Wolf im Schafspelz: Windparks und Fotovoltaikanlagen heizen die Klimaerwärmung an

Au weia. Neuesten Erkenntnissen zufolge, befeuern die vormals als Heilsbringer gefeierten Windparks und Fotovoltaikanlagen die Klimaerwärmung. Der Standard berichtete am 6. September 2018:

Windparks und große Fotovoltaikanlagen haben einen nicht zu unterschätzenden Effekt auf die Umgebung, in der sie stehen – so viel war bisher schon bekannt. So lieferten etwa frühere Studien Hinweise darauf, dass sich derartige Ökostromkraftwerke auf lokale Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte auswirken können. Ob man dies gutheißen kann oder durch die Veränderungen regionale Schwierigkeiten zu erwarten sind, war bisher allerdings weitgehend unklar – eine Wissenslücke, die nach Meinung vieler Experten nicht unproblematisch ist: Immerhin tüftelt man rund um den Globus bereits an mehreren entsprechenden Megaprojekten.

Aber ganz so schnell gibt man die Anlagen dann doch nicht auf. Zwar heizen die Installationen die Atmosphäre auf, aber dafür bringen sie in der Sahara auch mehr Regen. Anders ausgedrückt: Zwar macht die Creme unschöne Pickel im Gesicht, dafür glänzt das Haar aber viel schöner:

Einen wichtigen Baustein zur Beantwortung dieser Fragen haben nun Forscher um Yan Li von der University of Illinois beigetragen. Ihre aktuelle Studie zeichnet erstmals ein detailliertes Bild davon, was massive Wind- und Solarinstallationen in einer Wüste wie der Sahara bewirken würden – und die positiven Effekte dürften tatsächlich überwiegen: Die Klimamodellierungen lassen lokal zwar auf leicht erhöhte Temperaturen schließen, gleichzeitig nehmen demnach aber auch die Niederschläge zu, was frisches Grün sprießen lässt, wo zuvor noch Ödland vorherrschte.

Weiterlesen im im Standard.

Bereits 2015 titelte Donnerwetter:

Immer weniger Wind durch immer mehr Windräder?

In Deutschland wird der Wind immer schwächer – mit erheblichen Auswirkungen. Meteorologen haben die ständig zunehmende Zahl von Windrädern als Ursache im Verdacht.

Durch Deutschland weht ein immer schwächerer Wind. Wurden beispielsweise in Osnabrück in den 1960er-Jahren noch im Jahresmittel Windgeschwindigkeiten von 3,7 Meter pro Sekunde gemessen, sind es inzwischen nur noch 3,2 m/s. Ein Rückgang von über 13 Prozent. An fast allen Wetterstationen im Binnenland, die die Meteorologen des Bonner Wetterdienstes Donnerwetter.de analysiert haben, sieht der Trend ähnlich aus. „An den meisten Orten hat die mittlere Windgeschwindigkeit sehr deutlich abgenommen“, berichtet Dr. Karsten Brandt. Und er hat einen Verdacht: „Wir glauben, dass die in den letzten 15 Jahren immer massiver ausgebauten Windkraftanlagen die Windgeschwindigkeit beeinflusst haben.“

Weiterlesen bei Donnerwetter

Pressemitteilung der University of Illinois at Urbana-Champaign vom 6. September 2018 (via Science Daily):

Large wind and solar farms in the Sahara would increase heat, rain, vegetation

Wind and solar farms are known to have local effects on heat, humidity and other factors that may be beneficial — or detrimental — to the regions in which they are situated. A new climate-modeling study finds that a massive wind and solar installation in the Sahara Desert and neighboring Sahel would increase local temperature, precipitation and vegetation. Overall, the researchers report, the effects would likely benefit the region.

The study, reported in the journal Science, is among the first to model the climate effects of wind and solar installations while taking into account how vegetation responds to changes in heat and precipitation, said lead author Yan Li, a postdoctoral researcher in natural resources and environmental sciences at the University of Illinois. “Previous modeling studies have shown that large-scale wind and solar farms can produce significant climate change at continental scales,” Li said. “But the lack of vegetation feedbacks could make the modeled climate impacts very different from their actual behavior.

The new study, co-led with Eugenia Kalnay and Safa Motesharrei at the University of Maryland, focused on the Sahara for several reasons, Li said. “We chose it because it is the largest desert in the world; it is sparsely inhabited; it is highly sensitive to land changes; and it is in Africa and close to Europe and the Middle East, all of which have large and growing energy demands,” he said. The wind and solar farms simulated in the study would cover more than 9 million square kilometers and generate, on average, about 3 terawatts and 79 terawatts of electrical power, respectively.

“In 2017, the global energy demand was only 18 terawatts, so this is obviously much more energy than is currently needed worldwide,” Li said. The model revealed that wind farms caused regional warming of near-surface air temperature, with greater changes in minimum temperatures than maximum temperatures. “The greater nighttime warming takes place because wind turbines can enhance the vertical mixing and bring down warmer air from above,” the authors wrote. Precipitation also increased as much as 0.25 millimeters per day on average in regions with wind farm installations.

“This was a doubling of precipitation over that seen in the control experiments,” Li said. In the Sahel, average rainfall increased 1.12 millimeters per day where wind farms were present. “This increase in precipitation, in turn, leads to an increase in vegetation cover, creating a positive feedback loop,” Li said.

Solar farms had a similar positive effect on temperature and precipitation, the team found. Unlike the wind farms, the solar arrays had very little effect on wind speed. “We found that the large-scale installation of solar and wind farms can bring more rainfall and promote vegetation growth in these regions,” Kalnay said. “The rainfall increase is a consequence of complex land-atmosphere interactions that occur because solar panels and wind turbines create rougher and darker land surfaces. “The increase in rainfall and vegetation, combined with clean electricity as a result of solar and wind energy, could help agriculture, economic development and social well-being in the Sahara, Sahel, Middle East and other nearby regions,” Motesharrei said.

Paper: Yan Li, Eugenia Kalnay, Safa Motesharrei, Jorge Rivas, Fred Kucharski, Daniel Kirk-Davidoff, Eviatar Bach, Ning Zeng. Climate model shows large-scale wind and solar farms in the Sahara increase rain and vegetation. Science, 2018; 361 (6406): 1019 DOI: 10.1126/science.aar5629

Mit zweierlei Maß messen, ein psychologisches Phänomen, dem auch Ökoaktivisten verfallen sind. Bäume an einer industriellen Braunkohlegrube sind unbedings schützenswert, während man die Bäume auf einsamen Bergrücken gerne für den Bau von Windkraftanlagen opfert. Die ruheliebende Fledermaus im Braunkohlewald wird lautlärmend mit 10.000 Demonstranten zu schützen gesucht, während man hohe Vogel-Opferzahlen an Windkraftanlagen als notwendiges Übel durchwinkt. Bernd Matthies ist der Sache im Tagesspiegel am 15. September 2018 nachgegangen:

Die einen und die anderen Bäume
Jeder Baum, der im Hambacher Forst gefällt wird, tut weh. Andererseits fällt jährlich deutlich mehr, um Platz für Windkraftanlagen zu machen. [...] Die mehrheitliche Meinung im Land scheint ziemlich eindeutig: Wer da gegen die eindeutige Rechtslage anrennt, tut das quasi, um die Welt zu retten, da darf man nicht so zimperlich sein in Sachen Gewalt. Andererseits fällt in Deutschland jedes Jahr nach überschlägigen Schätzungen deutlich mehr als ein Hambacher Forst, um im Wald Platz für Windkraftanlagen zu machen, und kein Mensch wirft deshalb mit Fäkalien und Steinen oder verbarrikadiert sich in Baumhäusern; allenfalls tritt mal ein Gemeinderat zurück. Und während sich die Hambacher Aktivisten erbost vor jedes geschützte Insekt stellen und die rare Bechsteinfledermaus – vorher nie gehört – zum Symbol ihres Kampfes erheben, lassen sie die zahllosen bekannteren Vögel, die von den Windkraftanlagen getötet werden, links liegen; die sterben für den gerade mal höheren Zweck, das ist halt Pech für sie, Kollateralschaden der Energiewende. [...]

Ganzen Kommentar im Tagesspiegel lesen.

Pressemitteilung der Deutschen Wildtierstiftung vom 12. September 2018:

Die schwarz-grüne Axt am Märchenwald
Deutsche Wildtier Stiftung: Rettet die Wälder in Hessen vor der Windkraft

Es war einmal: Die Gebrüder Grimm schickten Rotkäppchen und Hänsel & Gretel in den Deutschen Wald und machten Hessen damit weltbekannt. Doch die Jahre vergingen. Heute legt die Landesregierung ihre schwarz-grüne Axt an die Märchenwälder Hessens, um mit viel Wind den Wald in Energie zu verzaubern…

Das ist keine Märchenstunde! Gegenwärtig wird von Seiten des Landes mit einer Zielgröße von 2.300 bis 2.800 Anlagen auf den hessischen Windvorrangflächen, von denen etwa 80 Prozent im Wald stehen, gerechnet. So steht es in einem Faktenpapier der Landesregierung. Man geht von einer “verfügbaren Waldfläche von 550.000 bis 600.000 Hektar” aus.

“Windkraftanlagen auf die Höhenzüge deutscher Mittelgebirge zu bauen, bedeutet nicht nur Rodung von Bäumen. Intakte Ökosysteme werden zerschnitten, Böden versiegelt und Fundamente errichtet, um Windfabriken von der Höhe des Kölner Doms in den Wald zu stellen”, sagt Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. “Der Verlust gewachsener Wälder für die Wildtiere ist unersetzbar.”

In Hessen können die Bürger längst nicht mehr ruhig schlafen. Sie kämpfen in rund 200 Bürgerinitiativen um ihre Wälder, die als Naherholungsgebiete der Allgemeinheit gehören. Doch in Hessen sollen bis 2019 insgesamt 25 Prozent des Stromverbrauchs mithilfe von Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Das geht nur mit einem weiteren gigantischen Ausbau der Windkraft. “Bereits in den vergangenen zwei Jahren wurden von zehn genehmigten Windenergieanlagen neun im Wald gebaut”, kritisiert Prof. Vahrenholt. Der Wald und seine Tierwelt dürfen nicht zum Opfer der Energiewende werden. Im Bundesvergleich steht das kleine Bundesland bei der Windkraft im Wald mit 372 Windenergieanlagen hinter Rheinland-Pfalz (424 WEA) auf Platz zwei.

Sehen Sie hier den Windkraft-Filmspot der Deutschen Wildtier Stiftung, der ab 13. September in den hessischen Kinos läuft: https://youtu.be/ODFeuXZNifg

 

 

Niederländischer Filmemacher erhielt wegen klimakritischem Film anonyme Drohungen

Kürzlich erhielten wir Leserpost:

Guten Tag,

Im Zusammenhang mit Ihrem Blogartikel “Warme 1940er Jahre ließen Wein in Portugal früher reifen als heute” möchte ich auf einen Öko-Winzer und seinen Bericht über die diesjährige Weinlese aufmerksam machen. Seine Zufriedenheit über das diesjährige Wetter (zu heiß, zu trocken), müsste eigentlich jeden davon überzeugen, dass unsere derzeitige Witterung (für alle) besser ist, als während der kleinen Eiszeit vor nunmehr etwa 150 Jahren, die ja gern von den Klimafolgenforschern als Bezugspunkt für die Klimaerwärmung genommen und ausgeschlachtet wird. Mein Fazit: Ich freue mich auf den diesjährigen Riesling von der Mosel.
Mit freundlichen Grüßen

Schauen wir doch mal auf die Webseite des besagten Winzers:

Weinernte 2018: Winzerwunschwetter
[...] So warm, dass die mitgenommenen Gummibärchen für die Frühstückspause zu schmelzen beginnen und eine einheitliche Masse werden. Bisher haben wir noch nie eine solche Weinernte erlebt. Es herrscht bester Altweibersommer ohne jeglichen Regen, morgendlich angenehme, kühle Temperaturen und mittags hat, hitzebedingt, fast keiner Lust zum Arbeiten. Die Rieslingtrauben erfreuen sich noch nie da gewesener Gesundheit, dazu beste Qualität und es ist auch die bisher größte Weinernte, die wir ernten durften.

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Sie erinnern sich vielleicht an die letztjährige (2017) Doku Der Bauer und sein Klima. Dem Filmemacher Marijn Poels verweigerte das PIK damals ein Interview, weil man seine kritische und hinterfragende Art nicht schätzte. Im Dezember 2017 gab Poels ein hochinteressantes Interview, in dem er über die unerwartete Medienreaktion auf seinen Film sprach. Die Mainstream-Medien schwiegen beharrlich zum Film, während Poels von Aktivisten sogar anonyme Drohungen erhielt.

 

 

Siehe auch: Neuer Film von Marijn Poels: Weshalb Häretiker in einer freiheitlichen Gesellschaft dringend gebraucht werden

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Das Kalte-Sonne-Blog ist auch eine Art Nachschlagewerk, wenn man für Diskussionen Fakten braucht. Die thematische Übersicht zu den Blogartikeln wurde jetzt auf den neuesten Stand gebracht und kann auf www.klimaargumente.de eingesehen werden. Wer sich zum Klimawandel in Deutschland informieren möchte, kann dies auf www.klimawandel-in-deutschland.de tun.

 

Panne beim Weltklimarat: Neuer IPCC-Spezialbericht zum 1,5°C-Ziel blendet natürlichen Klimawandel komplett aus

Von Dr. Dietrich E. Koelle

Der neue  „Special Report“ des IPCC (Intergovernmental Panel for Climate Change) wurde offenbar vor allem publiziert, um die schwindende Klima-Hysterie am Laufen zu halten mit der unglaublichen Feststelllung, dass die gesamte globale Erwärmung der letzten Hundert Jahre von ca. 1°C “menschengemacht“ sei.

A1. Human activities are estimated to have caused approximately 1.0°C of global warming above pre-industrial levels, with a likely range of 0.8°C to 1.2°C. Global warming is likely to reach 1.5°C between 2030 and 2052 if it continues to increase at the current rate. (high confidence)

Die Begründung ist wieder einmal “confidence“, d.h. Glauben oder Vertrauen, aber keine Fakten, die normalerweise eine Hypothese bestätigen müssen. Andererseits bleibt die Hypothese ein Hirngespinst. Bisher war der, die oder das IPCC (je nach Übersetzung als Ausschuss, die Arbeitsgruppe  oder das Komitee, aber auf keinen Fall die hochstaplerische Bezeichnung „Klimarat“) nicht in der Lage, einen konkreten Beweis für die alleinige Verantwortung des CO2 für die beobachtete Erwärmung der letzten 150 Jahre zu liefern. Der fundamentale und immer noch nicht korrigierte Fehler der IPCC-Berichte ist die komplette Ignoranz der natürlichen Klima-Entwicklung, die es tatsächlich auch schon vor Existenz der Menschheit, ja seit Bestehen der Erde gibt. Dabei hatte die übergeordnete UN-Organisation UN-FCCC (The United Nations Framework Convention on Climate Change) schon 1992 offiziell festgestellt, dass Klimawandel aus zwei verschiedenen Elementen besteht:

(1) change of climate which is attributed directly or indirectly to human activity that alters the composition of the global atmosphere, which is addition to

(2) natural climate variability observed over comparable time periods.

Der entscheidende 2. Teil, der beschreibt, wie die globale Temperaturentwicklung ohne anthropogene Einflüsse verlaufen wäre, fehlt beim IPCC komplett. Dabei gibt es für die letzten 10.000 Jahre (seit dem Ende der letzten Eiszeit, bzw. für das Holozän als aktuelle Zwischeneiszeit) relativ gute und zahlreiche Klima-Daten. Dabei geht es nicht um die “natural variability“ (wie ENSO-Ereignisse oder Vulkanausbrüche), sondern um die nachgewiesenen regelmäßigen natürlichen Klimazyklen von 1000, 230 und 65 Jahren. Es gibt natürlich gute Gründe für den IPCC, dies besser nicht darzustellen. Fakt ist: Noch immer bewegt sich das Klima innerhalb der bekannten natürlichen Schwankungsbreite. Es ist kein Unterschied zu erkennen zwischen der heutigen Klimaentwicklung der letzten 150 Jahre und den 10.000 Jahren davor.

Vermutlich ist der CO2-Effekt sehr viel geringer als angenommen. Mutige Äußerungen in diese Richtung sind jedoch nur von Wissenschaftlern möglich, die keine berufliche Funktion mehr erfüllen. Ansonsten müssten sie mit harschen und persönlichen Angriffen ihrer Kollegen rechnen, die dem Klima-Dogma ihrer Regierungen und damit den IPCC-Behauptungen folgen müssen. Und auch Journalisten schreiben lieber vom „offiziellen“ IPCC-Bericht ab, als der Empfehlung von Immanuel Kant zu folgen („Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“)

Wer willens und imstande ist, sich mit der historischen Klima-Entwicklung unseres Planeten zu befassen, macht eine überraschende Entdeckung: sie ist beherrscht von einer Reihe langfristiger, mittelfristiger und kurzfristiger Klimazyklen. Für die letzten 8000 Jahre sind dies insbesondere die Zyklen mit einer Frequenz von 1000 bis 1070 Jahren (Eddy-Zyklus), 230 Jahren (Suess/deFries-Zyklus) und der sogenannte Ozean-Zyklus mit 60-65 Jahren. Diese Zyklen haben solare und astrophysikalische Ursachen, die kein Mensch beeinflussen kann.

Die Erforschung der Klima-Historie (Klima-Paläontologie) ist bei den Klima-Instituten stark unterentwickelt, aus verschiedenen Gründen. Einer ist sicher, dass der hochgespielte „anthropogene Klimawandel“ attraktiver und finanziell einträglicher ist. Mit alarmistischen Klima-Warnungen ist man in den Medien hochwillkommen. Dagegen ist die Klima-Historie natürlich langweilig. Wen interessiert es schon, dass es vor 1000 Jahren wärmer war als heute, dies aber bei einem CO2-Anteil von nur 230 ppm (heute 400 ppm). Auch nicht gerade ein Argument für einen CO2-Einfluss.

Aber nochmals konkret zur IPCC-Behauptung „der Anstieg von 1°C in den letzten 100 Jahren sei komplett durch anthropogene Treibhausgase (CO2) verursacht“. Man könnte hierzu die Anti-These aufstellen, dass dieser Anstieg komplett auf den natürlichen Klimazyklen beruhe, die schon seit 8000 Jahren zu beobachten sind:

–Der Ozean-Zyklus war die nachgewiesene Ursache des globalen Temperaturrückganges um 0,4°C zwischen 1940 und 1975. Anschließend ist die Temperatur zwischen 1975 und 2007/2010 wieder um 0,3 bis 0,4° gestiegen und hat jetzt wieder seinen neuen Abwärtstrend begonnen. Erste Anzeichen sind zu erkennen (2018 keine NW-Passage mehr möglich, zuviel Eis; neuer Minustemperatur-Rekord in der Antarktis mit -89,6°C).

–Der 230-Jahreszyklus hatte sein Minimum zwischen 1880 und 1900  und erreichte sein neues Maximum zwischen  2000 und 2015 mit einem Temperatur-Anstieg von ca.0,4°C.

–Der 1000-Jahre-Zyklus hatte sein letztes Minimum zwischen den Jahren 1500-1700, auch „Little Ice Age“ genannt und erreichte sein aktuelles Maximum zwischen den Jahren 2000 und 2020. Rechnet man den Anteil des Anstieges in den letzten 100 Jahren, ergeben sich ca. 0,3°C. In den nächsten 400 Jahren wird wieder ein Abfall um ca.2°C erfolgen.

Zusammengenommen, könnte der Temperaturanstieg von ca. 1° in den letzten 100 Jahren durch den gleichzeitigen Anstieg der drei natürlichen Zyklen mit einem kombinierten Effekt von 1 bis 1,1°C weitgehend erklärt werden. Der Einfluss des CO2-Antieges geht ensprechend zurück. Es ist sehr seltsam und nicht verständlich, wie es möglich ist, dass der IPCC diese simplen Fakten schlicht ignoriert, um seine ideologische Hypothese mit allen Mitteln und Tricks zu verteidigen.

 

Trotz Meeresspiegelanstieg: Fläche der Tuvaluinseln hat sich in den letzten Jahrzehnten um 3% vergrößert

Die Südseeinseln gehen unter. Schickt uns schnell Geld und Visa für Australien und die USA! Viele Medienberichte verkürzen die Problematik des Meeresspiegelanstiegs und ihren Effekt auf die pazifischen Koralleninseln auf diese Kernbotschaften. Dabei bleibt die Wissenschaft auf der Strecke. Da Koralleninseln aus lebendigen Organismen bestehen, die seit jeher dem Meeresspiegel hinterherwachsen, “schwimmen” die Inseln wie Schiffe an der Meeresoberfläche. Wenn der Meeresspiegel hochgeht, wachsen auch die Korallen mit. Das lernt man bereits im Geographieunterricht in der Schule.

Paul Kench und Kollegen haben nun die Küstenlinien sämtlicher 101 Inseln von Tuvalu für die letzten 40 Jahre anhand von Satellitenbildern vermessen. Das Resultat: Die Landfläche ist in diesem Zeitraum um knapp 3% gewachsen, und das trotz eines recht starken regionalen Meeresspiegelanstiegs von 4 mm pro Jahr. Hier der Abstract der Arbeit, die im Febuar 2018 in Nature Communications erschien:

Patterns of island change and persistence offer alternate adaptation pathways for atoll nations
Sea-level rise and climatic change threaten the existence of atoll nations. Inundation and erosion are expected to render islands uninhabitable over the next century, forcing human migration. Here we present analysis of shoreline change in all 101 islands in the Pacific atoll nation of Tuvalu. Using remotely sensed data, change is analysed over the past four decades, a period when local sea level has risen at twice the global average (~3.90 ± 0.4 mm.yr−1). Results highlight a net increase in land area in Tuvalu of 73.5 ha (2.9%), despite sea-level rise, and land area increase in eight of nine atolls. Island change has lacked uniformity with 74% increasing and 27% decreasing in size. Results challenge perceptions of island loss, showing islands are dynamic features that will persist as sites for habitation over the next century, presenting alternate opportunities for adaptation that embrace the heterogeneity of island types and their dynamics.

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Plumper Klimaalarm in den OÖ-Nachrichten am 30. August 2018:

Klimawandel: “Alle Fichten im Wald werden sterben”

Bauer Jürgen Hutsteiner sieht nur kranke Nadelbäume. “Wir müssen handeln”, sagt er.

“Aus heutiger Sicht hat er eine riesige Dummheit begangen”, sagt Jürgen Hutsteiner. Als Bub ist der Landwirt aus Steyr neben seinem Vater im Wald gestanden, als dieser den Kahlschlag wieder mit Fichtensetzlingen aufforstete. Nach 30 Jahren ragen die Bäume, deren von der Möbelindustrie gefragtes Holz sich profitabel an die Sägen verkaufen lässt, hoch auf. Die Wipfel aber sind kahl, auf Angsttrieben baumeln noch grüne Zapfen. “Das ist das letzte Kapitel”, sagt Hutsteiner, “die fortwährende Trockenheit und Erwärmung der vergangenen Jahre setzt den Bäumen zu, sie sind zu sehr geschwächt, wenn sie dann der Borkenkäfer befällt.” Was der Käfer nicht schafft, das erledigt der nächste Orkan mit Windwürfen. Hutsteiner hat den Fichtenbestand in seinem Forst bereits abgehakt: “Es wird diese Baumart bald hier nicht mehr geben.”

Weiterlesen in den OÖ-Nachrichten

Kurzer Faktencheck:

1) Erwärmung der letzten Jahre: Richtig, es ist wärmer geworden. Aber in den letzten Jahrtausenden war es immer wieder so warm wie heute.

2) Trockenheit: Klimawandel in Österreich: Dürren ohne Langzeittrend

3) Orkane: Die ZAMG schreibt dazu:

Der Mythos der stürmischen Gegenwart

Um 1990 herum gaben eine Reihe von Sturmereignissen Anlass zur Sorge, das Sturmklima würde sich aufgrund der steigenden Temperaturen generell turbulenter gestalten. Seither ist die Sturmtätigkeit aber wieder zurückgegangen und um 1900 – also vor dem Einsetzen des vom Menschen verstärkten Treibhauseffekts – waren die Zeiten stürmischer.

Messreihen der Windgeschwindigkeit sind mit großer Vorsicht zu genießen: Die exakte Messung von Böen ist schwierig, lange Zeitreihe sind selten und aufgrund der starken kleinräumigen Unterschiede ist eine Homogenisierung nicht möglich. Erst seit den 1980er-Jahren wird die Windgeschwindigkeit allmählich automatisch registriert, es verwundert also nicht, dass oft vom stärksten, je an einer gewissen Station gemessenen Sturm die Rede ist – die Messreihen sind zu kurz.

Fazit: Bauer Jürgen Hutsteiner mangelt es an Kenntnissen und muss zur Klimawandel-Nachschulung

 

Premierminister von Samoa: Klimaleugner in Irrenanstalten einweisen

In Österreich gab es dieses Jahr (2018) einen heißen Sommer, wie die OÖ-Nachrichten am 31. August 2018 meldeten:

In Oberösterreich war es in diesem Jahr am heißesten

Es war der viertwärmste Sommer der 252-jährigen Messgeschichte: Um 2,0 Grad lagen die Tagesmittelwerte bundesweit über jenen der Jahre 1981 bis 2010, meldete gestern die ZAMG. Nur 2003, 2015 und 2017 waren noch heißer. In den meisten Regionen gab es bis zu dreimal so viele Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad. Und der Hotspot des Klimawandels war heuer Oberösterreich.

Nicht zum ersten Mal, “denn schon 2015 lagen wir im Hitze-Ranking vorn”, sagt Andreas Drack, Klimaschutzbeauftragter des Landes OÖ. Allein der August war heuer um 4,2 Grad zu warm. Das Jahresmittel übertraf den “Normalwert” in Oberösterreich um 2,4 Grad, gleichauf mit Wien und mehr als in allen übrigen Bundesländern.

Weiterlesen in den OÖ-Nachrichten

Unerwähnt bleibt, dass es in den letzten Jahrtausenden in Österreich bereits mehrfach so warm wie heute war. Siehe unseren Beitrag “Klimawandel in Österreich: So veränderte sich die Temperatur

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Verrückte Klimadebatte. Der IPCC gab kürzlich Sprechanweisungen für seine angeschlossenen Wissenschaftler heraus (siehe “Handbuch mit 28 Seiten: Sprechanweisungen des IPCC für Wissenschaftler“). Nun hat auch die klimaskeptische Seite nachgelegt. Das Video “How to debate a climate alarmist” warnt vor den schlimmsten Fallen:

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Der Premierminister von Samoa, Tuilaepa Sailele, will endlich Klimaausgleichzahlungen sehen. Da die Gelder noch nicht so üppig sprudeln, macht sich nun Nervosität breit. In einem Video schlägt Sailele vor, alle Klimaleugner in Irrenanstalten unterzubringen.

Details bei WUWT

Siehe auch unsere Beiträge “Marschallinseln im Pazifik besonders vom Klimawandel betroffen? In den letzten 2000 Jahren fiel dort der Meeresspiegel um anderthalb Meter” und “Südseeinseln trotzen dem Meeresspiegelanstieg: UNO weist Klimaschadensersatzansprüche der pazifischen Inselstaaten ab“.

 

Wissenschaft im Selbsttest: Wenn Forscher falsch liegen

Es ist leider eine weit verbreitete Marotte in den Medien, alle Naturkatastrophen augenblicklich als Folge des Klimawandels zu stellen. Was die Wenigsten wissen: Den Zusammenhang zwischen Extremwetter und Klimawandel sieht nicht einmal der IPCC, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Ein neues Buch von Roger Pielke Jr. befasst sich mit der Thematik in kritischer Weise. Bereits seit Jahren schaut Pielke den Versicherungskonzernen und Alarmwissenschaftlern auf die Finger. Lesetipp!

The Rightful Place of Science: Disasters & Climate Change

 

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Skandal im EU-Parlament. Ein Parlamentarier hat doch tatsächlich behauptet, Schwankungen der Sonnenaktivität und damit verbundene Änderungen der kosmischen Strahlung könnten das Erdklima beeinflussen. Auch wenn dies die Erkenntnisse von hunderten von begutachteten Fachpublikationen widerspiegelt,  hätte der Parlamentarier wissen sollen, dass es nicht gestattet ist, diese Ergebnisse im Parlament zu erwähnen.

Siehe auch “Durchbruch in der Klimaforschung: So lässt die Sonne die Wolken tanzen

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Alfred Brandenberger zu Nachhaltigkeit und Stromversorgung in Norwegen. Viel Spaß beim Stöbern.

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Deutschlandfunk (DLF) am 21. August 2018:

Climate Attribution: Den Klimawandel greifbar machen
Ob Hitzewelle, plötzlich auftretender Hagel oder Starkregen: Mittlerweile gibt es sogar ein eigenes Forschungsfeld, das untersucht, ob und inwieweit diese Wetterextreme durch den Klimawandel bedingt sind. Es nennt sich „Climate Attribution“.

Weiterlesen beim Deutschlandfunk

Klima-Alarmisten ärgern sich sehr darüber, dass man beim Extremwetter keine klaren Tendenzen erkennen kann und haben jetzt ihre einzige “Wunderwaffe” gegen diese “unbequeme Wahrheit” in Stellung gebracht: Klima-Computermodellierungen! Statt sich mit den real existierenden Wetterdaten begnügen zu müssen, berechnet man nach dem guten alten GIGO-Prinzip von Computermodellierungen, wie viel weniger extrem das Wetter wäre, wenn nur das “böse anthropogene CO2″ nicht in der Atmosphäre gekommen wäre… Allerdings ist der Ansatz offensichtlich ein krasser Zirkelschluss. Es ist überaus praktisch, dass man ganz grundsätzlich niemals beweisen können wird, ob sich das Klima und das Extremwetter in einer realen Welt ohne fossiles CO2, wirklich so verhalten hätte, wie in der Computermodell-Welt  berechnet. Derartige Ansätze sind auf keine Weise falsifizierbar und damit beliebig.

Passend dazu ein zweiter DLF-Beitrag, diesmal vom 28. August 2018:

Wissenschaft im Selbsttest: Wenn Forscher falsch liegen
Eine neue wissenschaftliche Studie weckt Zweifel an der Aussagekraft wissenschaftlicher Studien. Forscher des Center for Open Science haben die Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Studien überprüft, die in renommierten Fachmagazinen publiziert wurden. Das Ergebnis ist ernüchternd: Oft war der behauptete Effekt nicht nachweisbar.

Weiterlesen beim DLF

 

“Phlogiston”: Geschichte eines wissenschaftlichen Irrtums

Stöbern Sie doch mal auf Klaus Alpens Webseite Fragen und Antworten zum Klimawandel, dort hat der Autor eine Vielzahl interessanter Beobachtungen zusammengestellt.

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Der Green Climate Fund soll viele Milliarden an Klimaausgleichszahlungen in der Welt verteilen, insbesondere in den ärmeren Ländern. Aber ganz so rund läuft es offenbar nicht. Im Sommer 2018 trat der Exekutivdirektor des Funds plötzlich zurück. Offizieller Grund: “Unaufschiebbare persönliche Gründe”. Was ist da los? Willis Eschenbach rechnete auf WUWT vor, dass alle Projekte des Green Climate Fund zusammen die globale Erwärmung voraussichtlich um 0.0015°C bremsen werden, wenn man die aktuelle vom IPCC angesetzte CO2-Erwärmungswirkung ansetzt.

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Vor einem Jahr schockten Aktivisten die Welt mit Bildern eines sterbenden Eisbären, ein angebliches Klimawandelopfer. Schnell wurde jedoch klar, dass dies eine fabrizierte Geschichte war, ein Lügenmärchen zur Förderung der “guten Sache”. Im Lauf der Zeit kamen immer mehr Verfehlungen der Autoren ans Licht, wie Susan Crockford am 29. August 2018 in der Financial Post erläutert:

The real story behind the famous starving polar-bear video reveals more manipulation

Opinion: New facts have emerged from the filmmaker behind the cruel and deliberate exploitation of a dying bear in quest to advance climate change agenda

Weiterlesen in der Financial Post.

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In der Wissenschaft hat es stets auch Irrwege gegeben. Eine dieser Sackgassen ist das “Phlogiston”. In Wikipedia lesen wir:

Phlogiston (von griech. φλογιστός phlogistós ,verbrannt‘) ist eine von Georg Ernst Stahl eingeführte hypothetische Substanz, von der man im späten 17. und im 18. Jahrhundert vermutete, dass sie allen brennbaren Körpern bei der Verbrennung entweicht sowie bei Erwärmung in sie eindringt. Die Phlogistontheorie war bei der Deutung von Reduktions- und Oxidationsvorgängen und dem unterschiedlichen Potenzial verschiedener Verbindungen (in moderner Sichtweise ihr Redoxpotential) hierfür von Bedeutung und aus Sicht der Zeitgenossen erfolgreich. In den 1770er Jahren erschienen erste Widerlegungen, und man begann, die Rolle des Sauerstoffs bei Verbrennungsvorgängen näher zu beschreiben und zu quantifizieren. Die Phlogistontheorie, die von etwa 1700 bis 1775 die vorherrschende chemische Lehre war, wird daher seit langem zu den wissenschaftlichen Irrtümern gezählt[1] und als überholtes wissenschaftliches Paradigma[2] ihrer Zeit gesehen.

Weiterlesen in Wikipedia

Als der berühmte französische Chemiker Antoine Laurent de Lavoisier den Verfechtern des Phlogiston widersprach, wurde er vom “Establishment” dafür heftig bekämpft. Dieses “wissenschaftliche” Verteidigungsmuster findet auch in der heutigen Zeit noch häufige Verwendung.

Fritz Vahrenholts Sonnenkolumne 9/18: Atmosphärische Konflikte

30. September 2018
Die Sonne im August 2018 und atmosphärische Konflikt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Sonne wies im August erneut eine im langjährigen Vergleich  geringe  Sonnenfleckenzahl von 8,8 auf (s. hierzu unseren Monatsbericht) An 13 Tagen des Monats war überhaupt keine Sonnenfleck zu sehen. Dieser seit 200 Jahren schwächste Sonnenzyklus wird noch etwa ein Jahr andauern und dann in den nächsten, fast ebenso schwachen, ca. 11- jährigen Zyklus übergehen. Spätestens dann werden wir wissen, wie stark der Einfluss der Sonne auf unser Klima ist oder ob der Weltklimarat IPCC Recht hat, in dem er behauptet, der Einfluss der Sonne auf das Klima des 21. Jahrhundert sei vernachlässigbar klein. Allein der Mensch sei für die Klimaveränderungen verantwortlich.

Klimamodelle versagen- Politik orientiert sich trotzdem daran

Ich habe in meinem Monatsbericht schon oft darauf hingewiesen, dass die Klimamodelle, die eine CO2-bedingte Erwärmung von 2-4 °C in diesem Jahrhundert vorhersagen, weder die Wolkenbildung (siehe hierzu H.Koelle) noch die Ozeanischen Zyklischen Strömungen wiedergeben können.Ganz zu schweigen davon, dass sie die mittelalterliche Warmzeit und die Kleine Eiszeit nicht abbilden können. Modelle, die die Realität der Gegenwart und der Vergangenheit nicht zutreffend wiedergeben, sind eine zweifelhafte Basis für Klimapolitik.

Nun gibt es eine neue Versagensebene. Die Klimaprognosen zur besonderen Erwärmung der Troposphäre in  10-13 km Höhe sind allesamt falsch. Die Modellrechnungen ergeben, dass eine durch Treibhausgase erzeugte Erwärmung am Boden zu einer deutlich schnelleren Erhöhung der Temperaturen in 10-13 km Höhe  führt. Es ist laut Klimamodellen die Region in unserer Atmosphäre, die am heftigsten auf den  Antrieb durch Klimagase reagiert. Daher nennt man es auch den „tropischen Hotspot“.
Nun gibt es erfreulicherweise seit 60 Jahren Ballonmessungen, die die reale Temperatur in diesen Höhen messen.Die US-Klimaforscher McKitrick und Christy haben die Messwerte ausgewertet und kommen zu einem überraschenden Ergebnis :
Die Erwärmung der oberen tropischen Troposphäre ist nicht im Entferntesten so stark, wie die Ergebnisse aller Modelle, die für den 5. Sachstandbericht (AR5) des IPCC in 2013 entwickelt (CMIP5) wurden.

Erwärmung um den Faktor 2 zu hoch

Um die Entwicklung der Diskrepanzen noch etwas genauer zu untersuchen, haben wir mit den Daten Trendberechnungen angestellt: Die kürzeste Trendlänge ab 1958 beträgt 30 Jahre, daher beginnt das Diagramm mit dem Jahr 1987. Der längste Trend geht von 1958 bis 2017. Mit jedem neuen Jahr ergibt sich ab Ende der 90er Jahre eine größere Abweichung der Modellberechnungen vom beobachteten realen Klimasystem. Während diese einen recht konstanten Anstieg von ca. 0,15°C/ Dekade seit 1958 aufweisen, erwärmt sich die Modellwelt immer schneller.

Die Empfindlichkeit der Modelle gegenüber der CO2-bedingten Erwärmung ist auch beim „Hotspot“, also in der Region mit dem modellierten stärksten Anstieg der Temperaturen weltweit, um bis zum Faktor 2 zu hoch. Und die Diskrepanz wird weiter wachsen, das legt Abb. 5 nahe. Alle Prognosen, die mit viel zu heiß laufenden Klimamodellen begründet werden, müssen immer mehr hinterfragt werden.

Wenn Sie also bei der nächsten Gelegenheit auf einen Gesprächspartner treffen, der Ihnen erzählen will, dass die Klimaerwärmung dramatisch  zugenommen hat, antworten Sie ihm : Seit vierzig Jahren ist die Erwärmung pro Jahrzehnt bei 0,13 °C am Boden und 0,15 °C in 10 km Höhe. Das wären dann im Jahrhundert bei konstanter Entwicklung 1,3 bzw. 1,5 Grad Celsius. Kein Anlass für Panikmache, kein Anlass für kopflose und kurzatmige Politik der Zerstörung der industriellen Grundlagen unserer Gesellschaft.

Herzlichst
Ihr
Fritz Vahrenholt

 

Oszillierendes Klima: Bond-Zyklen in Marokko entdeckt

Sein Name war Bond, Gerard Bond. Im Jahr 2001 veröffentlichte er zusammen mit Kollegen in Science ein Paper, dessen enormer Wert wohl erst mit einigen Jahrzehnten Verspätung von der Fachwelt voll realisiert werden wird:

Persistent Solar Influence on North Atlantic Climate During the Holocene
Surface winds and surface ocean hydrography in the subpolar North Atlantic appear to have been influenced by variations in solar output through the entire Holocene. The evidence comes from a close correlation between inferred changes in production rates of the cosmogenic nuclides carbon-14 and beryllium-10 and centennial to millennial time scale changes in proxies of drift ice measured in deep-sea sediment cores. A solar forcing mechanism therefore may underlie at least the Holocene segment of the North Atlantic’s “1500-year” cycle. The surface hydrographic changes may have affected production of North Atlantic Deep Water, potentially providing an additional mechanism for amplifying the solar signals and transmitting them globally.

Lüning & Vahrenholt (2016) haben die Literatur intensiv nach den Bond-Zyklen durchforstet und ihren Klimaeffekt auf allen sieben Erdteilen entdecken können:

The Sun’s Role in Climate

Millennial-scale climate variability is a globally well-established Holocene phenomenon described for all oceans and continents. Cycles are known from upper, middle, and lower latitudes, encompassing all climate zones from the Arctic to the tropics. The amplitude of the observed temperature fluctuations is often more than 1°C and thus has a similar or even greater range than the warming that has occurred since the Little Ice Age. Furthermore, many of these Holocene, natural climate fluctuations show the same level of abruptness as the 20th-century warming.

A common characteristic of many of the documented millennial climate fluctuations is their good match with solar activity changes, as well as a North Atlantic climate record by Bond et al. (2001). Besides solar activity changes, internal millennial ocean cycles may have contributed to the observed climate oscillations. Both solar and internal climate system autocyclical drivers are not yet fully implemented in the current climate models, which still do not manage to reproduce the variable Holocene climate development. Yet successful hindcast capability is generally considered a prerequisite that qualifies models to be used for modeling of future climate.

This chapter reviews Holocene millennial-scale climate fluctuations as reported in 64 papers worldwide. Future research needs to attempt a detailed correlation of the existing Holocene climate curves, complemented by additional data sets filling gaps in currently poorly documented regions. A good understanding of global Holocene millennial- and centennial scale climate variability and its possible solar forcing is required as a calibration basis for a new generation of climate models that should have the objective to reliably reproduce past climate change before attempting detailed future simulations.

Im August 2018 berichteten nun Zielhofer und Kollegen über eine Bond-Zyklik im Hydroklima Marokkos:

Western Mediterranean hydro-climatic consequences of Holocene iceberg advances (Bond events)
Gerald C. Bond established a Holocene series of North Atlantic ice rafted debris events based on quartz and hematite stained grains recovered from subpolar North Atlantic marine cores. These so-called ‘Bond events’ document nine large-scale and multi-centennial North-Atlantic cooling phases that might be linked to a reduced thermohaline circulation. Regardless of the high prominence of the Holocene North Atlantic ice rafted debris record, there are critical scientific comments on the study: the Holocene Bond curve has not yet been replicated in other marine archives of the North Atlantic and there exist only very few palaeo-climatic studies that indicate all individual Bond events in their own record. Therefore, evidence for consistent hydro-climatic teleconnections between the subpolar North Atlantic and distant regions is not clear. In this context, the Western Mediterranean region reveals key hydro-climatic sites for the reconstruction of a teleconnection with the subpolar North Atlantic. In particular, variability of Western Mediterranean winter precipitation might be the result of atmosphere-ocean coupled processes in the outer-tropical North Atlantic realm.

Based on an improved Holocene δ18O record from Lake Sidi Ali (Middle Atlas, Morocco) we correlate Western Mediterranean precipitation anomalies with North Atlantic Bond events to identify a probable teleconnection between Western Mediterranean winter rains and subpolar North Atlantic cooling phases. Our data show a noticeable positive correlation between Western Mediterranean winter rain minima and Bond events during the Early Holocene and an opposite pattern during the Late Holocene. There is evidence for an enduring hydro-climatic change in the overall Atlantic atmosphere-ocean system and the response to external forcing during the Mid-Holocene. Regarding a potential climatic anomaly around 4.2ka (Bond event 3) in the Western Mediterranean, a centennial-scale winter rain maximum is generally in phase with the overall pattern of alternating ‘wet and cool’ and ‘dry and warm’ intervals during the last 5,000 years.

Bonds Entdeckung hat vermutlich eine ähnliche Bedeutung für die Klimawissenschaften, wie die Plattentektonik in der Geologie. Erst lange nach Alfred Wegeners Tod war die Fachwelt bereit, das Konzet der wandernden Kontinente anzuerkennen. Leider wird auch Gerard Bond den Durchbruch seiner Theorie nicht mehr erleben. Er starb viel zu früh im Jahr 2005 in New York.

Siehe auch unsere Beiträge “Die Plattentektonik setzt sich durch: Lehren für die Klimadebatte” und “Kontinentalverschiebung und Klimawandel: Die wundersame Wiederholung der Wissenschaftsgeschichte“.

 

Schottland-Klima der letzten 800 Jahre: Vorindustrielle Wärmephasen geben Rätsel auf

Wie ordnen sich die heutigen Temperaturen in den klimahistorischen Kontext ein? Dies ist eine der Hauptaufgaben der heutigen Klimaforschung. Eine Forschergruppe um Milos Rydval legte nun eine Rekonstruktion der Sommertemperaturen in Schottland für die vergangenen 800 Jahre vor. Grundlage hierfür waren Baumringuntersuchungen. Überraschenderweise fanden die Wissenschaftler, dass das heutge Wärmeniveau in Schottland bereits mehrfach in der Vergangenheit erreicht und sogar teilweise überschritten wurde. Diese Hitzeperioden ereigneten sich im 14., 16. und 18. Jahrhundert und erstreckten sich über jeweils über mehrere Jahrzehnte (Abb. 1). Dazwischen lagen Kältephasen, die gut in den Kontext der Kleinen Eiszeit passen. Hier der Abstract der Arbeit die im November 2017 im Fachblatt Climate Dynamics erschien:

Reconstructing 800 years of summer temperatures in Scotland from tree rings
This study presents a summer temperature reconstruction using Scots pine tree-ring chronologies for Scotland allowing the placement of current regional temperature changes in a longer-term context. ‘Living-tree’ chronologies were extended using ‘subfossil’ samples extracted from nearshore lake sediments resulting in a composite chronology >800 years in length. The North Cairngorms (NCAIRN) reconstruction was developed from a set of composite blue intensity high-pass and ring-width low-pass filtered chronologies with a range of detrending and disturbance correction procedures. Calibration against July–August mean temperature explains 56.4% of the instrumental data variance over 1866–2009 and is well verified. Spatial correlations reveal strong coherence with temperatures over the British Isles, parts of western Europe, southern Scandinavia and northern parts of the Iberian Peninsula. NCAIRN suggests that the recent summer-time warming in Scotland is likely not unique when compared to multi-decadal warm periods observed in the 1300s, 1500s, and 1730s, although trends before the mid-sixteenth century should be interpreted with some caution due to greater uncertainty. Prominent cold periods were identified from the sixteenth century until the early 1800s—agreeing with the so-called Little Ice Age observed in other tree-ring reconstructions from Europe—with the 1690s identified as the coldest decade in the record. The reconstruction shows a significant cooling response 1 year following volcanic eruptions although this result is sensitive to the datasets used to identify such events. In fact, the extreme cold (and warm) years observed in NCAIRN appear more related to internal forcing of the summer North Atlantic Oscillation.

 

Abbildung 1: Rekonstrution der Juli-August-Temperaturen in Schottland für die vergangenen 800 Jahre auf Basis von Baumringen. Quelle: Rydval et al. 2017.