has a similar or even greater range than the warming that has occurred since the Little Ice Age. Furthermore, many of these Holocene, natural climate fluctuations show the same level of abruptness as the 20th-century warming.

A common characteristic of many of the documented millennial climate fluctuations is their good match with solar activity changes, as well as a North Atlantic climate record by Bond et al. (2001). Besides solar activity changes, internal millennial ocean cycles may have contributed to the observed climate oscillations. Both solar and internal climate system autocyclical drivers are not yet fully implemented in the current climate models, which still do not manage to reproduce the variable Holocene climate development. Yet successful hindcast capability is generally considered a prerequisite that qualifies models to be used for modeling of future climate.

This chapter reviews Holocene millennial-scale climate fluctuations as reported in 64 papers worldwide. Future research needs to attempt a detailed correlation of the existing Holocene climate curves, complemented by additional data sets filling gaps in currently poorly documented regions. A good understanding of global Holocene millennial- and centennial scale climate variability and its possible solar forcing is required as a calibration basis for a new generation of climate models that should have the objective to reliably reproduce past climate change before attempting detailed future simulations.

Im August 2018 berichteten nun Zielhofer und Kollegen über eine Bond-Zyklik im Hydroklima Marokkos:

Western Mediterranean hydro-climatic consequences of Holocene iceberg advances (Bond events)
Gerald C. Bond established a Holocene series of North Atlantic ice rafted debris events based on quartz and hematite stained grains recovered from subpolar North Atlantic marine cores. These so-called ‘Bond events’ document nine large-scale and multi-centennial North-Atlantic cooling phases that might be linked to a reduced thermohaline circulation. Regardless of the high prominence of the Holocene North Atlantic ice rafted debris record, there are critical scientific comments on the study: the Holocene Bond curve has not yet been replicated in other marine archives of the North Atlantic and there exist only very few palaeo-climatic studies that indicate all individual Bond events in their own record. Therefore, evidence for consistent hydro-climatic teleconnections between the subpolar North Atlantic and distant regions is not clear. In this context, the Western Mediterranean region reveals key hydro-climatic sites for the reconstruction of a teleconnection with the subpolar North Atlantic. In particular, variability of Western Mediterranean winter precipitation might be the result of atmosphere-ocean coupled processes in the outer-tropical North Atlantic realm.

Based on an improved Holocene δ18O record from Lake Sidi Ali (Middle Atlas, Morocco) we correlate Western Mediterranean precipitation anomalies with North Atlantic Bond events to identify a probable teleconnection between Western Mediterranean winter rains and subpolar North Atlantic cooling phases. Our data show a noticeable positive correlation between Western Mediterranean winter rain minima and Bond events during the Early Holocene and an opposite pattern during the Late Holocene. There is evidence for an enduring hydro-climatic change in the overall Atlantic atmosphere-ocean system and the response to external forcing during the Mid-Holocene. Regarding a potential climatic anomaly around 4.2ka (Bond event 3) in the Western Mediterranean, a centennial-scale winter rain maximum is generally in phase with the overall pattern of alternating ‘wet and cool’ and ‘dry and warm’ intervals during the last 5,000 years.

Bonds Entdeckung hat vermutlich eine ähnliche Bedeutung für die Klimawissenschaften, wie die Plattentektonik in der Geologie. Erst lange nach Alfred Wegeners Tod war die Fachwelt bereit, das Konzet der wandernden Kontinente anzuerkennen. Leider wird auch Gerard Bond den Durchbruch seiner Theorie nicht mehr erleben. Er starb viel zu früh im Jahr 2005 in New York.

Siehe auch unsere Beiträge “Die Plattentektonik setzt sich durch: Lehren für die Klimadebatte” und “Kontinentalverschiebung und Klimawandel: Die wundersame Wiederholung der Wissenschaftsgeschichte“.

 

Schottland-Klima der letzten 800 Jahre: Vorindustrielle Wärmephasen geben Rätsel auf

Wie ordnen sich die heutigen Temperaturen in den klimahistorischen Kontext ein? Dies ist eine der Hauptaufgaben der heutigen Klimaforschung. Eine Forschergruppe um Milos Rydval legte nun eine Rekonstruktion der Sommertemperaturen in Schottland für die vergangenen 800 Jahre vor. Grundlage hierfür waren Baumringuntersuchungen. Überraschenderweise fanden die Wissenschaftler, dass das heutge Wärmeniveau in Schottland bereits mehrfach in der Vergangenheit erreicht und sogar teilweise überschritten wurde. Diese Hitzeperioden ereigneten sich im 14., 16. und 18. Jahrhundert und erstreckten sich über jeweils über mehrere Jahrzehnte (Abb. 1). Dazwischen lagen Kältephasen, die gut in den Kontext der Kleinen Eiszeit passen. Hier der Abstract der Arbeit die im November 2017 im Fachblatt Climate Dynamics erschien:

Reconstructing 800 years of summer temperatures in Scotland from tree rings
This study presents a summer temperature reconstruction using Scots pine tree-ring chronologies for Scotland allowing the placement of current regional temperature changes in a longer-term context. ‘Living-tree’ chronologies were extended using ‘subfossil’ samples extracted from nearshore lake sediments resulting in a composite chronology >800 years in length. The North Cairngorms (NCAIRN) reconstruction was developed from a set of composite blue intensity high-pass and ring-width low-pass filtered chronologies with a range of detrending and disturbance correction procedures. Calibration against July–August mean temperature explains 56.4% of the instrumental data variance over 1866–2009 and is well verified. Spatial correlations reveal strong coherence with temperatures over the British Isles, parts of western Europe, southern Scandinavia and northern parts of the Iberian Peninsula. NCAIRN suggests that the recent summer-time warming in Scotland is likely not unique when compared to multi-decadal warm periods observed in the 1300s, 1500s, and 1730s, although trends before the mid-sixteenth century should be interpreted with some caution due to greater uncertainty. Prominent cold periods were identified from the sixteenth century until the early 1800s—agreeing with the so-called Little Ice Age observed in other tree-ring reconstructions from Europe—with the 1690s identified as the coldest decade in the record. The reconstruction shows a significant cooling response 1 year following volcanic eruptions although this result is sensitive to the datasets used to identify such events. In fact, the extreme cold (and warm) years observed in NCAIRN appear more related to internal forcing of the summer North Atlantic Oscillation.

 

Abbildung 1: Rekonstrution der Juli-August-Temperaturen in Schottland für die vergangenen 800 Jahre auf Basis von Baumringen. Quelle: Rydval et al. 2017.

 

Warme 1940er Jahre ließen Wein in Portugal früher reifen als heute

Portugal hat eine lange Weintradition. Der Wein braucht viel Sonne und warme Temperaturen, um zu reifen. Dabei schwankt der Erntezeitpunkt von Jahr zu Jahr. Je wärmer es während der Wachstumsperiode ist, desto früher kann geerntet werden. Diesen statistisch robusten Zusammenhang hat sich nun portugiesisch-US-amerikanisches Forscherteam zunutze gemacht. Sie haben sich durch die Erntebücher in Nordwestportugal gearbeitet und die Schwankungen in der Erntezeit akribisch bis 1836 erfasst. Auf Basis des Temperaturzusammenhangs konnten sie die mittleren Maximaltemperaturen für den Zeitraum März bis August rekonstruieren.

Das Ergebnis war überraschend: In Abweichung zur allgemeinen globalen Klimaerwärmung, gibt es in Nordwestportugal keinen Trend  bei den mittleren Maximaltemperaturen. Allerdings treten langspannige Temperatur-Oszillationen auf, die die Autoren mit Ozeanzyklen und Änderungen der Sonnenaktivität in Verbindung bringen. Hier der Abstract der Arbeit von Moreno et al. 2016:

Grape harvest dates as indicator of spring-summer mean maxima temperature variations in the Minho region (NW of Portugal) since the 19th century

This paper reports a climatic reconstruction approach for the Minho region (NW of Portugal) using grape harvest dates (GHD) as proxy of surface air temperature. This new GHD series was built based on the records from a set of local and regional newspapers (1854–1978) and the annuals of a Wine Producers Cooperative (1978–2010). The strong inverse correlation between Minho GHD and the mean maxima temperatures of the preceding March to August months (GSTmax), registered at the Braga weather station for the overlap period 1941–2009, allowed a reconstruction, with associated statistical uncertainties, of the regional GSTmax back to 1856. These were then used to characterize the main climatic episodes in the region during the last 154 years. The most noticeable feature that emerges from the comparison of the Minho GSTmax with the global annual average temperatures of Jones et al. (2013) is that these regional temperatures, in clear contrast with the global warming observed from around 1990 onwards, show no noteworthy increasing trend. The influence of climatic variability was examined also in terms of the relations between GSTmax (1950–2009) and the main meteorological teleconnection patterns affecting the North Atlantic European sector where the Minho region is included. Data support the hypothesis that persistent positive modes of spring-summer Scandinavian (SCA) and summer East Atlantic/Western Russia patterns triggered lower GSTmax, especially in the 60s–80s. The search for solar imprints in the Minho region climate identified the SCA mode as a promising connection between the two, since it is significantly inversely correlated with both, the TSI and the GSTmax. Like in other traditional European viticultural regions, the Minho GHD have shown to be a valuable tool for understanding the interactions between large-scale circulation modes and regional/local climatic conditions. Besides it will deliver a reliable assessment of climatic proxies from geological record, like tidal marsh benthic foraminifera assemblages.

Hier die Temperaturrekonstruktion aus dem Paper:

Abbildung: Rekonstruktion der Entwicklung der mittleren Maximaltemperatur (März-August) in Nordwestportugal auf Basis von Weinernte-Zeitpunkten. Aus: Moreno et al. 2016.

Hat Napoleon die Schlacht in Waterloo wegen eines indonesischen Vulkanausbruchs verloren?

Am 16. August 2018 starb die Soul-Sängerin Aretha Franklin an Krebs. Ihr Künstlerkollege Stevie Wonder geht davon aus, dass letztendlich der Klimawandel die Krebskrankheit von Aretha Franklin hervorgerufen hat. Noise 11 berichtete am 19. August 2018:

Wonder drew a line between the increase of cancer and the ignorance of global warming. “I just feel that all these various diseases that we have and all that is happening in the world in part is because there are those who don’t believe in global warming, don’t believe that what we do affects the world,” he said. “Heat affects the world and affects us. I just hope that people will grow up out of the foolishness and know that we all, by how we think, how we view, how we treat others, we will never unlock the key until we truly let go of the hatred, the bigotry, the evilness, the selfishness. We do that and we can unlock some of those things that keep us in this place”.

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Einmal mehr haben die Klimamodelle versagt. Diesmal haben sie ein großes Eisloch in der Arktis übersehen, wie Spiegel Online am 24. August 2018 meldete:

Polarforschung Was ist los in der “Region des letzten Eises”?
Laut Klimamodellen gilt der Ozean nördlich von Grönland als Rückzugsort des letzten Arktiseises. Doch derzeit klafft dort ein großes Loch. Forscher sind irritiert.

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Im Sommer 1815 erlebte Napoleon sein Waterloo. Seine Armee blieb im Schlamm stecken. Klimaforscher des Imperial College London wollen jetzt herausbekommen haben, wehalb es damals so regnerisch war: Schuld soll der indonesische Vulkan Tambora haben, der damals ausbrach. Das College gab am 22. August 2018 per Pressemitteilung die aufsehenerregnden Forschungsergebnisse bekannt:

Napoleon’s defeat at Waterloo caused in part by Indonesian volcanic eruption

Electrically charged volcanic ash short-circuited Earth’s atmosphere in 1815, causing global poor weather and Napoleon’s defeat, says new research.

Historians know that rainy and muddy conditions helped the Allied army defeat the French Emperor Napoleon Bonaparte at the Battle of Waterloo. The June 1815 event changed the course of European history. Two months prior, a volcano named Mount Tambora erupted on the Indonesian island of Sumbawa, killing 100,000 people and plunging the Earth into a ‘year without a summer’ in 1816. Now, Dr Matthew Genge from Imperial College London has discovered that electrified volcanic ash from eruptions can ‘short-circuit’ the electrical current of the ionosphere — the upper level of the atmosphere that is responsible for cloud formation.

The findings, published today in Geology, could confirm the suggested link between the eruption and Napoleon’s defeat. Dr Genge, from Imperial’s Department of Earth Science and Engineering, suggests that the Tambora eruption short-circuited the ionosphere, ultimately leading to a pulse of cloud formation. This brought heavy rain across Europe that contributed to Napoleon Bonaparte’s defeat. The paper shows that eruptions can hurl ash much higher than previously thought into the atmosphere — up to 100 kilometres above ground.

Dr Genge said: “Previously, geologists thought that volcanic ash gets trapped in the lower atmosphere, because volcanic plumes rise buoyantly. My research, however, shows that ash can be shot into the upper atmosphere by electrical forces.” A series of experiments showed that that electrostatic forces could lift ash far higher than by buoyancy alone. Dr Genge created a model to calculate how far charged volcanic ash could levitate, and found that particles smaller than 0.2 millionths of a metre in diameter could reach the ionosphere during large eruptions.

He said: “Volcanic plumes and ash both can have negative electrical charges and thus the plume repels the ash, propelling it high in the atmosphere. The effect works very much like the way two magnets are pushed away from each other if their poles match.” The experimental results are consistent with historical records from other eruptions.

Weather records are sparse for 1815, so to test his theory, Dr Genge examined weather records following the 1883 eruption of another Indonesian volcano, Krakatau. The data showed lower average temperatures and reduced rainfall almost immediately after the eruption began, and global rainfall was lower during the eruption than either period before or after. He also found reports of ionosphere disturbance after the 1991 eruption of Mount Pinatubo, Philippines, which could have been caused by charged ash in the ionosphere from the volcano plume.

In addition, a special cloud type appeared more frequently than usual following the Krakatau eruption. Noctilucent clouds are rare and luminous, and form in the ionosphere. Dr Genge suggests these clouds therefore provide evidence for the electrostatic levitation of ash from large volcanic eruptions. Dr Genge said: “Victor Hugo in the novel Les Miserables said of the Battle of Waterloo: ‘an unseasonably clouded sky sufficed to bring about the collapse of a World.’ Now we are a step closer to understanding Tambora’s part in the Battle from half a world away.”